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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Ich habe im ersten Schritt damit angefangen, Bio zu kaufen, wenn es eine Bio-Alternative gibt. Also Bio-Magerquark, Bio-Milch, Bio-Fleisch... das ist ganz oft schon per se gesünder. Außerdem verschiebt es das Budget, denn die Lebensmittel sind teurer, da überlegt man schon mehr, ob man das WIRKLICH kaufen will.

    Und im zweiten Schritt habe ich die Anteile verändert. Statt fettem Steak mit wenig Gemüse halt viel Gemüse und ein kleines Steak. Habe mir angewöhnt, wirklich zu ALLEN Mahlzeiten Grünzeug zu essen, Obst oder Gemüse. Und zwar viel, damit man auch wirklich den Bauch voll hat und nicht ständig snackt.

    Eiweiß macht unheimlich satt. Wenn Du morgens vielleicht ein Mini Croissant isst und dazu ein großes Glas Wasser zum kleinen Kakao und dazu ein Rührei oder einen Joghurt mit Obst, wäre zumindest ich deutlich satter als nach einem Croissant mit Kakao.

    Ich habe auch in jedem Punkt geschaut: was macht mich da wirklich glücklich? Beim Nutella-Toast kann ich z.B. das Toast definitiv weglassen. Und ich brauche auch nicht unbedingt Nutella, eine Nusscreme aus dem Bioladen ist eigentlich viel leckerer. Ich kann also das morgendliche Nutella-Toast mit einem Teelöffel Nusscreme ersetzen.

    Ich hab gesundheitsbedingt ein Thema mit Arachnidonsäure, sollte also auf Schweinefleisch verzichten und auf Eigelb. Huhn ist blöder als Pute. Also hab ich umgestellt auf mageres Rind, auf Pute und esse Eiweiß ohne Eigelb. Koche bewusst viele "Beilagen" und esse mehr oder weniger vegetarisch mit ein bisschen Fleisch dazu.

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Jetzt zu sehen ... komischerweise oben nicht angezeigt
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Zitat Zitat von cltx0 Beitrag anzeigen
    Nein, weder zugenommen noch sonst gesundheitliche Probleme. Ich befüchte nur, dass meine jetzige Lebensweise später im Leben gesundheitliche "Konsequenzen" haben wird.
    Es kann nicht schaden, kleinere Korrekturen in seiner Ernährung vorzunehmen, wenn man offensichtliche Mängel bemerkt, aber ob und wie gesund man im Alter ist, ist immer noch eine Sache des ganz persönlichen Gencocktails, den man bei der Erzeugung in die Wiege gelegt bekommen hat. Das ist meine tiefste Überzeugung.

    Für meinen, mit 97 Jahren verstorbenen, Vater war ein Essen ohne Fleisch kein Essen. Dass immer Bier oder Wein dazugehörte, muss man bei einem Maurer nicht extra betonen. Von Bio hat er überhaupt nichts gehalten und seinen Gemüse- und Obstgarten über viele Jahre stets mit den neuesten chemischen Keulen besprüht, damit ja kein Ungeziefer auf seinen Äpfeln oder seinem Salat herumkreucht. Er war seines Lebens nie bei einer professionellen Zahnreinigung und hatte tadellose Zähne.

    Meine Mutter, die diese Ernährung mitgetragen (gekocht) hat, ist gesundheitlich sehr angeschlagen. Der Genpool war wohl weniger gut. Und ich stelle zu meinem Bedauern fest, dass ich schonmal nicht die Zähne meines Vaters geerbt habe, sondern extrem viel Aufwand und Mühe in den Status quo stecken muss, damit der akzeptabel bleibt.

    Wer eine miserable Ernährung oder gesundheitliche Probleme (Allergien, Diabetes, Darm) hat, für den ist eine Ernährungsoptimierung bestimmt der Hauptgewinn. Andere werden eine Ernährungsumstellung, bei der nur an ein paar Stellschrauben gedreht wird, wohl eher nicht bemerken. Und ob es was für die Zukunft bringt, steht in den Sternen. Auch den größten Schweinebraten mit Knödeln kann man durch ein entsprechendes Sportpensum neutralisieren.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Dein Großvater hat zu einer Zeit gelebt, als noch nicht alles überzuckert war und es noch keine Fertiggerichte gab. Ich könnte noch viel Vergleiche damals-heute finden. Der Vergleich ist also mit Vorsicht zu genießen.
    Ansonsten wieder so ein Beispiel, wie:

    Rauchen tut nix. Helmut Schmidt ist uralt geworden.

  5. Moderation

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Ich denke auch, man sollte nicht zu viel auf einmal wollen und sich überlegen, wo es "ganz oder gar nicht" oder eben "nur weniger" heißen soll.

    Ich habe letztes Jahr Ende Mai versucht meine Ernährung umzustellen, meine Vorgabe hieß für einen Monat "kein Weizen, kein Fleisch, keine Schokolade".
    Habe ich durchgehalten, aber es fiel mir unterschiedlich schwer.

    Ich hatte aber auch das Phänomen, dass meine Wechselstühle und meine Bauchkrämpfe (etwa 2-3 die Woche) plötzlich komplett weg waren und ich verzichte seitdem tatsächlich zu 99% auf Weizen und die Bauchkrämpfe sind weg geblieben und das motiviert.

    Ich habe aber schon immer viel selbst gekocht und jetzt backe ich halt mein Brot auch noch selbst mit Dinkel, weil das macht meinem Darm offenbar nichts.


    Das mit dem Fleisch habe ich nicht durchgehalten, duftende Würstchen und Lammkoteletts vom Grill waren da zu verführerisch, ich kaufe aber selbst nur bio bzw. aus lokaler guter Haltung, wenn möglich und versuche zu reduzieren ... mal mit mehr mal mit weniger Erfolg, hochverarbeitete Ersatzprodukte sind nicht mein Fall, sondern da lautet mein Motto lieber hochwertig und weniger.

    Der Schokoladenverzicht hat bis Anfang Herbst angedauert und hat dazu geführt dass ich monatelang sehr wenig Süßigkeiten und Zucker gegessen habe, weil mir an Süssigkeiten eigentlich nur Schokolade schmeckt und seit dem zeitweiligen Verzicht mag ich keine ganz süße Schokolade mehr - das ist ausbaufähig.

    Überhaupt kann ein zeitweiliger Verzicht die Geschmacksnerven trainieren - aber auch das nur begrenzt, ich habe im Sommer angefangen jeden Tag ein Glas Molke oder Buttermilch zu trinken (zwecks Stärkung der Darmflora), aber auch jetzt Monate später mag ich den Geschmack nicht und muss mich überwinden, also Gewöhnung ist nicht alles.




    Insofern kann ich nur empfehlen, nicht alles auf einmal, ausprobieren, testen und schauen, was geht was geht nicht und was geht einfacher, als man gedacht hätte.



    Und je nach Veranlagung ist für jeden etwas anders gesund.
    Erkenntnisreich dazu die Bücher "Darm mit Charme" und "Lizenz zum Essen".
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    Moderation:
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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Ich glaube, man sollte sich da nicht zu viel auf einmal vornehmen. Weniger Fleisch oder weniger Zucker [usw.] ist auch schon mal ein Anfang.

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Sich gesund ernähren bedeutet nicht auf etwas zu verzichten. Alles in Maßen, von jedem etwas, hält mich schon viele Jahre einigermaßen gesund.
    Auch mein Gewicht halt ich schon lange auf einem einigermaßen gesundem Level. Einigermaßen bedeutet das natürlich Zipperlein da sind. Aber die haben nix mit Ernährung zu tun.

    Man kann auch mal über die Stränge schlagen. Aber man muss auch wissen, das man nicht übertreiben darf. Die goldene Mitte ist angesagt.
    Nimm die Dinge wie sie kommen und Sorge dafür, dass sie so kommen, wie du sie haben möchtest.

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen

    Ich hab gesundheitsbedingt ein Thema mit Arachnidonsäure, sollte also auf Schweinefleisch verzichten und auf Eigelb. Huhn ist blöder als Pute.
    Und das ist leider immer noch zu kurz gedacht. Wenn du dich 10 Minuten mit konventioneller Putenhaltung beschäftigst, bekommst du das Würgen 🤢. Mit dem Putenfleisch bekommst du einen gigantischen Medikamentencocktail, willst du das?

    Supermarkt-Putenfleisch verbietet sich leider.

    Und allein den "Bio"-Schildchen zu vertrauen, greift ebenfalls zu kurz.

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Zitat Zitat von cltx0 Beitrag anzeigen
    Ich will mich zwar gesünder ernähren, aber ich möchte auch nicht auf alles was mir schmeckt komplett verzichten wie z. B. morgens zum Frühstück ein schöner Kakao mit einem Brötchen oder Croissant, eventuell nachmittags ein Stück Kuchen. Ich stelle mir das auch schwierig vor komplett ab jetzt auf alles verzichten was ich schon immer als normal ansah.
    Dann wäre der erste schritt, mal zu überdenken, ob dein persönliches 'normal' auch mit einem blick von aussen als normal durchgehen würde. Dann mal abchecken, ob die mengen, die Du zu dir nimmst, Dir oder deiner umwelt unverhältnismässig stark schaden.
    Muss man wirklich auf soviel verzichten um sich gesund zu ernähren?.
    Im gegenteil. Du lernst, was Du wirklich brauchst, lässt das überflüssige weg und hast durchs viel-besser-fühlen eine grossen zugewinn.
    nichts ist wie es scheint

  10. Moderation

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    AW: Gesund ernähren -> Verzicht?

    Zitat Zitat von cltx0 Beitrag anzeigen
    Ich wäre über ein paar Meinungen diesbezüglich dankbar.
    Ich würde eher gucken, "von was will ich mehr" statt "von was will ich weniger".
    Das hoffentlich Gute, wovon du mehr machst/ißt, verdrängt automatisch das Schlechte, weilr nur so viel Zeit, Geld, Appetit und Hunger da ist.

    Das geht nur, wenn dein prinzipielles Eßverhalten in Ordnung ist (begrenzes Maß an Appetit und Hunger), aber wenn das nicht in Ordnung ist, geht vieles nicht. Und ein Eßverhalten, das halbwegs in Ordnung ist, hat bessere Chancen, das auch zu bleiben, wenn man auf das fokussiert, was man gerne mag und jetzt mehr essen wird, und nicht auf das, was man sich versagen "muß".

    Ich halte es generell mit "ich darf alles essen, aber nicht alles heute", und "von allem was und von nichts zuviel". Das beugt Obsessionen über das "Verbotene" vor, und aufgrund der Diversifizierung ist es unwahrscheinlicher, von einer Sachen, einem Makro- oder Mikronährstoff, einer Geschmacksrichtung oder Konsistenz, einer Essenssituation oder einer anderen, mehr zu kriegen als mir guttut oder weniger als nötig wäre.

    (OK: Ich war gesünder als ich noch wesentlich mehr, unaufgeräumter und einseitiger gegessen habe, Aber da war ich auch jünger. Das implizite Versprechen, daß du durch gesunde Ernährung unsterblich werden kannst, ist nicht haltbar.)
    Geändert von wildwusel (04.03.2021 um 13:38 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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