Heidelberg - Leopoldstraße 12 (heute Friedrich-Ebert-Anlage)
Hier wohnte bis 25. August 1942 Leontine Goldschmidt, Witwe des Heidelberger Mineralogen Victor Goldschmidt. Am 22. August hätte sie von Stuttgart aus in einem Sammeltransport nach Theresienstadt deportiert werden sollen. Dem Zugriff der Gestapo entzog sie sich durch Selbstmord.
Zusammen mit ihrem Mann hat sie in Heidelberg eine hochdotierte Stiftung zum Zwecke der Förderung von Wissenschaft und Kunst gegründet, die Josephine und Eduard von Portheim-Stiftung.
Es fehlt ein Stolperstein - die Stadt Heidelberg ziert sich. Deshalb hier ein virtueller Stolperstein.
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Thema: "Stolpersteine"
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26.08.2009, 19:05Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
Geändert von Inaktiver User (26.08.2009 um 19:08 Uhr)
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28.08.2009, 08:51Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
Neue Stolpersteine im August 2009
Quelle: Stolperstein-ProjektSTOLPERSTEINVERLEGUNG in:
+ Heiligenstadt + Eschwege + Eisenach am 10. August
+ Bad Salzungen am 11. August
+ Arnstadt + Großbreitenbach am 12. August
+ Hildburghausen + Coburg am 14. August
+ Burgkunstadt + Pößneck am 15. August
+ Jena am 17. August
+ Apolda + Schulpforte am 18. August
+ Naumburg am 19. August
+ Borna + Grimma am 20. August
+ Leipzig am 21. August
+ Luckenwalde + Lutherstadt Wittenberg am 22. August
+ Dessau + Halle am 24. August
+ Remscheid + Düss.-Benrath am 27. August
+ Bonn am 28. August
+ Weilerswist + Erftstadt am 29. August
+ Niederkassel + Lohmar am 30. August
+ Eitorf am 31. August
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28.08.2009, 09:40Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
In Facebook wurde ich aufmerksam auf dieses Projekt:
Projekt „STOLPERSTEINE Frankfurt (Oder)"
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29.08.2009, 18:45
AW: "Stolpersteine"
In München gibt es keine Stolpersteine. Ich fände sie gut. Es macht mich aber nachdenklich, dass Charlotte Knobloch dagegen ist, weil dann wieder Judengedenken mit Füssen getreten wird.
Ich denke auf solche Befindlichkeiten sollte man schon Rücksicht nehmen.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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30.08.2009, 12:47Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
Alfred Mombert (* 6. Februar 1872 in Karlsruhe; † 8. April 1942 in Winterthur) war ein deutscher Schriftsteller und Lyriker.
Leben
Meine heutige Fahrt zum Franzosen nahm ich zum Anlass, vor seinem letzten Heidelberger Wohnsitz in der Klingenteichstraße 6 kurz innezuhalten.Er studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg, Leipzig und Berlin, promovierte 1897 und war 1899-1906 als Rechtsanwalt in Heidelberg tätig. 1906 gab er seinen Beruf auf und widmete sich ganz der Schriftstellerei, studierte u. a. Geografie und Orientalistik und unternahm zahlreiche Reisen.
Seine mystisch-visionären Werke wurden u. a. von Martin Buber und Richard Dehmel hoch geschätzt. 1919 wurde Mombert Mitglied des Kunst- und Kulturrates für Baden, 1928 wurde er in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. 1933 schlossen ihn die Nazis, da er Jude war, aus der Akademie aus und verboten 1934 seine Werke. Mombert blieb in Deutschland und pflegte einen regen Briefwechsel mit seinen Freunden. Oktober 1940 wurde er im Zuge der Wagner-Bürckel-Aktion ins Lager Camp de Gurs in Südfrankreich deportiert, wo er bis April 1941 interniert war. Freunde erreichten, dass der schwer Erkrankte Oktober 1941 in die Schweiz ausreisen durfte, wo er am 8. April 1942 an den gesundheitlichen Folgen des Lageraufenthalts verstarb.Geändert von Inaktiver User (31.08.2009 um 22:08 Uhr)
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30.08.2009, 16:49Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
Der Architekt des Todes: Albert Speer
Nahezu täglich komme ich an der Zufahrt zu dem Anwesen der Familie Speer (vom Klingelhüttenweg) in Heidelberg - Schloß-Wolfsbrunnenweg 50 - vorbei:
Quelle: M. Buselmeier, Literarische Führungen durch Heidelberg - Eine Stadtgeschichte im Gehen, Wunderhorn 2007, S. 240Albert Speer: "In der Nähe von Heidelberg besaßen wir seit 1905 ein Sommerhaus, auf den Halden eines Steinbruchs gebaut, der zur Errichtung des nahebei gelegenen Heidelberger Schlosses gedient haben soll. Hinter dem Gelände erhoben sich die Berglinien des Odenwalds, Wanderwege zogen sich an den Hängen entlang durch die alten Wälder, Schneisen gaben gelegentlich den Blick auf das Neckartal frei. Hier waren Ruhe, ein schöner Garten, Gemüse und auch eine Kuh beim Nachbarn. Im Sommer 1918 zogen wird um."
Albert Speer, der stereotyp behauptete, von den Vorgängen in den Lagern der Nazis nichts gewußt zu haben, starb im September 1981. Das Haus befindet sich noch im Besitz der Familie.
Quelle: F.A.Z., 10.03.2007, Nr. 59 / Seite 33Ein Brief, den Speer im Dezember 1971 an Hélène Jeanty schrieb, wird besonders hervorgehoben. Darin vermerkt er: "Es besteht kein Zweifel. Ich war zugegen, als Himmler am 6. Oktober 1943 ankündigte, dass alle Juden umgebracht werden würden."Geändert von Inaktiver User (31.08.2009 um 10:09 Uhr)
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30.08.2009, 23:42
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31.08.2009, 00:06Inaktiver User
AW: "Stolpersteine"
Fast 240 Stolpersteine in Wiesbaden *klick*
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07.09.2009, 10:31Inaktiver User
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07.09.2009, 13:51


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