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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Liebe Userinnen und User,

    Kann man schlafen lernen? Was mache ich, wenn ich nachts aufwache und nicht mehr einschlafen kann? Wie viel Schlaf ist gesund?
    In vielen Fällen ist die Lösung von Schlafproblemen einfacher, als man denkt. So gibt es gute Techniken, die einem zu einem gesunden Schlaf verhelfen können.

    Unser Experte, der Schlafmediziner Dr. Tilmann Müller, beantwortet Ihre Fragen
    vom 11. bis zum 25. Januar.

    Bitte haben Sie Verständnis, dass Dr. Tilmann Müller aus Zeitgründen nicht täglich Ihre Fragen beantworten wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr BRIGITTE.de-Team

    Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Dossier (BRIGITTE Nr. 3, ab 11.1. am Kiosk):
    Frauen erzählen, wie sie ihre Schlafprobleme gelöst haben.
    Plus: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum guten Schlaf.
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. Avatar von Sintja
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    sehr geehrter experte!
    ich bin 51 jahre alt und nehme seit fast 3 jahren trittico 100 täglich jeden abend ein. dadurch habe ich meistens einen ausgezeichneten schlaf.
    es heißt, das trittico in keinster weise eine abhängikeitverursacht. einzige nebenwirkung bei mir : am morgen lange anlaufzeit- die erste halbe stunde, wie "betrunken".
    untertags fühle ich mich frisch und ausgeruht.
    meine frage : kann ich dieses medikament unbedenklich jahrelang weiternehmen ? ich hatte dieses vor 3 jahren wegen einer depression verbunden mit schlafstörungen verschrieben bekommen.
    wie gesagt, es geht mir sehr gut damit, aber immer wenn ich einen auslassversuch starte, dann schlafe ich sehr schlecht.
    danke im vorhinein

    Wer nicht will, der hat schon.

  3. Avatar von meta1
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo,

    ich bin 50 J, und schlafe keine einzige Nacht durch. Meist komme ich noch nicht mal auf 3 oder mehr Stunden, die ich am Stück schlafen.
    Ich denke, dass das nicht zu einer wirklichen Enspannung führt. Oftmals schlafe ich auch nur ganz schlecht ein, weil genau dann, wenn ich im Bett zur Ruhe kommen sollte, mein Kopfkino anfängt.
    Sollte ich Schlaftabletten nehmen, oder ist dieser Schlafrythmus ok?
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba


  4. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Sintja,

    Trittico® bzw. der Inhaltsstoff Trazodon gehört zu der Gruppe der Antidepressiva, die über eine Serotoninwiederaufnahmehemmung im Gehirn wirken. Speziell Trazodon weist dabei eine zusätzliche schlaffördernde Wirkung auf. Im Gegensatz zu klassischen Schlafmitteln führen Antidepressiva zu keiner körperlichen Abhängigkeit, allerdings sollte man sie auch nicht abrupt absetzen, sondern eher langsam ausschleichen, da es sonst zu vorübergehenden Absetzeffekten kommen kann. Möglicherweise sind ihre erneuten Schlafstörungen bei Auslassversuchen hierauf zurückzuführen. Generell fällt es aber auch so vielen Betroffenen schwer, eine bisher verwendete Schlafmedikation – egal ob Schlafmittel oder schlafanstoßendes Antidepressivum - abzusetzen, weil allein schon der Gedanke „Heute nehme ich nichts zum Schlafen ein! – Wie wird wohl die Nacht werden?“ wie eine ungünstige selbsterfüllende Prophezeiung wirken kann. Wir empfehlen Patienten daher strategisch zunächst einige Zeit schlafanstoßende nichtmedikamentöse Maßnahmen einzusetzen wie z.B. die Schlafkompressionstherapie und dann erst im Zuge der Schlafkompression mit der langsamen Reduktion des Medikamentes zu beginnen. Auf diese Weise lassen sich abrupte Absetzeffekte oft erfolgreich vermeiden. Die meisten Antidepressiva werden aber auch in der Langzeittherapie gut vertragen. Trotzdem sollten in Abständen Routinekontrollen wie z.B. Blutbild und EKG erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen auszuschließen. Generell gilt, dass die Notwendigkeit einer Langzeittherapie in gewissen Abständen überprüft werden sollte und dass – wenn es sich nur noch um die Thematik Schlafstörung handelt – nach Möglichkeit zusätzliche nichtmedikamentöse Behandlungsmaßnahmen kombiniert eingesetzt werden sollten.

