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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Hallo MS020207,

    zu den meisten deiner Blutwerte kann ich leider nichts Weiterführendes beitragen, daher nur auf die Schnelle ...

    Aufgefallen ist mir der erniedrigte Hämoglobinwert und vor allem der Ferritinwert. Der Ferritinspeicher ist mit einem Wert von 8 definitiv leer. Da geht es mittlerweile ans "Eingemachte", so dass das Hämoglobin auch leidet. Die roten Blutkörperchen sind kaum noch in der Lage, den Körper mit dem benötigten Sauerstoff zu versorgen, daher auch schnell Kurzatmigkeit, Ermüdung, Blässe, eben das volle Programm.

    Ich leide seit Jahren an Eisenmangel und muss den Speicher regelmässig auffüllen (FerroSanol 100 mg 1 x täglich). Mein Internist meinte sogar, dass ein dermassen erniedrigter Ferritinwert nur mit Eisenspritzen wieder aufzufüllen sei. Daher bekam ich im vergangenen Jahr 12 Spritzen Ferrelecit und konnte den Wert von 8 auf 170 erhöhen. Ich war danach wie neu geboren, litt nicht mehr an Herzrasen, trockener Haut, Müdigkeit etc. Mit Ferrosanol halte ich den Wert nun bei ca. 80.

    Niedriger Blutdruck und Puls kann durchaus auch ein Symptom des Eisenmangels sein. Treibst du regelmäßig Ausdauersport? Auch das senkt Blutdruck und Ruhepuls dauerhaft. Mein Blutdruck im Ruhezustand kommt selten über 100 / 65 hinaus (gehe 3 x in der Woche laufen bzw. radfahren).

    Erkundige dich mal nach Eiseninfusionen; nicht jeder Arzt verabreicht die freiwillig.
    Das Weiße im Auge des Feindes zu sehn,
    heißt nichts, als geduldig vorm Spiegel zu stehn.

    Heinz Rudolf Kunze

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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Hallo,

    nein mache kein Ausdauersport. Wie gesagt bin regelmäßiger Blutspender.

    Habe zwar früher in der Schulzeit mal Leichtathletik gemacht, dann mal Fussball im Verein gespielt beides aber nur kurzzeitig. Weiterhin war ich auch mal Tänzer für Standart- und Lateintanz ca. 1 Jahr oder etwas länger. Sonst bin ich normal wie jeder Jugendliche öfters Rad gefahren bzw. viel gelaufen.

    Seit 2011 habe ich nun ein Auto und seit dem viel gefahren. Nun habe ich erst seit kurzen wieder angefangen mehr zu laufen und Rad zufahren. Hatte eben wieder so ein Pochen am Herzen und so ein komisches Gefühl bis zum Hals hoch. Hab Blutdruck gemessen kurz danach und er war 105/68 Puls 74.

    Wie gesagt was mich halt stutzig macht ist das die Werte nun erst soweit runter gehen.

    Hatte Anfang Mai eine Internistische Untersuchung und dort hieß es ich wäre Herzgesund.

    Letztes Jahr im Juni und dieses Jahr im April hatte ich Schmerzen in der Linken Brust und wie eine Art Taubheitsgefühl im Arm/Brust mit einem Kribbeln wie bei einer Durchblutungsstörung. Dieses Jahr konnte ich davor die 2 Tage abends im Bett als ich lag beide Arme zwar anwinkeln um das Handy zu halten aber es tat dann nach paar Sekunden weh so das ich die Hand wechseln musste ständig.

    War voll durch den Wind weil ich Angst hatte das es ein Infarkt oder so ist.Bin dann erst mal zum Hausarzt der mich dann zur Internistin überwies.

    Mein Hausarzt machte vor dem Besuch bei der Internistin ein EKG und bestimmte Blutwerte (CK, CK-MB, Troponin).EKG war ok,er meinte nur ich hätte ein inkompletten Rechtsschenkelblock was aber nicht gefährlich wäre. Und meinte dass das alles von einer Muskelverspannung bzw. eingeklemmten Nerven kommt.

    Da kannte wir aber die anderen Blutwerte noch nicht und auch nicht das es eine perniziöse mikrozystäre Anämie ist.

    Hier mal die Befunde dazu:

    Belastungs-EKG (Fahrrad):
    Belastungsgrenze: 2 min 175 Watt (75% von Soll 231 Watt)
    Patient ist ausreichend altersentsprechend submaximal belastbar, Abbruch bei muskulärer Erschöpfung (Oberschenkel ,da sehr lange kein Rad gefahren) und Luftnot (weil die Beine schwer wurden), Blutdruckverhalten: normal,RR in Ruhe:100/70 mmHg; RR unter Belastung:220/100 mmHg.Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung im Normbereich,Herzrhythmusstörungen nicht vorhanden, koronare Durchblutungsstörungen nicht nachweisbar

