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    Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Liebe BriCom,

    vor genau 5 Wochen habe ich mir bei einem Sturz eine recht komplizierte Ellenbogenfraktur zugezogen. Die erste OP im Kreiskrankenhaus ist missglückt und so wurde ich 1,5 Wochen später in der Uni-Klinik nachoperiert. Mit dem Ergebnis jetzt 3 Narben (davon 2 am Arm) und 4 Schrauben am/im Körper zu haben, da mir noch Knochen aus dem Beckenkamm transplantiert wurde.
    Die Prognosen der Ärzte waren von total negativ bis "das wird schon wieder".

    Seit 2 Tagen nun ist die Vollarmschiene ab und heute geht es mit der Physiotherapie los.
    Der Arm und die Hand sind nach wie vor geschwollen, die Narben schmerzen und Bewegen mit dem Arm geht gar nicht bzw. fühlt sich sehr unangenehm an.
    Ich habe das Gefühl, der Arm gehört nicht zu mir und ich würde ihn am liebsten abknöpfen und in die Ecke stellen

    Vielleicht kennt jemand das Gefühl und kann mir Mut zusprechen. Wie lange dauert es, bis ich und der Arm wieder eins sind? Ich weiß, es ist alles noch frisch und braucht Zeit... aber im Moment verlässt mich gerade jegliche Hoffnung.

    Es ist so wichtig, dass ich den (linken) Arm wieder bewege - die Gefahr einer Versteifung ist sonst groß.
    Wie kann ich mich selbst motivieren?

    Wer hat Erfahrung? Lieben Dank für eure Antworten

  2. Inaktiver User

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Hallo

    ich selbst hatte das noch nicht, aber meine Freundin. Ist schon einige Jahre her. sie wurde auch operiert und hatte jede Mengen Schrauben, Drähte und Nagel im Gelenk.

    Ein Jahr später wurde alles entfernt und bis dahin war es viel Krankengymnastik und viele Schmerzen dabei - heute ich schätze gute 15 Jahre später - kann sie den Arm belasten, ganz gerade bekommt sie ihn aber nicht mehr.

    Du mußt und ich meine wirklich DU MUßT dich zwingen diese Krankengymnastik zu machen - Zähne zusammenbeißen und durch.

    Ohne wirst du den Arm nie mehr gebrauchen können.

    Auch wenn es schwer fällt - einige Monate wirst du schon kämpfen müssen. Aber es lohnt sich doch auch - du wirst deinen Arm noch viele Jahre brauchen!

    Ich drücke dir die Daumen!!

  3. Inaktiver User

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Zitat Zitat von Angestellte Beitrag anzeigen
    Wer hat Erfahrung? Lieben Dank für eure Antworten
    Such Dir einen Arzt oder Heilpraktiker der Neuraltherapie anbietet.

    Was auch noch hilfreich wäre ist ein Therapeut der Osteopathie oder nach Liebscher und Bracht therapiert.

    Akupunktur wäre auch noch eine Möglichkeit und pulsierendes Magnetfeld welches die Wundheilung unterstützt.

    Gute Besserung

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    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Danke für eure Antworten
    Ich bin gerne bereit, die Therapie aus eigener Tasche zu unterstützen.
    Ich möchte so schnell wie möglich wieder ein "gutes Gefühl" im Arm haben - fürchte aber, dass GEDULD hier das Zauberwort ist.
    Dass der Arm immer noch so geschwollen ist, macht mir große Sorgen. Die Physiotherapeutin konnte dazu wenig sagen.

  5. Inaktiver User

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Zitat Zitat von Angestellte Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten
    Ich bin gerne bereit, die Therapie aus eigener Tasche zu unterstützen.
    Ich möchte so schnell wie möglich wieder ein "gutes Gefühl" im Arm haben - fürchte aber, dass GEDULD hier das Zauberwort ist.
    Dass der Arm immer noch so geschwollen ist, macht mir große Sorgen. Die Physiotherapeutin konnte dazu wenig sagen.
    In der Tat musst Du Dich in Geduld üben, da kommste nicht drumrum.
    Die Schwellung des Armes ist vollkommen normal, schließlich wurde der Ellbogen innerhalb kürzester Zeit zweimal erheblichen traumatischen Einflüssen ausgesetzt (und der letzte Eingriff ist grade mal zwei Wochen her). So ein Gelenk bzw. dessen Umgebung benötigt einfach Zeit, Zeit und nochmal Zeit.
    Auch die transplantierten Beckenkammstücke brauchen ihre Zeit zum Einwachsen, der Knochen regeneriert sich bei Erwachsenen einfach langsamer als bei Kindern.
    Mach konsequent Physiotherapie, leg den Arm in Ruhephasen in physiologischer Haltung hoch, kühl ihn ausgiebig, wenn Dir danach zumute ist, pflege die Haut und versuch, dem noch lange dauernden Heilungsprozess mit etwas mehr Gelassenheit entgegenzusehen.
    Du wirst nichts erzwingen können- ganz im Gegenteil. Eine Überforderung des Armes würde dem doppelt operierten Gelenk mehr schaden als nützen.
    Vielleicht hilft Dir der Gedanke, daß jetzt aufgebrachte Geduld letztlich einem sehr guten Zweck dient- nämlich dem Rest Deines Lebens mit einem hoffentlich wieder gut funktionierenden Arm.

