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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Konsum ist doch nur so lange "bewusst", wie er besonders und neu ist. Sobald der vormals bewusste Konsum zur Normalität geworden ist, ist er auch bloß noch Routine.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Konsum ist doch nur so lange "bewusst", wie er besonders und neu ist. Sobald der vormals bewusste Konsum zur Normalität geworden ist, ist er auch bloß noch Routine.
    Da verstehst du den Titel (absichtlich) miss, möchte ich meinen. Was soll das?
    Geändert von Lizzie64 (15.02.2021 um 11:31 Uhr)

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Ich finde, das passt gut zum Eröffnungsposting.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Konsum ist doch nur so lange "bewusst", wie er besonders und neu ist. Sobald der vormals bewusste Konsum zur Normalität geworden ist, ist er auch bloß noch Routine.
    Das ist auch gut so, sonst wäre alles viel anstrengender.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    [QUOTE=Giesskanne;35061796]Hallo ihr,

    wie vorher schon geschrieben wurde glaube ich auch, dass die Angst etwas nicht 100% erfüllen zu können ( nur das ist "gut" und "richtig" ) viele Menschen davon abhält, überhaupt bewusster zu konsumieren oder damit anzufangen. Was soll es schon bringen, wenn ich nur "etwas" verzichte und nicht komplett? Was soll es schon bringen, wenn "nur ich" darauf verzichte? usw. Also machen alle weiter wie bisher. Dabei liegt es bei jedem Einzelnen einen winzigen Beitrag zu leisten. Vielleicht jeder wie er/sie persönlich den Lebensumständen entsprechend kann und möchte!
    Dieses Handeln im Kleinen verbindet sich dann zu einer großen Wirkung, einer Art gesellschaftlichen Bewegung. Niemand muss auf alles verzichten, aber alle können auch nicht so weitermachen.
    Was bedeutet das für mich persönlich? Ich esse sehr wenig Fleisch, versuche weniger Müll/Plastikmüll zu erzeugen, saisonale und regionale Lebensmittel, sowie gebrauchte Kleidung zu kaufen und gehe auch mal zu Fuß einkaufen, statt mit dem Auto. Das tut mir alles nicht weh, macht sogar Spass und ich leiste einen kleinen Beitrag zu einer vielleicht irgendwann besseren Welt. Besser wenig tun als gar nichts. So sehe ich das.

    Ich finde, dass deine Beispiele schon mehr als nur Kleinigkeiten sind und längst nicht jeder ist zu diesen Punkten bereit.

    Wir kaufen vor allem regionale Lebensmittel in Bioqualität, vermeiden Plastikverpackungen, trinken Leitungswasser oder Wasser aus Glasflaschen. Aus gesundheitlichen Gründen wird hier jeden Tag frisch gekocht, gerne auch mal vegetarisch oder vegan aber längst nicht immer. Bewusster Fleisch- und Fischkonsum gehört für uns dazu.

    Ich habe kein Auto und mache vieles öffentlich oder zu Fuss. Mein Mann hat einen Wagen und auf den können wir hier auch nicht verzichten. (ländliche Gegend). Wenn es geht verzichten wir auf den Flieger und fahren Zug. ( Im Moment sowieso, sonst beruflich nicht immer machbar). Bei Kleidung und Schuhen achte ich sehr auf Nachhaltigkeit.

    Diesen Lebensstil können wir uns aber auch nur leisten, weil wir genug verdienen und auch mal konsequent unsere Prinzipien durchziehen. Einfach ist es noch lange nicht immer und ich habe Verständnis, dass andere Menschen das nicht können.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    [QUOTE=Kiewerleck29;35061888]
    Zitat Zitat von Giesskanne Beitrag anzeigen

    Diesen Lebensstil können wir uns aber auch nur leisten, weil wir genug verdienen und auch mal konsequent unsere Prinzipien durchziehen. Einfach ist es noch lange nicht immer und ich habe Verständnis, dass andere Menschen das nicht können.
    Deswegen schrieb ich ja auch, jeder wie er/ sie es den Lebensumständen kann und möchte. Für mich ist es eine Kleinigkeit das Auto mal stehen zu lassen, weil ich zentral wohne und überall genug Einkaufsmöglichkeiten habe, die ich zu Fuß erreichen kann. Wer jetzt auf dem Land wohnt oder schlecht zu Fuß ist, muss natürlich das Auto benutzen.

