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  1. AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Nein, aber Du offensichtlich nur Fleisch aus Massentierhaltung.
    Was anderes lässt Du nicht gelten.
    Womit für mich die Diskussion mit Dir beendet ist.
    Nun, ich habe Augen im Kopf und sehe, was eingekauft wird.
    Meinetwegen ist die Diskussion auch beendet - für mich ist es nicht nötig, dass hier immer wieder Fleischesser auftauchen, die das große Bedürfnis haben, sich zu rechtfertigen. Mir ist es völlig Hupe, was du isst.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Die meisten Menschen essen nun mal nur Fleisch aus Massentierhaltung, und den meisten ist es total egal. Wäre es anders, würde der Mist nicht in diesen Riesenmengen gekauft
    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Nun, ich habe Augen im Kopf und sehe, was eingekauft wird.
    So ist es.
    Und es ist auch mitnichten immer finanziellen Rahmenbedingungen
    geschuldet. Die meisten Menschen weigern sich, sich überhaupt zu
    dem Thema Gedanken zu machen.

  3. Avatar von Blue2012
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Ich bin ehrlich: Wie erkenne ich denn als Verbraucher, ob das Fleisch jetzt aus der Massentierhaltung stammt oder nicht?
    Wer sich mit Biosiegeln befasst hat und all dem Schmu, mit dem man versucht, Verbrauchern das schlechte Gewissen zu nehmen, weiß: Alles Mumpitz. Selbst die markierten 0er-Eier, die ich jahrelang gekauft habe - recherchierst du wirklich nach, sind auch die 0er-Eier in der Haltung völlig inakzeptabel.

    Prakisch: Fleisch beim Norma, Hühnchenbrust - oh Gott, 2 Stück, 2 Euro irgendwas. Ohne Worte. So, dann lässt du das und willst dasselbe Produkt kaufen beim angeblichen Superbioladen. Da kosten 2 Stück 14,50. Du denkst als Verbraucher: "Mensch, da sind so feine Biosiegel drauf und teuer isses ja auch. Also KANN es nur gut sein." Tja, recherchierst du dann alle Angaben ab, kommt das Fleisch zwar aus der Region, 20 km von dir weg - aber: Es ist leider derselbe Betrieb wie der beim Norma.

    Und das ist der Punkt, wo du als Fleischesser endgültig begreifst: Es gibt sowas wie artgerechte Schlachtung, Haltung von Nutztier schlicht so nicht. Tiere, die fein auf einer Weide grasen, "glückliche" Tiere, das alles ist Illusion, Märchen, um uns weiß zu machen, es gebe sowas wie artgerechte Tierschlachtung. Bei den Mengen Fleisch, die alleine in D. täglich konsumiert werden, abgesehen von Wurstwaren - wie soll das anders gehen als mit Masse und mit Medis? Das sind alleine wirtschaftliche Überlegungen. Mir als Verbraucher ist die Kette klar, die da abläuft, ja quasi ablaufen "muss".

    Wie ändere ich das?

    Ich bin nüchtern: Ich glaube weder an Biofleisch noch an "gesunde", glückliche Tiere.
    Wenn ich Fleisch esse, dann bin ich mir dessen bewusst und nehme das schlechte Gewissen auf mich.

    Die Konsequenz: Möglichst wenig Fleischkonsum. Für mich persönlich heißt das: Ich kauf 1x im Monat Fleisch.

    Für Einwände aller Art bin ich dankbar - interessanter Strang!

    Blue
    Be a voice not an echo.

  4. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Wie ändere ich das?

    Ich bin nüchtern: Ich glaube weder an Biofleisch noch an "gesunde", glückliche Tiere.
    Wenn ich Fleisch esse, dann bin ich mir dessen bewusst und nehme das schlechte Gewissen auf mich.

    Die Konsequenz: Möglichst wenig Fleischkonsum. Für mich persönlich heißt das: Ich kauf 1x im Monat Fleisch.
    Anders geht es wohl nicht. Sind wir ehrlich, auch der Biobauer muss leben, d. h. auch er hat "Massentierhaltung" - das hat sich nämlich etabliert, weil es rentabel ist. Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt, also müssen diese Bauern auch mehr produzieren (und tun es auch).

    Medikamente sind bei Bioprodukten immer ein Problem. Danach muss nämlich eine Wartezeit eingehalten werden. Ist es da nicht wahrscheinlicher, dass der Biobauer länger wartet - eben bis es gar nicht mehr anders geht - bis das Tier Medikamente bekommt? Medikamente sind ja nicht per se böse, sie erleichtern ja und helfen heilen bzw. genesen. Das Tier leidet also länger.