    Ich wünsche Dir gute Besserung

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    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    danke für deine liebe antwort, Stynalott
    ich habe regelrecht angst. angst davor, den arm nicht mehr so gut gebrauchen zu können. angst davor, dass er steif bleibt. im moment schaffe ich 90 grad und die krankengymnastik möchte keine prognosen abgeben. aber die schiene ist auch erst seit mittwoch ab und war 5 wochen dran.

    die physiotherapeutin meint, alles, was man in den ersten wochen schafft ist richtungsweisend.
    ob der arm wieder ganz der alte wird... das steht noch in den sternen.

    ich würde alles dafür tun.

    es ist schon wahnsinn. die ganzen 46 jahre habe ich mir über diesen arm keine gedanken gemacht. ihn einfach nur gebraucht. man lernt die dinge wirklich erst zu schätzen, wenn sie drohen abhanden zu kommen.

  7. Inaktiver User

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    man lernt die dinge wirklich erst zu schätzen, wenn sie drohen abhanden zu kommen.
    Siehste, zumindest dafür ist der ganze Kram dann doch irgendwie gut (soweit sowas überhaupt gut sein kann).
    Im Übrigen finde ich 90° schon mal ganz beachtlich- da kenne ich aus meiner traumatologischen Berufserfahrung deutlich schlechtere Ergebnisse nach so kurzer Zeit.

    Vergiß nicht, Du lernst auch in der für Gelenke unerfreulichsten Jahreszeit die Bewegungen. Mit zunehmend besserem Wetter und ansteigenden Temperaturen wirst Du sicher eine Steigerung bemerken- laß Dich also von kleinen Rückschlägen zwischendurch oder schmerzintensiveren Tagen nicht aus der Bahn werfen.
    Halt die Ohren steif.

  8. User Info Menu

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    wirst Du sicher eine Steigerung bemerken- laß Dich also von kleinen Rückschlägen zwischendurch oder schmerzintensiveren Tagen nicht aus der Bahn werfen.
    Halt die Ohren steif.
    Danke Das motiviert und hilft mir wirklich.
    Musste heute bei der Physiotherapie vor (Herz-)Schmerz weinen. Die Dame kann mir leider überhaupt keine Prognosen geben und meint, ich solle versuchen meinen Arm so zu akzeptieren, wie er ist. Ich werde mich schon an die Behinderung gewöhnen...
    Mir wäre etwas mehr Motivation lieber. Aber vielleicht hat sie auch Recht... beschönigen ist auch nicht gut.

    Trotzdem. Mit ihren Horrorstories von Patienten, die auch nach einem halben Jahr nicht über 90 Grad rausgekommen sind, macht sie mir Angst

  9. User Info Menu

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Hallo,

    wenn die Physiotherapeutin dir erzählt,das kommt 100% wieder in Ordnung,
    und das ist dann aber nicht so.

    Damit ist dir doch auch nicht geholfen.


    Ich finde es besser,man bekommt gesagt,wie die Prognose ist.
    Dann kann man sich drauf einstellen.

    Wichtig ist,das du die Übungen machst.
    Von allein wird das nix.

    Auch wenn das schmerzt.
    Dann eben später nochmal versuchen.


    Es ist wichtig,die Übungen zu machen.

    Die Muskeln und Sehnen sind durch die Ruhigstellung verkürzt.
    Die müssen wieder trainiert werden.


    Hab grad gelesen,die Schiene ist erst seit einer Woche ab ?


    Da ist es doch klar,das du den Arm noch nicht gut bewegen kannst.
    Das dauert seine Zeit.


    Charmy

  10. User Info Menu

    AW: Ellenbogenfraktur - wer kennt sich aus mit Brüchen?

    Das dauert seine Zeit.
    Anscheinend ist Geduld nicht meine Stärke... oder doch...
    Ich bin bereit zu üben und geduldig zu sein, habe aber Angst davor, mir zum Beispiel nie wieder das Gesicht mit zwei Händen waschen zu können oder mir einen Zopf machen zu können... Kleinigkeiten nur, die sich aber summieren können.

    Es ist nicht einfach, wenn das Ziel noch nicht bekannt ist und das Wort Zeit keine Größe ist.
    Aber vielleicht verschwende ich in ein paar Monaten auch keinen Gedanken mehr daran, habe mich arrangiert und vieles wird dann doch gehen.

    Zum Glück habe ich einen Alltag mit Kindern, Mann und Tieren - demnächst hoffentlich wieder meinen Job - der mich oft von meinen Gedanken an den Arm abschweifen lässt.

    Ich hoffe es sehr, dass ich irgendwann zumindest das Gefühl habe, ganz "die Alte" zu sein

    Danke für eure Antworten

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