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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und wenn ich lese, dass sich Paare die Behandlung nicht leisten können frage ich mich, wie sie sich dann ein Kind leisten wollen.

    Und ungewollte Kinderlosigkeit hat nichts damit zu tun, dass die Kosten für eine Behandlung nicht übernommen werden. Die Ursachen sind doch wohl eher psychisch und/oder medizinscher Art. Ihr versucht lieber euer eigentliches Problem zu verdrängen und weicht auf eines aus, was doch bitte andere lösen sollen.

    Ich sehe darin eher ein Ausweichen vor dem eigentlichen Problem. Wäre es nicht sinnvoller sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen und nach einem anderen Lebensweg zu suchen oder eben selbst zu sparen um sich eine medizinische Behandlung leisten zu können?
    Zum ersten Absatz:
    Eine Kinderwunschbehandlung ist (in meinen Augen) sehr teuer. Jeder einzelne Versuch kostet tausende Euro. Wenn ich dieses Geld nicht für eine Kinderwunschbehandlung ausgeben muss, kann ich es natürlich für mein Kind ausgeben. Außerdem bekommt man als Eltern Kindergeld und anderweitige Unterstützung vom Staat wie z.B. auch Steuerermäßigung.
    Ich kann also sehr wohl ein Kind ernähren - mir gleichwohl nicht die Bezahlung einer Behandlung leisten.

    Zum zweiten Absatz:
    Weil ich das Geld nicht aufbringen kann (oder nicht verheiratet bin, oder zu alt bin, oder lesbisch bin) fällt für mich die Möglichkeit der assistierten Reproduktion weg. Natürlich ist der Kostenfaktor also eine Ursache dafür, dass ich kinderlos bleibe!
    Das hat mit den körperlichen/seelischen Ursachen doch gar nichts zu tun.
    Und sei froh, dass du nie in der Situation warst, dir vergeblich ein Kind zu wünschen. Du würdest nicht so abfällig über "Probleme, die bitte andere lösen sollen" schreiben.

    Zum dritten Absatz:
    Wieder sprichst du ein "Problem" an. Welches meinst du eigentlich?

    Alles Gute wünscht

    Herbstanfang.

  2. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zu den Kosten: Was meinst du denn was ein Kind kostet? Eine Behandlung kostet, laut dem Artikel, bis zu 3000 €. Auch wenn du die Vergünstigungen die eine Familie mit Kind genießt berücksichtigt bist du das Geld auch locker in 6 Monaten für dein Kind los.

    Zitat Zitat von Herbstanfang
    Und sei froh, dass du nie in der Situation warst, dir vergeblich ein Kind zu wünschen. Du würdest nicht so abfällig über "Probleme, die bitte andere lösen sollen" schreiben.

    Zum dritten Absatz:
    Wieder sprichst du ein "Problem" an. Welches meinst du eigentlich?

    Alles Gute wünscht

    Herbstanfang.

    Ich rede nicht abfällig über die Probleme. Ich sehe nur eher das Problem darin, dass gegebene Lebensumstände nicht akzeptiert werden (können). Auch wenn ich Kinder habe bedeutet das doch noch lange nicht, dass nicht auch mir Schicksalsschläge widerfahren können. Und auch diese muss ich akzeptieren.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Du siehst ein Problem (aus unbeteiligter Position), wo keines ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Ich finde, man muss sich erstmal von der Vorstellung lösen, es gäbe quasi ein Recht auf ein Kind. Das befremdet mich nämlich bei solchen Diskussionen am meisten.

    Das ist ein legitimer und nachvollziehbarer Wunsch, ein leibliches Kind haben zu wollen, aber genauso kann man sich eine erfüllte Beziehung wünschen, einen Arbeitsplatz, Gesundheit - aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

    Eine Budgetierung ist unvermeidlich, wie restriktiv die genau ist, weiß ich nicht. Aber angesichts der Erfolgsquoten halte ich es schon für legitim, nicht unendlich viele Versuche zu bezahlen.

  5. gesperrt

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Solange die Regierung so eine elendige Familienpolitik macht, kann kein Verein daran was ändern, dass es immer weniger Kinder gibt. Ausser bei Zuwanderern und H4-lern.

    Ein Kind kostet 300 000 €.

  6. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Herbstanfang
    Du siehst ein Problem (aus unbeteiligter Position), wo keines ist.
    Vielleicht könnt ihr euer eigentliches Problem nur nicht selbst erkennen.

    Wenn du meinst, dass dort kein Problem wäre, dann frage ich mich, warum ihr so viel Energie da rein steckt um eine vermeintliche Lösung zu finden?

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde, man muss sich erstmal von der Vorstellung lösen, es gäbe quasi ein Recht auf ein Kind. Das befremdet mich nämlich bei solchen Diskussionen am meisten.

