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  1. Registriert seit
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    Stirnrunzeln AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Lieber Herr Dr. Müller!
    Das Schlafproblem, das ich habe, geht schon seit 30 Jahren (ich bin jetzt 52 Jahre) und ver-schlechtert sich immer mehr. Wenn ich abends weggehe, wenn ich Spätschicht habe (ca. 1 mal die Woche), oder jetzt auch noch wenn ich mich sportlich anstrenge (ich gehe so gern in die Berge). Wenn es da gegen Abend wird, kann ich auch die ganze Nacht kaum schlafen. (Im Gegensatz, wenn ich abends einen gemütlichen Spatziergang mache, schlafe ich ganz gut.) Ich nicke nach ca. 1 Std. zwar kurz ein, bin aber schnell wieder wach. Die Nacht dauert so ewig, ewig lange. Am nächsten Tag bin ich total kaputt. Im Allgemeinen habe ich einen sehr leichten Schlaf, wache öfters auf, bin aber nicht sehr lange wach. Ich bin zufrieden so. Gibt es etwas außer Schlaftabletten, ich kann ja solche Dinge nicht immer meiden. Ich will nicht immer Zuhause bleiben.
    Vielen, vielen Dank für Ihre Rückantwort.
    Liebe Grüße

  2. Avatar von Mirabelline
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Lieber Herr Dr. Müller,

    ich habe eine 7-monatige Tochter. Die Anfangszeit nachts war natürlich von mehreren Stillstops unterbrochen - trotzdem habe ich in den ruhigen Intervallen immer (mal besser mal schlechter) geschlafen. Nachdem sich die Nächte immer weiter verbessert hatten, kam eine etwas unruhigere Zeit und seitdem habe ich massive Schlafstörungen. d.h. dass meine Tochter nur 1mal pro Nacht trinkt, meist zwischen 4 und 7 Uhr. Trotzdem wache ich meist gegen 1 oder 2 Uhr auf und liege wach, oft kann ich gar nicht mehr einschlafen. Spätestens nach dem 1 Trinkstopp ist ohnehin das Schlafen vorbei (also meist gegen 4 Uhr). Ich habe die Sicherheit, dass sich mein Mann um meine Tochter kümmert - ich selbst darf mit Ohropax im eigenen Zimmer schlafen. Trotzdem liege ich wach, wach, wach und natürlich kommt irgendwann der Gedanke, dass ich das gar nicht mehr lange so aushalte, tagsüber dann müde, gereizt und dünnfellig bin. Verschiedene Entspannungsmethoden (PMR, Imagination, Atemübungen) habe ich probiert - ohne Erfolg, an Schlafhygieneregeln sowie eine feste Struktur und Rhythmus halte ich mich auch. Johanniskraut, Baldrian und verschiedene Entspannungstees habe ich ebenfalls ausprobiert. Sertralin hatte ich genau 2 Wochen genommen (wobei eher der geringe Schlaf meine Stimmung beeinträchtigt als anders herum), das hat mich nur noch mehr aufgewühlt. Jetzt nehme ich seit 5 Wochen 75mg Opipramol abends ein, damit kann ich zumindest einschlafen, aber auch hiermit ist kein Durchschlafen möglich...
    Ich bin mittlerweile recht verzweifelt und habe einfach auch Angst, dass sich das Problem so richtig manifestiert. Früher gab es immer mal wieder kurze Phasen, in denen ich schlechter geschlafen habe, aber normalerweise war ich immer ein 7-8 Stunden Schläfer......
    Was würden Sie mir denn raten? Könnte das Problem hormonell bedingt sein? Vordergründig habe ich nicht das Gefühl zu viel zu grübeln nachts, wobei ich schon das Gefühl habe ständig in "Alarmbereitschaft" zu sein und natürlich ist da jetzt auch Druck, endlich mal durchzuschlafen....oft habe ich dann doch nach mehreren Stunden des Wachliegens, Herzrasen, bekomme Hunger etc. Ich bin übrigens auch kein Tagschläfer, auch hier bekomme ich beim Hinlegen eher Herzrasen.
    Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort
    Mirabelline


