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    Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Hallo,

    ich nehme seit einiger Zeit Amitriptylin, niedrig dosiert gegen Migräne. Seit dem Beginn der Einnahme habe ich Probleme mit Gewichtszunahme. Eigentlich bin ich sehr schlank, aber die Kilos machen sich zunehmend bemerkbar. Das A. werde ich jetzt absetzen.

    Ist hier jemand der durch die Einnahme von Antidepressiva noch zugenommen hat? Wird man die Kilos leicht wieder los? Gibt es irgendwas was ich beachten muss?

    Ich würde mich freuen mich mit Menschen mit einem ähnlichen Problem austauschen zu können, in meinem Umfeld kenne ich niemanden der wegen Medikamenten Probleme mit dem Gewicht hat und ich fühle mich etwas "allein auf weiter Flur".

    Grüße,

    der wilde Vogel

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Antidepressiva darfst du nie einfach so absetzen. Die muss man ausschleichen, also langsam die Dosierung runterfahren. Das solltest du aber mit deinem Arzt absprechen. Auch wenn du bisher keine Probleme mit Depressionen hast, kann durch das Absetzen der Antidepressiva eine Depression bis zum Suizid etc. entstehen.

    Die Gewichtszunahme bei Antidepressiva ist bei vielen Arten häufig. Es gibt aber auch Antidepressiva, bei denen man nicht zunimmt. Sprich das mal mit deinem Arzt ab.

    Ausserdem sollte man dem Medikament immer mindestens 4-6 Wochen Zeit geben, bis sich die Wirkung einpendelt.

    Ich weiss jetzt nicht, wie stark deine Migräne ist, ich habe Kopfschmerzen, die teilweise mit Morphium behandelt werden, da würde ich aufs Gewicht pfeifen, wenns dafür hilft.
    Ich bin bereit,
    Das Leben ist ein Spiel
    mit dir Wege zu suchen,
    Du kannst gewinnen und verlieren.
    die wir gehen können.
    Willst du nur im Schatten stehen
    Nicht bereit bin ich,
    und nie etwas riskieren?
    deinen Weg mit Verständnis zu pflastern

    und damit so beschäftigt zu sein,

    dass ich von meinem Weg abkomme!

  3. Moderation

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Zitat Zitat von wilder_vogel Beitrag anzeigen
    Ist hier jemand der durch die Einnahme von Antidepressiva noch zugenommen hat? Wird man die Kilos leicht wieder los? Gibt es irgendwas was ich beachten muss?
    Zunahme ist eine bekannte und häufige Nebenwirkung von Antidepressiva. Wenn du es absetzt, wirst du die Kilos vielleicht wieder los, kannst dich aber nicht dran freuen.

    Was mausib sagt, sprich mit dem verschreibenden Arzt.

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Die Suizidgefahr steigt durch das Absetzen nicht, im Gegenteil; es ist vielmehr so, dass das eine Anfangskomplikation ist, da der Antrieb immer früher reagiert als die Stimmung.

    Nach einiger Zeit wird ohnehin ein Auslassversuch gestartet. Aber eben nicht so früh wie hier der Fall.

    Ist es denn wirklich eine klinische Depression? Unter Umständen würden nichtmedikamentöse Maßnahmen(Entspannungs-und Bewältigungstechniken, Biofeedback, Psychotherapie) reichen, sofern dies nicht der Fall sein sollte; wurden diese denn ausgereizt?

    Eine andere Möglichkeit wäre es, das Präparat zu wechseln; Amitryptillin ist wegen der zahlreichen vegetativen Nebenwirkungen ohnehin als obsolet anzusehen, nur noch als Reserve für auf andere Medikamente nicht reagierende Patienten zu rechtfertigen. Nach den aktuellen Leitlinien sind Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer, wie Fluvoxamin oder Citalopram, erste Wahl. Diese sind entweder gewichtsneutral oder sogar eher -mindernd(Fluoxetin, auch als Prozac bekannt geworden), da sie kaum antihistaminerge und keine anticholinerge Nebenwirkung zeigen.

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Ich habe Fluoxetin genommen und mein Gewicht hat sich nicht geändert. Das hat es aber die 10 Jahre davor auch nicht.
    Ich bin bereit,
    Das Leben ist ein Spiel
    mit dir Wege zu suchen,
    Du kannst gewinnen und verlieren.
    die wir gehen können.
    Willst du nur im Schatten stehen
    Nicht bereit bin ich,
    und nie etwas riskieren?
    deinen Weg mit Verständnis zu pflastern

    und damit so beschäftigt zu sein,

    dass ich von meinem Weg abkomme!

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Ich habe durch Mirtazapin in einem Monat fast 5 Kilo zugenommen, pendele jetzt gute 6 Kilo über dem Ausgangsgewicht von Anfang Mai. Anfangs war es mir egal, ich war einfach glücklich, wieder normal fühlen zu können. Inzwischen stört es mich, auch weil meine Klamotten nicht mehr richtig passen. Das Ausschleichen des Medikaments habe ich gestern begonnen (in Absprache mit meinen Docs) und hoffe, daß sich damit auch der Süßhunger und das fehlende Sattheitsgefühl erledigen. Wenn ich meinen Umzug Mitte August hinter mich gebracht habe und die Temperaturen wieder erträglich sind (wir haben momentan 36 Grad und steigend), werde ich wieder mit Pilates/Callanetics anfangen und dadurch hoffentlich 6-8 Kilo bis Silvester los sein.
    Lieber Smarties als Smartphones! (von mir)

  7. Inaktiver User

    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Zitat Zitat von Methicillin Beitrag anzeigen
    Die Suizidgefahr steigt durch das Absetzen nicht, im Gegenteil; es ist vielmehr so, dass das eine Anfangskomplikation ist, da der Antrieb immer früher reagiert als die Stimmung.