    Das ist ein legitimer und nachvollziehbarer Wunsch, ein leibliches Kind haben zu wollen, aber genauso kann man sich eine erfüllte Beziehung wünschen, einen Arbeitsplatz, Gesundheit - aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

    Eine Budgetierung ist unvermeidlich, wie restriktiv die genau ist, weiß ich nicht. Aber angesichts der Erfolgsquoten halte ich es schon für legitim, nicht unendlich viele Versuche zu bezahlen.
    Hallo einewiekeine,

    Kinderwunschfrauen beschäftigt alles mögliche, aber sicher nicht die Vorstellung, sie hätten das "Recht" auf ein Kind.
    Wenn ich mir einen Arbeitsplatz wünsche - so liegt die Erfüllung doch nur in mir selbst. Ich habe alles in der Hand.
    Wünsche ich mir ein Kind, ist das leider nicht so. Der Kinderwunsch ist auch nicht mit dem Wunsch nach Gesundheit zu vergleichen.
    Ich stimme dir darin zu, dass eine Budgetierung unvermeidlich ist. Bis vor ein paar Jahren wurden fünf IVF-Versuche voll bezahlt. Das kann man kaum als "unendlich viele Versuche" bezeichnen. Abgesehen davon, ist so eine Behandlung alles andere als ein Spaziergang, längst nicht alle Paare haben die fünf Versuche auch in Anspruch genommen.
    Und da kommt dann der Punkt, wo man sich mit dem Ist-Zustand (Kinderlosigkeit) auseinandersetzt und lernt, damit zu leben.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vielleicht könnt ihr euer eigentliches Problem nur nicht selbst erkennen.

    Wenn du meinst, dass dort kein Problem wäre, dann frage ich mich, warum ihr so viel Energie da rein steckt um eine vermeintliche Lösung zu finden?
    Wenn du einen Wunsch hast, in dessen Erfüllung du viel Energie steckst, hast du dann auch automatisch ein Problem?

  9. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Herbstanfang
    Hallo einewiekeine,

    Kinderwunschfrauen beschäftigt alles mögliche, aber sicher nicht die Vorstellung, sie hätten das "Recht" auf ein Kind.
    Wenn ich mir einen Arbeitsplatz wünsche - so liegt die Erfüllung doch nur in mir selbst. Ich habe alles in der Hand.
    Wünsche ich mir ein Kind, ist das leider nicht so. Der Kinderwunsch ist auch nicht mit dem Wunsch nach Gesundheit zu vergleichen.
    Ich stimme dir darin zu, dass eine Budgetierung unvermeidlich ist. Bis vor ein paar Jahren wurden fünf IVF-Versuche voll bezahlt. Das kann man kaum als "unendlich viele Versuche" bezeichnen. Abgesehen davon, ist so eine Behandlung alles andere als ein Spaziergang, längst nicht alle Paare haben die fünf Versuche auch in Anspruch genommen.
    Und da kommt dann der Punkt, wo man sich mit dem Ist-Zustand (Kinderlosigkeit) auseinandersetzt und lernt, damit zu leben.

    "Die" Kinderwunschfrau gibt es doch wohl nicht, genausowenig wie es "die" Mütter gibt???

    Also ich hab schon das Gefühl, dass da oft so ein Machbarkeitsdenken herrscht, das ich merkwürdig finde. Wenn man nur dieses und jenes machen (und bezahlt bekommen) würde, dann hätte man am Ende ein Kind, was einem schließlich auch zusteht. Es kommt für mich einfach manchmal so an.

    Für mich ist ein Kind ein Geschenk, wie eine Liebe oder Gesundheit (und ich glaube auch ganz bestimmt nicht, dass jeder Arbeitslose die Chance hat, durch eigenes Zutun einen angemessenen Job zu finden). Und auf Geschenke hat man keinen Anspruch.

    Ich würde unterstützen, dass alles von den Kassen bezahlt wird, was dazu führt, dass eine Schwangerschaft eintreten kann.

    Aber ich habe persönlich ein Problem mit allem, was ich als technisch und künstlich empfinde (fängt schon bei in-vitro an) und auch, was gleichgeschlechtliche oder unverheiratete Paare angeht.

    Für mich hat Kinderkriegen sehr viel mit Seele zu tun, und ich hab da ein Problem damit, das allzu technisch zu sehen. Bin mir aber bewußt, das ich das nicht zum Maßstab für andere machen muss.

  10. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Herbstanfang
    Wenn du einen Wunsch hast, in dessen Erfüllung du viel Energie steckst, hast du dann auch automatisch ein Problem?
    Natürlich nicht. Aber ich würde auch nicht von anderen verlangen, dass sie mir diesen Wunsch erfüllen. Wie das Wort auch schon sagt, es ist ein Wunsch, ich kann es mir wünschen aber nicht verlangen. Und wenn mein Wunsch nicht erfüllt wird, dann muss ich es akzeptieren sonst habe ich ein Problem.
    Geändert von Inaktiver User (19.08.2008 um 16:01 Uhr)

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