Eben! Das liest man immer wieder und dann wäre ich auch eindeutig essgestört. So fühle ich mich aber nicht!
So ist es, und weil dieses instinktive "natürliche" Essen, ohne weiter daüber nachzudenken, bei mir sehr schnell zu Übergewicht führen würde, schalte ich lieber meine kleinen grauen Zellen ein.Ein natürliches Essverhalten heißt für mich: essen, wenn man Hunger hat, das essen, worauf man Hunger hat und so viel, bis man satt ist.
In der Anfangszeit der bricom hatten wir diese Diskussionen hier oft und dann wurde einem immer unterstellt, man sei nicht lebensfroh (die lustige Dicke) und qualvoll verbissen in der Entsagung, wenn man nicht stets und ständig drauflos äße.
Als ob es nur "Lust" beim Essen gäbe ...!
LG
Lalique
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 51
-
23.06.2010, 09:32
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Do what makes your heart sing
-
23.06.2010, 09:52Inaktiver User
-
23.06.2010, 10:40
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Ich finde es auch schon komisch, wenn jemand ganz genau weiß, was wie viel Kalorien enthält…
-
23.06.2010, 10:57
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
-
23.06.2010, 11:09
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Insbesondere anhand deiner letzten beiden Sätze könnte man den Dingen mal etwas mehr auf den Grund gehen ...
Ja - das ist auch meine Überzeugung: in der Tat entwickelt sich das gesellschaftliche Leitbild immer mehr dahin, dass Frau tatsächlich niemals schlank und fit genug sein kann. Egal was sie tut und wie ihr körperlicher Zustand gerade ist.
Da frage ich: Was für eine Funktion hat solch ein Leitbild? Wer profitiert in erster Linie davon? Und warum 'verinnerlichen' Frauen selbst immer mehr dieses Postulat?
VanDyck
-
23.06.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Ich glaube auch nicht das man in einem Internetforum, dieser ganzen Thematik gerecht werden kann.
Bei Frauen werden zudem besonders kritische Maßstäbe angelegt,
habe ich selber auch erleben müssen.
Als ich, nach Entbindung , vor 2 Jahren zeitweise deutlich über 70 Kilo wog, was auch noch normal war, bekam ich ungefragt "Ratschläge", zum dünner werden, habe ein Jahr gestillt und nahm damit von selber ab,
inzwischen schreien die gleichen Leute: du bist ja viiiiiel zu dünn (51 Kg bei 1,73) unterstellen Magersucht was nicht stimmt, es "stimmt" nie! Ich würde mir wünschen, dass bei den vielen beleibten Männern, die rumlaufen auch jüngere dabei, mal solche strengen "Maßstäbe" gelten würden, oder das das Problem der immer dicker werdenden Kinder endlich mal ernst genommen würde.
In der Grundschulklasse meines Neffen (gute Wohngegend) gibt es gleich mehrere " moppelige" Kinder, als ich eingeschult wurde 1973, gab es nicht ein Kind, was wirklich dick war, unter uns.
Weder "Dicke noch Dünne" sollte man über einen Kamm scheren und diskriminieren, alles hat seine Ursachen....
-
23.06.2010, 13:03
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Ich wiege schon ewig und 7 Tage 73kg auf 183cm. Klar kann das auch mal schwanken und auch die Figur hat sich mit dem Älterwerden, 2 Schwangerschaften und durch Jahrzehnte Sport verändert.
Vor der 1. Entbindung hatte ich 112kg. Ich hatte also fast 40kg zugenommen. Nach 1 Jahr war ich wieder bei 73kg. Mal esse ich mehr mal weniger, mal habe ich mehr, mal weniger hunger, mal komme ich zu mehr Sport, mal mache ich weniger.
Essen ist wichtig. Aber ich glaube manche räumen ihm einfach zu viel Stellenwert ein. Das richtige Essen ist wichtig. Grade die Leute, die gerne Gemüse essen und Wasser süßen Getränken vorziehen, tun sich leichter, als Nudel und Cola Liebhaber.
-
23.06.2010, 13:15
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Tu ich auch. Trotzdem werd ich mein Lebtag lang Probleme mit dem Essen haben - ist halt so.
Ich muss da wirklich sehr aufpassen und oft ist es einfach nur Frust
Du vergisst aber auch, das diese Threads meist in dem Tenor begannen:
Bäh, pfui, igitt, ich habe eine Fette gesehen, die hatte mindestends Kleidergröße 42 -- wie kann man sich so gehenlassen, echt widerlich., das letzte.
Und viele andere nahmen das zum Anlass, eine regelrechte Treibjagd auf dickere Frauen zu machen.
Da kann man sich doch eigentlich nur so wehren.Alles Liebe, Nellie
Jetzt auch als Next erhältlich
WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
-
23.06.2010, 17:56Inaktiver User
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Ob Cola+Nudeln oder Gemüse+Wasser ist eigentlich egal.
Es ist eher die Menge, die wir essen. Früher aß man dreimal täglich und die Mahlzeiten waren nicht unbedingt kalorienarm. Kaffee und Kuchen gab es nur am Sonntag.
Heute essen wir nur einmal täglich und zwar durchgehend von morgens bis abends auf der Straße, beim Arbeiten und beim Fernsehen. Für viele scheint dieses ständige essen ein Ersatz für den Schnuller zu sein.
-
23.06.2010, 18:04
AW: Zu dick, zu dünn-Essstörungen aus allen Sichtweisen
Aber früher war es auch kein Problem, ab einem bestimmten Alter in die Breite zu gehen (Stichwort Wohlstandsbauch). Ich würde mal vermuten, dass Übergewicht früher mehr ein Altersproblem war und heute mehr zum Schichtproblem geworden ist.
Ich glaube, dass der Zwang zu Schlankheit und Fitness durchaus auch bei den Männern angekommen ist. Wenn ich an die Bilder von Wirtschaftsbossen und hohen Politikern früherer Jahre denke... Heute muss man auch als Konzernvorstand noch in seiner Freizeit einen Marathon laufen.
Gegen ein gewisses Maß an Fitness und ein durchschnittliches Gewicht ist ja an sich auch nichts zu sagen. Für die Gesundheit ist das allemal förderlich. Aber die Zwanghaftigkeit, einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen und der Aufwand, den manche Menschen dafür treiben, finde ich schon bedenklich.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)



!
Zitieren


