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    25.05.2007
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    Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Dass sich was ändern muss im deutschen Schulsystem - ich glaube, da sind sich die Meisten einig.

    Ich habe mich in den letzten Monaten sehr intensiv eingelesen in das Thema (initiiert dadurch, dass ich gerne eine Schule nach dem Sudbury-Modell in Düsseldorf gründen würde) und sehe als erste erforderliche Maßnahme, dass die Schulpflicht in eine Bildungspflicht umgewandelt wird (wie das in allen anderen europäischen Ländern meines Wissens nach ist!).

    Wissenswertes hierzu

    Dies hätte zur Folge, dass man als Eltern entscheiden kann, auch Bildungsmöglichkeiten AUSSERHALB der "normalen Schule" wahrzunehmen ... hier gibt es erfolgreich erprobte Modelle wie Homeschooling z.B..

    In Deutschland gibt es schätzungsweise 500-1000 Kinder, die so - mit nachweisbar guten Lernerfolgen! - gebildet werden ... obwohl es nicht erlaubt ist. Die bekannteste "Homeschooling-Familie", die Familie Neubronner, erlebt nun gerade, mit welcher Härte (Konten gesperrt, Androhung, das Sorgerecht zu entziehen!) dagegen vorgegangen wird - und ist auf die Kanaren "geflüchtet".

    Das Medieninteresse ist da grad sehr groß - heute Abend z.B. bei Stern-TV um 23.15 Uhr!

    Ein Thema, wo großer "Aufklärungsbedarf" herrscht, wie ich feststelle - so gut wie niemand kennt den Unterschied oder dass wir in Europa inzwischen das einzige Land sind, dass an dieser "Tradition" festhält. Obwohl aus unseren Nachbarländern sehr gute Erfahrungen vorliegen ...

    Ich will was tun! Und die Schüler machen es uns grad vor:

    Kopfnoten abschaffen!

    Ich freu mich auf viele engagierte Mitstreiter!!!

    Herzliche Grüße, Ulrike Sennhenn

  2. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Zitat Zitat von anschubserulli
    Dass sich was ändern muss im deutschen Schulsystem - ich glaube, da sind sich die Meisten einig.

    Ich habe mich in den letzten Monaten sehr intensiv eingelesen in das Thema (initiiert dadurch, dass ich gerne eine Schule nach dem Sudbury-Modell in Düsseldorf gründen würde) und sehe als erste erforderliche Maßnahme, dass die Schulpflicht in eine Bildungspflicht umgewandelt wird (wie das in allen anderen europäischen Ländern meines Wissens nach ist!).

    Wissenswertes hierzu

    Dies hätte zur Folge, dass man als Eltern entscheiden kann, auch Bildungsmöglichkeiten AUSSERHALB der "normalen Schule" wahrzunehmen ... hier gibt es erfolgreich erprobte Modelle wie Homeschooling z.B..

    In Deutschland gibt es schätzungsweise 500-1000 Kinder, die so - mit nachweisbar guten Lernerfolgen! - gebildet werden ... obwohl es nicht erlaubt ist. Die bekannteste "Homeschooling-Familie", die Familie Neubronner, erlebt nun gerade, mit welcher Härte (Konten gesperrt, Androhung, das Sorgerecht zu entziehen!) dagegen vorgegangen wird - und ist auf die Kanaren "geflüchtet".

    Das Medieninteresse ist da grad sehr groß - heute Abend z.B. bei Stern-TV um 23.15 Uhr!

    Ein Thema, wo großer "Aufklärungsbedarf" herrscht, wie ich feststelle - so gut wie niemand kennt den Unterschied oder dass wir in Europa inzwischen das einzige Land sind, dass an dieser "Tradition" festhält. Obwohl aus unseren Nachbarländern sehr gute Erfahrungen vorliegen ...

    Ich will was tun! Und die Schüler machen es uns grad vor:

    Kopfnoten abschaffen!

    Ich freu mich auf viele engagierte Mitstreiter!!!

    Herzliche Grüße, Ulrike Sennhenn

    Eine solche Entwicklung als Perspektive ist für mich, die einen Jungen in der Grundschule hat, das Grauen.

    Ich halte das für keinen guten Weg. Weder ist es für Kinder sinnvoll aus der Schule mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und verschiedenen Menschen heraus gezogen zu werden noch ist es für Schule sinnvoll, wenn man Kinder herausholt.

    Für mich kein Weg.

  3. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Volle Zustimmung für Vita!

