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  1. Avatar von Historia02
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    Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hallo,

    ich mache mal einen neuen Strang auf. (Hier gab es schon mal einen alten dazu.)

    Ich hatte während der Stillzeit meines Kindes extreme Schulterschmerzen, wenn ich liegend auf der betroffenen Seite gestillt habe. Damals war ich beim Orthopäden und beim Kernspin, es wurde ein Impingement-Syndrom festgestellt.

    Damals kam eine OP erstmal nicht in Frage, da mein Kind einfach noch zu klein war - ich brauchte einfach meinen Arm (stillen, herumtragen, etc.).

    Nun ist mein Kleiner bald zwei Jahre alt, kann selber laufen und ist ein Papakind, das problemlos mehrere Tage von meinem Mann versorgt werden kann.

    Da wir über ein zweites Kind nachdenken, überlege ich ernsthaft, meine Schulter vor einer zweiten Schwangerschaft operieren zu lassen, bevor es wieder für mindestens 1,5 Jahre nicht möglich ist.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Hat jemand vielleicht schon eine solche OP hinter sich und kann kurz berichten, wie lange man im Krankenhaus ist, wie lange man krankgeschrieben ist und wie lange man den Arm de facto nicht benutzen kann? Ich habe schon rauf- und runtergegoogelt und keine richtig aussagekräftigen Infos dazu gefunden.

    Krankenhaus = 3 Tage, krankgeschrieben = 1 Woche?

    Wer kann mir da ein paar Infos geben? Danke!
    Historia

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hallo Historia,
    ich habe einen alten Thread von dir hervorgekramt und wollte mal nachfragen, ob du in der Zwischenzeit operiert wurdest.

    Aus aktuellem Anlass, grmpf, wäre ich an Infos sehr interessiert, weil ich in einem Monat neben einer Schultarthroskopie, eine SAD (Subacromiale Dekompression) zur Beseitigung des Impingmentsyndromes, Kalkentfernung und eine Mobilisierung einer steifen Schulter bekomme.

    Lol, das klingt als wäre ich halbtot und invalide, dabei habe ich nur ganz simpel mit einer Kalkschulter angefangen, die vor einigen Monaten noch gar nicht sooo schlimm war.

    Also wenn du operiert worden bist, wäre ich an einem Erfahrungsbericht sehr interessiert. Sonst natürlich auch, insbesondere falls die Sache von allein verschwunden sein sollte.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
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  3. Avatar von Historia02
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hallo Nocturna,

    nein, ich habe mich nicht getraut, meine Schulter operieren zu lassen. Es ist ein bisschen besser geworden und ich kann den Arm wieder bis nach oben heben. Ich habe zwar noch Schmerzen, aber die sind aushaltbar.

    Ich war auch extra nochmal beim Orthopäden und dieser meinte, zum aktuellen Zeitpunkt würde er mir von einer OP abraten, der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen.

    Tut mir leid, dass ich dir da nicht weiterhelfen kann :-(

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Hallo Nocturna,

    nein, ich habe mich nicht getraut, meine Schulter operieren zu lassen. Es ist ein bisschen besser geworden und ich kann den Arm wieder bis nach oben heben. Ich habe zwar noch Schmerzen, aber die sind aushaltbar.
    Ich glaube, da würde ich an deiner Stelle auch warten. Es gibt ja auch immer die Möglichkeit, dass sich solche Beschwerden von selbst zurückbilden.

    Bei mir ist das Ganze irgendwie eskaliert. Nachdem ich schon seit 2008 immer wieder mit einer Kalkschulter herumlaboriere, die zwischenzeitlich auch mal ganz zufriedenstellend war, ging ich heuer im April mit den üblichen Beschwerden zum Doc. Nur dass diesmal Spritze, Krankengymnastik und auch eine Stoßwelle nichts gebracht haben.

    Im Gegenteil. Ich habe innerhalb von zwei Monaten die Fähigkeit verloren, meinen BH hinten zumachen zu können, was bis dato nie ein Thema war. Mittlerweile bringe ich meinen Arm nicht mal ansatzweise in die Nähe des BH-Verschlusses, die Bewegung nach oben hingegen ist zwar eingeschränkt, aber möglich bei nur geringen Schmerzen. Es ist aber dennoch eine Versteifung der Schulter, die bis zur völligen Bewegungslosigkeit gehen kann, Frozen Shoulder ist hier das Stichwort und das ist indiskutabel für mich.

    Ich merke wie ich in Vermeidungs- und Schonhaltung verfalle, statt mit dem Arm strecke ich mich jetzt im Rücken, was mir vor einer Woche einen Mini-Hexenschuss eingebracht hat. Sport kann man auch ziemlich knicken und das geht ja mal gar nicht, ohne Sport läuft meine Gesundheit und mein Wohlbefinden (Gewicht, Fitness) aus dem Ruder. Ich gehe immer noch in Pilates, damit meine Schulter nicht ganz versteift bis zum OP-Termin, aber die einseitige Ausführung der Übungen ist suboptimal.

    Ich bin zur OP entschlossen, am liebsten gleich nächste Woche, wenn da die Wartezeiten nicht wären. Wenn es dich interessiert und ich erstmal wieder tippen kann, was dauern könnte, kann ich dir berichten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. Avatar von splendido
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hi Nocturna,

    das hört sich alles gar nicht gut an! Du Arme.

    Ich wollte Dir nur sagen, dass sowohl meine Schwiegermutter als auch mein Schwager wegen der gleichen Diagnose operiert wurden. Bei meinem Schwager wurde alles soweit wieder gut. Meine Schwiegermutter kann den Arm zwar bewegen und kann wieder einigermaßen alles tun, aber es geht langsamer. Ich führe es aber auf ihr Alter zurück.

