Danke der Nachfrage, mir geht es gut.
Ich bin gerade mit meinem Motorrädchen eine Stunde bei Regen gefahren, ich wollte mich da mal rantasten, schön-Wetter-Fahren habe ich lange genug probiert.
Solche Sachen (andere Hobbys; reiten lernen usw, Dinge, zu denen etwas Mut vönnöten ist) habe ich begonnen, nachdem ich das Marcumar abgesetzt hatte.
Schönen Wochenanfang an Alle!
Lieben Gruß von Tabea57
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29.08.2010, 17:56
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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29.08.2010, 20:24
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Einen schönen guten Abend, Euch dreien,
und vielen Dank für Eure schnellen aufschlussreichen Antworten.
Also: mein INR-Wert war die ganze Woche zu hoch, viel zu hoch, weshalb ich im KH auch erstmal auf 3 Tage Karenz vom Marcumar gesetzt worden bin. Morgen wird der Wert erneut von meiner Hausärztin getestet.
Ich hatte mich genau an die Dosierungsanweisung gehalten, die wohl zu hoch war.
Ansonsten: ich bin jetzt 4 Tage unter neurologischer "Aufsicht" im KH durchgecheckt worden: einzige Erklärung wie gesagt eine prolongierte Migräneaura oder Marcumarüberdosierung. Immerhin haben die Ärzte zugegeben, an ihre Grenzen der Erkenntnis gestoßen zu sein. Das ist mir lieber, als wenn mir irgend etwas als Wahrheit angegeben wird, was nicht stimmt.
Jedenfalls steht fest, das mein Gleichgewichtsorgan aus dem Tritt geraten ist.
Meine Güte Tierfreundin, hast Du eine Geduld- 1 1,5 Jahre- da kann ich mich ja auf etwas einstellen. Mir gegenüber hat niemand etwas von MInderdurchblutung des Gehirns erwähnt... die meisten Untersuchungsbefunde waren unauffällig, bis auf die, die HInweise auf eine Störung des Gleichgewichtssinns gaben.
Ich habe jetzt das WE "normal" verbracht, wenn auch wegen der Schwindelattacken langsamer als sonst, mit entsprechenden Physiotherapieprogramm, und freue mich jetzt auf unseren Urlaub, der Ende der Woche beginnt.
Hoffentlich ungestört !
Euch einen schönen Start in die Woche,
mit herzlichem Gruß
Famara
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30.08.2010, 09:34
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Guten Morgen
und Euch allen einen guten Start in die Woche.
@ Famara: Ja, zu hohe Marcumarwerte können mitunter ja auch zu Schwindelanfällen führen, aber da sie bei Dir ja anscheinend auch unabhängig davon auftreten, muss es ja noch eine andere Ursache geben.
@ Tabea57: Wow, tolle Hobbies hast Du. Mein Mann kriegt ja schon einen Nervenzusammenbruch, wenn ich ein Messer in die Hand nehme, weil er Angst hat, ich könne mich schneiden. Dabei habe ich nun seit fast 11 Jahren ständig Marcumar, hatte diverse Ops und bin nicht verblutet. Aber ich glaube manchmal, er kann damit schlechter umgehen als ich.
@ Renate: Wenn Du so lange Heparin hast, hast Du doch hoffentlich niedermolekulares Heparin? Ich hatte da nach 9 Monaten mit "normalem Heparin" während der Schwangerschaft da ganz unschöne Nebenwirkungen.
So, mich hat der Alltag wieder, Mann arbeitet und Töchterchen hat heute den ersten Tag in der Oberstufe, war auch schon total aufgeregt.
Tja und ich, ich bebe fast, denn vor dem Haus reißen sie hier gerade die Straße auf, so ein Mist, wir hatten hier erst vor kurzem wochenlang Bauarbeiten und mein Autochen mußte ich auch ganz weit weg parken
.
Liebe Grüße,
Tierfreundin64
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30.08.2010, 21:03
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Hallo Tierfreundin,
das Gespräch mit meiner Hausärztin hat mich beruhigt- es gibt auch Schwindel ohne erklärbare medizinische Ursache. Im KH ist alles gemacht worden, was ihr naheliegt, weitere Erkenntnismöglichkeiten gibt es zur Zeit nicht.