    In fast allen Fällen, in denen über Eltern berichtet wurde, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen, ging es um Menschen mit irgendwelchen "besonderen Ideologien" (z.B. Sekten). Es kann weder im Interesse der Gesellschaft noch der Kinder sein, wenn diese außerhalb der normalen Gesellschaft - Klassenverbände in der Schule - aufwachsen und damit vom normalen Leben, in das sie hereinwachsen müssen, isoliert werden.

    Darüber hinaus halte ich es für praktisch unmöglich, dass Eltern über die ersten Grundschulklassen hinaus auch nur annähern vergleichbare Lehrinhalte anbieten könnten wie die Schulen - trotz aller Mängel die es unbestritten gibt.

    Home Schooling mag im australischen Busch oder auf den Inseln vor der kanadischen Küste unvermeidlich sein - aber selbst dort werden die Leistungen durch Fernunterricht und Leistungskontrollen im Interesse der Zukunft der Kinder regelmäßig überprüft.

    Wie parallel erwähnt, ist es für niemanden wünschenswert, dass Kinder in Deutschland ausschließlich in Koran- oder Sektenschulen lernen.

    Niemand hindert Eltern daran zusätzlich zur Schule den Kindern weitere Werte nahezubringen.

  4. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Ich werde meine Kinder ja wohl nicht nicht in die Schule schicken, damit sie Bildungsausfall haben!

    Kopfschüttel. Die Schulpflicht ist in meinen Augen eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Eben, dass alle Menschen an eine ausgewogene Bildung kommen, nicht nur privilegierte. Und auch um Sektiererischen, Terroristischem oder sonstigem Skurrilen zu entgehen, was hilflose Kinder von ihren Eltern aufgedrückt bekommen können.

    Ich habe auch nichts gegen Kopfnoten. Irgendwie muss man es ja machen. Den Königsweg dafür dürfte es nicht geben. Kopfnoten ist für mich ein guter Weg um die Disziplin und Mitarbeit anzuzeigen und für den Schüler - um zu sehen, wo er diesbezüglich Verbesserungsmöglichkeiten hat.
    Geändert von Inaktiver User (25.01.2008 um 08:55 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Zitat Zitat von anschubserulli
    Dass sich was ändern muss im deutschen Schulsystem - ich glaube, da sind sich die Meisten einig.
    Davon würde ich mal nicht ausgehen. Weiterentwicklung ist natürlich immer gut, auch von Elternseite aus.

    Zitat Zitat von anschubserulli

    Ein Thema, wo großer "Aufklärungsbedarf" herrscht, wie ich feststelle - so gut wie niemand kennt den Unterschied oder dass wir in Europa inzwischen das einzige Land sind, dass an dieser "Tradition" festhält. Obwohl aus unseren Nachbarländern sehr gute Erfahrungen vorliegen ...
    Das ist doch mal ein Grund um Deutschland zu loben!
    Geändert von Inaktiver User (25.01.2008 um 09:03 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Davon würde ich mal nicht ausgehen. Weiterentwicklung ist natürlich immer gut, auch von Elternseite aus.
    Weiterentwickeln muss sich einiges und das ist auch mittlerweile Konsens in Bevölkerung und Politik. Allerdings ist es ein Problem, das Geld locker zu machen und die eingefahrenen Strukturen anzugehen. Aber ich sehe durch das, was ich mit meinem Sohn erlebe, dass sich einiges bewegt, wenn auch oft im Kleinen.

  7. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    So große und vielfältig verschlungene Strukturen mit sehr vielen Personen darin lassen sich auch nicht leicht verändern und manches muss erst in kleinerem Rahmen ausprobiert werde - und stellt sich dann vielleicht doch als Irrtum heraus. Das muss man auch bedenken.

    Und kann auch Vorteile haben, nämlich dass Extremismus vermieden wird und dadurch Kinder geschützt werden.

    Und stimmt, es ist auch ein Geldproblem.

  8. Inaktiver User

    AW: Bildungs- statt Schulpflicht! Demonstrieren wir?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    So große und vielfältig verschlungene Strukturen mit sehr vielen Personen darin lassen sich auch nicht leicht verändern und manches muss erst in kleinerem Rahmen ausprobiert werde - und stellt sich dann vielleicht doch als Irrtum heraus. Das muss man auch bedenken.

    Und kann auch Vorteile haben, nämlich dass Extremismus vermieden wird und dadurch Kinder geschützt werden.

    Und stimmt, es ist auch ein Geldproblem.
    Da kann ich Dir nur zustimmen. Gerade durch den Übergang mancher Kompetenzen an die Schulen direkt, sehe ich dass sich einiges ändert und bin ganz froh, dass mein Kind nicht vor 5 Jahren in der Schule war, denn hat sich scheinbar schon einiges getan.

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