    Mit nächtlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller


  5. Registriert seit
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    44

    smile AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo meta1!,

    nachts 2-3 Mal wach zu werden gilt zunächst einmal beim Nachtschlaf eines 50-jährigen Menschen durchaus als normal. Etwas anders sieht die Lage aus, wenn sich an dieses Erwachen quälend lange Wachliegezeiten mit Grübeln und Ähnlichem anschließen. Von einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung spricht man allerdings erst dann, wenn der/die Betroffene, sich auch tagsüber dadurch beeinträchtigt fühlt.
    Bevor man allerdings munter drauf los therapiert („soll ich Schlaftabletten nehmen“) kommt als erster Schritt zunächst einmal eine ordentliche Diagnostik. In der Schlafmedizin unterscheidet man heute über 80 verschiedene Formen und Ursachen von Schlafstörungen. Im ersten Schritt sollte man daher, wenn man mehrere Wochen lang schlecht schläft, sich zunächst von seinem Hausarzt auf die üblichen internistischen Erkrankungen untersuchen lassen (z.B. Schilddrüsenerkrankungen). Zeigt sich dabei kein richtungsweisender Befund, ist ggf. im zweiten Schritt eine Überweisung zu einem Facharzt (am besten mit Zusatzqualifikation als Schlafmediziner) angezeigt. Die von Ihnen angesprochenen Schlafmittel sind leider nur „Krücken“: sie unterdrücken die Symptome, beseitigen aber in der Regel nicht die Ursachen. Die klassischen Schlafmittel eignen sich zudem nur für eine kurze Therapiedauer, da sie mit regelmäßigem Gebrauch an Wirkung verlieren und zu einer Abhängigkeitsentwicklung führen. Sinnvoll einsetzen lassen sie sich als „Krücke für zwischendurch“, indem man sie z.B. nur hin und wieder (z.B. in zwei Nächten pro Woche) nimmt. Alternative – nicht abhängig machende schlafanstoßende Substanzen sind einige Antidepressiva, aber auch diese weisen eine Reihe an möglichen Nebenwirkungen auf. Nach Möglichkeit sollte eine medikamentöse Therapie von Schlafstörungen auch immer im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes erfolgen, das nichtmedikamentöse Maßnahmen einschließt, die nach heutiger Studienlage der medikamentösen Therapie sogar überlegen sein können.
    Zur Beruhigung: eine der häufigsten Schlafstörungsarten, die sogenannte nichtorganische Insomnie (= Ein- und Durchschlafstörung ohne organische Ursachen) ist körperlich gesehen in ihren Konsequenzen ziemlich harmlos. Allerdings beeinträchtigt sie erheblich die Lebensqualität und kann zu depressiven Verstimmungen beitragen. Aber wenn Sie sich weiter aufmerksam an ihr Motto „carpe diem“ halten, haben Sie gute Chancen, solcher miesen Stimmungslage trotz schlechten Schlafes einen Riegel vorzuschieben.

    Mit nächtlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller

  6. Avatar von meta1
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Dr. Müller,
    vielen Dank für Ihre Antwort.
    Durch eine länger Phase einer depressiven Erkankung, die ähnlich anfing, bin ich leider vorbelastet, aber ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen meinen Hausarzt aufsuchen.
    Es macht mich nervös, wenn ich nachts so häufig wach bin, manchmal schlafe ich nur im Stundenrythmus, schaue auch ständig auf die Uhr und liege wach.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
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  7. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo, ich wache oft nachts zur gleichen Zeit auf. Meist 4h. Bin dann ausgeschlafen. Gehe oft zwischen 23-24h ins Bett und kann mir nicht vorstellen das diese Schlafmenge reicht. Ich schlafe auch meist ohne Probleme wieder ein aber wenn der Wecker geht um 630h bin ich total müde. Ich kann doch nicht schon um 4h aufstehen?? Hab es sogar mal ausprobiert. Aber dann war ich um 12h spätestens total müde. Einschlafprobleme habe ich nicht. Nur das Gefühl gut durchzuschlafen habe ich nicht. Wieviel Schlaf braucht man denn mit 37??


  8. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo NikkiHH,

    "Wieviel Schlaf braucht man denn mit 37"? - da gibt es keine Norm, außer Ihrem persönlichen Wohlbefinden! Die allgemeine Statistik sagt: 7h sind optimal, aber so wie es kleine und große Menschen gibt, gibt es auch solche, die mit 4h auskommen und andere, denen auch 9h noch zu wenig sind. 4 Uhr ist ein Zeitpunkt, an dem die "Stressachse" im Körper auch bei gesunden Schläfern ihre größte Aktivität entfaltet, daher ist ein Aufwachen zu diesem zeitpunkt jenseits des 30. Lebensjahres nichts ungewöhnliches. Insbesondere, wenn größere oder längere Belastungen im Alltag auf Menschen einwirken, ist häufig ein Früherwachen dann eine Folge der "überhitzten Stressachse".
    Für jemand wie mich, der mit Schlafmedizin zu tun hat, stellt sich zudem bei dem Begriff "Müdigkeit" immer die Frage, ob Sie Müdigkeit (Antriebslosigkeit, kaputt sein) meinen oder eine tatsächliche Schläfrigkeit im Sinne von Einschlafneigung. Letzere, wenn Sie erhöht ist, bedarf auf jeden Fall einer genaueren Abklärung, denn Schläfrigkeit z.B. im Straßenverkehr kann verheerende Folgen haben. Einen einfachen Test zur Abklärung der Frage krankhafte Tagesschläfrigkeit finden Sie in Form der Epworth-Schläfrigkeitsskala z.B. hier: Schlafgestört.de: Fragebögen.
    Eine weitere häufige Ursache von Früherwachen ist der eigenen biologische Rhyhtmus. Insbesondere bei sog. "Lerchen" führt der frühe Anstieg des Biorhyhtmus nachts zu einem vorzeitigen Erwachen.
    Noch eine weitere Ursache eines vorzeitigen Erwachens ist das häufig bagatellisierte vorzeitige Einnicken abends beim Fernsehen. Den wenigsten ist dabei bekannt, dass schon wenige Minuten Dösen beim abendlichen Fernsehen, den Schlafdruck so weit reduzieren können, dass Durchschlafstörungen die Folge sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller


  9. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo meta1,

    bei einer depressiven Vorerkrankung macht in der Tat das Gespräch mit dem Hausarzt in einem solchen Fall besonders Sinn. Schlafstörungen sind manchmal einfach ätzend und lassen die Seele noch dünnhäutiger werden. Wenn man dann ohnehin schon vorbelastet ist, sollte man auf jeden Fall vorbeugen! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen netten Hausarzt!;-)

    Dr. Tilmann Müller


  10. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    guten Abend Herr Dr. Müller,

    bei mir ist es ganz extrem, dass ich einfach nicht einschlafen kann. ich habe dieses symptom schon sehr lange und bisher immer dann, wenn mich gedanken nicht in ruhe lassen. bisher ging das vorbei, doch seit gut einem jahr habe ich ständig damit probleme.

    im letzten halben jahr war ich beruflich unter einer äußerst angespannten situation und kam deshalb nicht zur ruhe. folglich konnte ich mich nicht konzentrieren, wodurch ich mich selbst immer mehr unter druck setzte und dies durch viel kaffee und noch mehr makeup zu üb ertünchen versuchte. einmal hatte ich das gefühl, ich kriege gleich einen nervenzusammenbruch. das war, als ich schließlich eine woche hindurch immer wenige bis zum schluss gar nicht mehr schlafen konnte. ich musste dann noch als führungskraft besprechungen leiten und konnte nicht mehr denken geschweige denn gut reagieren. die situation hat sich ab diesem jahr geändert, ich bin wieder in meinem vorigen bereich tätig, was jedoch einen vorübergehenden "abstieg" bedeutet. auf jeden fall kann ich wieder nicht einschlafen, gestern bin ich gegen vier eingeschlummert, um halb sieben muss ich aufstehen. ich kann dann auch nicht den nächsten abend früh schlafen gehen, sondern das alles kompensiert sich bis zum wochenende. da ist es so schlimm, dass ich manchmel erst gegen siebzehn uhr aufstehe. langsam habe ich das gefühl, ich verpasse mein leben.

    schlafmittel nehme ich maximal am wochenende und will auch nichts nehmen. ich gehe oft laufen, das hilft in punkto schlafen nicht. jetzt habe ich mich zum yoga angemeldet und hoffe auf besserung.

    am liebsten würde ich - auch aus übergewichtsgesichtspunkten - eine kur machen, in der ich entspannen und abnehmen lerne. meinen sie, das hat erfolgschancen und können sie mi evtl eine passende einrichtung nennen? vielen dank

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