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  1. Inaktiver User

    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Hier schreiben nur die mit gutem Gewissen oder?


    Versteht mich nicht falsch, ein Stück weit bewundere ich das. Und ein anderer Teil von mir denkt:


    Wenn jemand mit sagen wir typischem Friseurgehalt nicht auch so leben könnte, haben wir ein riesiges Problem.



    Wir kaufen bei vielen Dingen Bio, was die EInkaufspreise schon deutlich nach oben treibt, sehen aber eben auch, dass das für viele nicht einkaufstauglich ist.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn jemand mit sagen wir typischem Friseurgehalt nicht auch so leben könnte, haben wir ein riesiges Problem.



    Wir kaufen bei vielen Dingen Bio, was die EInkaufspreise schon deutlich nach oben treibt, sehen aber eben auch, dass das für viele nicht einkaufstauglich ist.

    Wer mehr verdient, lebt meist umweltschadlicher | Umweltbundesamt
    "Alles Unheil kommt von einer einzigen Ursache, dass die Menschen nicht in Ruhe in ihrer Kammer sitzen können."*

    Blaise Pascal, Pensées II, 139

    _________________

    Black Lives Matter


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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Sehr guter Einwand!

    Ich bin auch davon überzeugt, dass es nicht allein damit getan ist, Bio zu kaufen. Die Umwelt ist so gebeutelt, dass sich jeder schon ganz schön anstrengen muss, um wirklich etwas Gutes zu tun - etwas, was auch was bringt.

    Manchmal denke ich, ganz viele Menschen müssten den Konsum generell mal boykottieren. So dass Wirtschaft und Politik gezwungen sind, eine Trendwende wirklich auch mal umzusetzen.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Ich wohne auf dem Land, arbeite in einer Kleinstadt. Schon länger versuche ich umweltgerecht zu leben. Eigentlich schon immer versuche ich kurze Strecken, bis 5km, mit dem Rad zu fahren. Das wird oft belächelt, in den ersten Jahren wurde ich entweder gefragt, ob das Auto kaputt ist oder ich wurde als Heldin gehandelt
    Einkaufen ist hier einfach: in der Kleinstadt, in der ich arbeite, gibt es einen sehr guten Wochenmarkt, wo es mehrere Bio-Stände gibt, in meinem Dorf gibt es mehrere Hofläden, den Rest hole ich von Aldi und Edeka aus dem Nachbardorf.
    Bei den Produkten aus dem Supermarkt guck ich mir die Inhaltsangaben genau an, Produkte gewisser Firmen werden gemieden.
    Fleisch kommt bei mir selten auf den Teller , ab und zu eine Currywurst mit Pommes muss aber sein
    Kleidung: wenn möglich, Öko-Klamotten, aber gerne auch mal ein Spontan-Kauf, weil es immer die Sachen sind, die mir am besten stehen ich geh irgendwo lang, da hängt ein Kleid, was mich regelrecht anspringt, anprobiert, wenn es passt, dann ist es meins.
    Aber ich trage meine Sachen sehr lange und Schuhe werden auch repariert.

  5. Inaktiver User

    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Ich habe eine große Menge uralter Sachen (von "20 Jahre alt" bis "letztes Jahr"), die mir zu 90% nicht stehen und habe das Gefühl, ich dürfte aus Umweltgründen nichts neues kaufen (jedenfalls nicht genug für eine Stiländerung), bis ich die Sachen auch wirklich abgetragen habe.


    Seltsamerweise sehen die wirklich alten Sachen noch am besten aus.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Wenn man auf das Auto verzichten kann, kann man auch mit einem Friseurgehalt Bio und regional einkaufen. Zwei Bekannte leben so.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier schreiben nur die mit gutem Gewissen oder?
    Nee, sonst dürfte ich hier gar nicht schreiben ;).

    Die einzige Lebensform, die ich vermutlich mit einem reinen Gewissen praktizieren könnte, wäre wohl das Leben im Kloster. Aber die Realität und ein perfekter ökologischer Fußabdruck sind wohl ein Widerspruch in sich.


    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    das Smartphone ist immer Second-Hand.
    Technologie aus zweiter Hand steht zB nicht auf meiner Wunschliste, das wäre mir schlichtweg zu riskant.
    Hier handelt es sich idR auch um Anschaffungen, die man nur in großen Zeitabständen tätigt.

