Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 68
  1. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Die adoptionswilligen Eltern sind vom ersten Tage an erst einmal eine Pflegefamilie. Sie werden alles tun, um dem zu pflegenden Säugling alle notwendige Liebe und Fürsorge zuteil werdn zu lassen. Das schafft starke emotionale Bindungen an genau das Kind. Sie hoffen, dass sie dieses Kind eines Tages adoptieren können.
    Ist der Adoptionsvertrag geschlossen gilt es als ihr eigenes Kind mit allen Rechten und Pflichten. Solange sie aber nur Pflegeeltern sind, kann dieses Pflegeverhältnis jederzeit enden.

    Bei den Adotionsvermittlungsstellen sind einige hundertausend Eltern als adoptionswillig gemeldet.
    "In Deutschland wurden im Jahr 2005 insgesamt 4.762 Kinder und Jugendliche adoptiert. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 6%. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Seit 1994 hat sich die Zahl der Adoptionen um 40% verringert.

    * 1993: 8.687 Adoptionen
    * 1996: 7.420 Adoptionen
    * 1999: 6.399 Adoptionen
    * 2002: 5.668 Adoptionen
    * 2004: 5.064 Adoptionen
    * 2005: 4.762 Adoptionen

    Rund 61% der im Jahr 2005 adoptierten Minderjährigen wurden von einem Stiefelternteil oder von Verwandten als Kind angenommen. 40% der Adoptierten waren unter sechs Jahre alt, 30 % waren zwischen sechs und elf Jahren und 30 % zwölf Jahre oder älter.

    1.632 der adoptierten Kinder und Jugendlichen (32%) besaßen 2004 nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. 861 der adoptierten ausländischen Minderjährigen kamen aus dem europäischen Ausland (darunter 255 aus der Russischen Föderation und 70 aus Rumänien), 453 aus Asien, 169 aus Nord- und Südamerika sowie 132 aus Afrika. 631 der adoptierten Kinder und Jugendlichen mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren aus Anlass der Adoption nach Deutschland gekommen." aus Wikipedia, Adoptionen

    Dass adoptionswillige Eltern einen Säugling als Kind bekommen, ist so sicher wie ein Sechser im Lotto.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Ich glaube, wir schweifen hier ab.

    Nur weil ich ungewollt schwanger bin, bin ich noch lange keine Gebärmaschine für Paare, die selbst keine Kinder bekommen können!

    Es ist nicht meine Schuld, dass viele Frauen keine Kinder bekommen können. So tragisch dieses Schicksal ist, so hat es doch gar nichts mit den Frauen zu tun, die ungewollt schwanger sind!

    Stellt euch mal vor, ihr seid schwanger. Jeder eurer Familie oder gar euer ganzes Dorf, Kleinstadt und der Firma weiß, dass ihr schwanger seid. Und dann gebt ihr das Kind weg. Das ist doch der gesellschaftliche Tod. Wir hatten das in unserer Nachbarschaft. Ich sage nur, das arme Mädchen. Die kann eigentlich nur noch wegziehen. Da kann man noch so ein starkes Selbstbewußtsein haben, diesen Klatsch erträgt niemand. Außerdem ist es auch nach 30 Jahren noch ein Thema.

  3. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    1000 % Zustimmung. Genau das ist es.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  4. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Zitat Zitat von marylin
    1000 % Zustimmung. Genau das ist es.

    So ist es. Das kommt noch hinzu zu der seelischen Belastung.

    Und noch ein Punkt spricht für mich gegen eine Adoption. Ich bin nicht bereit, für ein anderes Paar, das keine Kinder bekommen kann, durch eine Schwangerschaft zu gehen und dann hinterher mit Hängebrüsten, ruinierter Bauchdecke, Kaiserschnittnarbe und 15 kg Übergewicht dazusitzen. Und ich kann dann schauen, wie ich meine Figur wieder hinkriege.
    Klingt für viele hier vielleicht oberflächlich, aber wenn ich das in Kauf nehme, dann, weil ich ein Kind will. Nicht, damit andere ein Kind haben und ich bin hinterher totunglücklich.

    parfum

  5. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Es ist ja nicht nur die Figur, die leidet. Eine Schwangerschaft und Geburt ist auch immer ein großes gesundheitliches Risiko. Vielleicht geht alles gut, vielleicht aber auch nicht!

    Mir ging es in meiner Schwangerschaft gesundheitlich sehr schlecht. Möchte ich das neben meiner Berufstätigkeit, dem Aufziehen bereits vorhandener Kinder auf mich nehmen für andere? Nein. Das Risiko bei einer Geburt bleibende Schäden zu behalten halte ich für mich auch für zu groß.

    Die Idee der Leihmutter kann Frauen helfen, die keine Kinder bekommen können. Diese Leihmütter entscheiden sich bewußt dafür eine Gebärmaschine zu sein und bekommen dafür Geld. Die Beträge halte ich zwar viel zu gering für die Risiken, die sie damit eingehen aber das ist hier nicht Thema.

