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  1. User Info Menu

    AW: Schwerhörigkeit

    Ich höre es nur einfach nicht gerne wenn behinderte so bezeichnet werden. Nichtbetroffen oder betroffen hört sich höflicher und neutraler an. manche behinderte kann man damit angreifen...

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    AW: Schwerhörigkeit

    Zitat Zitat von Limonetta8222 Beitrag anzeigen
    Ich höre es nur einfach nicht gerne wenn behinderte so bezeichnet werden. Nichtbetroffen oder betroffen hört sich höflicher und neutraler an. manche behinderte kann man damit angreifen...
    Das verstehe ich sehr gut, niemand möchte gerne auf seine Behinderung reduziert werden. Aber umgangssprachlich wird es andauernd genutzt. Und Du besitzt auf Grund Deiner Behinderung sicherlich auch einen "Behindertenausweis".
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Schwerhörigkeit

    Hier entspinnt sich gerade ein Dialog, der symptomatisch ist: Ein Behinderter fühlt sich auf den Schlips getreten, ein Nichtbehinderter muss sich rechtfertigen ...
    Umgangssprachliche Bezeichnungen - die jeder richtig versteht - werden kritisiert und denen, die sie benutzen, vorgeworfen ...

    so kann das mit der Akzeptanz nicht klappen.

    Ich verstehe, dass Gehörlose oder Gehörgeschädigte genervt sind, dass sie immer wieder erklären müssen, dass sie so und so reagieren, aber wenn man kein "Abzeichen" tragen will, muss man wohl damit leben. Woher sollen andere denn wissen, dass da jemand nicht hören kann? Das ist nun mal nicht so offensichtlich wie bei Blinden. Oder Rollstuhlfahrern.

    Und der Rollstuhlfahrer, der hier als Beispiel gebracht wurde, ist auch nicht stellvertretend für alle: Es gibt durchaus auch Behinderte, die sehr wohl gefragt werden wollen, ob man ihnen helfen kann.

    Das ist ja die Krux: Behinderte sind genauso unterschiedlich und einzigartig wie Nichtbehinderte und es gibt keine Regel, wie man mit ihnen umgehen sollte - außer ganz "normal" natürlich.

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    AW: Schwerhörigkeit

    Zitat Zitat von Limonetta8222 Beitrag anzeigen

    Ich komme eigentlich im alltag schon mit meiner schwerhörigkeit zurecht, nur das zwischenmenschliche ist nervenaufreibend.

    :(
    zurechtkommen tue ich eigentlich auch. Wie hoch ist deine Schwerhörigkeit?

    Auch ich hasse es wie die pest mich immer wieder erklären zu müssen..vieles was du geschrieben hast, stört auch mich an hörenden und betrifft mich auch.

    Ich hasse es wie die pest, als einizge schwerhörige unter einer gruppe hörender zu sitzen die sich unterhalten... da kann ich nicht lange mitverfolgen um was es geht. Die quatschen kreuz und quer, da fühle ich mich schnell ausgeschlossen.
    ja, das ist bei mir auch so. Oft ziehe ich mich dann innerlich zurück und sitze nur blöd da..

    versucht man mich von hinten anzusprechen, passiert es oft dass ich vor schreck zusammen zucke, da ich es nicht wahrnehme oder mich reflexartig umdrehe..
    so geht es mir auch, wenn mich jemand von der Seite anspricht

    diese sehr netten mitmenschen wissen wohl nicht, dass hörgeräte keine heilmittel sind sondern hilfsmittel...
    Woher sollen sie es wissen, wenn sie nicht schwerhörig sind?
    bei mir ist es so, dass ich immer erzähle, dass ich auf einem Ohr taub bin. Daher fand ich die Ansage von dieser Person unpassend. Würde ein Hörgerät bei mir helfen, würde ich eines nutzen...

    Einem Blinden erzählt doch auch niemand, dass es so etwas wie Brillen gibt...

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    AW: Schwerhörigkeit

    Hallo,

    ich glaube, dass nur gegenseitiges Bemühen hilfreich ist.

    Mein Sohn hatte eine schwerhörige Schulkameradin und inzwischen ist sie fast völlig taub.

    Die Kinder hatten sich schnell an die Situation gewöhnt, nur mich hat es am Anfang wahnsinnig gemacht, dass mein Sohn plötzlich am Ärmel zupfte, oder mich anstieß, wenn er mit mir sprechen wollte

    Die Kinder haben dann in einem gewissen Rahmen gebärden gelernt (das ist gut, dann können wir gut mogeln, denn die Lehrer hören ja nichts) und alle haben sich umgestellt und sprechen nacheinander und achten auf Augenkontakt.

    Inzwischen sind das alles junge Erwachsene, aber es funktioniert immer noch recht gut. Bei Gesprächen wird natürlich immer mal wieder durcheinander gesprochen, aber die junge Dame klopft dann energisch auf irgendetwas und alle reißen sich für eine Weile am Riemen.

    Ich vergesse auch immer wieder den Kopf richtig zu drehen und dann stupft sie mich an und es geht wieder.

    Bis heute habe ich nicht den Eindruck, dass sie ausgeschlossen ist, oder die 'Hörenden' rücksichtslos sind, es ist manchmal ungewohnt und das eigene Verhalten muss wieder angepasst werden, auch auf der anderen Seite

    Es wäre doch angenehm, wenn wir alle akzeptieren könnten, dass jeder einmal Rücksichtnahme braucht und dann ist es weniger nervend für alle

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    AW: Schwerhörigkeit

    hallo

    dein beitrag hört sich gut an, gefällt mir wirklich. Es ist eine gute Idee, auf irgendetwas zu klopfen. aber wie bringt man eine gruppe dazu nacheinanderzureden?

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    AW: Schwerhörigkeit

    Hallo sieben,

    mein Grad der Behinderung liegt bei 60.

    ja das ist schon komisch, nur ein blinder trägt diese gelbe binde mit den punkten und ist sichtbar mit dem stock ausgestattet.

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    AW: Schwerhörigkeit

    Hallo,

    Es gibt leider kein Abzeichen für schwerhörige, vielleicht sollten wir mal eins erfinden? :-)

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    AW: Schwerhörigkeit

    Zitat Zitat von Limonetta8222 Beitrag anzeigen
    Hallo sieben,

    mein Grad der Behinderung liegt bei 60.

    ja das ist schon komisch, nur ein blinder trägt diese gelbe binde mit den punkten und ist sichtbar mit dem stock ausgestattet.
    Das Tragen einer Armbinde mit 3 schwarzen Punkten gilt für Sehbehinderte und Blinde, aber auch für Hörbehinderte und Gehörlose, als Verkehrsschutzzeichen. Dabei ist auf die Anordnung der schwarzen Punkte zu achten: zwei Punkte oben, ein Punkt unten bedeutet sehbehindert oder blind. Ein Punkt oben, zwei Punkte unten ist die Kennzeichnung für Hörbehinderte und Gehörlose.
    Enkelmann

    Ob aber in der Öffentlichkeit diese Unterscheidung bekannt ist, bezweifele ich. Ich fürchte die Verwechslung mit Blinden ist ebenso peinlich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Schwerhörigkeit

    Na, aber auch da würden sich einige - nachvollziehbar - beschweren, dass sie mit so einem Abzeichen "gebrandmarkt" würden.

    Ich denke, wenn man sich unter Fremden bewegt, kann man einfach nicht erwarten, dass auf nicht-sichtbare Behinderungen Rücksicht genommen wird. Im näheren Umfeld sollte das natürlich anders gehandhabt werden, klar.

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