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  1. Registriert seit
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    Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Ich frage mich schon lange, weshalb ich mit Verzehr von Weingummi (mit und ohne Gelatine) nie (bzw. erst vor Übelkeit) ein Sättigungsgefühl bekomme und meist die ganze Tüte leere (deshalb kaufe ich mir auch keines mehr und nasche es auch nicht, wenn angeboten - denn esse ich 1, möchte ich weitere einwerfen).

    Im englischen GUARDIAN las ich einen langen Artikel über sog. HFCS (high fructose corn sirup), der in der industriellen Verarbeitung noch billiger ist als Zucker und daher in den letzten Jahren (Jahrzehnten?) vermehrt in billigen Süsswaren verarbeitet wird. Es gibt Theorien, dass HFCS (Glucosesirup) anders auf den Metabolismus wirkt als klassischer Haushaltszucker, nämlich sich kein oder verzögert ein Sättigungseffekt einstellt. Ich bilde mir ein, dass das für mich zutrifft und meide seit einigen Wochen jene Süßwaren und convenience Produkte, welche Glucosesirup enthalten (erstaunlich viele!).
    Hat sich jemandvon Euch auch schon mal damit beschäftigt und Erfahrungen gesammelt?

    Aber ich interessiere mich für alle Theorien darüber, warum Weingummi 'süchtig' machen kann (bei manchen Menschen mehr als Schokolade oder Kuchen ))

  2. Avatar von Zitronengras
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Es lohnt sich, sich mal mit der Zuckergeschichte generell zu beschäftigen. Dass bislang immer Fett so verteufelt wurde, ist der Zuckerindustrie zuzuschreiben. Es gab im Frühling mal einen Spiegel-Leitartikel zum Thema Zucker. Fakt ist, dass der Körper keinen zugesetzten Zucker braucht, weil er alle Energie, die er braucht, aus anderen Lebensmitteln herstellen kann, z.B. aus Brot. Das erzeugt dann auch ein anhaltendes Sättigungsgefühl.

    Mein Mann hat das Experiment gemacht und 6 Wochen auf jeglichen (!) zugesetzten Zucker verzichtet (und finde mal ne Grillsauce ohne Zucker...). Er hat ansonsten wie immer gegessen und 7 Kilo abgenommen. Es gibt Fälle, wo Veganer eine nicht-alkoholische Fettleber entwickelten aufgrund von übermäßigem Genuss von Obst. Fruchtzucker ist nämlich auch kein "guter" Zucker, den gibt es nicht.

    Weingummi kann süchtig machen, eben weil es Massen an Zucker enthält. Der Körper will immer mehr davon. Der von Dir angesprochene HFCS triggert das noch viel mehr. Auf der anderen Seite kann man sich davon genauso auch entwöhnen. Anstatt Gummibärchen isst man dann halt Erdnüsse z.B.
    No hell below us, above us only Sky...


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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    HFCS sind meiner bescheidenen Ansicht nach absolutes Teufelszeug, auf das kein Organismus eingestellt ist.
    Wenn man viel davon zu sich nimmt und lange so isst/trinkt, sind meiner Ansicht nach massive Stoffwechselprobleme vorprogrammiert.

    HFCS kommen so in der Natur nicht vor. Reine Laborkonstruktion.

    Unbedingt meiden.

  4. Moderation
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Ist denn in deinem Weingummi Isoglucose?

    HFCS hat, wie der Name sagt, einen hohen Fruktoseanteil. Fruktose wird anders verdaut als Glucose, das geht leichter daneben. (Kein Mensch ist tolerant für beliebig viel Fruktose. In Haushaltszucker wird die Fruktose durch Glucose gepuffert, in Sirupen, wenn ich mich recht erinnere, liegt sie offen rum.)

    Hast du den gleichen Effekt bei anderen Sachen, die mit Invertzucker, Glucosesirup, Glucose-Fructose-Sirup, Reissirup, Honig, Fructose-Glucose-Sirup, oder Fruktosesirup, Apfelkraut, Agavensirup, Ahornsirup gesüßt sind? Diese Sachen enthalten alle Fruktose und Glucose in unterschiedlichen Anteilen in aufgespaltener Form.