    Ich finde den individuellen Aspekt wichtig, dass jeder irgendetwas beitragen kann, wenn er wirklich möchte. Und sei es, dass jemand der 4x die Woche Schnitzel isst, das vielleicht nur noch 2x macht. Oder beim Gemüseeinkauf einen Beutel mitbringt und keine Plastiktüte nimmt, etc. Sowas eben.

    Das mit dem "konsequent die Prinzipien durchziehen" ist am wichtigsten. Der Geldaspekt spielt eine kleinere Rolle finde ich. Wenn man bewusster oder weniger konsumiert, kann es sogar Geld einsparen. Dazu gehört für mich auch sinnvolles Einkaufen. Also nur das kaufen, was man auch wirklich schafft aufzuessen oder lange haltbar ist und was dann nicht im Kühlschrank vergammelt und weggeworfen wird. Das setzt natürlich vorraus, dass man sich dazu Gedanken macht. Das wiederum liegt dann bei jedem selbst und hat nichts mit dem Einkommen zu tun.

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    AW: Bewusster Konsum Ohne Verzicht?

    Zitat Zitat von Orange Beitrag anzeigen
    ...
    Ich glaube eher, dass Leute, die sich weniger leisten können, in Supermärkten wie Aldi und Lidl einkaufen, weil es günstiger ist. Ich mag die Läden nicht. Versuch dort mal, etwas regionales zu kaufen, das nicht in Plastik eingepackt ist. Das ist fast nicht möglich. Wenn ich auf den Wochenmarkt gehe, habe ich kein Plastik, unterstütze meine regionalen Landwirte, kaufe draußen an der frischen Luft und zahle auch nicht mehr.
    Hervorhebung von mir.

    Das entspricht nicht meiner Beobachtung.

    Seit wir in Lockdown-Zeiten sind, kaufe ich viel häufiger bei zwei Discountern in meiner etwas weiteren Umgebung ein, weil diese Läden abseits von Wohngebieten liegen, große Verkaufsflächen haben und dadurch immer sehr angenehm leer sind. Die Wochenmärkte erreiche ich nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die meide ich zurzeit, soweit möglich.

    Meine Ausgaben für Lebensmittel haben sich seitdem reduziert. Ich kaufe beim Obst und Gemüse vorrangig die lose Ware (auch damit ich die passenden Mengen bekomme), saisonal, bei Wahlmöglichkeit vorrangig regional, teilweise bio. Auch beim Fleisch, ohnehin geringer Konsum, nehme ich ausschließlich Bio-Produkte. Beim TK-Fisch wird es bei der vorhandenen Auswahl schwieriger mit den Standards. Und am Ende zahle ich weniger als bei den Direktvermarktern auf den Wochenmärkten, die bei uns allerdings überwiegend Bio-Ware anbieten.

    Ich glaube, für die Direktvermarkter würde es sich nicht lohnen, sich für konventionell angebaute Ware auf den Markt zu stellen, damit stehen sie zu sehr in Preiskonkurrenz zu den Supermärkten und eben Discountern. Die Waren von den anderen Marktständen kommen aus dem Gemüse- und Obst-Großhandel wie auch beim Discounter, aber dessen Preise können sie wegen der geringeren Mengen zumeist nicht unterbieten. Vorteil vom Wochenmarkt ist, dass die Produktauswahl dort größer ist, aber Sparen geht eindeutig besser beim Discounter.

    Bewusster Konsum, um die Welt ein bisschen in Richtung zu mehr Gerechtigkeit und Schutz der Ökologie zu schubsen, hat schon einen Preis. Nicht alle Menschen haben die ökonomischen Möglichkeiten durch Verschiebung von Prioritäten, hierzu beizutragen. Ich wohne in einem Umfeld mit relativ vielen armen Haushalten, grundsätzlich höhrere Preise für Lebensmittel wären da oft eine Katastrophe (bessere Kenntnisse zum Umgang und Verwendung mit Lebensmitteln teilweise natürlich trotzdem wünschenswert).

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