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  1. Avatar von Avocado_Diaboli
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    "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Nun, da es endlich wieder richtig schönes frisches Obst und Gemüse gibt und ich seit einiger Zeit versuche, saisonal und regional (möglichst bio) zu essen, war ich die letzten Wochenenden auf dem Bauernmarkt. Dort hat es auch einige Bio-Stände von Demeter, Bioland etc.

    Schon im Supermarkt war ich seit einiger Zeit verdutzt, dass saisonales Obst/Gemüse wie Kohlrabi aus dem Ausland kommt, egal ob bio oder nicht. Habe ich also liegenlassen.

    Auf dem Markt war es dann aber wirklich nervig: Am Bio-Stand konnte man nicht einfach kaufen, worauf man Lust hatte, sondern musste sich gefühlt durch 75% "Auslandsware" lesen, bevor dann mal endlich mal auf zumindest deutsches Gemüse gestoßen ist - nach regional zu fragen habe ich mich schon gar nicht mehr getraut.

    Also steht man mittlerweile anscheinend vor der Wahl: Herkömmliches, ggf. gespritztes Obst + Gemüse der Saison vom Bauern nebenan oder importiere Bio-Ware.

    Klar, der Bio-Boom kann anders nicht befriedigt werden. Aber in mir zieht sich echt alles zusammen, statt der Gurke vom Feld nebenan eine Bio-Gurke aus Israel zu kaufen. Ich werde daher wohl wieder auf wirklich frisches, aber herkömmlich angebautes Gemüse umsteigen. Wenn ich da was in bio finde, sehr schön, aber ich werde es nicht mehr forcieren.

    Wie handhabt ihr das? Gesundheit vor Umweltbewusstsein oder andersherum?
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud
    Geändert von Avocado_Diaboli (11.06.2019 um 07:54 Uhr)

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Bei uns ist der Markt in der nächsten Stadt, einmal in der Woche. Ich wüßte gar nicht, WANN ich dort kaufen sollte. Ich arbeite ja tagsüber.
    Ich kenne ihn noch von früher, als ich noch in dieser Stadt gearbeitet habe. Das war damals schon so, das nur wirklich wenige Bauern dort ihre eigenen Sachen verkauften, der Rest kam aus dem Großhandel.

    Im Supermarkt ist dagegen das Angebot groß was Regionalität angeht. Ebenso bei Bio Ware.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

  3. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Lass uns tauschen: Ich schenke dir meinen Wochenmarkt am Samstag, dafür bekomme ich deinen Supermarkt.
    Bei uns bekommt man dort nur zuverlässig Äpfel + Spargel aus der Region (nicht bio). Und das im Agrarland Niedersachsen.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud


  4. Registriert seit
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Das ist nicht ganz so einfach. Hier in Deutschland kann eben trotz aller Maßnahmen nicht alles ganzjährig angebaut werden. Wir sind von den saisonalen Gegebenheiten abhängig. Bei Bio ist das dann nochmals schwieriger.

    Ich persönlich greife lieber auf saisonale Ware aus konventionellem, lokalem Anbau zurück, als dass ich "Bio" aus unklarer Herkunft und damit natürlich auch gewissen Zweifeln am tatsächlichen Bio nehmen würde.


  5. Registriert seit
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Ich kenne das eigentlich nur so, dass in Städten, die einen Markt haben, der Samstag ein Markttag ist - eventuell nicht nur der Samstag, aber der auf jeden Fall.


    Ich kenne aber das Problem, ich versuche abgepacktes Gemüse zu vermeiden und regional zu kaufen (das sogar ohne speziell auf Bio zu achten) und dadurch bleibt zumindest bei Netto gar nicht mehr so viel üblich.

    Tomaten gehen immer - das aber auch nur, weil bei mir "regional" inzwischen heißt "europäisch" .


  6. Registriert seit
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Das ist nicht ganz so einfach. Hier in Deutschland kann eben trotz aller Maßnahmen nicht alles ganzjährig angebaut werden. Wir sind von den saisonalen Gegebenheiten abhängig. Bei Bio ist das dann nochmals schwieriger.
    Na, dass ich hier im Dezember keine deutschen Tomaten kriege, verstehe ich (wieso aber dann welche aus den Niederlanden? Gewächshäuser müssten doch hier auch möglich sein?).


