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  1. Inaktiver User

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    In dem DSPS, das Sie mehrfach erwaehnt haben, finde ich mich genau wieder, auch die kreative Alltagsbewaeltigung und die Undiszipliniertheit kenne ich von mir. Nachts um eins noch was erledigen wollen? Gucken Sie auf die Posting-Zeit, die spricht fuer sich.

    Weiter unten fuehren sie dazu noch die Neigung an, in der Freizeit die Zubettgehzeit immer weiter nach hinten zu verschieben. Auch das tue ich.

    Ginge es nur nach meinem Rhythmus, dann wuerde ich gegen vier Uhr nachts ins Bett gehen, den Vormittag ziemlich komplett verschlafen und zwischen 11 und 12 aufstehen.

    Nun ist das ja mit dem Alltag "draussen" eher schwer vereinbar.

    Kann man sich "antrainieren", eine Laerche zu sein? Also damit auch gluecklich und leistungsfaehig zu sein?

    Denn wenn ich z.b. (fuer mich schon) um acht Uhr in der Arbeit sein muss, dann merke ich, dass ich auch nach langer Zeit (mehrere Wochen) frueh wenig leistungsfaehig bin, eher mechanisch arbeite und wenig kreativ bin. Fuehlt sich bisschen an, als sei das Gehirn im Sparmodus gebootet und als ob sich weitere Funktionen dann im Laufe des Tages zuschalten.

    Kann ich jedoch in meinem Rhythus wach sein, dann bin ich nach der gleichen Zeit Schlaf wesentlich leistungsfaehiger und fuehle mich auch allgemein wohler. Ich nehme an, dass ich mich damit abfinden muss, dass mein Schlafrhythmus mit dem, was im Allgemeinen "erwartet" wird, kollidiert?

  2. Avatar von rosemary_
    Registriert seit
    22.01.2011
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Zitat Zitat von Dr_Tilmann_Mueller Beitrag anzeigen
    Ist die Symptomatik nur "manchmal" vorhanden, würde man natürlich zunächst mit weiteren therapeutischen Maßnahmen abwarten. Bei ausgeprägter und häufiger Symptomatik gibt es Medikamente, welche die Symptome lindern können.

    Mit nächtlichen Grüßen
    Dr. T. Müller
    Vielen Dank.

    Noch eine Frage: Gibt es "Hausmittel" o.ä. gegen die unruhigen Beine?

    Lerchenhafte Grüße
    Kinder erfordern ein dickes Fell - aber ein ganz weiches!


  3. Registriert seit
    23.11.2006
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    135

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Herr Dr. Müller!
    Ich arbeite im 3- Schicht System. Wenn ich Frühdienst habe, muss ich um 4.30 h aufstehen. Das hat zur Folge, dass ich nachmittags total erledigt bin- obwohl ich mindestens 6 bis 7 Std. in der Nacht geschlafen habe. Wenn ich Spätdienst habe, geht es mir am besten- aber dann ist der ganze Tag im Eimer.
    Nachtdienst ist ganz übel. Meistens habe 3 Nachtdienste am Stück. Dann schlafe ich meist nur4- 5 Stunden tagsüber. Ich brauche dann mindestens 2 Tage, bis ich mich einigermaßen von den Nächten erholt habe. Aufgrund meiner Arbeitszeiten kann ich also nicht regelmäßige zu- Bett -geh -Zeiten einhalten. Oft kann ich nicht richtig abschalten und kreisende Gedanken machen das Einschlafen schwer, oder ich wache nach 2-3 Stunden Schlaf auf und liege dann lange wach...
    Haben Sie Tipps für Schichtdienstarbeiter, die einen guten Schlaf fördern und zu Wohlbefinden beitragen können?
    Über Antwort freut sich
    Anatomie
    Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein.
    (Buddha)
    Geändert von anatomie (11.01.2012 um 13:54 Uhr)


  4. Registriert seit
    11.01.2012
    Beiträge
    2

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Sehr geehrter Herr Dr. Müller,

    ich bin 27 Jahre alt und so lange ich denken kann, benötige ich immer mindestens eine Stunde (eher länger) bis ich eingeschlafen bin, selbst wenn ich vollkommen müde bin. Das geht auch nur bei absoluter Ruhe und möglichst absoluter Dunkelheit.

    Ich mache Sport, versuche spät nichts mehr zu essen und habe es auch schon mit Entspannungstechniken versucht - trotzdem kreisen die Gedanken.
    Wenn mein Partner neben mir liegt und nach 3 Minuten eingeschlafen ist, könnte ich manchmal richtig aggressiv werden.

    Kann man an diesem zermürbenden Zustand noch etwas ändern?

    Danke im Voraus.