    Das Problem mit den Bioeiern hast du ja auch schon angesprochen. Da haben die Tiere auf dem Papier x Quadratmeter Platz zum Scharren, Laufen, Staubbaden. Nur entfernen sie sich niemals so weit von ihrer Behausung (das ist ihre Natur), sodass sie nur einen Bruchteil der Fläche nutzen können, die ihnen theoretisch zur Verfügung steht. Also bleiben sie eng aufeinander und es geht ihnen de facto auch nicht besser als Hühnern aus der konventionellen Haltung. Übrigens legen auch bei Biobauern Hähne keine Eier ...
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  5. Avatar von charly798
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen

    Die Konsequenz: Möglichst wenig Fleischkonsum. Für mich persönlich heißt das: Ich kauf 1x im Monat Fleisch.

    Für Einwände aller Art bin ich dankbar - interessanter Strang! Blue
    Eine Möglichkeit sind die Direktvermarkter. Du kannst schauen wie es den Tieren geht, wie sie gehalten, womit sie gefüttert werden.
    Es gibt nur deshalb so relativ wenige Direktvermarkter, weil es zu wenig Kunden gibt und die Bauern sich nicht trauen umzustellen.
    Andere Möglichkeit ist die Solidarische Landwirtschaft, je nach Betrieb kannst Du da auch mitreden.

    Weniger Fleisch in der Menge wäre grundsätzlich gut. Wobei man auch das nicht pauschalisieren kann. Gibt Menschen mit einem tatsächlich höheren Bedarf und eben auch niedrigen.
    Fakt ist, die Qualität des Fleisches ist entscheidend. Weiderind hat eine sehr gute Nährstoffbilanz, Stallrind eben nicht mehr. Die Rassen haben unterschiedliche Zusammensetzungen.



    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    So ist es.
    Und es ist auch mitnichten immer finanziellen Rahmenbedingungen
    geschuldet. Die meisten Menschen weigern sich, sich überhaupt zu
    dem Thema Gedanken zu machen.
    Das meiste Fleisch aus Deutscher "Massentierhaltung" geht in den Export. Schwein z.B. zu zur Zeit recht guten Preisen nach China. China bekommt wegen ASP die eigene Schweinezucht nicht aufgebaut.
    Spannend wird es, wenn es in D den ersten ASP Fall gibt. Dann ist sofort Schluss mit Export.
    Rind (Bullenkälber)geht in die Arabischen Emirate und weiß der Geier wohin noch alles.
    Auf den Export habe ich nur begrenzt Einfluss, wählen gehen ist da eine Option.
    Für den Export nimmt die Politik auch die hohen Niratbelastungen in Kauf. Die Gülle wird nämlich nicht mit in den Export.
    Die Bauern sind nicht ohne Grund auf der Straße

    Bleibt übrigens noch die Klärung des Begriffes "Massentierhaltung", die ich bereits nachgrfragt hatte.
    Ist ein Familienbetrieb mit 100 Milchkühen Massentierhaltung oder erst ein Straathoff?
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

  6. Avatar von carassia
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Das kommt wohl drauf an, wie die Tiere gehalten werden. Und behandelt.

    Bauern würden sich auch, wenn die Preise für Fleisch steigen würden. Es ist ja der Skandal, dass Fleisch so billig verhökert wird.

  7. Avatar von Blue2012
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Es ist ja der Skandal, dass Fleisch so billig verhökert wird.
    Auch du assoziierst "billig" = schlechte Haltung / "teuer" = gute Haltung.
    Leider fürchte ich, dass das ein Trugschluss ist. Die Rechnung "Ich kauf jetzt teures Fleisch, damit die Bauern wenigstens mehr Kohle verdienen und die Tiere besser halten können" geht nicht auf.

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Weiderind hat eine sehr gute Nährstoffbilanz, Stallrind eben nicht mehr.
    Wenn ich im Edeka, Norma, Lidl, Aldi, Rewe oder Kaufland stehe: Wie erkenne ich, ob es ein Weiderind oder ein Stallrind ist?
    Thema "Direkvermarkter": Dem gehe ich vor Ort jetzt nach. Sich mit dem Thema Fleischexport zu befassen, befreit einen von jeglichen Illusionen, die man wohl noch hat (siehe Worthülsen "glückliche Tiere" oder "artgerechte Haltung").

    Zitat Zitat von charly798 Beitrag anzeigen
    Bleibt übrigens noch die Klärung des Begriffes "Massentierhaltung", die ich bereits nachgrfragt hatte. Ist ein Familienbetrieb mit 100 Milchkühen Massentierhaltung oder erst ein Straathoff?
    Ich dachte bisher, Massentierhaltung kennzeichnet sich vor allem dadurch aus, dass möglichst wenig Arbeitskräfte zur Haltung und Versorgung der Nutztiere eingesetzt werden und die Haltung der Tiere nicht nur sehr beengt ist, sondern vor allem maschinell getragen?