  7. Registriert seit
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Das ist ein Thema, welches mich auch immer wieder beschäftigt!

    Ich wälze das www auf der Suche nach regionalen Verkaufsstellen ab Hof, nutze z. B. solche Seiten:

    [editiert] www. heimischehoflaeden.de

    Und daraus entsteht dann ein bunter Mix, je nach Angebot.

    Wegen 1 Gurke fahre ich z. B. nicht extra zu einem Hof, da geht dann die Biogurke im Supermarkt mit.

    Es gibt fast überall auch die Möglichkeit, sich Biokisten liefern zu lassen.

    Und es gibt Solawi-Höfe (solidarische Landwirtschaft), ein tolles Konzept!

    Ich habe vor ein paar Tagen ein Hähnchen bestellt. Der Hof baut sein Futter selbst an, die Tiere wachsen da ab Geburt auf und werden in der eigenen Metzgerei am Hof geschlachtet und verarbeitet. Aber: die Haltung könnte um einiges verbessert werden.
    Mangels Wissen hielt ich das für den hier akzeptabelste Kompromiss.

    Jetzt habe ich einen anderen Hof gefunden, männliche Küken wachsen artgerecht auf mit Auslauf auf der Wiese, 5 Monate statt 30 Tage bei konventioneller Aufzucht.
    Da fahre ich nächstes Mal hin und schaue das an. Vielleicht wird das ja was dauerhaftes.

    Rind und Schwein gibt es hier im Umkreis auch freilaufend und gut gefüttert mit Hofschlachtung.
    Geändert von Orange (11.06.2019 um 17:46 Uhr) Grund: Shoplink entfernt. Bitte selbst googeln

  8. Inaktiver User

    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Die Frage finde ich gut, aber das

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Klar, der Bio-Boom kann anders nicht befriedigt werden.
    stimmt leider nicht.
    Der Biomarkt in D ist sehr viel kleiner als man denken könnte:

    Bio-Branche: Zahlen, Daten, Fakten – foodwatch

    Aus dem Ausland werden vermutlich dann billigere Bioprodukte und Gemüse dass es hier nicht gibt, gekauft.

    Ich persönlich kaufe sehr viel auf dem Markt bei regionalen Bio-Anbietern.
    Was ich dort nicht bekomme im Supermarkt und da einen Mix aus allem - Bio, Nicht-Bio und achte dabei nicht immer auf die Region.

    Beim regionalen Erzeuger bin ich überzeugt dass mein Geld da ankommt wo es soll, im Supermarkt ehrlich gesagt nicht so, da gibt es zu viele Zwischenschritte.


  9. Registriert seit
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Na, dass ich hier im Dezember keine deutschen Tomaten kriege, verstehe ich (wieso aber dann welche aus den Niederlanden? Gewächshäuser müssten doch hier auch möglich sein?).
    Sind sie auch. Aber die musst du im Winter heizen. Übrigens wird Massenanbau heute nicht mehr unter Glas, sondern unter Plastikplanen gemacht.

    Dieses "Bio" kaufe ich nicht

    Schau mal hier rein. Da vergeht einem der Appetit auf Tomaten im Winter.

    Nelson Mullers Lebensmittelreport: Die Bio-Luge von der Tomate | STERN.de

  10. Avatar von linsemo
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    AW: "Normale" regionale Ware vs. importiertes Bio-Gemüse

    Wo soll denn z. B. im Winter Biogemüse aus Deutschland herkommen? Im Winter wächst nichts. Wie viele Gewächshäuser es gibt, da bin ich überfragt. Also muß Gemüse und Obst importiert werden. Die Händler bei uns schreiben auf ihre Preisschilder nicht mehr wo die Sachen herkommen. Und ich denke, wenn sie gefragt werden, sagen sie aus Deutschland, sonst würde es keiner kaufen. Ich frage mich allerdings wie Deutschland es schafft 82 Mio. Menschen durch eigene Landwirtschaft zu ernähren.

    Bei Äpfeln weiß ich, viele kommen aus Tirol. Dort gibt es riesige Kühlhäuser, so kann man bei uns im Winter auch Äpfel kaufen.

    Wir hatten zu Hause einen großen Garten, Selbstversorger. Lagern konnte man Äpfel, Kartoffel, Zwiebel. Das war es dann. Alles andere wurde eingekocht.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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