+ Antworten
Seite 10 von 18 ErsteErste ... 89101112 ... LetzteLetzte
Ergebnis 91 bis 100 von 180

Thema: Verkehrswende

  1. Avatar von Rowellan
    Registriert seit
    03.05.2007
    Beiträge
    14.523

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Spruch mit den kalten Händen ist so dämlich, da erübrigt sich doch jede Diskussion.
    Der stammt nicht von mir, den hab ich irgendwo geklaut und schon öfter gehört und gelesen, als Synonym für: Man wird mich tatsächlich mit harten gesetzlichen Maßnahmen vom Autofahren abhalten müssen - freiwillig werde ich meine Freiheit niemals aufgeben.
    Und ja, mein Auto ist für mich Freiheit und Unabhängigkeit; ich bin (hab ich an anderer Stelle schon geschrieben) in einer Kleinstadt aufgewachsen, mit mieser Busverbindung (in dem mir auch immer schlecht wurde, ich habe starke Reiseübelkeit) und Fahrrad war auch keine echte Alternative; ich bin bekennender Bewegungs- und Sportmuffel und seh überhaupt nicht ein, das zu ändern. Also hing ich fest in dem Kaff, bis ich endlich, endlich 18 wurde und Führerschein und eigenes Auto hatte. So will ich nie, nie, nie wieder leben. Never. Nada. Niente. Nix.
    *lost in the woods*

  2. Inaktiver User

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab das schon bewusst so verglichen - eine einzelne Fahrt mit der Bahn bzw. deren reguläres Ermäßigungsticket gegen eine einzelne Fahrt mit dem Verkehrsverbund, bzw. deren reguläres Tagesticket.

    Würde man die Vielfahrer-Situation gegenüberstellen, müsste man das auch bei beiden tun. Und dieser Vergleich fällt unterm Strich zwar besser aus, aber auch nicht zugunsten der Bahn.

    Beispiel: Dieselbe Verbindung für eine Personen kostet bei der Bahn als Jahreskarte ~1.950€, beim VV ~1700€. Mit dem Unterschied, dass ich mit der VV-Karte Täglich am Abend und von Freitag bis Sonntag auch noch drei Mitreisende mitnehmen darf. Bei der Bahn wäre das eine Person und bis zu 3 Kinder. Und dann nutze ich mit dem VV immer noch die bequemeren Züge und hab eine saubere Toilette. Und davon, dass ich beim VV-Ticket noch direkt alle städtischen Buslinien nutzen kann, sprechen wir noch gar nicht.

    (Der Vergleich hinkt, weil ich gerade nicht in Erfahrung bringen kann, was die "normale" Jahreskarte bei der Bahn kosten würde - diese Angabe bezieht sich auf ein digitales Bahnticket, das bei mir nicht funktionieren würde. Dieselbe Fahrkarte auf Papier kostet in jedem Fall nochmal etwas mehr - beim Monatsticket ist das ein Aufschlag von über 20%, der bei diesem Beispiel-Bahnticket noch fehlt. Der VV würde also im gleichwertigen Vergleich noch besser abschneiden als hier dargestellt. )

    Ich wünschte, die Bahn würde ein besseres Bild von sich zeichnen, tut sie aber leider nicht.
    Ok, Du vergleichst nur Verkehrsverbund mit Deutscher Bahn? Ich dachte, es geht um den Vergleich mit dem Auto.

    Was meinst Du mit "normale Jahreskarte der Bahn"? Bahncard 100 kostet 3.952.

  3. Avatar von 2believe
    Registriert seit
    14.04.2015
    Beiträge
    359

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Auf Kürzungen muss nicht hingewiesen werden, 2believe. Das ist immer erlaubt. Nur Fettungen oder Einfärben von Zitaten ist "eigentlich" nicht gestattet und braucht unbedingt einen Hinweis, dass die Zitatveränderung nicht von den jeweiligen Verfassern stammt. (Zitatverfälschung)
    Ah, ok danke für den Hinweis. Ich finde zwar schon, dass die Gefahr besteht ein Zitat aus dem Zusammenhang zu reißen. Aber sei es drum.