    Die wirklich bösen Fallen verstecken sich im Alltag. Und denen beizukommen gestaltet sich weitaus schwieriger, als auf eine Fernreise aus Umweltgründen zu verzichten.

    Mich persönlich stößt das Überangebot in sämtlichen Konsum-Bereichen total ab. Ich hasse zB große Supermärkte, in denen man alles Mögliche in hundert Variationen kaufen kann. Ich empfinde das nicht als Erste Welt-Luxus, sondern als Zeichen der gesellschaftlichen Dekadenz, bei dem sich tatsächlich mein soziales Gewissen regt.

    Dass ich seit vielen Jahren kein Fleisch mehr esse, erlebe ich nicht als Verzicht, ganz im Gegenteil. Wobei ich mich aber frage, auf den Strangtitel bezogen, was eigentlich an bewusstem Verzicht so schlimm ist, dass er nach Möglichkeit erst gar nicht in Erwägung gezogen wird ...?

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Wobei ich mich aber frage, auf den Strangtitel bezogen, was eigentlich an bewusstem Verzicht so schlimm ist, dass er nach Möglichkeit erst gar nicht in Erwägung gezogen wird ...?
    Verzicht bedeutet für viele Menschen = Leere oder Sinnentleerung. "Wenn ich dies und das nicht mehr habe / nicht mehr mache, dann hab ich ja gar nichts mehr."

  9. Inaktiver User

    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Orange Beitrag anzeigen
    Ich lebe auf dem Land, arbeite aber in der Stadt.

    Mein Fehler: Ich fahre täglich mit dem Auto, habe dort aber einmal in der Woche einen Wochenmarkt, den ich in der Mittagspause besuche. Zu unserem Unverpacktladen fahre ich auf dem Rückweg nach Hause. Ich kaufe seit vielen Jahren weder bei Aldi oder Lidl, auf das, was ich weder im Unverpackt noch auf dem Markt bekomme, versuche ich zu verzichten.

    Klappt auch nicht immer, gelegentlich fahre ich doch zu DM oder zu Rewe, das ist aber die Ausnahme.

    Mir geht es gut damit, ich habe dann kein so schlechtes Gewissen mehr, dass ich das Auto werktäglich benutze.

    Fleisch gibt es bei uns auch seit vielen Jahren nicht mehr, Plastik ebenso. Also ist das für uns der beste Weg.

    Ich sehe das so wie du. Ich habe immer noch zwei Autos einen SUV und einen Sportwagen. Fleisch esse ich leider auch noch, meistens achte ich auch nicht darauf ob Bio oder nicht. Leider ist es zur Zeit schwierig in den Urlaub zu fliegen, ansonsten mach das eigentlich ca. 4 mal im Jahr. Geschäftlich fliege weitere Strecken idR, die Bahn ist mir einfach zu unbequem. Beim Klamottenkauf muss ich auch mal schauen das einzuschränken, denn ich kaufe fast wöchentlich neue Sachen, die ich eigentlich nicht brauche.

    Aber in der Arbeit schreibe ich Gender, ich wähle die Grünen und ich bin in der Flüchtlingshilfe aktiv. Mir geht es gut damit, ich habe dann kein so schlechtes Gewissen mehr, dass ich mich so verhalte.

    Wer meine Zeilen nicht versteht, kann vielleicht mal länger darüber nachdenken.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber in der Arbeit schreibe ich Gender, ich wähle die Grünen und ich bin in der Flüchtlingshilfe aktiv. Mir geht es gut damit, ich habe dann kein so schlechtes Gewissen mehr, dass ich mich so verhalte.

    Wer meine Zeilen nicht versteht, kann vielleicht mal länger darüber nachdenken.
    Länger habe ich jetzt nicht darüber nachgedacht, offen gestanden ... ich verstehe Deine Zeilen so, dass Du Dich so gut wie nicht einschränkst im Sinne von bewusstem Verzicht zugunsten irgend einer Überzeugung, sondern eine Art Kompensation durch Dein Wahlverhalten und aktive Flüchtlingshilfe betreibst.

    Ich hoffe, die Grünen haben auch Leute unter ihrer Wählerschaft, die ihre Inhalte konsequenter mittragen ;).

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