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  1. Moderation

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    Initiativen: Krankenhausplanung in Flensburg wird eine Fehlplanung

    Sie fordern: ein neues Zentralkrankenhaus darf sich nicht gegen Frauen richten!

    Und genau das tut es, wenn damit ein Angebot, das bisher vertraglich festgeschrieben war/ist, einfach entfallen soll im Zuge der Fusion zweier Krankenhausträger. Das katholische Krankenhaus St. Franziskus hat sich durchgesetzt mit seiner Forderung, keine Schwangerschaftsabbrüche „nach Beratungsschein“ im neuen Krankenhaus anzubieten. Der zweite Träger und die Stadtverwaltung haben es hingenommen und sie setzen die Belange einer religiösen Minderheit über die Belange von Frauen!

    Wo bleiben die hohen Ansprüche, eine „geschlechtergerechte Stadt“ zu sein? Es liest sich so schön im Aktionsplan, was alles für Geschlechtergerechtigkeit getan wird oder noch zu tun ist:
    https://www.flensburg.de/PDF/Aktions..._ts=1620630853

    Die Initiativen, die sich gegen den Wegfall der Krankenhausleistung wehren, verlangen eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema und keine „Findungsgruppen“ an „runden Tischen“ hinter verschlossenen Türen. Dabei ist die Notwendigkeit schon gefunden: es muss weiterhin ein Krankenhaus in Flensburg für die Stadt und das Umland geben, das Schwangerschaftsabbrüche vornimmt.

    Am 10.6. findet in Flensburg eine Sitzung der Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern statt.
    Thema: Bebauungsplan "Zentralkrankenhaus Flensburg/Peelwatt" (Nr. 305)
    Tagesordnung / Ratsinfo Flensburg

    Die Initiativen werden nicht aufgeben und weiterhin informieren und protestieren gegen die unausgegorene Planung des Bauvorhabens!

    Gruß
    cpeg
    Geändert von cpeg (09.06.2021 um 10:53 Uhr)
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  2. Moderation

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    AW: Initiativen: Krankenhausplanung in Flensburg wird eine Fehlplanung

    Moin,

    und so sieht und beschreibt es die örtliche Presse (da mit "Bezahlschranke" wird sich ein Link nicht lohnen. Ich habe aber bezahlt ):

    Die Planungen für das neue Zentralkrankenhaus bleiben mit einem Makel behaftet. Zwar gab es am Donnerstagabend in der Ratsversammlung eine deutliche Mehrheit für den Bebauungsplan, jedoch stimmten mit Marlene Langholz-Kaiser, Clemens Schmidt, Julia Döring (alle Bündnis 90/Die Grünen), Ursula Thomsen-Marwitz (SPD), Gabriele Ritter und Andreas Zech (Bündnis Solidarische Stadt) sechs Kommunalpolitiker dagegen. Katja Claussen und Pelle Hansen (beide Bündnis 90/Die Grünen) enthielten sich.

    Streitpunkt war einmal mehr das Thema Schwangerschaftsabbrüche, die nach dem jetzigen Stand der Planungen in dem neuen Malteser-Diako-Klinikum nicht stattfinden sollen. „Wir bekommen ein Krankenhaus, das uns mit einem eingeschränkten Angebot zurück ins letzte Jahrtausend katapultiert“, ärgerte sich Ritter. Durch die Entscheidung würden die Rechte von Frauen beschnitten werden.

    (gekürzt)
    – Quelle: Streit um Abtreibungen: Sechs Stimmen gegen Bebauungsplan fur neues Zentralkrankenhaus in Flensburg | shz.de ©2021

    Wir waren auch gestern wieder aktiv und informierten an unserem kleinen Stand.
    Es hat mich gefreut, dass einige Menschen auf uns zu gekommen sind, weil sie vorab von unserer Aktion gehört und gelesen haben.

    Schönen Sonntag
    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  3. Moderation

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    AW: Initiativen: Krankenhausplanung in Flensburg wird eine Fehlplanung

    Guten Abend,

    so sieht es der Petitionsausschuss (ein Abschnitt aus (https://www.landtag.ltsh.de/oepetiti...ecution=e1s1):

    "Leider ist mit dieser Fusion aber auch der Verlust des hier bislang gegebenen Angebots eines auch außerhalb von medizinischen Notfällen klinisch durchgeführten Schwangerschaftsabbruchs in Flensburg verbunden. Jedoch ist im Rahmen der Ermittlungen deutlich geworden, dass es keine rechtliche Grundlage dafür gibt, ein solches Angebot einzufordern. Diesbezüglich legt das Gesundheitsministerium dar, dass mit der derzeitigen gesetzlichen Regelung Krankenhäuser in privater oder gemeinnütziger Trägerschaft nicht zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen verpflichtet werden könnten. Auch könnten Fördermittel des Landes nicht mit der Verpflichtung zur Durchführung bestimmter medizinischer Leistungen verknüpft werden. Die rechtliche Grundlage der Investitionsförderung für die stationäre Krankenhausversorgung finde sich im Krankenhausfinanzierungsgesetz sowie im zugehörigen Ausführungsgesetz des Landes. Die Investitionsförderung diene danach ausschließlich der Sicherstellung der akut-stationären Krankenhausversorgung. Diese leite sich aus dem Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V - Gesetzliche Krankenversicherung) und Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses ab".

    Immer wieder erleben wir, dass ohne umfassende Änderungen der Gesetze und eine Entfernung des Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch eine Umsetzung unserer Forderungen (mindestens) "sehr schwierig" wird.

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  4. User Info Menu

    AW: Initiativen: Krankenhausplanung in Flensburg wird eine Fehlplanung

    Vielen Dank, cpeg, dass Du uns dazu auf dem Laufenden hältst!

    Zitat Zitat von cpeg Beitrag anzeigen
    "[...] Die Investitionsförderung diene danach ausschließlich der Sicherstellung der akut-stationären Krankenhausversorgung. [...] ".
    Aus meiner Sicht gehört ein Schwangerschaftsabbruch dazu.
    Aber mich fragt ja keiner.

    Unglaublich, dass den Frauen dort somit weitere Steine in den Weg gelegt werden.
    So kommt auf die Betroffenen zu der ohnehin wohl meist nicht leicht zu treffenden Entscheidung auch noch der Spießrutenlauf hinzu, einen entsprechenden Arzt zu finden.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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