    Danke für deine nüchterne Betrachtung, charly.
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  8. Registriert seit
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Das Problem mit den Bioeiern hast du ja auch schon angesprochen. Da haben die Tiere auf dem Papier x Quadratmeter Platz zum Scharren, Laufen, Staubbaden. Nur entfernen sie sich niemals so weit von ihrer Behausung (das ist ihre Natur), sodass sie nur einen Bruchteil der Fläche nutzen können, die ihnen theoretisch zur Verfügung steht. Also bleiben sie eng aufeinander und es geht ihnen de facto auch nicht besser als Hühnern aus der konventionellen Haltung. Übrigens legen auch bei Biobauern Hähne keine Eier ...
    Das mit dem "so weit laufen die nicht" höre ich immer wieder und es entspricht nicht meiner Erfahrung.

    Hier in der Gegend halten durchaus einige Leute Hühner draußen, man sieht sie von der Straße aus - es sind auch in mindestens einem Fall so viele Hühner, dass es keine Hobbyhaltung mehr ist, die Eier werden verkauft. Ich sehe die Tiere regelmäßig auf der Wiese, es ist nicht so, als würden die ihren Platz gar nicht so.

    Hängt vielleicht auch von der Hühnerrasse ab.

  9. Avatar von carassia
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Auch du assoziierst "billig" = schlechte Haltung / "teuer" = gute Haltung.
    Leider fürchte ich, dass das ein Trugschluss ist. Die Rechnung "Ich kauf jetzt teures Fleisch, damit die Bauern wenigstens mehr Kohle verdienen und die Tiere besser halten können" geht nicht auf.
    Auf jeden Fall kann billiges Fleisch nur aus schlechter Haltung sein, soweit sind wir uns doch wohl einig? Tiere unter vernünftigen Bedingungen zu halten, dann auch noch in dem Umfang, den die Hersteller von tonnenweise Fleischprodukten liefern, geht einfach nicht zu Billigpreisen.

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Wenn ich im Edeka, Norma, Lidl, Aldi, Rewe oder Kaufland stehe: Wie erkenne ich, ob es ein Weiderind oder ein Stallrind ist?
    Überhaupt nicht. Dort würde ich niemals Fleisch- oder Wurstwaren kaufen.

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Thema "Direkvermarkter": Dem gehe ich vor Ort jetzt nach. Sich mit dem Thema Fleischexport zu befassen, befreit einen von jeglichen Illusionen, die man wohl noch hat (siehe Worthülsen "glückliche Tiere" oder "artgerechte Haltung").
    Das ist wie beim Klima oder anderen Unsäglichkeiten auch: Es ist kein Freibrief, alle eigenen moralischen Bedenken über Bord zu werfen und sagen "ist eh egal".
    Ich glaube auch nicht, dass wir wirklich was ändern können, dennoch möchte ich meine eigenen Hände so wenig schmutzig wie möglich machen. Und quälerische Tierhaltung möchte ich so wenig wie möglich bis gar nicht unterstützen.

  10. Avatar von Blue2012
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    AW: Vegetarier werden nach Netflix-Doku The Game Changers

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall kann billiges Fleisch nur aus schlechter Haltung sein, soweit sind wir uns doch wohl einig?
    Heißt dies im Umkehrschluss deiner Meinung nach, dass teures Fleisch aus guter Haltung stammt?
    (Wobei da zu definieren wäre, ab wann Fleisch als "teuer" bezeichnet werden kann...Für mich sind z.B. 2 Stücke Hähnchenbrust für 14,50 Euro teuer.)

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Überhaupt nicht. Dort würde ich niemals Fleisch- oder Wurstwaren kaufen.
    Wo kaufst du?

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    dennoch möchte ich meine eigenen Hände so wenig schmutzig wie möglich machen
    Ehrlich gesagt gehöre ich zu denen, die über dieses "Klimathema" derzeit eher müde lächeln und das auch in den Bereich "Hysterie" verordnen. Ich glaube, dass das Wort "nachhaltig" ein Modewort geworden ist, in dem sich jeder bequem sonnen möchte. Ich wäre eher für etwas Einfaches, was es in den 80er Jahren bereits gab: Sparsam sein.
    Sparsam mit der Heizung, sparsam mit Wasser, sparsam an "Luxuswaren" wie Fleisch und Fisch.
    Klingt schon massiv weniger "cool" als "uh, ich leb ja sooo nachhaltig, ich ach so bewusstes Menschlein".

    Veganer kommen mir häufig naiv vor. Denken wir alleine an den Anbau von Soja. Keine Ahnung: E-Scooter. Elektro-Auto.
    Alles vollkommener Schwachsinn, nicht durchdacht, crasht die Wirtschaft.

    Aber bitte. Hauptsache, jeder von uns hat so ein bischen ein missionarisches Gefühl von "Ich mach mir meine Hände nicht schmutzig". Ich wasche meine Hände in Unschuld, jaja, kennt man...Alles Ersatzreligionen, diese Themen...Weil einfach nur Jesus gut finden und sparsam leben in DEMUT (vor der Natur, vor Tieren)...nö, is nicht cool genug.

    (Und bringt auch keine Kohle. Veganer und Vegetarier bringen auch schön fein Geld in die Kassen...Agieren aber genauso umweltschädlich wie banale Fleischesser. Es ist gaga.)
    Be a voice not an echo.

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