    Die Entschleunigung erfordert ein Umdenken. Auch auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Die Beschaffung von 100 unbedingt rosa Ballons zum Kindergeburtstag sind's nicht.^^ Wenn die Beschäftigung mit Luxusproblemen von der Zeit abgezogen wird, bleibt bei vielen Leuten oft erstaunlich viel übrig.
    Da stimme ich dir zu aus eigener Erfahrung.
    Der Mensch passt eben seine Lebensweise an seine technischen Möglichkeiten an. Doch dadurch haben wir mittlerweile eine Lebensweise, die uns Probleme bereitet.

  4. Inaktiver User

    AW: Verkehrswende

    Es dürfte auch nicht so einfach werden, diese Lebensweise "schnell" zu verändern. Zumindest nicht, wenn nur "harte Maßnahmen" gegen die Menschen ergriffen werden, aber nicht vorher (!) oder zumindest zeitgleich eine neue Infrastruktur geschaffen wird.

  5. Avatar von 2believe
    Registriert seit
    14.04.2015
    Beiträge
    359

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hab jetzt gerade überlegt, ob wir in der gleichen Stadt wohnen, aber passt dann doch nicht alles. :-)

    Hier aber auch: Nadelöhr für die Straßenbahn soll bereinigt werden durch Extratrasse. Hängt davon ab, ob die Stadt da die Häuser kaufen und abreißen kann, aber an der Stelle will sowieso keiner mehr freiwillig wohnen. Als Hausbesitzer müsste man so ein Angebot mit Kusshand nehmen.
    Anhand deiner Beschreibung mit der Straßenbahn stelle ich fest, dass wir eher nicht von der gleichen Stadt reden.

    Die Probleme dürften überall ähnlich sein. Früher wurde alles auf das Auto ausgerichtet und Straßenbahntrassen zurück gebaut, heute wieder für viel Geld neu gebaut

    Die Nadelöhrsituationen haben sich jüngst verschärft, weil sich die Stadt immer mehr verdichtet und von außen reindrängen. Dass dabei jeder alleine in seinem 1,5 tonne Auto sitzt kann eigentlich nicht funktionieren.

  6. Avatar von 2believe
    Registriert seit
    14.04.2015
    Beiträge
    359

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Der stammt nicht von mir, den hab ich irgendwo geklaut und schon öfter gehört und gelesen, als Synonym für: Man wird mich tatsächlich mit harten gesetzlichen Maßnahmen vom Autofahren abhalten müssen - freiwillig werde ich meine Freiheit niemals aufgeben.
    Und ja, mein Auto ist für mich Freiheit und Unabhängigkeit; ich bin (hab ich an anderer Stelle schon geschrieben) in einer Kleinstadt aufgewachsen, mit mieser Busverbindung (in dem mir auch immer schlecht wurde, ich habe starke Reiseübelkeit) und Fahrrad war auch keine echte Alternative; ich bin bekennender Bewegungs- und Sportmuffel und seh überhaupt nicht ein, das zu ändern. Also hing ich fest in dem Kaff, bis ich endlich, endlich 18 wurde und Führerschein und eigenes Auto hatte. So will ich nie, nie, nie wieder leben. Never. Nada. Niente. Nix.
    Ich glaube auch nicht, dass die Lösung darin besteht, dass alle immer auf das Auto verzichten.

    Aber man muss schon auch erkennen, dass es ein nicht selbstverständlicher Luxus ist, wenn man maximal mobil sein will das aber mit dem größtmöglichen Komfort. Dafür sollte die Allgemeinheit nicht zahlen müssen.
    Es ist für das erste schon mal geholfen, wenn die anderen Verkehrsalternativen mit den gleichen Förderungen vorangetrieben werden würden wie früher das Auto.

  7. Inaktiver User

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit "normale Jahreskarte der Bahn"? Bahncard 100 kostet 3.952.
    "normal" = die nicht-digitale. Eine Fahrkarte, die physisch existiert. Nur das wäre der passende Vergleich, da ich den VV-Preis auch für eine solche angegeben habe, bei der Bahn aber nur den Preis der digitalen Fahrkarte fand. Und wie ich auch bereits erwähnt habe, liegt der Preis von "normalen" nicht-digital Tickets bei der Bahn bei Monatskarten um über 20% über den digitalen.