Abwarten hat auch was beruhigendes, ich habe einfach kein Bedürfnis mehr nach weiteren Ärzten und Untersuchungen.
Und was die Überdosierung mit M. anbelangt- sie meinte, es könnte genauso gut sein, dass meine Blutgerinnung lediglich auf die Störung in meinem Körper- bedingt durch Schwindel und Erbrechen - reagiert hat. Erkrankungen sollen die WErte auch ziemlich durcheinander bringen.
Das hatte ich an anderer Stelle auch schon gelesen.
Jetzt bleibt die Frage, was zuerst da war- Huhn oder Ei.
Ich bin keine MEdizinerin, insofern: abwarten und hoffen, dass es bei GElegenheit auch wieder vorbeigeht.
Euch allen erst mal eine gute Zeit,
mit schönem Gruß
Famara
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30.08.2010, 21:05
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
ein Nachtrag für Dich: es ist ja schön, dass Dein Mann so besorgt um Dich ist- aber ich weiß nicht, wie ich mit dieser Angst auch noch nach 11 Jahren Einnahme des M umgehen könnte. OB sie mich uU in meiner Handlungsfreiheit bzw Aktionsradius einschränken würde.
LG nochmal
Famara
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31.08.2010, 10:14
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Ich glaube, bei einer so langen Marcumar-Eingabe mussdt Du das einfach so in Deinen Alltag integrieren, dass Du relativ normal damit umgehen kannst. Man kann ja nicht über 11 Jahr lang (bzw. für den Rest seines Lebens) Angst haben.
Tierfreundin, Du hast das ja gut im Griff, wie ich lese. Weil es Dein Körper ist und Du die Messung des Quick-Wertes auch selber vornimmst, kennst Du Dich gut. Das sind Erfahrungen, die Dein Mann nicht hat.
Ich hatte übrigens das Jahr, in dem ich M. nehmen musste, immer eine latente Angst. Also nicht so, dass ich die immer gespürt hätte, aber da war 1) die Angst vor einer erneuten Lungenembolie und 2) meine Vorsicht, mich nicht zu verletzen. Ich habe durchaus einige Dinge, die ich mag, in dem Jahr nicht gemacht - Schlittschuhfahren z.B. Ich hatte das Risiko schon immer im Hinterkopf, auch beim Kartoffelschälen. Mir fehlte einfach so eine gewisse Unbefangenheit. Aber das ist wohl normal. Als ich das M. dann absetzte, hatte ich auch Angst.
Aber das gab sich alles mit der Zeit.
Tierfreundin, es gibt doch so Spritzen (Vitamin K, glaube ich), die die Blutgerinnnung verstärken. Die kann man bei einer größeren Verletzung geben. Würde es Deinen Mann beruhigen, wenn Du - nach Absprache mit Deinem Arzt - eine solche Spritze zu Hause hättest, für einen Notfall?Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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31.08.2010, 12:57
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Hallo zusammen,
@ Famara: Ja, man lernt seinen Körper gut kennen und ich weiß mittlerweile, worauf auch mein INR/Quick reagiert. Ich nehme ja auch noch diverse andere Medikamente und da gibt es schon mal Interaktionen, die nicht erwünscht sind, ganz übel ist es mit Tegretal, was ich manchmal gegen meine Trigeminus-Neuralgie nehmen muß. Gut, dann muss ich notfalls täglich messen und anpassen.
Das mit dem Schwindel ohne Ursache ist ja irgendwie beruhigend, denn man vermutet ja doch immer gleich eine Krankheit dahinter.
@ Tabea57. Diese Konaktion-Tropfen habe ich mal im Krankenhaus bekommen, weil ich mir das Handgelenk kompliziert gebrochen hatte und es so schnell wie möglich operiert werden mußte und meine Gerinnung natürlich nicht danach war. Diese Tropfen sind nicht so ohne und werden - was wohl auch gut ist - nur noch im Krankenhaus verabreicht. Aber ich beruhige meinen Mann immer damit, dass wir nur 5 Min. vom Krankenhaus entfernt wohnen.
Anfangs hatte ich auch mehr Bedenken wegen des Marcumars aber wie meine Rheumatologin sagt, ich bin ja fast "Fachfrau"
und wenn mal wieder eine Gelenkspunktion fällig ist, ich mache das mit dem Absetzen und wieder Einnehmen des Marcumars selbstständig und es hat bisher immer gut geklappt.
