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  1. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    Heute abend wird das Purim-Fest gefeiert.

    Das jüdische Purimfest (פורים Purim von hebräisch Pur, Los, ursprünglich vom akkadischen Wort pūru; jiddisch Purim oder Pirem) wird am 14. (in Städten, die zur Zeit des Propheten Jehoshua eine feste Stadtmauer hatten – heute gilt dies nur für Jerusalem – am 15.) des Monats Adar (Februar/März) des Jüdischen Kalenders gefeiert. Es ist auch bekannt unter dem Namen Schuschan Purim. In jüdischen Schaltjahren wird der Adar verdoppelt; Purim findet in diesem Fall im Adar II statt.

    Purim ist ein Fest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert. Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei. In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, bei dem es meist nicht übermäßig ernst zugeht; der ganze Ablauf zielt auf Freude. Dabei wird auch die Festrolle des Buches Ester vorgelesen. Immer wenn der Name Haman fällt, soll von den anwesenden Kindern so viel Krach wie möglich mit Tuten und Rasseln gemacht werden. Dies beruht auf dem Befehl Gottes, den Namen Amaleks, Hamans Vorfahren, zu löschen, nachdem Amalek Israel auf dem Weg zum versprochenen Land behindert hat. Sein Name wurde zum Symbol der Judenfeindschaft für alle Zeiten.

  2. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    In Heidelberg ist das Stolpersteine-Projekt heute im Kulturausschuss und am 19. März 2008 (in einer Woche) im Gemeinderat; die Stadtverwaltung steht dem Projekt distanziert gegenüber:

    Gegenüber der Information, die der Gemeinderat am 8. November 2006 zur Kenntnis genommen hat (Drucksache 0097/2006/IV), gibt es bis heute keinen neuen Sachstand. Berichtet wurde über die Fachkonferenz „Erinnern“ vom 14. Juni 2006, in der die Verwaltung sich Rat von Fachverbänden und Fachleuten geholt hatte. Im Ergebnis wurde die Stadt Heidelberg einmütig gebeten, das Projekt „Stolpersteine“ weder aufzugreifen noch in anderer Weise zu unterstützen. In Ergänzung dazu hat Herr Konrad Müller, der auf der Fachkonferenz den Förderverein „Begegnung“ vertreten hatte, im vergangenen Jahr bei verschiedenen Gelegenheiten aus Heidelberg stammende Juden nach ihrer Haltung befragt und übereinstimmend ablehnende Antworten erhalten. Aufgrund dieses Sachverhalts wird die Stadtverwaltung auch in Zukunft das Projekt „Stolpersteine“ nicht unterstützen.
    Quelle: Drucksache: 0002/2009/IV_JGR vom 13.01.2009

    Mir scheint, dass dies unter den in erster Linie Betroffenen die Stimmungslage nicht zutreffend wiedergibt.
    Geändert von Inaktiver User (12.03.2009 um 17:52 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    Am 19. März 2009 war das Stolpersteine-Projekt im Heidelberger Gemeinderat:

    Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für eine „Allgemeine Kultur des Erinnerns“ zu erarbeiten, das allen Opfern und Ihren Angehörigen in ausreichender Form gerecht wird. Im Rahmen von entsprechender Öffentlichkeit können sich die Angehörigen bei der Stadtverwaltung melden und sich dann an dem Prozess zur Erarbeitung des Konzeptes beteiligen. Das Projekt „Stolpersteine“ sollte nur dann umgesetzt werden, wenn die entsprechenden betroffenen Gruppen in der Stadt dies unterstützen. Das Konzept ist bis Oktober vorzulegen.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2009 um 17:48 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    In Bremen waren es mit Stand 12.12.08 328 Stolpersteine.

  5. User Info Menu

    AW: "Stolpersteine"

    in mönchengladbach sind 177 stolpersteine verlegt.
    stand dezember 2008
    Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
    Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...


    Am 13.juli 2013 hab ich nach
    6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
    Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag

  6. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    Vorgestern war ich im Jüdischen Museum in Berlin.

    Zum einen ja ein beeindruckender Museumsbau von Daniel Libeskind. Da die Zeit begrenzt war, beschränkt ich mich auf den Museumsbau und auf die Dauerausstellung.

    Das Jüdische Museum Berlin bietet seinen Besuchern eine Reise durch zweitausend Jahre deutsch-jüdische Geschichte. In Bildern und Texten, mit Kunst- und Alltagsgegenständen, Medienstationen und interaktiven Elementen erzählt die historische Dauerausstellung von jüdischer Kultur in Deutschland und der schwierigen Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden.
    Beeindruckend etwa schon die Achse der Kontinuität und des Exils. Und die Geschichte war überwiegend ja eine des friedlichen Miteinanders. Wunderbare Dokumente. Etwa auch zur jüdischen Aufklärung.

    Für mich aber immer wieder bedrückend auch die dunklen Seiten, die ich in Berlin als Nichtberliner vielleicht besonders wahrnehme. Es fängt ja schon damit an, dass wir heute jüdische Einrichtungen unter Polizeischutz stellen müssen.

    Auf dem Rückweg zurück zur U-Bahnstation Hallesches Tor "stolperte" ich. Es war der Lackmustest, wie es heute klugscheißerisch verbrämt ja immer ausgedrückt wird: Im Gehweg sah ich einen Stolperstein, ein wenig an der Seite verlegt, nicht in dem Bereich, wo die Massen laufen. Für mich der Beweis, dass nur diejenigen das Andenken mit Füßen treten, die blind sind oder nicht sehen wollen.

  7. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    "Am Mittwoch setzte der Künstler Gunter Demnig seine Aktion "Stolpersteine" in Lübeck fort. Rund 60 Gedenksteine erinnern jetzt in der Stadt an Vertreibung und Vernichtung in der Nazizeit."

    Lübeck, HL-live.de - Weitere Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

  8. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    In meiner Stadt gibt es eine Initiative und es gab im Stadtparlament wohl ausnahmsweise mal Einigkeit....

    Grüße FrauE.

  9. Inaktiver User

    AW: "Stolpersteine"

    Herr Demning ist in Bremen sehr fleißig - jetzt sind es (per 30.04.09) schon 355 dieser Steine.

    Man kann eine Patenschaft übernehmen, die kostet pro Stein derzeit 95 Euro!

  10. User Info Menu

    AW: "Stolpersteine"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meiner Stadt gibt es eine Initiative und es gab im Stadtparlament wohl ausnahmsweise mal Einigkeit....

    Grüße FrauE.

    Da könnten sich die Friedberger echt mal ne Scheibe abschneiden!

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