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    Inhaltsstoff Alkohol bei Süßigkeit

    Hallo,

    habe mir letzte Woche eine Packung Milka Tender gekauft und erst später mal einen genauen Blick auf die Zutatenliste geworfen und da steht doch tatsächlich: Alkohol (zur Verbesserung der Haltbarkeit). Ich bin ziemlich überrascht gewesen und weiß erstmal gar nicht, wie ich das einschätzen soll. Ich trinke generell fast keinen Alkohol, weil mir das nicht schmeckt.
    Wie findet Ihr das und wie schätzt Ihr die Menge ein? Immerhin ist das nicht deklariert als Praline. Anders gefragt: kann ich das bedenkenlos essen und anschließend ins Auto steigen (o.k, ich bin vielleicht über- vorsichtig, möchte aber sicher gehen)?

    Liebe Grüße
    Barpappa

  2. Inaktiver User

    AW: Inhaltsstoff Alkohol bei Süßigkeit

    Hi,

    Alkohol ist u.a. auch häufig in Marzipan, Tomatenketchup und Marmelade enthalten - häufig ohne Kennzeichnung. Es gibt keine Kennzeichnungspflicht bei lose verkauften Lebensmitteln, Schokoladenprodukten, Restaurants und Kantinen. Die Verbrauchzentralen sind schon dabei, eine Kennzeichnungspflicht zu fordern bzw. den Alkohol aus den Produkten zu "verbannen", die auch Kinder essen (Lebensmittel mit bis zu 1,2% Alkohol dürfen ohne Kennzeichnung zugesetzt werden).
    In Milka Tender sind z.B. 7,7 g Alkohol pro kg enthalten.

    Also wenn Du gar keinen Alkohol magst, studiere am besten vor dem Kauf genau die Zutatenliste bzw. schreib den Hersteller an und frage nach, ob welcher enthalten ist.

  3. Moderation

    User Info Menu

    AW: Inhaltsstoff Alkohol bei Süßigkeit

    Lebensmittel für Kinder sollten keinen Alkohol enthalten, damit sich der Nachwuchs nicht an den Alkoholgeschmack gewöhnt.

    Nicht nur in Torten, Pralinen und pikanten Fertiggerichten steckt Alkohol, auch zahlreiche Süßigkeiten, zu denen Kinder gerne greifen, sind davon betroffen. Besonders in cremigen Schnitten, kuchenähnlichen Snacks und Pralinen findet sich die hochprozentige Zutat. Der Alkohol soll den Geschmack der Produkte aufwerten und für eine bessere Haltbarkeit sorgen. In einigen Lebensmitteln ist Alkohol auch von Natur aus enthalten: Kefir, naturtrübe Fruchtsäfte oder Essig können bis zu 0,5 % Alkohol aufweisen. Die Süßwarenindustrie rechtfertigt den hochprozentigen Zusatz mit der leichten Verderblichkeit ihrer süßen Riegel. Wird Alkohol als Konservierungsmittel zugesetzt, muss er gemäß der Lebensmittel- Kennzeichnungsverordnung auf der Verpackung angegeben sein. Anders verhält es sich jedoch, wenn Alkohol als Lösemittel für Aromen und Fruchtauszüge verwendet wird. Bei Produkten mit diesen Zusätzen muss er nicht auf der Zutatenliste erscheinen.

    Vertreter der Süßwarenindustrie halten die geringen Alkoholmengen in ihren Schnitten und Riegeln für unbedenklich. Schließlich würden Kinder auch Fruchtsäfte trinken, die Spuren von Alkohol enthalten können.

    Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund dagegen spricht sich strikt gegen Alkohol in Speisen für Kinder und Jugendliche aus. Der Nachwuchs sollte auf keinen Fall an den Geruch und Geschmack von Alkohol gewöhnt werden, der bei vielen Süßigkeiten - anders als beim Saft - deutlich zu riechen und zu schmecken sei. Die Schwelle für die Wahrnehmung von Alkohol wird zwischen 0,2 und 0,5 % angesiedelt. Eine vom Öko-Test-Magazin in Auftrag gegebene Untersuchung von 16 Schokoriegeln und Waffelschnitten ergab, dass die Hälfte der Süßigkeiten Alkoholmengen von 0,18 bis 0,69 % enthielt. Ob diese Konzentrationen gesundheitlich bedenklich sind und was sie im kindlichen Stoffwechsel bewirken ist noch ungeklärt.

    Die Verbraucher-Zentralen warnen ebenfalls vor den alkoholhaltigen Süßigkeiten, da sich Kinder schleichend an den Geschmack gewöhnen können und die Hemmschwelle "richtigen" Alkohol auszuprobieren, herabgesetzt wird. Sie kritisieren die lückenhafte Deklaration und fordern eine generelle Kennzeichnung des Alkoholgehaltes von Lebensmitteln.

    Dass es auch ohne Alkohol geht, zeigen die vielen alkoholfreien Produkte auf dem Markt. Wer ganz sicher gehen will, sollte auf Süßes mit Aromastoffen und Fruchtzubereitungen verzichten und auf naturbelassene Zutaten achten.
    Quelle: wewewe.geryshu.com/index.php?option=com_content&task=view&id=206&Item id=2
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    (George R. R. Martin)

    Moderation von:
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