  3. Registriert seit
    24.01.2012
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Guten Tag Herr Dr.Müller,

    ich habe mit mittlerweile seit über 30 Jahren Schlafstörungen. Ich habe schon vieles ausprobiert:
    autogenes Training,Meditation,Schlafkur,Akupunktur, Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.Leider hat nichts geholfen.Seit mehr als 25 Jahren nehme ich eine halbe Tablette Dalmadorm. Mal ging es ganz gut ohne Tabletten mal weniger.Nun hat sich das Problem in den letzen 2 Jahren massiv verstärkt.Erst dachte ich, es käme durch die eintretenden Wechseljahre und habe es mit Hormonpflaster ausprobiert auf Anraten meiner Gynäkologin. Leider auch keine Besserung
    Mein Neurologe hat versucht mir andere Mittel zu verschreiben wie z.B. Trzodon,Prometacin,Opipramol,Trimipramin,Pramipexo l. Leider war die Wirkung gleich null. Lag die Nacht nur wach.Egal welches Mittel ich genommen habe der ersehnte Schlaf stellte sich nicht ein. Am nächsten Morgen war ich dann total benommen,unkonzentriert und konnte gar nicht mehr Auto fahren. Mittlerweile habe ich kaum noch Energie und fühle mich total angeschlagen, antriebslos und nur noch erschöpft. Gegen Abend werde ich auch nicht müde egal ob ich Sport mache oder den ganzen Tag gearbeitet habe. Mein Neurologe hat für mich eine Kur jetzt beantragt. Aber ich aber das Gefühl, dass ich es bis zur Bewilligung (falls es den soweit kommt) zusammengeklappt bin. Es muss doch noch weitere Möglichkeiten geben.Vor längerer Zeit hatte ich etwas über Schlaflabors im Fernsehen gesehen, die auch bei Schlafstörungen helfen bzw. versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Leider bekomme ich dort aber kein Platz. Haben Sie noch ein Rat für mich? Momentan habe ich wirklich keine Freude mehr noch etwas zu unternehmen,da meine Kräfte am Ende sind.Mein Leben wird beherrscht durch diese Schlafstörungen.
    Viel Dank für Ihre Antwort
    Geändert von saniefo (24.01.2012 um 16:30 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo miakowski,

