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    Ernährung umstellen

    Hallo allgemein,

    nach einem Fernsehbericht neulich auf arte habe ich (mal wieder) den Entschluß gefasst, meine Ernährung auf "Bio" umzustellen.

    Ich dachte dabei an einen Grundsockel aus Gemüse und Obst, Brot und Milchprodukte, Nudeln und Reis. Unter ferner liefen auch Wurst und Fleisch. Nun meine Fragen: Wieviel teurer wird das Ganze? Wieviel gesünder sind Lebensmittel aus dem Biofachgeschäft? Worauf muß ich achten? Und: Was kann ich tun, um nicht wieder in alte Gewohnheiten zu kippen?

    Ich danke vorab für alle Antworten!
    Die Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...

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    AW: Ernährung umstellen

    Zitat Zitat von Grundelrosa Beitrag anzeigen
    Nun meine Fragen: Wieviel teurer wird das Ganze?
    Das kann dir keiner beantworten, denn es kommt auf deine Einkaufsquellen an und wie sehr bio es sein soll.

    Bio hat eine große Bandbreite, von EU-Bio bis hin zu Naturland und Demeter, die die reinste Form von Bio anbieten. EU-Bio gibt es in den Discounter und normalen Lebensmittelmärkten, für Bioland und Demeter braucht man dann schon einen Bioladen. Entsprechend sind dann auch die Preise. EU-Bio bekommst du für einen relativ kleinen Aufschlag, bei Demeter-Qualität musst du schon tief in die Tasche greifen, wenn man den Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln zieht.
    Zitat Zitat von Grundelrosa Beitrag anzeigen
    Wieviel gesünder sind Lebensmittel aus dem Biofachgeschäft?
    Das kann man auch nicht global beantworten. Wenn du regional kaufst und weißt, dass dieser Landwirt/Gärtner nur mäßig düngt und spritzt oder sogar mit Nützlingen arbeitet, dann ist der Unterschied vielleicht gar nicht gravierend. Bei den meisten Produkten aus dem Supermarkt bist du allerdings völlig ahnungslos, ob die Ware belastet ist oder nicht.

    Man erfährt immer erst hinterher aus der Presse, welche Paprika, Erdbeeren oder Weintrauben (meist aus anderen Ländern – nicht so sehr deutsche Ware) gerade mal wieder über Limit mit Pestizid behandelt war. Bei Bio kannst du generell davon ausgehen, dass du ungespritze/unbehandelte Ware bekommst. Ausrutscher wird es hier auch geben, aber die sind definitiv selten.
    Zitat Zitat von Grundelrosa Beitrag anzeigen
    Und: Was kann ich tun, um nicht wieder in alte Gewohnheiten zu kippen?
    Du musst nicht auf Teufel komm raus komplett bio werden. Fang doch mit den Produkten an, die dir besonders am Herzen liegen, wie beispielsweise Obst, Gemüse oder Milchprodukte. Wenn das dein Geldbeutel gut verträgt, kannst du das ja ausweiten.

    Bei mir hat es Jahre gedauert (auch mangels Einkaufsquellen) bis ich von ein bisschen bio auf überwiegend bio umgestiegen bin. Mit der Zeit bin ich dann immer anspruchsvoller geworden, was meine Nahrung angeht und mittlerweile bin ich auch abstinent von allen Zusatzstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern, womit automatisch 90 Prozent vom Supermarkt für mich uninteressant geworden ist.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Ernährung umstellen

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Bio hat eine große Bandbreite, von EU-Bio bis hin zu Naturland und Demeter, die die reinste Form von Bio anbieten. EU-Bio gibt es in den Discounter und normalen Lebensmittelmärkten, für Bioland und Demeter braucht man dann schon einen Bioladen. Entsprechend sind dann auch die Preise. EU-Bio bekommst du für einen relativ kleinen Aufschlag, bei Demeter-Qualität musst du schon tief in die Tasche greifen, wenn man den Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln zieht.

    Das kann man auch nicht global beantworten. Wenn du regional kaufst und weißt, dass dieser Landwirt/Gärtner nur mäßig düngt und spritzt oder sogar mit Nützlingen arbeitet, dann ist der Unterschied vielleicht gar nicht gravierend. Bei den meisten Produkten aus dem Supermarkt bist du allerdings völlig ahnungslos, ob die Ware belastet ist oder nicht.

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    Du musst nicht auf Teufel komm raus komplett bio werden. Fang doch mit den Produkten an, die dir besonders am Herzen liegen, wie beispielsweise Obst, Gemüse oder Milchprodukte. Wenn das dein Geldbeutel gut verträgt, kannst du das ja ausweiten.

    Bei mir hat es Jahre gedauert (auch mangels Einkaufsquellen) bis ich von ein bisschen bio auf überwiegend bio umgestiegen bin. Mit der Zeit bin ich dann immer anspruchsvoller geworden, was meine Nahrung angeht und mittlerweile bin ich auch abstinent von allen Zusatzstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern, womit automatisch 90 Prozent vom Supermarkt für mich uninteressant geworden ist.
    Mir ist es ganz wichtig, und so habe ich auch angefangen, dass ich meine Gewürze und Kräuter alle in Bio gekauft habe. Konventionelle Gewürze sind sehr, sehr hoch mit Pestiziden und Insektiziden belastet.

    Gleichzeitig habe ich alle Produkte mit Geschmacksverstärkern, Farb- und Konservierungsstoffen, künstlichen und naturidentischen Aromen in den entsorgt. Ich kaufe eigentlich fast nur noch Rohstoffe.

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    AW: Ernährung umstellen

    Hallo,
    ich bin schon seit Jahre dabei, einen Teil in Bio zu kaufen, aber eben nicht alles. Z.B.Weißkraut, Wirsing Kartoffeln und Gurken kaufe ich noch traditionell (aus heimischer Produktion), ich gehe da nach Gefühl und Erfahrung. Z.B.Orangen, Petersilie, Paprika und Kohlräbchen und auch Salate, Beeren esse ich nur aus Bio-Produktion. Ob es ausreicht, die Presse zu verfolgen, darüber bin ich mir auch sehr im Unklaren, meist ist es dann schon lange passiert, wenn man über schwer belastetes
    Gemüse etc. liest.
    So nun habe ich diese Strang abonniert, das Thema interessiert mich sehr.
    Schönen Sonntag wünscht chaoti
    Sich selbst treu bleiben, dem anderen gegenüber gütig!

  5. gesperrt

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    AW: Ernährung umstellen

    ich kaufe, wenn möglich, bio. es gibt ein paar ausnahmen da, wo ich kaum unterschiede vermute....bsp fallen mir ad hoc nicht grad ein: zuchtchampignons etwa

    teurer? nach meinen beobachtungen in den kassenschlangen sind in den biofreien wägen im allgmeinen öfter convenienceprodukte bzw. überhaupt junkfood, das wiegt die geringe preisdifferenz zu den bioprodukten um ein vielfaches auf.

    wie schon gesagt: fang langsam an. den geschmacksunterschied finde ich h z.b. bei karotten eklatant (geschmacklos vs. würzig-süß); natürlich auch bei anderen produkten. möglicherweise empfindet das nicht so, wer bisher konventionelles futter gewöhnt war

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    AW: Ernährung umstellen

    Da ich auch bio koche habe ich wohl mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten die beste Wahl.Wenn man die Möglichkeit und die Zeit hat dann ist das sehr sicher weil man eben erntet was man aussetzt.Danach muß man allerdings komplett umdenken weil man das nehmen muß was gerade reif ist und damit ist eine gewisse Auswahl nicht mehr möglich.Aber ich nehme es wie es ist und hab mich daran gewöhnt.Wir hatten heuer vom April bis jetzt(da habe ich auch noch ein paar Krautköpfe im Garten)die gesamte Gemüse und Salatmenge für vier Erwachsene und ein Kleinkind,dazu noch 80Prozent des benötigten Obstes.Bin selber erstaunt,denn ich habe bloss zwei grössere Hochbeete und ein normales Gartenbeet,dazu einige Obststräucher und Obstbäume,also einen eher kleinen Garten.

  7. Inaktiver User

    AW: Ernährung umstellen

    Hallo,
    wenn Du Bio-Gemüse und Bio-Obst aus regionaler Herkunft kaufst kannst Du überhaupt nichts falsch machen. Es wird auf den Märkten das angeboten was gerade wächst und was es gerade gibt. Bio- Fleischprodukte kann man oft ganz gut direkt am Bauernhof (Hofladen)kaufen, und wenn man nicht jeden Tag Fleisch isst, wird es auch nicht teurer sein und man unterstützt dabei auch nicht die Grossmastbetriebe, die ja reinste Tierquälerei sind.
    Wenn man viel Fertiggerichte kauft oder auch viel in Gaststätten isst gibt man wesentlich mehr Geld für viel weniger Qualität aus. Man muß auch nicht im Winter Erdbeeren oder Spargel essen. Mehr Zeit muß man fürs Kochen schon einplanen, es ist etwas aufwendiger alles selbst frisch zuzubereiten, aber dafür schmeckt es auch viel besser und ist wesentlich gesünder.
    Wir ernähren uns schon seit sehr langer Zeit fast nur mit Bioprodukten und ich könnte es mir anders gar nicht mehr vorstellen.

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    AW: Ernährung umstellen

    Meiner Ansicht ist es ein wenig schwierig sowohl Bio als auch aus regionaler Herkunft einzukaufen.
    Das kommt natürlich darauf an, wo man wohnt. Bei uns kann man gut sortiert aus regionaler Herkunft kaufen, man kann auch Bio kaufen, aber für diese Ware aus regionaler Herkunft ist das Angebot nicht besonders groß.
    Ich habe in diesem Jahr erstmals ein Gemüsebeet angepflanzt, und zwar Mangold, obwohl ich während der
    Trockenperiode täglich gegossen habe, war der Ertrag sehr gering, ich glaube für die Kosten des Samens hätte ich auch soviel im Bio-Laden kaufen können, aber vielleicht lag das an der Bodenbeschaffenheit und eben am Klima.
    Sich selbst treu bleiben, dem anderen gegenüber gütig!

  9. gesperrt

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    AW: Ernährung umstellen

    kann sein - aber noch ist auch nicht aller ernte ende: gerade mangold ist winterfest. je nach temperatur und wetter wächst er im winter weiter (bis zur erntereife) und-oder kommt im frühling wieder

    außerdem vermeide ich die cent-vergleiche: alles eingerechnet mag der eigenanbau tatsächlich teurer als massenproduktion sein. unbezahlbar sind aber frische, geschmack und das wissen, dass da nix dran ist/war, nicht mal fremde Hände.

    meine götter, wir geben in anderen bereichen (kleidung, kosmetika, auto....) so viel mehr geld aus...

  10. gesperrt

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    AW: Ernährung umstellen

    Wichtig ist mir Bio besonders bei Ölen und Fetten - also konkret, Butter und Olivenöl. Da geb ich auch gerne deutlich mehr für gute Qualität aus, meine Butter kostet locker das drei- oder sogar vierfache der billigsten Butter im Sortiment. Aber macht nichts, das ist es mir wert.

    Ansonsten gehe ich nach Geschmack, da ist tatsächlich Bio häufig besser als nicht-Bio. Allerdings nicht immer: in Frankreich gibt's meist dieses EU-Bio, das nicht besonders viel wert ist, andererseits aber auch die "artisanale"-Produkte nach alten Traditionen, die meist kein Biosiegel haben, aber dafür exzellente Qualität. In der Schweiz hingegen ist relativ zuverlässig Bio geschmacklich besser und nährender als nicht-bio, und auch in Supermärkten sind die Bio-Standards relativ hoch.

    Brot hole ich grundsätzlich beim Bäcker, weil ich bisher noch keinen Supermarkt kennen gelernt habe, der wirklich gutes Brot hat. Da ist Handarbeit einfach nicht zu schlagen.

    und ansonsten probiere ich immer gern neue Produkte aus, auch immer wieder mal (so alle paar Monate) extra ein hoch industrielles Fertigprodukt: ich stelle fest, das künstliche Zeugs kann ich je länger je weniger ab. Das schmeckt einfach scheusslich, spätestens nach dem dritten oder vierten Bissen.

    grüsse, barbara

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