    Nach einiger Zeit wird ohnehin ein Auslassversuch gestartet. Aber eben nicht so früh wie hier der Fall.

    Ist es denn wirklich eine klinische Depression? Unter Umständen würden nichtmedikamentöse Maßnahmen(Entspannungs-und Bewältigungstechniken, Biofeedback, Psychotherapie) reichen, sofern dies nicht der Fall sein sollte; wurden diese denn ausgereizt?

    Eine andere Möglichkeit wäre es, das Präparat zu wechseln; Amitryptillin ist wegen der zahlreichen vegetativen Nebenwirkungen ohnehin als obsolet anzusehen, nur noch als Reserve für auf andere Medikamente nicht reagierende Patienten zu rechtfertigen. Nach den aktuellen Leitlinien sind Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer, wie Fluvoxamin oder Citalopram, erste Wahl. Diese sind entweder gewichtsneutral oder sogar eher -mindernd(Fluoxetin, auch als Prozac bekannt geworden), da sie kaum antihistaminerge und keine anticholinerge Nebenwirkung zeigen.
    wilder_vogel hat keine Depressionen, sondern Migräne.

    Amitriptylin kann eine sehr gute Migräneprophylaxe sein.

  8. Inaktiver User

    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Zitat Zitat von wilder_vogel Beitrag anzeigen

    ich nehme seit einiger Zeit Amitriptylin, niedrig dosiert gegen Migräne.
    Wieviel Amitriptylin nimmst du?

    Wie häufig hast du Migräneanfälle?

    Welche Schmerzmittel nimmst du und helfen sie dir?

    Wurdest du auch mit Beta-Blockern behandelt?

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    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieviel Amitriptylin nimmst du?

    Wie häufig hast du Migräneanfälle?

    Welche Schmerzmittel nimmst du und helfen sie dir?

    Wurdest du auch mit Beta-Blockern behandelt?

    Hallöchen,

    danke euch allen für die Antworten.

    Ich nehme das Amitriptylin wirklich nur gegen die Migräne, Depressionen habe ich nicht. Verschrieben wurden mir 25 mg. Als Schmerzmittel habe ich Ibuprofen und bei Bedarf Triptane (zum Glück selten nötig, das I. hilft ganz gut). Trotzdem sollte ich mit Hilfe der Antidepressiva meinen Schmerzmittelgebrauch reduzieren. Die Anfälle habe ich (auch mit Amitryptilin) etwa einmal pro Woche. Seit der Einnahme nur eben weniger stark.

    Ich finde es einfach so krass, dass ich auf diese geringe Dosis schon mit einer solchen Gewichtszunahme reagiere. Momentan schleiche ich es aus (alle zwei Tage eine Tablette) und wenn der Blister leer ist lasse ich es sein.

    Mit Beta-Blockern wurde ich (noch) nicht behandelt, aber ich habe sehr niedrigen Blutdruck, da wäre das doch nicht so gut, oder?


    Grüße!
    wilder_vogel
    Geändert von wilder_vogel (08.07.2011 um 23:15 Uhr) Grund: was vergessen

  10. Inaktiver User

    AW: Gewichtszunahme Antidepressiva, was tun?

    Hallo,

    Zitat Zitat von wilder_vogel Beitrag anzeigen
    Ich nehme das Amitriptylin wirklich nur gegen die Migräne, Depressionen habe ich nicht. Verschrieben wurden mir 25 mg.
    25 mg ist tatsächlich sehr wenig. Die Empfehlungen liegen bei 50 -150mg (Quelle)
    Zitat Zitat von wilder_vogel Beitrag anzeigen
    Trotzdem sollte ich mit Hilfe der Antidepressiva meinen Schmerzmittelgebrauch reduzieren. Die Anfälle habe ich (auch mit Amitryptilin) etwa einmal pro Woche. Seit der Einnahme nur eben weniger stark.
    Trotz Prophylaxe einmal die Woche Mirgräneanfälle zu haben, finde ich nicht befriedigend. Das sollte sich verbessern lassen.
    Zitat Zitat von wilder_vogel Beitrag anzeigen
    Mit Beta-Blockern wurde ich (noch) nicht behandelt, aber ich habe sehr niedrigen Blutdruck, da wäre das doch nicht so gut, oder?
    Vermutlich hast du recht, wenn der niedrige Blutdruck dir jetzt schon Probleme bereitet. Aber auch das ist wieder eine Frage der Dosierung. Wenn der Arzt keine Bedenken hat, würde ich es ausprobieren. Beta-Blocker können allerdings auch depressiv machen.


    Außer Beta-Blocker gibt es noch ein weiteres Medikament der ersten Wahl: Mittel gegen Epilepsie. (Quelle wie oben) Das könnte eine Alternative für dich sein.

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