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Thema: Zuckerfrei

  1. Avatar von Horus
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    AW: Zuckerfrei

    Zucker in jeder Form (Lactose, Frucotse...) in Lebensmitteln, in denen er natürlicherweise schon drin ist (Lactose in Milch, Jogurt, Fructose in Früchten ...) würd ich nicht krampfhaft zu meiden versuchen. Das ist ein Riesenkampf um einen sehr kleinen Gewinn - man isst ja normalerweise nicht 2 Kilo Obst pro Tag.

    Wesentlich zielführender ist es, den Zucker nicht zu essen, der unnatürlicherweise in Lebensmitteln drin steckt, also bei der Verarbeitung zugegeben werde. Also zum Beispiel:
    - bei den Jogurts darauf achten, dass der Zuckeranteil nur so hoch ist, wie er natürlicherweise in Kuhmilch ist. Alles, was darüber ist, wurde künstlich zugegeben
    - Wurst ist verzichtbar (in meinen Augen)
    - Bei stärkehaltigen Lebensmitteln (Brot, Nudeln ...) die Vollkornvariante bevorzugen. Komplett verbannen würde ich solche Lebensmittel nicht, auch das ist, je nachdem in überproportionaler Aufwand für nicht viel zusätzlichen Gewinn
    - Süssigkeiten meiden oder höchstens sehr rationiert und bewusst geniessen
    - Fertigprodukte meiden. Dazu gehört z.B. auch fertiges Salatdressing (Essig und hochwertiges Öl auf den Salat und gut ist)
    - keine Süssgetränke! Nein, gar keine! Auch Obstaft ist ein Süssgetränk, ebenso gezuckerter Tee

    Und ganz generell: je weniger verarbeitet Lebensmittel sind, desto geringer ist die Chance, dass irgendwo im Verarbeitungsprozess zusätzlich Zucker zugegeben wurde. Daher selber kochen und auch beim Selberzubereiten einen möglichst geringen Verarbeitungsgrad wählen. Ein Smoothie enthält den Zucker von mehreren Stück Obst hoch konzentriert in einem einzigen Glas und ist sofort runtergekippt, während wohl niemand die gleiche Menge Obst aufs Mal zu sich nehmen würde, wenn es unverarbeitet wäre. Auch die Orange sollte als Orange gegessen werden und nicht als Orangensaft.

    Kontraproduktiv ist es, Lebensmittel komplett zu verbannen. "Nie wieder Brot und Nudeln" - funktioniert meistens nicht viel länger, als die eigene Euphorie anhält und die Halbwertszeit für den Abbau von Euphoriehormonen ist eher kurz.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.
    Geändert von Horus (31.12.2017 um 13:38 Uhr)

  2. Avatar von Spadina
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    AW: Zuckerfrei

    Ich backe mir ein Ei drauf, wenn auf Wurstzutaten 0,5 g Zucker angegeben werden,

    Wenn ich koche, kommt auch mal ne Prisezur Geschmacksabrundung ran. Eben genau das, was zwischen 2 Finger paßt. Irgendwo hört es auch auf... Diese Prise macht auch kein Insulinerdbeben....

    Aber man muß einfach wissen, dass Brot, besonders aus feinem Mehl ,einfache KH sind, selbst wenn man keinen Zucker zugeben würde, der Stoffwechsel nichts anderes damit machen kann, als diese zu Zucker umzuwandeln. Bei Diabetikern muß das beachtet werden. Je mehr Vollkorn, umso langsamer der Anstieg der Zuckerkurve. Und umso ungefährlicher.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  3. Avatar von Alicia7
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    AW: Zuckerfrei

    Ich habe in den ersten Wochen wirklich konsequent versucht allen Zucker zu vermeiden.
    Egal ob zugesetzt oder in von Natur aus „süßen“ Produkten. Aber natürlich habe ich nicht
    auf Milchprodukte wie Naturjoghurt oder auf Obst verzichtet. Aber beim Obst eben lieber
    auf z.B. Beeren als auf eine reife Banane gegriffen. Es war zwar aufwändig, aber
    die Diagnose hat mir dann doch zugesetzt und ich wollte bzw. will nicht als Diabetiker
    enden. Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, dann kann einem Angst und Bange
    werden was da noch so alles auf die Gesellschaft zukommen wird... :-(
    Ich denke um einen Einstieg zu finden und von der Zuckersucht loszukommen ist das
    eine gute Vorgehensweise. Zumindest für mich war der radikale Schnitt besser als hier
    ein bisschen die Augen zudrücken und da ein bisschen Zucker ignorieren.