    Definitiv lohnt sich so ein Eingriff, um Lebensqualität zurückzugewinnen. Aber nach der OP waren die schon etwa 6 Wochen im normalen Alltag eingeschränkt. Vielleicht erwischt es Dich nicht ganz so schlimm

    Dir alles Gute.

  6. Avatar von rosemary_
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Nocturna, in 4 Wochen also? Bekommst du Vollnarkose?

    Ich wünsch dir alles Gute und melde dich
    Wenn die Jungen wüssten und die Alten könnten...

    Auf der Suche nach etwas Besserem verliert man oft das Gute

  7. Avatar von Nocturna
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Zitat Zitat von rosemary_ Beitrag anzeigen
    Nocturna, in 4 Wochen also? Bekommst du Vollnarkose?
    Ich habe grade nochmal nachgerechnet, es sind sogar 6 Wochen, gnah.
    Die orthopädische Abteilung vom Klinikum hier in München ist rappelvoll und gut ausgelastet wie mir das Case Management (also die terminvergebende Sekretärin ...) sagte.

    Ich war zwar im ersten Moment mehr als überrumpelt, als mir der Arzt nach einer 5 Minuten Untersuchung gleich erklärt hat, dass mir von der Sekretärin einen OP-Termin geben lassen soll (Was habe ich denn überhaupt? Warum eine Op? Was wird denn überhaupt gemacht? Oh hoppla, das hätte ich Ihnen vielleicht sagen sollen ...), aber es wird zunehmend unbequemer und ich würde gerne operiert werden, bevor ich komplett versteife.

    Was ich übrigens genau habe und was denn nun wirklich operiert wird, hat mir dann übrigens Doctor Google verraten, es lebe das Internet. Ich habe sogar eine "Bedienungsanleitung" für diese OP im Netz gefunden, inklusive wie man Schultern spiegelt, welche Sonden und Bohrer und Fräsen genommen werden und was der 1. Assistent alles zu beachten hat. Wenn die mich nicht sehr gut narkotisieren (Vollnarkose), dann kann ich ihnen noch vom Stuhl weg (wahrscheinlich wird sitzend operiert, sieht irgendwie ein bisschen aus wie eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl) Ratschläge erteilen.

    Kernspin habe ich schon gemacht, in sechs Wochen gibts einen Tag OP-Vorbereitung und dann gehts los. Ich muss jetzt schon Termine für die Krankengymnastik machen, denn unmittelbar nach Entlassung muss die Schulter nahtlos weiter mobilisiert werden.

    Ansonsten habe ich mir schon Pyjamas zum Knöpfen bestellt, ebenso T-Shirts, die die betroffende Schulter frei haben und BHs ohne Träger, damit man nicht jedesmal nen Striptease hinlegen muss, wenn einer auf die Wunde schauen will. Und eine Woche vorher übe ich, ähm, mir den Po mit der linken Hand zu reinigen, was für einen Rechtshänder ja auch nicht ganz trivial ist.

    Von sechs Wochen Einschränkung hat der Arzt im Krankenhaus auch gesprochen, danke Splendido für deine Zeilen, ob ich dann aber schon gleich wieder voll Pilatestauglich bin, bezweifel ich. Sobald ich wieder tippen kann, gebe ich Bescheid, aber sechs Wochen müsst ihr mich schon noch ertragen.
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    (John D. Rockefeller)

  8. Avatar von rosemary_
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Perfekt organisiert, wie immer, Nocturna
    Wenn die Jungen wüssten und die Alten könnten...

    Auf der Suche nach etwas Besserem verliert man oft das Gute

  9. Avatar von splendido
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hi Nocturna,

    dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Mir ist noch eingefallen, dass meine Familie am Anfang mit so eine Art Gestell um die Schulter rumgelaufen sind. Es muss wohl sichergestellt sein, dass der Arm und die Schulter nicht belastet werden oder wenn, dann nur durch Krankengymnastik. Aber das ging recht fix und Du wirst das schon schaffen.

    Jetzt müsste es ein Smartphone geben, dass quasi wie ein Diktiergerät funktioniert. Du sprichst und das Wunderding schreibt dann die Beiträge

    Ach ja, ich habe die Funktion mal ausprobiert bei meinem Smartphone. Da kam ganz schön Murks raus, aber war eine interessante Erfahrung.

    Wir hören und schreiben ja bestimmt noch, bevor es dann losgeht.

    Ich komme ja aus dem Rhein-Main-Gebiet und hier gibt es quasi einen "Schulter- und Knie-Gott", der so eine ganz moderne Klinik hat und dort kannst Du auch so eine OP sehen (ich glaub sogar auf deren Homepage). Also ich fände es nicht so spannend, aber Hauptsache ist, dass Du danach wieder fit bist.

  10. gesperrt Avatar von Hillie
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    AW: Impingement-Syndrom - wer hat Erfahrungen mit OP?

    Hallo, mein Mann wurde Ende August 2006 in Heidelberg in der Atosklinik am Impingementsyndrom operiert.
    Krankenhaus 3 Tage, Ende November war er mit Hilfe von Krankengymnastik wieder in der Lage, die Schulter und den Arm beschwerdefrei zu bewegen. Allerdings war bei ihm auch eine Sehne gerissen, die mit Hilfe eines Nagels wieder neu fixiert wurde.
    Bis heute ist er beschwerdefrei.

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