    Ich habe bewusst eine von mir häufig genutzte Verbindung und den Preisunterschied dargestellt, so ist das eben für mich im Alltag relevant. Also, der VV - nicht die Bahn, aus den dargestellten Gründen.

    Daran ändert auch die noch hochpreisigere Bahncard 100 nichts.

    Nebenbei: Der Spruch mit den "toten, kalten Händen" stammt von Charlton Heston im NRA-Kontext und wurde an höchst unpassender Stelle geäußert, bei einer NRA-Veranstaltung am Jahrestag nach dem Columbine-Massaker.

  8. Avatar von Rowellan
    Registriert seit
    03.05.2007
    Beiträge
    14.523

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Es ist für das erste schon mal geholfen, wenn die anderen Verkehrsalternativen mit den gleichen Förderungen vorangetrieben werden würden wie früher das Auto.
    An dem Punkt sind wir uns sogar einig. Ich hab ein paar Jahre in den Niederlanden gelebt, von denen können wir uns eine Menge abschauen, was Städteplanung für Fahrräder angeht.

    Was die Öffis angeht... puh... das würde so richtig viel Geld kosten und ein komplettes Umdenken. Mehr Verbindungen (auch und vor allem in die ländlichen Gebiete), dichtere Taktung, länger Züge, modernere Züge in denen man nicht das Gefühl hat zu ersticken, attraktivere und sicherere Bahnhöfe, überhaupt, Sicherheit: Mehr Bahnpersonal, das sich um Betrunkene, Pöbler und betrunkene Pöbler kümmert und im Zweifelsfall vor die Tür setzt. Bewachte Park & Ride-Plätze samt der entsprechenden Bahnhöfe; gerade abends und nachts. Ich arbeite manchmal länger und, wie gesagt, einsames Gewerbegebiet. Nennt mich Feigling, aber ich werd einen Deubel tun, da spätabends noch einen halben Kilometer zur Bahn zu laufen, mich dann an den dunklen, unübersichtlichen Bahnsteig zu stellen und auf die S-Bahn zu warten, um dann zu einem ebenfalls einsamen, dunklen P&R-Platz zu laufen, wo mein Auto steht.

    Sauberkeit ist auch so ein Thema... da stinkt es nach Urin, manche Sitze sehen auf, als hätte schon mal jemand draufgepieselt oder Schlimmeres; ich krieg da Ekelherpes
    *lost in the woods*

  9. Avatar von Rowellan
    Registriert seit
    03.05.2007
    Beiträge
    14.523

    AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nebenbei: Der Spruch mit den "toten, kalten Händen" stammt von Charlton Heston im NRA-Kontext und wurde an höchst unpassender Stelle geäußert, bei einer NRA-Veranstaltung am Jahrestag nach dem Columbine-Massaker.
    Oh - das wusste ich tatsächlich nicht, ich hatte ihn im Hinterkopf in irgendeinen Film als Oneliner verbucht. Dann sollte ich meine Nutzung tatsächlich überdenken - in einem solchen Zusammenhang möchte ich nicht schreiben. Danke für die Info.
    *lost in the woods*

  10. AW: Verkehrswende

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Aber man muss schon auch erkennen, dass es ein nicht selbstverständlicher Luxus ist, wenn man maximal mobil sein will das aber mit dem größtmöglichen Komfort. Dafür sollte die Allgemeinheit nicht zahlen müssen.
    Es ist für das erste schon mal geholfen, wenn die anderen Verkehrsalternativen mit den gleichen Förderungen vorangetrieben werden würden wie früher das Auto.
    Es geht ja nicht nur ums geld.
    Noch wichtiger finde ich, dass allen verkehrsteilnehmern der platz eingeräumt wird, den sie anteilmässig benötigen. Davon gibt es gerade für radfahrer und fussgänger noch viel zu wenig. Sie knubbeln sich, geraten in gefährliche situationen, kommen sich gegenseitig ins gehege. Währenddessen wurde zumindest bis vor kurzem immer noch mehr platz für autos geschaffen. Klar, die armen dinger werden ja auch immer grösser.
    nichts ist wie es scheint

+ Antworten
Seite 10 von 18 ErsteErste ... 89101112 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •