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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    betroffen von was? von kinderlosigkeit?

    von gewollter oder ungewollter?
    Wir reden doch hir von ungewollten Kinderlosigkeit, also erübrigt sich deine Frage eigentlich

  2. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von vanity
    Schlimm sind auch solche Ansagen, wie auch hier gelesen: Manch andere Frau ist schon tot...
    Jaaaa, stimmt. Aber das Schicksal anderer macht mich doch nicht weniger traurig. Ich sage doch auch nicht: Zum Glück hab ich nur 1 Bein verloren, manch einer verliert 2. Will heißen: Nur weil es anderen Schlechter geht, geht es mir nicht zwangsläufig gut. Solche Aussagen tun echt weh.

    Das kann ich nicht nachvollziehen, wieso es wehtun soll, seine eigenen Probleme nicht über die von anderen zu stellen???

    Es ist immer die Sache mit dem Glas: halbvoll oder halbleer.

    Ich möchte jedenfalls mein Leben nicht damit verbringen mich darauf zu focussieren, was ich nicht habe, ich freu mich lieber darüber, was ich habe.

    Und nur weil ich Kinder habe, muss mein Leben nicht glücklicher und erfüllter und lebenswerter sein, das halt ich für eine ziemlich naive oder auch erbarmungslose Haltung anderen und anderem Leid gegenüber.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von ellen1982
    Wir reden doch hir von ungewollten Kinderlosigkeit, also erübrigt sich deine Frage eigentlich
    du redetest auch von einem mangel an pflegekraeften - von dem man betroffen sein kann.

    deshalb meine verstaendnisfrage, worauf sich das "betroffen" bezieht.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das kann ich nicht nachvollziehen, wieso es wehtun soll, seine eigenen Probleme nicht über die von anderen zu stellen???

    Es ist immer die Sache mit dem Glas: halbvoll oder halbleer.

    Ich möchte jedenfalls mein Leben nicht damit verbringen mich darauf zu focussieren, was ich nicht habe, ich freu mich lieber darüber, was ich habe.

    Und nur weil ich Kinder habe, muss mein Leben nicht glücklicher und erfüllter und lebenswerter sein, das halt ich für eine ziemlich naive oder auch erbarmungslose Haltung anderen und anderem Leid gegenüber.
    Ich freue mich über die Dinge dich ich habe. Aber Kinder zu bekommen ist für die meisten Frauen einfach eine selbstverständlichkeit und gehört zum Leben dazu wie Essen und Trinken. Nun uns wird diese Selbstverständlichkeit genommen. Stell dir mal vor bei dir hätte es nicht geklappt. Hättest du denn nicht auch alles dafür getan, dir den Wunsch zu erfüllen?

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von ellen1982
    Die Katze beißt sich nur deshalb in den Schwanz, weil immer weniger Kinder zur Welt kommen.In 20 JAhren soll bereits jedes 3. Paar betroffen sein.
    warum soll sich die ungewollte kinderlosigkeit so rasant ausbreiten?

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    du redetest auch von einem mangel an pflegekraeften - von dem man betroffen sein kann.

    deshalb meine verstaendnisfrage, worauf sich das "betroffen" bezieht.
    Nein ich meinte das in dem Zusammenhang mit der sinkenden Geburtenrate. Wenn immer weniger Kinder zur Welt kommen (und ich rede hier nur von den 10000 die aufgrund der Gesetzgebung jedes Jahr weniger zur Welt kommen) dann fehlen nicht nur die Renten sondern die ganze Altersversorgung geht flöten.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    warum soll sich die ungewollte kinderlosigkeit so rasant ausbreiten?
    Sie soll nicht, sie tut es. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen natürlich, dass viele Frauen ihre biologische Uhr später ticken hören. Außerdem steigt die Anzahl der Männer, die zeugungsunfähig sind. Und durch die Verbreitung der Pille nehmen zb Clamydieninfektionen zu, welche Sterillität bei der Frau verursachen können. Außerdem nehmen auch die Umweltgifte immer weiter zu, welche eine Unfruchtbarkeit begünstigen.

  8. Inaktiver User

    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von ellen1982
    Ich freue mich über die Dinge dich ich habe. Aber Kinder zu bekommen ist für die meisten Frauen einfach eine selbstverständlichkeit und gehört zum Leben dazu wie Essen und Trinken. Nun uns wird diese Selbstverständlichkeit genommen. Stell dir mal vor bei dir hätte es nicht geklappt. Hättest du denn nicht auch alles dafür getan, dir den Wunsch zu erfüllen?

    Ich hab letztes Jahr eine Freundin in meinem Alter (Mitte 40) verloren, die an Krebs gestorben ist. Tja, für die wär eben eine Selbstverständlichkeit gewesen, gesund 85 zu werden wie der Durchschnitt.

    Und ich hätt gern meine Kinder in einer intakten Ehe großgezogen, wie die meisten anderen Eltern,und hätte ihnen sehr sehr gerne eine sorglose, unkomplizierte Kindheit geboten.

    Aber was hilft mir diese Denkweise? Manche sind gesund, manche nicht, manche werden geliebt,manche nicht - das Leben ist nicht fair.

    Nichts im Leben ist eine Selbstverständlichkeit, wie kommst du auf die Idee????

    Ich hab schon mehrfach betont, dass ich den Kinderwunsch für lebensbestimmend halte und selber wohl auch schwer damit fertiggeworden wär, wenn es nicht geklappt hätte. Mit drei Kindern alleinerziehend zu sein, umgeben von glücklichen, intakten Familien war und ist aber auch nicht was, was ich immer so leicht wegstecke. Ich will da aber nicht ewig damit hadern, das bringt mich nicht weiter.

    Ob und was ich unternommen hätte, kann ich nicht beschwören, ist ja hypothetisch. Vom Gefühl her würde ich aber meinen, ich hätte von in-vitro Abstand genommen, weil ich das zu technisch finde. Hormonbehandlung etc hätt ich aber sicher auch gemacht.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Es ist immer schwer, sich anderen Meinungen zu stellen. Dennoch sollte man es tun und sachlich darüber reden. Für die Betroffenen ist es einfach schwer, als verrückt oder egoistisch hingestellt zu werden. Aber was ist daran verrückt sich ein Kind zu wünschen? Und dann alles dafür zu tun? Ist es so egoistisch wenn man fordert von der Regierung ernst genommen zu werden? Sterilität ist eine Krankheit und die sollte man auch behandeln dürfen, ohne sich in den Finanziellen Ruin zu stürzen. Wenn ich allerdings Alkoholiger wäre dürfte ich auf zig bezahlte Entziehungen gehen ohne dass ich es selbst bezahlen muß. All diejenigen die schon Kinder haben. Gluckwunsch und freut euch. Aber überlegt euch mal was ihr gemacht hättet, wenn es nicht geklappt hätte. Man sieht es keinem an. Jeder könnte in eurem Umfeld betroffen sein.

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    AW: Aufklärungsarbeit ungewollte Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich hab letztes Jahr eine Freundin in meinem Alter (Mitte 40) verloren, die an Krebs gestorben ist. Tja, für die wär eben eine Selbstverständlichkeit gewesen, gesund 85 zu werden wie der Durchschnitt.

    Und ich hätt gern meine Kinder in einer intakten Ehe großgezogen, wie die meisten anderen Eltern,und hätte ihnen sehr sehr gerne eine sorglose, unkomplizierte Kindheit geboten.

    Aber was hilft mir diese Denkweise? Manche sind gesund, manche nicht, manche werden geliebt,manche nicht - das Leben ist nicht fair.

    Nichts im Leben ist eine Selbstverständlichkeit, wie kommst du auf die Idee????

    Ich hab schon mehrfach betont, dass ich den Kinderwunsch für lebensbestimmend halte und selber wohl auch schwer damit fertiggeworden wär, wenn es nicht geklappt hätte. Mit drei Kindern alleinerziehend zu sein, umgeben von glücklichen, intakten Familien war und ist aber auch nicht was, was ich immer so leicht wegstecke. Ich will da aber nicht ewig damit hadern, das bringt mich nicht weiter.

    Ob und was ich unternommen hätte, kann ich nicht beschwören, ist ja hypothetisch. Vom Gefühl her würde ich aber meinen, ich hätte von in-vitro Abstand genommen, weil ich das zu technisch finde. Hormonbehandlung etc hätt ich aber sicher auch gemacht.
    Das mit deiner Freundin tut mir leid. Stell dir vor die Behandlung wäre nicht bezahlt worden. Wie wäre das in deinen Augen gewesen? Ebenso unfair wie die Situation von uns. Es geht net um Selbstverständlichkeiten sondern um die Chancengleichheit. Du sagst du hättest Abstand von einer IVF genommen weil es zu technisch ist. Mag sein, dass es sehr befremdlich ist. War es für uns Anfangs auch alles. Aber wenn man sich den Wunsch damit erfüllen kann tut man so einiges. Jeder hat sein Schicksal. Und nicht jede Bahandlung wird erfolgreich sein. Aber jeder hat die Chance verdient es wenigstens zu versuchen.

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