  5. Inaktiver User

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Sehr geehrter Herr Dr. Müller,

    seit der Trennung von meinem Ehemann vor zwei Jahren habe ich (51 Jahre) Schlafprobleme. Anfangs konnte ich überhaupt nicht mehr schlafen und habe meine Nächte vor dem Fernseher verbracht. Morgens und tagsüber habe ich dann zum Wachbleiben (Vollzeitjob) Unmengen von Kaffee und Tee konsumiert - so ging das ca. ein Jahr.

    Mittlerweile kann ich wieder schlafen, nur habe ich durch mein "Kopfkino" (Grübeln wegen Trennung/Scheidung und der ganzen damit zusammenhängenden Problematik) extreme Einschlafprobleme und komme auf nur ca. vier Stunden pro Nacht - tagsüber wieder Kaffee, Schwarztee wegen der Müdigkeit, niedrigem Blutdruck. Ist ein Teufelskreis. Vom Typ bin ich eher eine "Lerche" und ich hatte früher nie Einschlaf- bzw. Schlafprobleme.

    Ich bin normalgewichtig (1,62 cm, 51 kg, Nichtraucher, kein Alkohol, nehme keine Schlaf- oder anderen Tabletten, Vegetarierin).

    Meine konkreten Fragen:

    - Hat mein Körper gesundheitliche (Spät)Schäden von dieser "schlaflosen Zeit" davongetragen?
    Wenn ja, kann ich diese Schäden "reparieren" etc. ?
    - Wie kann ich es schaffen, wieder zu meinem "normalen Rhythmus" zurückzufinden - ca. 22.00 Uhr - 5.30 Uhr Schlafenszeit? Einschlafen vor ca. 1.00 Uhr gelingt mir einfach nicht.

    Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

    Freundliche Grüße

    wildcat60
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2012 um 13:04 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Herr Doktor Müller,
    ich bin 53 Jahre alt und - bis auf eine Darmsache - ziemlich gesund. Ich ernähre mich vegetarisch, rauche nicht, trinke keine Alk und sportlich bin ich auch noch. Letzte Mahlzeit ca. 20 Uhr..Gewichtsmässig bin ich irgendwo zwischen Ideal- und Normalgewicht. Periode ist seit ca. 8 Monaten weg - Wechsel war weitgehend problemlos - ab und zu mal eine Hitzewallung und halt oft miese Laune.
    Nur eins macht mir Sorgen: ich schlafe miseabel. Bin abends todmüde, gehe um ca. 22.30 h ins Bett...und liege wach. Ab und zu mal schlafe ich ein - aber ich schaue fast jede stunde auf die Uhr. Wenns mir reicht, stehe ich mitten in der Nacht auf und lese. Um 4 uhr ists dann endgültig vorbei - ich bin hellwach.
    Muss ich um 7 h dann aufstehen, könnte ich schlafen - es ist eine Qual.
    Manchmal bin ich tagsüber richtig müde..wen ich ganz verzweifelt bin, nehme ich ab und zu mal eine Schlaftablette (Vivinox) - um mal eine Nacht richtig zu schlafen, was mir ausgesprochen gut tut.
    Hormone darf ich aufgrund einer Vorerkrankung nicht einnehmen.
    Zum Glück habe ich keine Depressionen oder Probleme. Autogenes Training habe ich erfolglos probiert, ist irgendwie nicht meine Welt :-(

    Was kann ich bitte tun, damit ich schlafen kann?? Es ist blöde, lästig, kräftezehrend.
    Bedanke mich schon mal für Ihre Hilfe.
    Ruby

  7. Avatar von Lolletta
    Registriert seit
    02.06.2006
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    6.204

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Herr Dr. Müller,

    viele Fragen zum Thema Schlaf sind schon gestellt und bereits beanwortet worden.

    Was mir in meinem Bekanntenkreis auffällt, dass hauptsächlich Frauen über Schlafprobleme
    klagen. Mich interessiert:

    Schlafen Männer besser/ anders als Frauen ?

    Benötigen wir im Alter ( 60+ ) Berufstätige/ Rentner/innen weniger Schlaf ?

    Vielen Dank
    Lolletta


  8. Registriert seit
    06.01.2012
    Beiträge
    44

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Mantis,

    die Eigenschaft, ob jemand sein Leben als Eule oder Lerche verbringt, ist einem leider in die Wiege gelegt, also genetisch bedingt. Der einzige Trost für die Eulen: Mit zunehmenden Lebensalter rutscht der biologische Rhythmus auf der Zeitachse langsam nach links und man nähert sich dem normalen Durchschnittsbiorhythmus an. Das ist gleichzeitig für die Lerchen natürlich ein Fluch, weil bei Ihnen dieser Alterungsprozeß zu einem Früherwachen nachts führt.