    den Beitrag habe ich irgendwie "verlegt" -sorry!
    Zunächst zu Ihrer zweiten Frage bezüglich des Zähneknirschens, in der Fachsprache als Bruxismus bezeichnet.
    Es handelt sich um eine schlafbezogene rhythmische Bewegungsstörung, die latent auch bei Nichtknirschern als kaum merklicher nächtlicher Kaurhythmus vorkommt. Warum dieser Rhythmus bei einigen Menschen dann zu einem zahnzermürbenden Knirschen entartet bzw. einfach an Heftigkeit zunimmt, ist leider bis heute nicht ausreichend erforscht. Bekannt ist, dass es einerseits einen klaren genetischen Einfluss gibt und dass zum anderen das Knirschen belastungsabhängig auftritt. Eine dritte mögliche Ursache sind Kieferfehlstellungen, die - wenn Sie korregiert werden, das Knirschen reduzieren können (Untersuchung beim Zahnarzt). Die normalen Knirscherschienen können in der Tat nur der Schädigung durch das Knirschen vorbeugen, es selber aber nicht verhindern. Mittlere Erfolgsraten weisen gezielte Entspannungstrainings auf, unter Umständen sog. ein sog. Biofeedbackverfahren, mit dem trainieren kann, den Unterkiefer zu entspannen (bzw. erst einmal überhaupt die Wahrnehmung für Anspannung im Kiefer zu schulen). Bei Stress- und belastungsabhängigen Zähneknirschen würde man darüber hinaus natürlich ein Stressbewältigungstraining empfehlen, womit wir unmittel bei Ihrer ersten Frage landen:
    "Gibt es einen Trick, sich dann nicht auch noch Druck zu machen"????
    Jain!!! - einen Trick gibt es nicht, das wäre zu schön, wenn wir einfach diesen Schalter hätten und schon sind alle schlafstörenden "mussturbatorischen" Gedanken (so hat es einmal der berühmter Psychotherapeut Ellis genannt) weg. Aber Ja, es gibt Methoden, mit denen man Stress und selbstgemachten Druck reduzieren kann. Professionell vermittelt, nennt man das kognitive Verhaltenstherapie. Damit ist eine Form der Psychotherapie gemeint, die sowohl auf der Ebene des Verhaltens (im Zusammenhang mit Stress z.B. die Frage nach ausreichend "Work-life-Balance", ausreichend Pausen, Prioritäten setzen und "Nein sagen" können etc) ansetzt, als auch auf der Ebene der Gedanken (Fachsprache: Kognitionen), denn die Art und Weise, wie wir Dinge bewerten (z.B. eine schlaflose Nacht als "Katastrophe") entscheidet darüber, wie wir uns fühlen und wie unser Körper reagiert (mit verstärkter Schlaflosigkeit). Ziel ist es dabei nicht, sich eine rosa Brille aufzusetzen (an einer wirklich schlechten Nacht ist in der Regel fast nichts "rosig"), sondern realistisch denken zu lernen (eine wirklich schlechte Nacht ist wirklich weit entfernt von echten Katastrophen), damit man handlungsfähig bleibt. Einen kleinen weiteren Eindruck zum Thema Kognitive Therapie finden Sie hier:Schlafgestört.de: Kognitive Therapie.. Sehr gute Informationen zum Thema Stress hat außerdem der Kollege Mück auf seiner Internetseite zusammengestellt:
    Stressbewltigung, Stressmanagement, Stressursachen, Entspannung, Tipps, Stresssymptome, Stressprophylaxem, Wilhelm Busch, Euren Roth, Memento mori, Otto Reuter, sthesie, Gedicht, Gedichte, Humor, Burnout, Bcher, Links, Achtsamkeit, Herbert Mck
    Vielleicht hilft Ihnen ja die eine oder andere Anregung schon ausreichend weiter, um über Selbsthilfemaßnahmen den selbst gemachten Druck zu verringern. Hilfreich ist es auf jeden Fall, dem "Du musst jetzt schlafen" einmal genauer auf den Grund zu gehen und sich aufzuschreiben:
    Was befürchten Sie konkret - was könnte am nächsten Tag passieren?
    Für wie wahrscheinlich halten Sie, dass diese vermeintlichen negativen Konsequenzen tatsächlich eintreten?
    Was wird im günstigsten Fall passieren? - und was im ungünstigsten.
    Welches ist nach ihrer bisherigen Erfahrung die realistisch wahrscheinlichste Konsequenz.
    usw.
    Generell kann das Aufschreiben solcher Gedanken schon allein einen gewissen Abstand schaffen und den Druck vorher entschärfen, bevor er dann im Bett zuschlagen kann.

    Eine druckfreie Nacht wünscht Ihnen
    Dr. Tilmann Müller


  5. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Lydianeh,

    die von Ihnen geschilderte Symptomatik verlang eigentlich eine sehr viel genaueres Nachfragen, um den möglichen Ursachen Ihrer Schlafstörung und den sich daraus ableitenden Behandlungsmöglichkeiten auf die Schliche zu kommen. Von daher sollten Sie sich ggf. von einem geeigneten Schlafmediziner näher beraten lassen. Mögliche Adressen finden Sie hier: Schlafgestört.de: Spezifische Anlaufstellen.

    Lassen sich mich trotzdem einmal frei "assoziieren":
    "Wenn ich abends weggehe, kann ich schlecht schlafen": Natürlich bedarf es nach einem anregenden Abend einer gewissen Zeit, um wieder "runterzukommen". Gleiches gilt für Sport am Abend, der wider Erwarten nicht schläfrig macht, sondern im Gegenteil das sympathische Nervensystem (das ist der aktivierende Anteil unseres vegetativen Nervensystem) richtig in Wallung bringt. Bevor da wieder Ruhe eingekehrt ist, vergehen je nach Mensch und sensibler Veranlagung durchaus 1,5-3h.

