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  1. Administrator

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    Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Liebe Userinnen, liebe User,

    Ärgern Sie sich auch über unser veraltetes Schulsystem? Haben Sie schon oft gedacht: "Da muss man doch was unternehmen!" - und dann doch nichts getan?

    BRIGITTE-Kolumnistin Julia Karnick hat keine Lust mehr auf die Kultur des desillusionierten Hinnehmens. In ihrer Kolumne forderte sie die BRIGITTE-Leserinnen dazu auf, endlich mal wieder auf die Barrikaden zu gehen - und bekam so viele positive Zuschriften, dass sie nun ernst macht.

    Ab sofort können sich in diesem Strang all jene Einzelpersonen und Initiativen austauschen und vernetzen, die sich für ein kinderfreundlicheres Schulsystem einsetzen wollen.

    Viel Erfolg wünscht
    Ihr Brigitte.de-Team
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.10.2007 um 12:49 Uhr)
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. Inaktiver User

    smirk AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    ups... 'tschulligung
    Geändert von Inaktiver User (07.10.2007 um 14:31 Uhr) Grund: sorry

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    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Ich hatte, vor anderthalb Jahren angeregt durch eine Bekannte die als Lehrerin arbeitet, versucht hier in Köln etwas zu starten. Die gute Frau beklagte sich über mangelndes Unterrichtsmaterial, fehlende Büche, schlechte Rechner (teilweise noch 486er) und so weiter, und so weiter.

    Die Idee war es Firmen, Vereine und Einzelpersonen dazu zu bringen etwas zu Spenden (Sach- und Geldspenden) und diese Spenden dann den Schulen zukommen zu lassen. ich wusste durch Bekannte das größere Firmen wie bsp. Ford durchaus Sachspenden veranlassen - ob nun durch die einzelnen Abteilungen, oder durch die Firmenleitung, weiss ich allerdings auch nicht. Hätte geklappt, es waren auch noch drei Mitstreiter ins Boot gekommen und Leute die helfen wollten waren auch vorhanden - aber...

    ...gehapert hat es dann an den Schulen selbst. Wie oft hatten wir gehört das die jeweilige Schulleitung keine Informationen geben dürfte, die Situation dann doch nicht so schlimm sei, das es nicht wirklich an etwas mangeln würde, etc. pp.

    Anfragen beim Schulamt ergaben auch keine besseren Informationen, nur den Hinweis das man in den Schulen selbst fragen sollte. Irgendwann haben wir dann einfach aufgegeben - war ja alles im "Lot".

    Solange Lehrer und Schulleitungen nur mit Reportern über miese Situationen reden und darauf hoffen das irgendwann Stadt oder Staat sich durch das Pressegejammer erweichen lassen und Gelder freigeben, weiss ich offen gestanden nicht, was man als Privatperson oder Gruppe, daran ändern könnte.

    Interesse zu helfen habe ich immer noch, aber nur wie???
    Wenn Lust Sünde ist, fahre ich gerne zur Hölle - da kann ich dann wenigstens sagen das ich ein Leben hatte!

  4. Inaktiver User

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also dieses Beispiel eignet sich wohl nicht so recht zum Thema Schule, denn es spiegelt doch wohl nicht die Allgemeinsituation wider, sondern ist eher ein sehr subjektives Erlebnis. Oder beurteilen wir das Schulsystem wirklich nur nach dem, was unsere Kinder uns so erzählen, ohne die andere Seite zu hören?

    Womit ich nicht sagen will, dass unser Schulsystem nicht reformbedürftig ist - nur dieses Beispiel finde ich nicht sehr passend.
    Geändert von Inaktiver User (07.10.2007 um 10:54 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Zitat Zitat von C-Bird
    Solange Lehrer und Schulleitungen nur mit Reportern über miese Situationen reden und darauf hoffen das irgendwann Stadt oder Staat sich durch das Pressegejammer erweichen lassen und Gelder freigeben, weiss ich offen gestanden nicht, was man als Privatperson oder Gruppe, daran ändern könnte.

    Interesse zu helfen habe ich immer noch, aber nur wie???
    Nun, denn..

    Mit Sachspenden habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich an den Elterbeirat der Schule wendet. Die haben meist einen besseren Draht als Aussenstehende zur Schulleitung. Seien wir mal ehrlich, welcher Rektor möchte schon von "schulfremden" auf fehlendes Inventar angesprochen werden.
    Ausserdem kann der Elternbeirat auch Auskunft über einen evtl. schon vorhandenen Förderferein geben. Oder man kann mit dem Beirat so etwas gründen.
    Sach und Geldspenden sind aber nur ein Teil!
    Für viel wichtiger und auch effektiver, halte ich die Hausaufgabenbetreuung u.ä., leider bedarf der Aufbau hierfür persönlichen Einsatz und da hört es meist auf.
    In vielen Klassen müssen die Eltern schon fast "geprügelt" werden damit der Elternsprecher überhaupt besetzt wird.

  6. Inaktiver User

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Ich freue mich über jeden, der dieses Forum besucht und möchte an dieser Stelle noch einmal näher erläutern, welche Art von Protest ich mir vorstelle, bzw. welche Art von Ärger und Hoffnung mich dazu bewegt hat, zum Protest aufzurufen.

    Für mich gibt es zwei Ebenen, auf denen man sich als Eltern in Sache Schule engagieren kann. Die eine ist die naheliegende: der Versuch, an der Schule vor Ort, die die eigenen Kinder besuchen, Einfluss zu nehmen und etwas zum Besseren zu wenden. Ein solches Engagement finde ich sehr richtig und sehr wichtig, da möge mich bitte niemand falsch verstehen - aber diese Art der Einmischung ist nicht die, die ich mit meiner Kolumne meine.

    Denn: Nicht alles, aber sehr viel von dem, was uns Eltern (und Kinder) an unseren Schulen stört, liegt im deutschen System begründet und wird sich niemals nachhaltig ändern, wenn die Politik nicht einsieht, dass wir eine umfassende Schul- und Bildungsreform brauchen.

    Ich glaube, dass die grundsätzlichen, allgemeinden Bedingungen - das deutsche dreigliedrige Schulsystem, die Lehrer-Ausbildung, die Art, wie den Themen „Leistung” und „Leistungskontrolle”, sowohl seitens der Kinder als auch der Lehrer, begegnet wird - von Grund auf reformiert werden müssen. Dafür möchte ich mich einsetzen. Damit sich etwas ändert, muss das Thema öffentlich gemacht, in den Vordergrund gedrängt werden. Nur so - wenn die Politik begreift, dass die Masse Handlungsbedarf sieht - hat das Thema „Schule” eine Chance, auf die Tagesordnung gesetzt zu werden.
    Das ist, zugegeben, ein sehr großes Ziel, aber ich wäre schon glücklich, wenn dieses Forum ein kleiner Anfang wäre. Und ich denke auch schon über Fortsetzungs-Aktionen nach ...

    Was ich mir also erhoffe: Eine rege Diskussion darüber, was sich grundsätzlich an Deutschlands Schulsystem ändern müsste, damit es zukunftsfähig wird. Was ich mir besonders wünschen würde: Dass wir engagierten Eltern auch einmal absehen können von den eigenen Kindern, der eigenen Schule, um das Ganze in den Blick zu bekommen - wohlmöglich auch über die Schulzeit unserer eigenen Kinder hinaus.

    Es gibt überall in diesem Land Kinder, deren geringstes Problem es ist, ob in Deutsch das beste Unterrichtsmaterial verwendet wird oder nur das zweitbeste. Diese Kinder, oft aus unteren sozialen Schichten, aus Immigrantenfamilien, haben kaum eine Chance in diesem Land. DAS finde ich den größten Skandal.

    Allen, die ähnlich empfinden, empfehle ich das neu erschienene Buch von Ludger Wössmann, Ökonom am ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München: [B][B]„Letzte Chance für gute Schulen - Die 12 großen Irrtümer und was wir wirklich ändern müssen.”, ZS Verlag, 17.95 Euro.

    Diese allein auf internationalen Studien und Fakten beruhende (gut verständliche) Analyse unseres Schulsystems ist frei von partei-ideologischer Beeinflussung, Wössmann fordert Veränderungen, die sowohl linke wie konservative Bildungspolitiker vor den Kopf stoßen, das finde ich sympathisch - und im Übrigen überzeugend.

    Auf eine spannende Diskussion (und vielleicht ein paar bahnbrechende Ideen ...) freut sich
    Julia Karnick

  7. User Info Menu

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    .
    Geändert von ernesto_01 (08.10.2007 um 11:58 Uhr)
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  8. Inaktiver User

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Ich finde, es scheitert einfach an der Umsetzung des Schulgesetzes. Da steht ganz klar, dass jedes Kind ein Recht auf individuelle Förderung hat. Nur läßt sich dieses Recht schwer einfordern, wenn man von Lehrern und Schulleitung hört, dass zu wenig Lehrer bzw. Geld für Lehrer vorhanden wäre.

    Ich persönlich bin allerdings der Meinung, dass das nur eine Ausrede ist. Es wurde den Lehrern in der Ausbildung oder auch später anscheinend nicht die Notwendigkeit einer individuellen Föderung vermittelt.

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    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Als Mutter eines kleinen Sohnes bewegt mich das Thema Bildung genau so - allerdings wenn schon auf die Straße, dann wofür? Die Themen sind doch total vielfältig, genauso wie die Formen der Kinderbetreuung in Deutschland, ein einziger Flickenteppich..da brauchts schon ein klares Programm- und wer will das liefern?! Außerdem gibt es in Deutschland m.E. viele Alternativen, von Privatschulen über Internate, Walldorf, Montessori und wie sie alle heißen, da ist die Auswahl groß und die Not, was zu ändern, geht auch zurück. Außerdem halten sich die Amis jetzt schon chinesische Kindermädchen, wer also für die Bildung was tun will, sollte nicht mehr über deutsch-englische Kindergärten debattieren. Wenn es - im Übrigen auch von der Kolumnistin - keine konkreten Vorschläge zur Beseitigung von Bildungsmissständen gibt (und die sind sooo vielfältig), wir die Demo auch nur im Sande verlaufen.

  10. Inaktiver User

    AW: Initiativen für ein kinderfreundlicheres Schulsystem

    Die politische Diskussion ist verlogen, denn es geht hier nicht darum ALLEN Kindern eine gute Schulausbildung zu ermöglichen.
    Darum ging es in Deutschalnd noch nie.

    Für was man auf die Straße sollte?
    Ganztagsschulen die ohne Hausaufgaben auskommen.
    Lehrbücher die ein autodidaktisches Lernen ermöglichen.

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