    24-h-EKG: mittlere HF bei 76/min mit Schwankungen zwischen 47/min (zu niedrig?) und 147/min,Nachweis von 12 VES und 13 SVES, konstanter Sinusrhythmus mit typischen zirkadianen Tag-Nacht-Rhythmus.Keine höhergradigen Herzrhythmusstörungen

    Echokardiographie: normgroße Kavitäten,keine Kinetikstörungen,gute globale systolische Funktion,EF 63%,Diastole unauffällig,keine Hypertrophie,Klappen intakt

    EKG vom 29.05.:

    SR 78/min, IT, QRS schmal, regelrechte R-Progression, keine S-Persistenz, keine sign ERST

    EKG vom 13.6.:

    Indifferenztyp, SR, 75/min., normale EA

    EKG vom 14.6.:

    Indifferenztyp, SR, HF 60/min, gute Repolarisation I, II, V6, neg. T in V2, unauff. EA

    Laut Hausarzt alles Normalbefunde....

    Nehme momentan früh und abends eine Tablette Ferro Sanol 40 mg. Um vielleicht doch etwas Eisen mehr zu bekommen.

    Nur wie ich im letzten Beitrag schrieb hab ich nun erst am 03.07. ein Termin beim Hausarzt wegen Auswertung der Magenspiegelung und der Gewebeentnahmen (steht auch im letzten Beitrag). Nur bis dahin sind ja die Tabletten schon alle und ich weiß nicht ob er mir irgendwas verschreibt oder so.

    Habe auch immer Rückenschmerzen an 3 Stellen und bin deswegen in der Physiotherapie aber hilft nicht wirklich. Hab mal Tage an denen hab ich kaum beschwerden und dann ist es mal so das ich kaum Aufstehe kann.

    Aber selbst als ich im KH war weil die Schmerzen so stark waren haben die mich nach 1 Tag wieder nach Hause geschickt und gemeint ich solle zu einem Orthopäden gehen. Wo ich mir aber sage da hätten die im KH doch auch schauen können nach allem?

    Nur das Herzrase bzw. Pochen macht einen doch schon irgendwie Angst...

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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Erst einmal ist es gut, dass du das alles akribisch abklären lässt. Man würde es sich sehr leicht machen, alles auf den Eisenmangel zu schieben.

    Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass es mir ähnlich wie dir ging. Trotz regelmäßigem jahrelangen Sport brachen meine Leistungen sukzessive ein; schnell außer Puste, hohen Puls in kurzer Zeit usw. Allein Treppensteigen brachte mich außer Atem, was ich vorher nicht kannte. Daraufhin bin ich zum Internisten und erklärte ihm die Symptome mit dem Hinweis, dass ein Eisenmangel vorliegen könne (bin Vegetarier). Zudem leide ich seit ich 14 bin an anfallsartigem Herzrasen (supraventrikuläre Tachykardie). Der Puls kann von einer Sekunde zur anderen auf 180 gehen und genauso plötzlich wieder normal werden. Das ist kein Herzfehler, nur sehr lästig. Auch diese Anfälle hatte ich wesentlich häufiger während des Eisenmangels.

    Der Internist führte ebenfalls Belastungs- und Langzeit EKG durch, ohne Befund. In der Tat war der Eisenmangel der Verusacher der Misere. Mein Wert lag damals (vor zwei Jahren) bei 6.
    Das Weiße im Auge des Feindes zu sehn,
    heißt nichts, als geduldig vorm Spiegel zu stehn.

    Heinz Rudolf Kunze

  4. Inaktiver User

    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Wenn der Ferritinwert ("Speichereisen") derart im Keller ist, kriegt man das mit Tabletten allein meist nicht in den Griff, da die Eisenaufnahme via Darm nur schlecht funktioniert. Man kann sie verbessern, indem man eisenhaltige Lebensmittel miteinander kombiniert (z.B. rotes Fleisch mit Petersilie und Hülsenfrüchte) und dazu auch etwas isst, was Vitamin C enthält (z.B rote rohe Peperoni), da Vitamin C die Eisenaufnahme fördert. Und indem man zwischen "Eisenmahlzeiten" und "Milcheiweissmahlzeiten" mehrere Stunden Abstand einlegt, weil Milcheiweiss (und noch andere Lebensmittel, wie Kaffee) die Eisenaufnahme hemmen. Aber voraussichtlich reicht das auch mit der zusätzlichen Tablettengabe nicht, um einen solchen Ferritinwert wieder hochzubekommen. Da muss eine Infusion her.

    Aber, grundsätzlich, @ MS020207: Dieses Forum ist keine medizinische Beratungsstelle. Es nützt dir nichts, wenn du hier detailiert deine Laborwerte, Befunde, Symptome veröffentlichst. Jede Einschätzung, die die User hier abgeben können, ist rein handgestrickt und unseriös. Die detailreiche Veröffentlichung wirkt auf mich sogar ganz leicht exhibistionistisch ... Die einzigen, die deine Laborwerte und Symptome wirklich seriös beurteilen und dich beraten und behandeln können, sind Ärzte. Aber nicht wir User.





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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Ja aber man kann sich austauschen mit Leuten die vieleicht a) die selben Symptome haben, b) ähnliche Werte haben, c) Erfahrung damit haben und Ratschläge geben könnnen ;)

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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Hallo!

    Zuza meinte, ich solle mal hier in den Thread schauen.
    Ich bin inzwischen einfach nur noch frustriert. Ich bin seit Jahren einfach permanent müde und antriebslos, kann mich schlecht konzentrieren und fühle mich oft wacklig. Ich bin bei zwei verschiedenen Ärzten gewesen und beide wollten mir sofort eine Depression diagnostizieren. Außer einer Blutuntersuchung wurde auch gar nicht geschaut, ob es eventuell eine körperliche Ursache geben könnte. Es hieß nur, ich hätte einen leichten Eisenmangel und solle einfach einen Monat lang alle zwei Tage 50mg Eisen nehmen. Das wäre aber angeblich nicht die Ursache meiner Beschwerden, die wäre auf jeden Fall psychisch.
    Ich habe mir eine Kopie meiner Blutwerte geben lassen und mal selbst recherchiert, und für mich sieht das nach mehr als einem "leichten" Eisenmangel aus, den man innerhalb von ein paar Wochen wegbekommen könnte:

    Leukozyten 6.3 (4.4-11.3)
    Erythozyten 4.51 (4.10-5.10)
    Hämoglobin 11.7 (12.3-15.3)
    Hämatokrit 0.36 (0.35-0.45)
    MCV 80.5 (80.0- 96.0)
    MCH 26 (28-33)
    MCHC 32 (33-36)
    Ery Vert.breite 15.8 (11.0-16.0)
    Glucose 77 (74-106)
    Ferritin 6.4 (13.0-150.0)
    TSH 3.45 (0.27-4.20)

    Der Hämoglobinwert ist ja noch ganz okay, aber der Ferritinwert sollte laut Referenzbereich bei mindestens 13 sein, im Internet habe ich teilweise Angaben gefunden, nach denen er bei mindestens 50 liegen sollte - wie kann 6.4 dann noch okay sein?
    Ich habe das Gefühl, alle wollen mir gleich den "Psycho-Stempel" aufdrücken, anstatt mögliche körperliche Ursachen zu behandeln.
    Ich habe jetzt einen Termin beim Internisten gemacht, habe aber doch die Befürchtung, dass ich übertreibe und mich nur lächerlich mache, wenn ich mit den Werten gleich zum Internisten gehe.
    I like airplanes. I like anywhere that isn't a proper place. I like in betweens.

  7. Moderation

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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Hallo LiliMarie,

    der Internist ist schon der richtige Ansprechpartner. Ich hoffe, der nächste Arzt ist kompetent und nimmt Dich und Deine Beschwerden ernst.
    Das mit der Psychoecke kommt bei diesen diffusen "Wehwehchen" leider nur zu oft vor. Dabei spricht Dein Blutbild schon eine deutliche Sprache wie ich finde.

    Wenn Du nach der Eisensubstitution noch keine merkbare Verbesserung verspürst, könntest Du auch noch Deine Schilddrüse näher untersuchen lassen. Der TSH von 3,4 ist zwar in der Norm, mein SD-Arzt hätte aber bei DEinen Beschwerden auch danach geguckt.

    Konzentrationsmangel, Gewichtszunahme, Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind auch ein typisches Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion.

    Gibt es Schilddrüsenerkrankungen in Deiner Familie?
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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

    Hallo Utetiki,

    wegen des TSH-Wertes wollte ich den Internisten auch mal fragen, da ich gelesen habe, dass der Referenzbereich vor einigen Jahren auf 2.5 geändert worden sein soll, wo ich dann ja doch drüber liegen würde.
    Ich glaube, mein Vater hatte als junger Mann eine Schilddrüsenunterfunktion.
    Die Symptome würden schon passen, könnten aber auch andere Ursachen haben. Beispielsweise habe ich schon seit meiner Jugend Einschlafstörungen. Wenn ich früh aufstehen muss, dann bin ich den ganzen Tag müde, abends bin ich dann plötzlich hellwach und kann dann natürlich nicht einschlafen. Zurzeit habe ich das Glück, meist erst spät aufstehen zu müssen, sodass es nicht mehr problematisch ist, wenn ich erst um zwei oder drei Uhr einschlafe. Auch an Gewicht habe ich in den letzten zwei Jahren zugenommen - mein BMI lag immer zwischen 18 und 19, jetzt schwankt er zwischen 21 und 22. Allerdings ist das nicht verwunderlich, da ich viel mehr esse. Ich habe einfach permanent Hunger bzw. Appetit - wirklich unterscheiden kann ich das nicht.
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    AW: Eisenmangel - wann spürt man Besserung

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    Geändert von saleya (18.02.2014 um 21:34 Uhr)

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