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    Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Guten Abend,

    meine Mutter, 80 Jahre alt, plagt sich seit einiger Zeit wieder mit ihren Kniebeschwerden. Sie kann kaum laufen und ist zunehmend gereizt. Ihr Orthopäde hat einen Knorpelschaden bzw fast vollständigen Aufbrauch diagnostiziert und rät Ihr jetzt zu Hyaloronsäurespritzen in das Gelenk, 5 x verteilt über 5 Wochen, das Medikament heißt Go On.
    es soll zumindest über einen gewissen Zeitraum - 6 - 12 Monate - die Gelenkschmiere wieder herstellen bzw zumindest den Eindruck vermitteln.

    Wer hat bereits Erfahrungen damit gesammelt ?
    Welche Nebenwirkungen können auftreten ?
    Gäbe es Alternativen, und ggf : welche ?

    Auf ein künstliches Kniegelenk legt sie nicht unbedingt Wert, zumal ich nicht weiß, wie groß das Risiko einer Vollnarkose bei ihrer Herzerkrankung ist.

    Die Seiten bei Google, die ich zu Hyaloronsäure bekommen habe, sind älteren Datums (2003 bis 2004) gewesen...

    Dank schon mal für Eure Rückmeldungen

    Famara

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Leider kann ich Dir nicht mit Erfahrungsberichten bei Menschen weiterhelfen.

    Hyaluron wird auch Sportpferden mit gutem Erfolg gespritzt.
    Meines Wissens besteht aber immer das Risiko einer Infektion oder Entzündung, wenn direkt in ein Gelenk gespritzt wird.
    lg sleepless

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Zitat Zitat von famara Beitrag anzeigen
    Ihr Orthopäde hat einen Knorpelschaden bzw fast vollständigen Aufbrauch diagnostiziert und rät Ihr jetzt zu Hyaloronsäurespritzen in das Gelenk, 5 x verteilt über 5 Wochen, das Medikament heißt Go On.
    Bei derart fortgeschrittenem Verschleiß wird das kaum etwas bringen.
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Danke für Deine Rückmeldung.

    Das Infektionsrisiko hat der Arzt aufgezeigt, ebenso wie den Umstand, dass er nicht beurteilen kann, wie lange Schmerzfreiheit eintreten wird. Also das nächste Paket Spritzen fällig werden würde. Ich wüßte nur gerne, ob es noch weitere Risiken und Nebenwirkungen oder aber Alternativen gibt.

    Über die guten Erfahrungen bei Pferden wird sich meine Mutter bestimmt amüsieren !

    Gruß
    Famara

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Hallo, famara!

    Auch wenn der Arzt das Infektionsrisiko und die Fraglichkeit eines längeren Anhaltens der Schmerzfreiheit erwähnt hat - ich halte es für nicht besonders seriös, bei fortgeschrittenem Knorpelschaden diese Methode überhaupt vorzuschlagen.

    Wie ich bereits vor Jahren unter Orthopäden hörte: wenn, dann empföhlen sie es nur bei beginnendem Gelenkverschleiß.

    Zitat Zitat von famara Beitrag anzeigen
    Ich wüßte nur gerne, ob es noch weitere Risiken und Nebenwirkungen
    Ich habe zwischenzeitlich speziell zu Go On gegoogelt und diesen Artkel der Verbraucherzentrale zum Thema Hyaluronsäure bei Gelenkverschleiß gefunden.

    Beachtenswert insbesondere der folgende Abschnitt.

    "Eine therapeutische Wirksamkeit konnte jedoch trotz zahlreicher Studien nicht belegt werden. Allerdings ergibt sich bei allen Patienten eine kurzfristige Linderung der Schmerzen. Diese kann jedoch schon allein durch das Einbringen von Flüssigkeit zwischen die Gelenkflächen erklärt werden. Während die Wirkung also zweifelhaft ist, gibt es gesicherte Daten zur Häufung von Nebenwirkungen, die keinesfalls außer Acht gelassen werden dürfen. Zu den häufigsten und z.T. auch schwerwiegenden Nebenwirkungen zählen Entzündungen des Gelenks (bis zu 10%) und das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen (bis 1%). Eine Entzündung kann schlimmstenfalls mit der völligen Versteifung des Gelenks enden!"

    (aus: .vzhh.de)


    Zitat Zitat von famara Beitrag anzeigen
    oder aber Alternativen gibt.
    Ganz sicher!

    Sofern Deine Mutter keine allzu große Angst vor Operationen und keine relevanten Kontraindikationen hat, sollte sie sich eine Knieprothese einbauen lassen.

    Anderenfalls schreitet der Gelenkverschleiß weiter voran und es wird nicht unbedingt einfacher zu operieren.

    Da hat sie übrigens den Pferden etwas voraus: bei denen ist meines Wissens der Gelenkersatz nicht gang und gäbe.


    Liebe Grüße, Lilith
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

  6. VIP

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    ich bekam vor circa 8 Jahren Hyaluronspritzen ins rechte Knie. Gebracht hat es wenig, bis nichts, aber der Arzt hat gut damit verdient.
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Liebe Lilith,

    danke für Deine ausführliche Antwort.

    Den Artikel der Verbraucherzentrale hatte ich auch bei Google gefunden und die von Dir zitierte Stelle im Hinterkopf behalten. Abgesehen davon, dass er nach meiner Erinnerung nicht aktuell ist (womit ich nicht die Zuverlässigkeit oder Qualität anzweifeln will), bin ich aber auch an weiteren Informationen( wie gesagt: Erfahrungsberichten) interessiert.

    Im Bekanntenkreis meiner Mutter - alle vorgerückten Alters - schwärmen die meisten davon.
    Der Arzt selbst hat das Thema OP nicht angeschnitten, obwohl er in der Vergangenheit mit entsprechenden Ratschlägen schnell bei der Hand war. Es kann sein, dass er entweder mit den Spritzen mehr verdient oder aber angesichts der fortschreitenden Herzerkrankung meiner Mutter ein Narkoserisiko sieht.

    Aber das wird sie auf meinen Rat noch über ihren Hausarzt - ein Internist - abklären.
    Wobei sie einer OP für ein künstliches Kniegelenk trotz guter Berichte aus ihrem Bekanntenkreis ablehnend bis zurückhaltend gegenübersteht.

    Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.
    Die Rückmeldung hier im Forum klingt bislang eher verhalten bis nicht erfolgversprechend.

    LG
    Famara

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    AW: Go-On-Hyaloronsäurespritze bei Kniearthrose

    Bei meinem Vater wurde bei Hüftgelenksarthrose diese eher untypische Lösung (da eben eigentlich eher beim Knie angewendet) ausprobiert, als letzter Ausweg vor einer OP.
    Nach reiflicher Überlegung aufgrund der Risiken und der mangelnden Belegbarkeit....in so fern haben wir keine Wunder erwartet.

    Aber: hat geholfen, er ist seitdem fast Beschwerdefrei......und die Wirkung hält jetzt schon acht Monate- also länger als erwartet.

    Ich sag mal so: wenn man einer OP ablehnend gegenübersteht, sehr leidet, sich den Risiken bewusst ist (wobei z.B. Infektionen bei sachgemäßer Ausführung an sich nicht vorkommen sollten) und das Geld überhat.......einen Versuch kann es wert sein.

    Wie man am Strang sieht kann es helfen- oder auch nicht. Dessen muss man sich eben vorher klar sein.

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