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  1. AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Das mit dem Yin und Yang kann man sich nicht 'mal anlesen'.
    Dahinter steht eine ca. 3.000jährige entwicklung in religion, philiosopie und gesellschaft. Ein riesiges, komplexes thema. Die TCM ist nur ein kleiner teilaspekt, und selbst die begriffe Arzt und Medizin werden ganz anders verstanden als im Westen.

    Um die hintergründe der elemente-ernährung verstehen zu können, braucht es viel mehr als ein kochbuch.
    Deshalb auch mein rat, sich bei fachmann oder -frau beraten zu lassen.

    Damit möchte ich aber nicht bestreiten, dass auch 'unwissenschaftliches' kochen nach den 5 elementen sehr positive auswirkungen haben kann.
    Die wirkung ist nur wesentlich besser, wenn man nicht das giesskannenprinzip anwendet.
    nichts ist wie es scheint

  2. Avatar von kath_3
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    @ Monkele: ja, danke. Da bin ich jetzt auch schon am Suchen. Und wie gesagt: es gibt hier sehr viele TCM-Ärzte und auch Heilpraktiker, aber die Bewertungen sind oft sehr unterschiedlich.
    Mit Tee trinken, daß habe ich auch gerade gelesen: man soll nicht so viel kaltes Wasser trinken ( ich mache das sehr oft und gern, besonders im Sommer :-)), lieber Tee kochen. Mit der Teemischung: lässt Du die dann in einer besonderen Apotheke mischen ( denn die Chinesen haben ja andere Tee-Drogen als wir)?

  3. Avatar von kath_3
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    @daggy5gram: das hatte ich auch nicht so gemeint, sondern ich möchte einfach mal einen ersten Einblick dazu bekommen. Ich werde sicher auch noch mal einen Termin bei einem kundigen Arzt/Heilpraktiker machen.
    Jetzt habe ich mir erst mal die Bücher bestellt, schaden wird es sicher nicht, wenn ich die schon mal vorab lese. Ich habe auch im Internet einiges darüber gefunden, aber eben nicht so wirklich gut für Laien erklärt.


  4. Registriert seit
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Die Grundbegriffe kann man sich sehr wohl selbst aneignen.

    Verschiedene Ernährungsweisen, inklusive die der TCM, kann man ja am besten als Inspiration nehmen, mal probieren, was macht es, was passt... die Getreidelastigkeit der TCM würde ich unter heutigen Umständen eher etwas kritisch sehen, zum Beispiel.

    Und auch bei Dingen wie "kein kaltes Wasser trinken" wär ich nicht päpstlicher als der Papst.

    Chinesisch ist zum Beispiel auch die Ansicht, dass alles ,was der Mensch zum Leben braucht, in seiner unmittelbaren Umgebung wächst. Und das ist in Berlin halt was Anderes als in Peking.

    Auch die Tatsache, dass es hierzulande eine grosse und lange Tradition an Milchverarbeitung gibt, und dass es Kochtechniken gibt, die im Chinesischen eher nicht bekannt sind (zB Backen) - würde ich als Anlass nehmen, um zu experimentieren und die Prinzipien anzuwenden; nicht um mich sklavisch an ein Programm zu halten, das für ganz andere Umstände entwickelt wurde.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Avatar von linsemo
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    In der 5-Elemente-Küche geht es darum, dem Körper Energie zuzuführen und das macht man mit vorwiegend warmer Nahrung. Wenn es geht 3mal am Tag warm essen, wen man es einmal schafft isst das auch in Ordnung. Morgens anfangen und abends damit aufhören (in den Kochbüchern gibt es Rezepte für morgens). Warum? Damit der Körper nicht die Energie verbraucht, um die Speisen auf Körpertemperatur aufzuwärmen, das ist der Grund warum wir nach dem Essen müde werden, die Organe müssen die Speisen aufwärmen, damit sie verdaut werden können. Warme Speisen verdaut der Körper besser, vor allen Dingen bringen sie Energie.

    Vermeiden soll man Fleisch oder nur Biofleisch essen, Milchprodukte (wenn man mal nach "Milch ist schädlich" googelt, dann kann man lesen warum), Tiefkühlkost ist lt. 5-Elmente-Küche totes Essen, Mikrowellenessen ist, auf deutsch gesagt, der letzte Mist. Wird Dr. Weidinger alles in dem Buch erklären. Mit war das vollkommen logisch.

    Die 5-Elemente-Küche heißt so, weil jedes Nahrungsmittel und jedes Gewürz einem Elemente zugeordnet ist. Die Elemente sind Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Feuer ist der bittere Geschmack, Erde der süße, Metall der scharfe, Wasser der salzige und Holz der saure. In jedem Essen ist ein Elemente vorhanden. Jedem Element werden auch Farben zugeordnet und Temperaturen. Zum Beispiel sind Champignons dem Element Erde zugeordnet, wegen des erdigen Geschmacks und der thermischen Wirkung erfrischend. Steht alles in den Kochbüchern drin. Ist am Anfang alles ein bißchen viel. Die Rezepte sind genau nach der Reihenfolge aufgeschrieben. Also man muß sich selber nicht den Kopf zerbrechen.

    Zu den Heilpraktikern: Ich habe eine Zeitlang damit zu tun gehabt und habe bei 3 Leuten festgestellt, wenn es um die Ernährung geht, bekomme ich Kochbücher in die Hand gedrückt. Also meine Erfahrung ist da wirklich für den Müll gewesen. Aber egal, ich bin auch so schlauer geworden

    Was auch noch ein interessantes Buch ist "Heilende Gewürze". In der 5-Elemente-Küche wird mir ganz vielen Gewürzen gekocht, die man alle bei uns bekommt, z. B. Kurkuma (heilt Entzündungen), Kümmel, Cumin, Bockhornkleesamen.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Geändert von linsemo (14.04.2018 um 20:37 Uhr)

  6. Avatar von kath_3
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    @linsemo: ja, das ist eben meine Befürchtung: ich mache da 'nen Termin und dann bekomme ich da Info's, die ich mir auch aus dem Netz ziehen kann!
    Darum bin ich auch so misstrauisch, ich bin sicher, es gibt auch gute Heilpraktiker, die wirklich aus ehrlichem Interesse handeln und viel Ahnung haben. Aber die Mehrzahl hat es da wohl nicht so drauf. Habe jetzt einen chinesischen Arzt hier in meiner Nähe gefunden, er hat TCM in China studiert und ist etwas älter und erfahrener, da werde ich nächste Woche anrufen und einen Termin machen.
    Er macht nicht nur Ernährungsberatung, sondern auch viele andere Sachen: Moxa, Akupunktur, Qi Gong etc..
    Ich werde dann wieder berichten.....

    Vielen Dank erst mal....

    L.G. Kath


  7. Registriert seit
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Unabhängig vom Energiefluss sind das alles auch sehr sinnvolle Reise-Ernährungsregeln. Vor allem, wenn Kühlkette und Hygiene nicht immer sichergestellt werden können.

    Alles kochen, keine rohen Sachen die man waschen muss (Salat). Vorsicht mit Milchprodukten und Wasser immer frisch abkochen (noch lauwarm).
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  8. Avatar von linsemo
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Nur wegen der Ernährung würde ich zu keinem TCM-Arzt gehen, die können auch nichts anderes sagen als das was in den Kochbüchern steht.

    Eine TCM-Ärztin hat mich vor der beginnenden Demenz gerettet. Eigentlich war ich wegen Schlafstörungen dort. Es wird alles abgefragt, was man so hat. Ich bekam Akupunktur und Tees. Es hat aber nichts genutzt, die Schlafstörungen habe ich immer noch. Mit wurde das dann zu teuer und habe aufgehört.
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    Geändert von linsemo (15.04.2018 um 12:03 Uhr)

  9. Avatar von Horus
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Einiges von dem, was in traditionellen Speiseregeln enthalten ist - das gilt nicht nur für die TCM-Regeln, sondern auch für solche aus anderen Traditionen, z.B. jüdische -, hat seine Ursachen in hygienischen Überlegungen.

    Beispiel die Empfehlung, Wasser immer frisch abzukochen. Kluge Menschen beobachteten schon vor langer, langer Zeit, dass gewisse Erkrankungen eher auftraten, wenn Wasser telquel aus dem Brunnen, der Zisterne oder dem Fluss geschöpft und getrunken wurden, und dass Leute, die bevorzugt Wasser in abgekochter Form zu sich nahmen (als Tee oder warmes Wasser), weniger erkrankten.
    Warum, wusste man damals nicht. Aber man sah den Zusammenhang. Und hat eine entsprechende Regel formuliert (dass das Wasser frisch abgekocht sein sollte, ist auch klar - wenn es wieder herumsteht, kann es erneut verunreinigen). Der Zweck dieser Regel war, Krankheiten zu verhindern, die auf verschmutztes Wasser zurückzuführen sind. Darum herum hat man einen philosophischen Überbau errichtet bzw. man hat diesen Aspekt in den übrigen philosophischen Überbau aufgenommen.

    Hierzulande, wo das Wasser aus dem Wasserhahn beste Trinkwasserqualität hat, ist der Zweck dieser Regel auf andere Weise erfüllt, womit sich das Wasserabkochen erübrigt.

    Zum Thema Milch: die Fähigkeit, auch im Erwachsenenalter noch Milch - genauer: Milchzucker - verdauen zu können, beruht auf einer Genmutation, die geschichtlich gesehen sehr spät auftrat und zwar wahrscheinlich irgendwo im Nahen Osten. Das mutierte Gen verbreitete sich in der "weissen" und auch den nordafrikanischen, vorderasiatischen und indischen Bevölkerung und ist dort vorherrschend (daher haben die meisten Europäer keine Probleme, auch als Erwachsene Milch zu verdauen - abgesehen von der Minderheit, die das mutierte Gen nicht besitzt und daher lactoseintolerant ist), nicht aber bei der asiatischen. Sprich: wer in China Milch konsumierte, dem wurde übel und der bekam Durchfall.
    Diese Beobachtung führte dazu, dass in TCM Milch als negativ für den Menschen gesehen wird. Das gilt für lactose-intolerante Menschen (wie es die Asiaten in der Regel sind) tatsächlich. Für lactosetolerante Menschen, also jene mit der Genmutation, gilt das aber nicht so pauschal. Von denen wussten die Chinesen aber zu der Zeit, als TCM entstand, noch nichts.

    (Die Asiaten, für die Milchprodukte traditionell ein Grundbestandteil der Ernährung sind, etwa die nomadische Viehwirtschaft betreibenden Mongolen oder Tibeter, konsumieren Milch nicht einfach so, sondern machen sie alle auf irgendeine Art geniessbar - lassen sie zu Sauermilch vergären, stellen Jogurt, Butter oder Käse her. Bei all diesen Verfahren wird Lactose zu einem guten Teil abgebaut bzw. umgewandelt.)

    Die Regel, dass Rohkost vermieden werden sollte: logisch in einer Umgebung, in der Rohkost aufgrund mangelnder Lagermöglichkeiten - keine Kühlschränke etc. - und Ungezieferbefall rasch verdarb. Werden Felder und Gemüsebeete mit Tierdung und oft genug auch mit menschlichen Fäkalien gedüngt, gelangten Krankheitskeime an die Pflanzen. Wenn diese Pflanzen dann nur mit verunreinigtem Wasser gewaschen werden können, weil kein unbelastetes zur Verfügung steht - zu den Zeiten, als TCM entstand, die Regel -, dann ist klar, dass Rohkost krank macht. Kochen etc. tötet hingegen Krankheitskeime ab. Daher machte die Regel zu Entstehungszeiten durchaus Sinn. Sie macht auch heute noch teilweise Sinn, weil Gekochtes tatsächlich einfacher zu verdauen ist als Rohkost. Aber sie als absolute Regel zu nehmen, ist im Zeitalter von Kühlschrank und sauberem Wasser unnötig.

    Was ich sagen will: der Zweck solcher Regeln ist es häufig, Krankheiten oder Unwohlsein zu verhindern. Die Regeln waren in der Zeit, in der sie entstanden, tauglich dafür. Dass Menschen dazu tendieren, praktisch begründete Ernährungsregeln in eine philosophischen und/oder religiösen Überbau einzubinden, kann man quer durch die Geschichte und um die ganze Welt beobachten.*
    Wenn aber der ursprüngliche Zweck dieser Regeln auf andere Weise erreicht werden kann (z.B. mit Kühlmethoden oder dadurch, dass wir sauberes Trinkwasser und Mineralwasser haben), macht es nicht unbedingt Sinn, an den Regeln stur festzuhalten.

    *Irgendjemand hat mal den Spruch vom Stapel gelassen: "wer das Essen und die Sexualität ( = die beiden ganz grossen Urbedürfnisse und Triebe) der Menschen kontrolliert ( = reglementiert), der kontrolliert die Menschen".

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  10. Registriert seit
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    AW: Ernährung nach TCM- Was bedeutet das?

    Beim Wasser sagt die TCM, dass durch das Erwärmen das Yang gesteigert würde. Was nun nicht direkt was mit der Hygiene (Abtöten von Keimen etc) zu tun hat, sondern noch eine eigene Beobachtung ist. Die womöglich durchaus auch ihren Wert hat, auch wenn in der westlichen Wissenschaft es kein solches Konzept gibt.

    Diese fremden Konzepte würde ich nun auch nicht automatisch als alter Aberglaube über den Haufen werfen. Womöglich bringt das Erhitzen von Wasser eben schon einen Mehrwert, wer weiss. Auch in Europa 2018, wo gutes Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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