    Auch wenn die Morgen-Abend-Mensch-Ausprägung angeboren ist. Auch als Abendmensch kann man in Maßen über Verhaltensgewohnheit zumindest verhindern, dass aus dieser Symptomatik eine Problematik wird. Die Achillesferse für den Abendmenschen sind dabei die freien Tage, an denen gerne hemmungslos seiner inneren Uhr frönt. Sonntagabend kommt dann die Strafe: Durch das zweimalige spätere Aufstehen (einschließlich noch des ausgiebienen Auschlafens und einem dadurch reduzierten Schlafdruck) hat sich ähnlich wie bei einem Jet-Lag (einer Fernreise in eine andere Zeitzone) der innere Rhythmus verschoben. Sie möchten vernünftigerweise am Sonntagabend schon um 24 Uhr zu Bett gehen, aber ihre innere Uhr steht dann quasi erst bei 21 Uhr - viel zu früh, um jetzt einschlafen zu können.
    Ausgeprägten Abendmenschen empfehlen wir daher folgende prickelnde Verhaltensmaßnahmen strikt einzuhalten:

    1. Einschränkung der Bettliegezeit (= Zeitpunkt zwischen dem erstmaligen Betreten des Bettes und dem letztmaligen Aufstehen) auf 6-7h zur Erhöhung des homöostatischen Schlafdrucks. (01:00 – 08:00 Uhr)

    2. Unbedingte Einhaltung einer festen Aufstehzeit auch an freien Tagen

    3 Klare Zeitgeber am Morgen: Lichtexposition z.B. Spaziergang am Morgen, Gymnastik, kalte Dusche

    4.Vermeidung von Schlaf/Einnicken außerhalb der vorgesehenen Hauptschlafphase. Ausnahme: 30 Minuten Mittagsschlaf (mit Wecker) vor 15 Uhr, aber auf gar keinen Fall später!

    5. Einhaltung regelmäßiger Essenzeiten am Tage. Keine größeren Mahlzeiten nach 20 Uhr.

    6. Ausreichender zeitlicher Abstand zwischen aktivierenden Tätigkeiten und angezielter Zubettgehzeit

    7. Ggf. Einnahme von Melatonin für die Dauer von 3 Wochen zur Etablierung eines festen Schlaf-Wach-Rhythmus.

    8. Kein Koffein und kein Teein nach 15 Uhr

    9. Sollte das morgendliche Wecken erschwert sein, ggf. eine mit Zeitschaltuhr gesteuerte Tageslichlampe auf das Kopfteil des Bettes ausrichten, die eine halbe Stunde vor dem angestrebten Aufstehzeitpunkt angeht.

    Bei komplett verschobenem Schlaf-Wach-Rhythmus, d.h. wenn jemand schon längere Zeit durchgehend drei oder mehr Stunden später als erforderlich erst einschlafen kann (z.B. immer erst um vier Uhr), macht es Sinn den Rhythmus wochenweise z.B. um 30min vorzuverlagern, d.h. in der ersten Woche erst um 4 Uhr zu Bett gehen, in der zweiten Woche um 3:30 Uhr usw. Für ein solches Vorverlagerungsprogramm sollte man sich aber durch einen in dieser Thematik erfahrenen Schlafmediziner beraten lassen.

    Da ich selber eine ziemliche Eule bin, weiß ich natürlich, auf welche Begeisterungsstürme diese Empfehlungen bei den Betroffenen treffen - insbesondere das frühe Aufstehen an freien Tage und die kalte Dusche etc. hinterher. Konsequent durchgehalten können diese Maßnahmen aber helfen, sich einem annähernd normalen Rhythmus anzupassen.

    Mit besten Grüßen
    Dr. Tilmann Müller

  9. Inaktiver User

    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Danke fuer die ausfuehrliche und sehr interessante Antwort...

    Und Sie haben recht, verlockend ist die Liste definitiv nicht , weil sie dazu dient, sich dem Rhythmus der Lerchen anzunaehern, aber trotzdem unzufrieden macht auf Dauer und IMHO die Lebensqualitaet vermindert.

    Ich hoffe ja weiterhin, dass es irgendwann moeglich sein kann, dass auch der Rhythmus von Eulen im Alltag integriert wird und diese sich nicht mit solchen Listen "zwingen" muessen, den Tagesrhythmus von Lerchen zu leben ;-))
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2012 um 21:24 Uhr)


  10. Registriert seit
    06.01.2012
    Beiträge
    44

    @rosemary_ : Hilfen bei Restless Legs

    Hallo Rosemary_,

    Bei einigen Betroffenen verstärken Tee und Kaffee, Wärme sowie Ausdauersportarten die Beschwerden (trotzdem Sport machen, soll gesund sein!).
    Klassiker, um die Beschwerden zu lindern, sind Wechselbäder, kaltes Abduschen der Beine u.ä..
    Einige Patienten mit unruhigen Beinen profitieren gut von einem kräftigen Durchwalken und Kneten der Unterschenkel (so ähnlich wie Kinder bei anderen an den Unterarmen "Ameisenlaufen" machen, indem sie mit beiden Händen den Unterarm umfassen und gegenläufig verdrehen -äh, ich hoffe Sie verstehen was ich meine). Also einfach einige Minuten kräftig drauf los massieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. T. Müller

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