Ich versuche mal den Bericht wiederzufinden, ist Jahre her, dass ich das gelesen habe. Ich weiss noch, dass es gemessen wurde und das zähle ich sehr wohl als Beleg.
Das ist aber nicht ausschlaggebend, andere Lebwesen haben eben andere Ausdrucksformen.
Mich stört nur die Doppelmoral: Tiere tötet man nicht, weil sie Lebenwesen sind, bei Pfanzen spielt das aber plötzlich keine Rolle mehr.
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Thema: Vegetarier werden?
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13.09.2014, 17:10
AW: Vegetarier werden?
Behindert ist man nicht, behindert wird man.
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13.09.2014, 17:15Inaktiver User
AW: Vegetarier werden?
Das hat für mich mit Doppelmoral rein gar nichts zu tun und irgendwas müssen wir ja essen.
Aber ganz sicher keine Tiere aus Massentierhaltung für 99 Cent pro 100 Gramm Fleisch.
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13.09.2014, 19:09
AW: Vegetarier werden?
Für eine tierische Ernährung müssen aber wesentlich mehr Ressourcen verbraucht werden als für pflanzliche. Es müssen zB zig "schreiende Bäume" (wie du sagst) umgesägt werden um Futtergetreide für Nutztiere anzubauen. Vom anfallenden Abfall und vom Wasserverbrauch gar nicht zu reden. Für 100 Gemüsekalorien müssen wesentlich weniger Pflanzen leiden (ob sie das tun sei dahingestellt) als für 100 Fleisch- oder Milchkalorien. Und eben kein Tier.
Tofu, Seitan und Co sind traditionelle Lebensmittel, die durchaus sehr schmackhaft zubereitet werden können. Dass sie im Westen als Fleischersatz vermarktet werden, bedeutet nicht, dass es sich um neumodische Fleischimitate handelt, deren Zweck ist, wie Fleisch auszusehen/zu reagieren/zu schmecken.
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13.09.2014, 20:48
AW: Vegetarier werden?
Ich schrieb ja auch nur, dass ich nicht damit zurecht komme. Ich brauche auch kein Fleischersatz. Wenn ich Fleisch essen will, esse ich welches
Hier sind es aber keine tradionellen Lebensmittel, sondern werden von den meisten als Fleischersatz verwendet.
Und von wegen "können sehr schmackhaft zubereitet werden": das ist ja wie bei meinem Beispiel mit der Currywurst. Ich mag eigentlich diese Wurst nicht, aber mit Currysauce finde ich es schmackhaft, sprich die Wurst kann durch Zugabe von Gewürzen schmackhaft zubereitet werden.
Tja, und als mir das klar wurde, brauchte ich keine Wurst mehr. Ich ersetze nun aber doch nicht die Wurst durch Tofu
, das wäre Quatsch, denn den mag ich nämlich auch nicht.
Wenn du Tofu magst, ist das ja kein Problem.
Geändert von Tabitha (13.09.2014 um 21:06 Uhr)
Behindert ist man nicht, behindert wird man.
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13.09.2014, 20:55
AW: Vegetarier werden?
Schon klar, ich wollte nur festhalten, dass es eben im Grunde kein Fleischersatz ist - und wenn man Tofu und Co aber so behandelt, und anschließend an Fleisch denkend verkostet, ist es wenig erstaunlich, wenn das Resultat enttäuscht.
Genauso wie die von dir genannte Doppelmoral in Wirklichkeit keine ist, weil Pflanzen sich nicht von anderen Pflanzen ernähren müssen um anschließend von uns verzehrt zu werden.
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13.09.2014, 21:19
AW: Vegetarier werden?
Die Doppelmoral bezog sich auf die Einstellung der Vegetarier, das man Tiere nicht essen soll, weil es Lebewesen sind, für Pflanzen gilt das aber dann plötzlich nicht. Ich halte das Argument für heuchlerisch.
Oder soll das jetzt `ne Aufrechnung werden, wer wieviel Leben für sein Leben verbraucht?
So friedlich sind ja auch Pflanzen nicht, da wird nur mit anderen Methoden gekämpft.Behindert ist man nicht, behindert wird man.
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13.09.2014, 21:27
AW: Vegetarier werden?
Jetzt ist bei der Diskussion aber mein Tipp an die TE untergegangen.
Also mal analysieren, sich bewusst machen: was mag ich eigentlich an Fleisch? Istdas wirklich das Felsich (ohne alles) oder die Zubereitung mit Saucen, Gewürzen etc. Käse kann man z.B. auch grillen und dann die Barbecuesauce dazutun.
Und der zweite Tipp war sich über die asiatische Küche anzunähern, denn da gibt es sehr viele vegtarische Rezepte (vorausgesetzt sie mag asiatisch).Geändert von Tabitha (14.09.2014 um 17:07 Uhr)
Behindert ist man nicht, behindert wird man.
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13.09.2014, 21:50
AW: Vegetarier werden?
Nochmal: Wer nicht will, dass Lebewesen für die eigene Nahrung getötet werden, muss sich anorganisch ernähren. Das führt über kurz oder lang zum Tod.
Wer will, dass so wenige wie möglich Lebewesen für die eigene Nahrung getötet werden - also Pflanzen und Tiere und Pilze eingeschlossen - isst nicht-tierisch. Das ist keine Meinung, sondern vielfach belegt.
Wo ist da die Heuchelei?
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13.09.2014, 22:03
AW: Vegetarier werden?
Nachtrag:
Ein paar Worte der Biologin Jenny Teufel (Hervorhebungen von mir):
Die Herstellung von Lebensmitteln verbraucht Energie – das gilt für pflanzliche und tierische Produkte gleichermaßen. Meist stammt die Energie aus endlichen Quellen wie Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle. Die Produktion tierischer Nahrung benötigt jedoch um ein Vielfaches mehr an Energie als die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel. Denn ein Kilogramm Futter wird nicht 1:1 in ein Kilogramm Fleisch, Milch oder Eier umgewandelt, sondern auch in Körperwärme und Bewegung. So werden im Durchschnitt für die Herstellung von einem Gramm tierischem Protein zehn Gramm pflanzliches Protein benötigt.
Nach Angaben von Steinfeld et al. (2006) dienen rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen weltweit der Viehhaltung. Tierische Nahrungsmittel tragen jedoch nur mit 17 Prozent zur weltweiten Nahrungsversorgung bei (FAOSTAT 2006). Laut Welternährungsorganisation FAO belegt der Futtermittelanbau mehr als ein Drittel der weltweiten Ackerflächen. Um Fleisch, Milchprodukte und Eier zu erzeugen, wird demnach über ein Drittel der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert. Dabei könnte das Getreide die Menschen auch direkt ernähren! Aus energetischer Sicht ist die Umwandlung von Getreide in tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier höchst ineffizient und verschwendet unsere knappen Ressourcen.
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13.09.2014, 22:13
AW: Vegetarier werden?
Geht mir auch so. Nach weit über 20 Jahren als Vegetarierin esse ich zur Zeit ab und zu Fleisch aus artgerehcter Haltung bzw. geschossenes Wild. Ich bin jedoch da auch wieder auf dem Weg zum völligen Fleischverzicht, weil auch mich die "glückliche" Haltung belastet.
Nun sind aber diese Tierrassen auf dem Bauernhof (gibt es den "Bauernhof" noch oder ist er längst durch Mast- und Milchfabriken ersetzt?) manmade. Es sind Hochleistungsrassen, die ohne menschliches (profitgesteuertes) Zutun niemals entstanden wären. "Draußen" hätte Tante Evolution die Turbokuh mit der Wahnsinnsmilchleistung und ihrem am Boden schleifeden Euter, die ratzfatz eine böse Mastitis hat, wenn sie einmal nicht gemolken wird, umgehend sterben lassen. Wenn diese Kuh als Mutation denn aufgetreten wäre.
Auch die hochgezüchteten armen Schweine mit einer Rippe mehr (= ein Kotelett pro Seite mehr zum verkaufen), mit labilem Kreislauf, miserabler Qualität des Herzmuskels könnten draußen nicht überleben. Es gäbe sie aber auch nicht, hätte der gierige Mensch nicht mit Hilfe großzügiger Subventionen reingepfuscht.
So gesehen wäre es kein evolutionstechnischer Verlust, wenn untaugliche Arten keine Vermehrungschancen hätten und aussterben würden.
Normale, überlebensfähige Schweine- und Rinderrassen gibt es genug.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin


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