Was will ich auch machen, ohne Marcumar würde ich mit sicherlich bald wieder eine Thrombose oder im schlimmsten Fall einen Schlaganfall oder wieder eine Lungenembolie bekommen. Meine Oma hatte sehr wahrscheinlich auch diese Gerinnungsstörung und hatte dadurch schon mit 27 Jahren einen Schlaganfall.
Na, jetzt habe ich schon so viele Jahre überstanden, dann schaffe ich den Rest auch noch
.
Liebe Grüße,
Tierfreundin64
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31.08.2010, 14:00
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08.09.2010, 16:29
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Hallo an euch alle!
Ich hab gestern Abend diesen Strang entdeckt und heut alles in Ruhe durchgelesen. Ich hatte auch eine Lungenembolie, das ist jetzt genau 20 Jahre her.
Angefangen hat es wohl im Urlaub, als ich ganz schlimmen Brechdurchfall hatte. In den Tagen darauf hab ich gemerkt, dass ich bei einer Bergwanderung nach kaum 3 Schritten stehenbleiben musste, weil ich keine Luft mehr bekam. Sonst hatte ich keine Beschwerden. Aber daheim wurde das mit der Atemnot immer schlimmer.
Mein Arzt meinte zuerst, das käme von der Schilddrüse, aber der Internist fand nichts. Der Lungenfacharzt, in dessen Praxis im 1. Stock ich fast nicht raufkam, meinte, das wäre "psychisch" und schickte mich wieder heim. Nach 2 Wochen lag ich nur noch auf dem Sofa und hatte das Gefühl, ich müsste sterben.
Und dann wurde mein Bein dick und rot. Der Arzt wies mich sofort in die nächstgelegene Uni-Klinik ein, wo man dann LE und Thrombose feststellte. Vier Wochen lag ich dort, die ersten 2 durfte ich nicht aufstehen, und danach konnte ich kaum auftreten, weil ich so starke Schmerzen im Bein hatte. Mit Marcumar und Kompressionsstrümpfen wurde ich entlassen. Dann hab ich das Gehen wieder geübt, und nach einem Jahr konnte ich das Marcumar absetzen.
Erst 5 Jahre später konnte man eine Gerinnungsstörung (Leyden-V-Genmutation) feststellen. Die Kompressionsstrümpfe trage ich jeden Tag, sonst wird das Bein sofort dunkelrot, aber nur Kniestrümpfe.
Leider hab ich diese Gerinnungsstörung an meine Söhne vererbt. Der Jüngere hatte schon Thrombose und LE, das war für mich noch schlimmer als bei mir selbst. Nach einer 2. Thrombose muss er nun auch lebenslang Marcumar einnehmen.
Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, als ich wieder zu Hause war. Ich war so froh und dankbar, dass ich das überlebt hatte. Aber mit der Zeit schleift sich auch dieses Gefühl ab...
Jetzt nach 20 Jahren denk ich natürlich wieder dran.
LG
SalinaDas Herz, auch es bedarf des Überflusses, genug kann nie und nimmermehr genügen. (Conrad Ferdinand Meyer)
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08.09.2010, 19:14
AW: Erfahrungen mit Lungenembolie
Hallo ihr Lieben!

jetzt muß ich mich auch mal wieder melden.Ich habe jetzt seit 4 Tagen keine Heparinspritze mehr genommen,beim letzten Mal wohl wieder eine verkehrte Stelle erwischt,auf jeden Fall habe ich ein ziemlich großes Hämatom am Bauch und eine Verhärtung,irgentwie ist mein ganzer Bauch angeschwollen(tut natürlich weh
!).Da habe ich (bzw.mein mann oder Sohn)erstmal nicht gespritzt.Jetzt merke ich aber wieder,das mein rechtes Bein anfängt wieder weh zutun(da war damals auch die Thrombose)!
Also,heute Abend werden wir auf jeden Fall wieder spritzen,irgentwo wird sich wohl noch eine Stelle finden.Da habe ich doch so ein bißchen Angst,das wieder was schief geht,muß ja nicht sein


Ich wünsch euch noch einen schönen Abend
Renate


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