    Dank einer starken Rübenzuckerlobby in DE ist das mit dem HFCS hier nicht so verbreitet. Gut so, daß Zeug schmeckt nämlich so eigenwillig, daß die Geeks in Kalifornien für ihre Cola zum Mexikaner pilgern, der importierte Cola mit Rohrzucker zu Apothekenpreisen abietet. Andererseits bieten aber diese ganzen feinen Unterschiede die Möglichkeit, auf dem Etikett bei 80% Zuckergehalt den Zucker nicht an erster Stelle schreiben zu müssen, indem sie genug verschiedene Zucker mit abenteuerlichen Namen mischen.

    Meine Mutter konnte reines Zuckerzeug -- Weingummi, Gummitiere, Mäusespeck -- auch nicht allein lassen, wenn die Tüte auf war, war die Tüte leer. Mich reizt das Zeug nur, wenn ich ausgehungert bin und es nichts anderes gibt. Aber reiß mir eine Packung Nüsse auf und sieh den wundersamen Verschwindibus-Trick! Ist allerdings keine Sucht: Ich muß keine Nüsse kaufen, ich muß keine haben, ich fühle mich nicht unsicher und verletzlich, wenn ich keine habe, und ich kriege keinen Entzug, wenn ich keine esse. Ich kann sie nur nicht vom Tisch gehen lassen, wenn sie da sind, weil ich sie so lecker finde.

    Wenn du Suchtverhalten bei dir beobachtest, geh Cold Turkey. Keine Weingummis. Nie wieder. Wenn welche auf dem Tisch stehe, wechsele den Tisch oder geh. Sucht ist unspaßig.

    Damit du dir keinen Nocebo-Effekt holst: Prüfe erst, ob du auf etwas schlecht reagierst und *dann* guck auf die Zutatenliste (Idealerweise das gleiche, wenn du auf etwas *nicht* schlecht reagierst.) So findest du die Sachen, die bei dir unschöne Folgen haben, am sichersten.
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  5. Registriert seit
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen

    Dank einer starken Rübenzuckerlobby in DE ist das mit dem HFCS hier nicht so verbreitet. Gut so, daß Zeug schmeckt nämlich so eigenwillig, daß die Geeks in Kalifornien für ihre Cola zum Mexikaner pilgern, der importierte Cola mit Rohrzucker zu Apothekenpreisen abietet.
    Hallo Wiwu, ich hab den Satz jetzt mehrfach gelesen und nicht verstanden. Kann es sein, dass Du Dich vertippt hast und Rübenzucker meintest? Nicht Rohrzucker? Oder wenn doch woher importieren die Mexikaner denn die Rohrzuckercola?
    Gib mir Imperativ!

  6. Moderation
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Zitat Zitat von Bratkartoffel Beitrag anzeigen
    Hallo Wiwu, ich hab den Satz jetzt mehrfach gelesen und nicht verstanden. Kann es sein, dass Du Dich vertippt hast und Rübenzucker meintest? Nicht Rohrzucker? Oder wenn doch woher importieren die Mexikaner denn die Rohrzuckercola?
    Das ist m.W. das mexikanische Coca-Cola-Rezept. In Mexiko wächst Zuckerrohr, keine Zuckerrüben.
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  7. Registriert seit
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Ach jetzt kapier ich das. Ich dachte die fahren nach Mexiko und kaufen dort die aus Europa importierte Cola. Oh je, ich sollte Feierabend machen.
    Gib mir Imperativ!

  8. Moderation
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    AW: Glucosesirup / Isoglucose / HFCS und Metabolismus

    Zitat Zitat von Bratkartoffel Beitrag anzeigen
    Ach jetzt kapier ich das. Ich dachte die fahren nach Mexiko und kaufen dort die aus Europa importierte Cola. Oh je, ich sollte Feierabend machen.
    Ja, stimmt, so kann man das auch lesen
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