    Bei Patienten mit Schlafstörungen, die eine ungewöhnlich hohe Aufwachhäufigkeit haben und deren Symptomatik nach Ausdauersportarten (Wandern, Joggen etc) sich verschlechtert, habe ich immer auch den Verdacht auf eine schlafbezogene Bewegungsstörung (sog. periodische Beinbewegungen im Schlaf), die durch sportliche Aktivität vorübergehend zunehmen können.

    Da Sie schreiben, dass Sie auch Spätschichten machen: Schichtarbeit und die damit wechselnden Zubettgeh- und Aufstehzeiten können je nach individueller Veranlagung den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus ziemlich strapazieren. Auch hier wäre eine gezielte Schlafberatung notwendig, um zu überprüfen, ob Sie in puncto Schlafhygiene ausreichend für sich Sorge tragen.

    "Ich will nicht immer Zuhause bleiben": Recht haben Sie! Wer anfängt, immer mehr seinen Schlaf in den Mittelpunkt zu stellen und sich möglicherweise deswegen immer mehr zurückzieht, tut sich nichts Gutes. Diese Abwärtsspirale an positiven Freizeitaktivitäten führt über kurz oder lang nur zu mehr Unzufriedenheit und diese wirkt sich ihrerseits natürlich auch wieder auf den Schlaf aus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller


  6. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Sehr geehrte Mirabelline,

    die Anstrengungen die ein neugeborenes Kind mit sich bringt (insbesondere auch die psychische "Hab-Acht-Haltung", wenn es z.B. das erste Kind ist) bedingen ganz natürlich eine Überaktivität/Überreizung der körperlichen Stressreaktion, die natürlich dazu führen kann, dass der Nachtschlaf auch dann noch eine Weile gestört ist, wenn das Baby selber schon anfängt besser durchzuschlafen. Dass größere Problem ist dann eher, wenn Sie sich zusätzlich anfangen Sorgen über ihre eigene Schlafstörung zu machen, weil diese Sorgen dann noch einmal zusätzlich einen Stressfaktor darstellen. Sie können einerseits einer solchen Verselbständigung erfolgreich vorbeugen, indem Sie konsequent die Regeln der Schlafhygiene einhalten (damit ist nicht der Blödsinn an Life-Style Maßnahmen ala Wannenbad und heiße Milch mit Honig etc. gemeint, sondern die wirklichen wichtigen Regeln finden Sie u.a. hier: Schlafgestoert.de: Schlafhygiene) und versuchen, soweit wie möglich Ihre "Sorgenmonster" bezüglich der Schlafstörung nicht ganz so ernst zu nehmen (ich weiß: leicht gesagt, aber vielleicht hilft es Ihnen ja trotzdem, diesen gedanklichen Fieslingen einfach entgegenzuhalten: Brüllt ihr nur! ich ziehe trotzdem mein Ding durch!).

    Differentialdiagnostisch würde man außerdem bei einer Schlafstörung im Anschluss an eine Schwangerschaft immer auch in Betracht ziehen, dass dem möglicherweise eine schlafbezogene Bewegungsstörung zugrunde liegt (Restless Legs-Syndrom und/oder periodische Beinbewegungen im Schlaf), die gehäuft nach Schwangerschaften auftreten können. Infos zu dieser Symptomatik finden Sie in Kurzform hier: Schlafgestoert.de: Ein- und Durchschlafstörungen.
    Generell macht es natürlich Sinn, sich ggf. noch einmal sich beim Hausarzt und Frauenarzt bezüglich internistischer Ursachen (u.a. Eisenstoffwechsel, Vitamin B12, Folsäure, Schilddrüse) durchchecken zu lassen.

    Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie in einigen Monaten auf diese für Sie schwere Zeit bewundernd zurückblicken und sich können: Donnerwetter, auch das habe ich irgendwie geschafft und jetzt weiß ich, dass ich .....

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller


  7. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Hallo Herr Dr. Mueller,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort! =) Sie waren sehr aufmerksam, was meine Wortwahl angeht und haben das Grundthema (Druck/Stress) schon sehr deutlich "rausgelesen".

    In den Links habe ich schon gestöbert. Ich werde Ihre Empfehlungen sowie die Tips des Kollegen Mueck sehr ernst nehmen...

    Diese Anregungen haben mir jetzt schon sehr geholfen!

    Bleiben Sie weiterhin so locker und entspannt! =)


  8. Registriert seit
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Sehr geehrte Saniefo,

    bei einer so langjährigen Schlafstörung und einer damit einhergehenden ebenfalls langen Einnahme eines Schlafmittels (Dalmadorm) ist auf jeden Fall eine weitergehende Abklärung in einem möglichst neurologisch oder psychiatrisch ausgerichtetem Schlaflabor angezeigt.
    Gerade eine langjährige Schlafmitteleinnahme kann nämlich zu zusätzlichen Symptomen beitragen, die ihrerseits den Schlaf stören können.
    Sie schreiben: „Leider bekomme ich dort aber keinen Platz“ – wieso das denn? Oder könnte es sein, dass Sie manchmal sich vorschnell von Wartezeiten/Hindernissen beeindrucken lassen und dann eher nach dem Motto: „Es macht doch alles keinen Sinn“ reagieren?
    Eine Liste möglicher Ansprechpartner, darunter auch entsprechende geeignete Schlaflabore finden Sie auf meiner Seite: Schlafgestört.de: Spezifische Anlaufstellen

    Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass im Einzelfall längere Wartezeiten, Voruntersuchungen etc. erforderlich sind. Angesichts Ihres langjährigen Leidens macht es auf jeden Fall Sinn, das zumindest einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen.

    Zu den alternativen Medikamenten, die Ihr Neurologe schon probiert hat: Eventuell müsste man noch einmal schauen, ob Sie diese anderen Medikamente zusammen mit Dalmadorm oder alternativ anstelle von Dalmadorm genommen haben. Ein zu schnelles Absetzen von Dalmadorm ruft nämlich einen Absetzeffekt mit verstärkten Schlafstörungen hervor, der die schlafanstoßende Wirkung dieser anderen Medikamente dann locker erst mal aufhebt. Schließlich gibt es noch eine Reihe anderer Wirkstoffe, die offenbar noch nicht ausprobiert worden sind – auch hier bedarf es natürlich noch einer genaueren Beratung.
    Zu allerletzt wäre zu überlegen, ob Sie ggf. von einer Schlafkompressionstherapie profitieren könnten. Das ist ein nichtmedikamentöses sehr wirksames Verfahren, welches aber nicht für jeden Patienten geeignet ist.

    Sie sehen, die eine oder andere Möglichkeit gibt es vielleicht doch noch. Sicherlich alles keine Wunder, die Sie zu einer guten Schläferin werden lassen. Aber wenn man auch nur erreicht, dass Sie hin und wieder etwas besser schlafen, wäre das doch schon ein Fortschritt.

    In diesem Sinne kann ich Sie nur ermutigen, weiter nach Lösungen Ausschau zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Tilmann Müller

  9. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Besser schlafen: Tipps vom Experten

    Lieber Herr Dr. Müller,

    wir möchten Ihnen unseren Dank aussprechen für Ihre umfassenden und individuellen Antworten, die Sie unseren Userinnen und Usern in den letzten Wochen gegeben haben. Damit haben Sie viele wichtige Fakten und auch weitere Denkanstöße rund um das Thema Schlaf platziert.
    Vielen Dank

    Wir werden diesen Strang jetzt schließen, werden diesen allerdings noch angepinnt oben stehen lassen, damit Ihre Antworten weiterhin von vielen Userinnen und Usern gefunden werden.

    Freundliche Grüße
    Ihr Bfriends-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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