    Nach den ersten drei Monaten war ich größzügiger und habe nicht mehr umbedingt auf z.B.
    zuckerfrei Wurst geachtet und auch mal Kuchen, Eis, Baguette oder Süßigkeiten gegessen.
    (Ich bin halt schon immer ziemlich auf Süßigkeiten abgefahren und gehöre eher zur Schokoladen-
    als Chips-Fraktion)
    Allerdings esse ich weniger als zuvor. Wenn ich z.B. Kuchen backe reduziere ich Zucker um
    mind. 1/3 bis 1/2 und es ist mir bzw. uns immer noch süß genug. Die herkömmlichen Rezepte
    sind mir zwischenzeitlich viel zu süß und ich mag es durch die weniger intensive Süße auch
    verschiedene andere Geschmacksrichtungen zu schmecken. Es ist für mich sehr angenehm
    wenn nicht alles durch Süße überdeckt wird. Der Geschmacksinn wird viel feiner.

    Ich hatte aufgrund meiner „Großzügigkeit“ teilweise wirklich ein schlechtes Gewissen und ein
    bisschen Angst vor dem neuen Bluttest. Umso erstaunlicher war es dann für mich, dass er so
    gut ausgefallen ist. Das bedeutet für mich nun wieder mehr Freiheiten und ich weiß, dass
    eine moderate Zuckerreduzierung für mich funktioniert. Regelmäßige Bluttests werden jedoch
    weiterhin durchgeführt, um das alles unter Kontrolle zu halten.

    Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass mich großer Zuckerkonsum müde und schlapp macht. Manchmal
    könnte ich danach direkt einschlafen und bin wie erschlagen. Das zeigt mit ebenfalls, dass zuviel
    davon nicht gesund sein kann.
    ************************************************** *********
    Manchmal ist es das Vernünftigste, einfach ein bisschen verrückt zu sein!


  4. Registriert seit
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    13.050

    AW: Zuckerfrei

    Ich habe letztes Jahr damit angefangen, weil ich mich nicht mehr wohl in meinem Körper gefühlt habe. Seitdem meide ich Fertigprodukte und den normalen Haushaltszucker. Bei mir gibt es Rohrzucker und Xylit, das ist Birkenzucker.
    Bei den Süßigkeiten habe ich mich nur anfangs schwer getan. Mittlerweile sind mir die meisten Sachen erheblich zu süß, so dass ich sie nicht essen will.
    Ich koche wieder mehr, vor allem Gemüse. Das tut mir gut, ich fühle mich fitter, auch wenn die Waage kaum verlorene Kilo anzeigt.
    Weizen meide ich seit einigen Tage auch konsequent und bevorzuge Dinkelprodukte. Ich habe Nudeln aus Emmer probiert, die ich mit dem gleichen Genuss gegessen habe wie sonstige Nudeln. Der Effekt nach dem Essen war bemerkenswert: Ich habe kein Völlegefühl mehr gehabt und war über Stunden satt. Den einzigen Nachteil, den ich dabei habe: Es kostet etwas mehr.
    Beim Backen und für Süßspeisen nehme ich seit Jahren nur ein Drittel der empfohlenen Zuckermenge. Das reicht für die Süße vollkommen aus und ist mit Rohrzucker und oder Birkenzucker genauso gut durchzuführen.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)


  5. Registriert seit
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    AW: Zuckerfrei

    Ich werde auch versuchen, überflüssigen Zucker zu meiden. Besonderns stolz bin ich darauf, dass ich gestern und heute meinen Kaffee ohne Zucker getrunken hab. Ist sehr ungewohnt für mich, aber ich glaube, ich gewöhne mich dran. Netter Nebeneffekt ist, dass ich so wahrscheinlich insgesamt weniger Kaffee trinken werde, was bei meiner Endometriose ja auch nicht schlecht ist.
    ~Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke~


    ~Die reinste Form von Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert ~

    ~Wenn du etwas willst, was du noch nie hattest, musst du etwas tun, was du noch nie getan hast~

    ~Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht ~


    ~Ich habe zwar keine Lösung, bewundere aber das Problem~

  6. Moderation
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    AW: Zuckerfrei

    Ich habe mir mit 25 aus schlechtem Grund von einem Tag auf den anderen den Zucker im Tee abgewöhnt. Von 2 Teelöffeln pro Tasse auf Null, und ich habe im Schnitt 12 Tassen Tee am Tag getrunken.

    Liste aller Effekte:
    1) Die Teeflecken auf dem Tisch waren nicht mehr klebrig.
    2) Teetrinken wurde weniger aufwendig
    3) Habe im Jahr statt etwa 45 Kilo Zucker nur noch etwa 2 Kilo die Treppen hochschleppen müssen.

    Aus diesen Gründen war es eine hervorragende Sache, mit dem Zucker im Tee aufzuhören, es hat die Lebensqualität wirklich verbessert. So der ganz großen Gesundheitsschlag war das jetzt aber nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Zuckerfrei

    Vor einigen Jahren habe ich auch etwa 18 Monate mit so wenig Zucker wie möglichg gelebt, weil ich beim Essen gern abwechsle: Erst was Pikantes, dann wieder was Süßes, dann wieder was Salziges usw. Um das zu durchbrechen, habe ich von einem Tag auf den anderen aufgehört, vermeidbaren Zucker zu essen: Keine Süßigkeiten, kein Zucker in Tee/Kaffee, keine fertigen Joghurts, keine Marmelade/Honig, kein Obst. Ich habe einfach aufgehört, die Geschmacksrichtung "süß" zu mir zu nehmen. Dadurch habe ich mich an Pikantem satt gegessen, und wenn ich satt war, hat mich der Geschmack gelangweilt, so dass ichvon selbst aufgehört hab zu essen.
    Den Zucker in pikantem Essen habe ich verschmerzt, allerdings konsequent die Vollkornvarianten gegessen.

    Zu einem guten Teil hab ich das beibehalten, allein die Süßigkeiten und ab und zu mal Obst haben sich eingeschlichen. Und zu besonderen Gelegenheiten (Brunch o.ä.) ein weißes Brötchen mit Nutella.

    Vor einiger Zeit sah ich eine Reportage zu den Thema. Dort wurde gesagt, eine gute Richtlinie ist: Alles was bis zu 5% Zucker enthält, ist okay, alles andere weglassen. Das kann man wirklich gut von den Verpackungen ablesen. Bei Obst muss man sich halt informieren.


  8. Registriert seit
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    AW: Zuckerfrei

    Ich habe es 2017 ebenfalls geschafft, meinen Zuckerkonsum erheblich zu reduzieren. Dabei ging es "nur" um Süßigkeiten und Zucker/Honig in Tee und Kaffee. Es war eine harte Nummer für mich. Geschafft habe ich es, indem ich mir sagte: "so wenig Zucker wie möglich". Sowas wie "ab jetzt verzichte ich auf Zucker" funktioniert bei mir nicht, das weiß ich aus jahrelanger Erfahrung.
    Schöner Nebeneffekt: Die zwei Kilos, die ich immer als zu viel betrachtet habe, sind verschwunden. Klingt nicht viel, aber ich fühle es deutlich.

  9. Avatar von Henne65
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    AW: Zuckerfrei

    hallo zusammen, ich versuche auch seit gestern auf zucker zu verzichten, einfach ist das nicht...

    aber ich lese hier mal genauer rein, vielleicht erlange ich ja noch weisheiten, die mir helfen
    Auch in diesem Jahr unterstütze ich von Herzen gern eine Spendenaktion der farbfreudigen Kuh .

    Tanzen ist Träumen mit den Beinen. (Herwig Mitteregger)

    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

  10. Inaktiver User

    AW: Zuckerfrei

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Kontraproduktiv ist es, Lebensmittel komplett zu verbannen. "Nie wieder Brot und Nudeln" - funktioniert meistens nicht viel länger, als die eigene Euphorie anhält und die Halbwertszeit für den Abbau von Euphoriehormonen ist eher kurz.
    Bei mir funktioniert das seit über drei Jahren. Keine Nudeln. Kein Brot. Keine Kartoffeln. Keine Süssigkeiten. Ich backe selbst "Brot", das aber nicht aus Getreide besteht, selten Kuchen oder Kekse. Ich habe sogar Nudeln und Reis im Haus, weil mein Hund das ab und zu als Beikost bekommt. Interessiert mich absolut nicht. Ich kriege auch keine Zustände, wenn ich an den Bäckerei-Theken vorbei gehe oder sehe, wie jemand ein Stück Kuchen isst.

    Alles eine Frage der inneren Einstellung. Will man wirklich etwas ändern, dann setzt man es auch um.

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