    Ungewollt Schwangere sind nicht für den Kinderwunsch anderer Leute verantwortlich! Den Frust der ungewollt Kinderlosen auf Frauen in dieser Notsituation zu projezieren ist unfair und unsachlich!

  6. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    [QUOTE=
    Da wäre vielleicht der Vater gefragt, oder die Eltern oder Freunde. Die Möglichkeit besteht, dass man in eine WG mit anderen alleinerziehenden Frauen zieht, die sich gegenseitig unterstützen.

    Bist du denn total unglücklich mit deiner Situation ?[/QUOTE]

    Ich wollte dir ja noch antworten:
    Ich habe jahrelang in einer WG gewohnt als AE. Glaub mir, ich hätte mit Anfang 30 lieber meine eigenen 4 Wände gehabt. Wer das nie hatte, weiß auch zu schätzen, was eigene Wohnung bedeutet. Warum soll Frau freiwillig auf Sozialhilfe (jetzt HartzIV) Niveau leben bzw. sich Abhängigkeit und Gutdünken von anderen begeben?

    Es gibt soviele Tipps von Leuten, die nie so leben mussten. Ich weiß, was es bedeutet, froh zu sein, dass noch Licht im Kühlschrank ist, trotz Arbeit! Es gibt ein russisches Sprichwort: Der Satte wird nie den Hungernden verstehen. Ich finde, das trifft genau das, was ich meine: Wer nie in einer solchen Situation war, kann nicht darüber urteilen. Übrigens bin ich eine Frau, die selbständig, unabhängig ist, sich aber auch Hilfe geholt hat. Aber auch damit stößt man einfach an Grenzen, die ich persönlich niemandem wünsche...

  7. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Zitat Zitat von Hibbelchen

    Die Idee der Leihmutter kann Frauen helfen, die keine Kinder bekommen können. Diese Leihmütter entscheiden sich bewußt dafür eine Gebärmaschine zu sein und bekommen dafür Geld. Die Beträge halte ich zwar viel zu gering für die Risiken, die sie damit eingehen aber das ist hier nicht Thema.

    Ungewollt Schwangere sind nicht für den Kinderwunsch anderer Leute verantwortlich! Den Frust der ungewollt Kinderlosen auf Frauen in dieser Notsituation zu projezieren ist unfair und unsachlich!
    In Deutschland verbietet das im Januar 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz (ESchG) aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen jegliche Art von Leihmutterschaften. Diese sind Straftaten und werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet (§ 1 Abs. 1 ESchG). Auch die Vermittlung von Leihmüttern ist in Deutschland gesetzlich verboten.
    In anderen Ländern ist das anders geregelt, aber hier schlicht verboten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Zitat Zitat von Opelius
    In Deutschland verbietet das im Januar 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz (ESchG) aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen jegliche Art von Leihmutterschaften. Diese sind Straftaten und werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet (§ 1 Abs. 1 ESchG). Auch die Vermittlung von Leihmüttern ist in Deutschland gesetzlich verboten.
    In anderen Ländern ist das anders geregelt, aber hier schlicht verboten.
    Das wusste ich auch. Ich finde es schade, dass diese Idee hier so verdammt wird. Dann doch lieber die ungewollt Schwangeren als kostenlose Leihmütter nutzen. Das ist wirklich moralisch, ethisch und sittlich...

  9. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Zitat Zitat von Hibbelchen
    Das wusste ich auch. Ich finde es schade, dass diese Idee hier so verdammt wird. Dann doch lieber die ungewollt Schwangeren als kostenlose Leihmütter nutzen. Das ist wirklich moralisch, ethisch und sittlich...
    Eine ungewollt Schwangere kann keine Leihmutter sein. Sie trägt ihr eigenes Kind. Unter Leihmüttern versteht man Frauen, die die befruchtete Eizelle einer fremden Frau implantiert bekommt und das Kind austrägt.

    Selbst nach amerikanischen Recht ist es schwierig, eine Leihmutter zur Herausgabe des Säuglings zu zwingen. Sie gilt überall auf der Welt als natürliche Mutter. Es bedarf schon ziemlich mafiöser Strukturen und viel Geld, um solch ein Kind herauszubekommen. Und von dem vielen Geld, das da fließt, erhält die Leihmutter fast immer das Wenigste. Aber für Frauen in Rumänien und Brasilien mögen 10.000 Dollar ja ein Vermögen sein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. User Info Menu

    AW: "Mein Bauch gehört mir"

    Ja, ich weiß, was eine Leihmutter ist, aber die Leihmütter gibt es hier nicht. Ich wehre mich gegen die Beschaffung von Säuglingen für ungewollt Kinderlose durch ungewollt Schwangere.
    Geändert von Hibbelchen (12.09.2008 um 11:45 Uhr)

Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •