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  1. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Starkregen ist leider auch nicht gut.

    Ist der Boden erst einmal ausgetrocknet schwemmt Starkregen nur die gute Humusschicht weg.
    Der ausgetrocknete Boden kann die Regenmassen gar nicht so gut aufnehmen.
    Knallt danach wieder die Sonne drauf, hast du getrockneten Schlamm der hart ist und den Boden abdichtet und darunter ist es weiterhin trocken. Zumindest in meiner Gegend, hier ist viel Lehm in Boden, das wird wie Beton.

    So ein guter alter Landregen, das wär's.
    Das weiß ich, nur habe ich in den letzten 1 bis 2 Jahren keinen normalen Landregen mehr erlebt. Das pladdert immer runter, so dass danach alles kaputt ist. Aber zumindest unsere Stauseen mach er voll.
    FCK
    AFD


  2. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Dem Wunsch nach ergiebigem Landregen schließe ich mich sehr gerne an. Weitere Hitze- und Dürresommer sind angesichts der Klimakrise aber zunehmend wahrscheinlich. Aus der Vorab-Pressemitteilung zu einer aktuellen Studie der ETH Zürich, Zitat (Hervorhebungen von mir):

    In dieser Studie befasste sich Vogel aus dem Team von ETH-Professorin Sonia Seneviratne mit der Hitzeperiode, die von Mai bis Juli 2018 weite Teile der Nordhalbkugel nördlich des 30. Breitengrades heimsuchte. [...] Dazu analysierten die Forscherinnen und Forscher beobachtungsbasierte Daten von 1958 bis 2018. Weiter simulierten sie die geografische Ausdehnung, die Hitzewellen bis Ende des Jahrhunderts bei weiter steigenden Temperaturen erreichen könnten.

    Die Auswertung der Daten aus dem letzten Hitzesommer zeigt, dass zwischen Mai und Juli im Tagesdurchschnitt 22 Prozent der besiedelten oder landwirtschaftlich genutzten Fläche der Nordhemisphäre gleichzeitig von extrem hohen Temperaturen betroffen waren. [...] Die Messdaten zeigten den Forscherinnen, dass solch grossflächige Hitzewellen in der Nordhemisphäre erstmals 2010 auftraten, dann wieder 2012, und nun 2018. Davor jedoch registrierten Forschende keine solch grossen Gebiete, die zeitgleich von Hitze betroffen waren.

    Modellrechnungen bestätigen diesen Trend. Grossflächige Hitzeextreme werden immer wahrscheinlicher, je wärmer es auf der Erde wird. [...] Nimmt die globale Erwärmung weiter zu und erreicht 1,5 Grad Celsius mehr gegenüber der vorindustriellen Zeit, dann wird für einen Viertel der Nordhemisphäre jeder zweite Sommer so heiss wie 2018. Bei einer globalen Erwärmung von 2 Grad liegt die Wahrscheinlichkeit für so ein Hitzeereignis bei nahezu 100 Prozent. Das heisst, dass fast jedes Jahr eine Fläche wie jene von 2018 von extremer Hitze betroffen sein würde.


    Gleichzeitige Hitze von menschgemachtem Klimawandel verursacht | ETH Zurich

    Wir sind derzeit global bei ca. +1 Grad (die BRD sogar bei ca. +1,4, Link) . Zur Erinnerung die Stellungnahme der 23.000 deutschsprachigen "Scientists for Future", Zitat:

    Es kommt nun darauf an, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und weltweit spätestens zwischen 2040 und 2050 auf null zu reduzieren. Eine schnellere Absenkung erhöht hierbei die Wahrscheinlichkeit, 1,5 °C zu erreichen. Die Verbrennung von Kohle sollte bereits 2030 fast vollständig beendet sein, die Verbrennung von Erdöl und Erdgas gleichzeitig reduziert werden, bis alle fossilen Energieträger durch klimaneutrale Energiequellen ersetzt worden sind. Unter Berücksichtigung von globaler Klimagerechtigkeit müsste in Europa dieser Wandel sogar noch deutlich schneller ablaufen. [...]

    Vor allem die Politik steht in der Verantwortung, zeitnah die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Insbesondere muss klimafreundliches und nachhaltiges Handeln einfach und kostengünstig werden, klimaschädigendes Handeln hingegen unattraktiv und teuer (z. B. durch wirksame CO2-Preise, Einstellung von Subventionen für klimaschädliche Handlungen und Produkte, Effizienzvorschriften und soziale Innovationen). Eine sozial ausgewogene Verteilung von Kosten und Nutzen des Wandels ist dabei unerlässlich.


    Stellungnahme | Scientists for Future

    Die erforderlichen Techniken sind vorhanden und bezahlbar, siehe z.B.

    Behauptung: „Klimaschutz ist zu schwierig und viel zu teuer“ | klimafakten.de

    Mehr Lebensqualität (Emissionsminderung bringt ja unter'm Strich auch Natur- und Gesundheitsschutz) wäre dabei als Bonus automatisch mit drin. Je länger mit der Umsetzung gewartet wird, desto drastischer, schwieriger und teurer wird's allerdings ...


  3. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    [IRONIE]

    Nein nein, wir wissen ja gar nicht, wie das wirklich ist, wir warten mal weiter ab.

    [/IRONIE]
    FCK
    AFD


  4. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Die erforderlichen Techniken sind vorhanden und bezahlbar,

    Mehr Lebensqualität (Emissionsminderung bringt ja unter'm Strich auch Natur- und Gesundheitsschutz) wäre dabei als Bonus automatisch mit drin. Je länger mit der Umsetzung gewartet wird, desto drastischer, schwieriger und teurer wird's allerdings ...
    Hinzu kommen auch noch hochwertigere Arbeitsplätze, als jene, die heute in Kraftwerken und Zulieferbetrieben. Aber wenn man lieber Braunkohle schöppt, als Solarpanele zu bauen....
    FCK
    AFD


  5. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Wer die empfindliche Seele seines Kfz zu bewahren sucht lässt doch Andere schöppen. Wozu hat man schließlich Personal ...

    (Suchstichworte, falls jemand die Anspielung nicht erkennt: Poschard Porsche Seele)

    Ich gäb' ja derzeit so einiges für 'ne gehörige Portion althergebrachten Konservatismus. Die Sorte Konservatismus, die Bildung, Besitz und Privilegien nicht als Lizenz zur weltweiten Ausbeutung von Ressourcen (fehl-)interpretiert. Sondern als Verpflichtung zu langfristig gedachtem, nachhaltigem Investieren und Handeln. Das sich an der Verantwortung gegenüber Mitmenschen und Umwelt orientiert.

    Gerade frisch reingekommen, National Geographic, Zitat:

    Only when 50 percent of the Earth’s terrestrial areas are protected, along with substantial cuts in fossil-fuel use and major increases in renewable energy, will we have a good chance of meeting the Paris climate target of less than 2.7 degrees Fahrenheit (1.5 degrees Celsius) of warming, the scientists argue. And if warming goes beyond 2.7 degrees Fahrenheit (1.5 degrees Celsius), we lose some of those natural systems and the services they provide humanity, including their ability to absorb carbon [...]

    Notably, these are not meant to be “no go” areas, but rather areas protected from resource extraction and land conversion. Sustainable uses would be permitted in all but the most sensitive areas. Communities around protected areas are generally better off than those farther away, recent research in 34 developing countries has found.


    To save Earth 30 percent of the planet must be protected, study says


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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Wer die empfindliche Seele seines Kfz zu bewahren sucht lässt doch Andere schöppen. Wozu hat man schließlich Personal ...

    (Suchstichworte, falls jemand die Anspielung nicht erkennt: Poschard Porsche Seele)

    Ich gäb' ja derzeit so einiges für 'ne gehörige Portion althergebrachten Konservatismus. Die Sorte Konservatismus, die Bildung, Besitz und Privilegien nicht als Lizenz zur weltweiten Ausbeutung von Ressourcen (fehl-)interpretiert. Sondern als Verpflichtung zu langfristig gedachtem, nachhaltigem Investieren und Handeln. Das sich an der Verantwortung gegenüber Mitmenschen und Umwelt orientiert.
    Dabei kann ich es, als technisch interessierter Mensch, gar nicht verstehen, warum man beim Auto so am Verbrennungsmotor hängt, gerade wenn es um den Spaß geht. Weil Spaß macht ein drehmomentstarker Elektromotor... Aber das ist ein anderes Thema.

    Du hast Recht! Derzeit hat nur der „schlechte“ Konservatismus eine Stimme, also jener, der anderen Menschen schadet und der die Gesellschaft vergiften will. Dabei gibt es so viel Wichtiges zu bewahren, aber darum geht es im aktuell gelebten Konservatismus leider nicht.
    FCK
    AFD


  7. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Ich gäb' ja derzeit so einiges für 'ne gehörige Portion althergebrachten Konservatismus. Die Sorte Konservatismus, die Bildung, Besitz und Privilegien nicht als Lizenz zur weltweiten Ausbeutung von Ressourcen (fehl-)interpretiert. Sondern als Verpflichtung zu langfristig gedachtem, nachhaltigem Investieren und Handeln. Das sich an der Verantwortung gegenüber Mitmenschen und Umwelt orientiert.
    für langfristiges Denken wären Feudalsysteme geeignet, da der Herr des Landstrichs dann halt auf viel konkretere Ebene daran denkt, was er seinen Enkelinnen hinterlassen wird, als eine moderne Politikerin mit vier Jahren Wahlperiode es tut.




    Gerade frisch reingekommen, National Geographic, Zitat:

    Only when 50 percent of the Earth’s terrestrial areas are protected, along with substantial cuts in fossil-fuel use and major increases in renewable energy, will we have a good chance of meeting the Paris climate target of less than 2.7 degrees Fahrenheit (1.5 degrees Celsius) of warming, the scientists argue. And if warming goes beyond 2.7 degrees Fahrenheit (1.5 degrees Celsius), we lose some of those natural systems and the services they provide humanity, including their ability to absorb carbon [...]
    woher die das auch immer wissen...

    Ich halte es nach wie vor für sinnvoller, Oasen mit angenehmem lokalem Klima zu schaffen (etwas, das Menschen in ihren Kulturlandschaften seid Jahrtausenden erfolgreich und nachhaltig hinkriegen), und nicht an der globalen Durchschnittstemperatur rumzudrehen - was einerseits ein viel zu grobes Mass ist; wenn ich andererseits im kleinen Massstab beobachte, was Fiebersenker am Menschen tun - will ich nicht etwas ähnliches für die Erde haben. Unerwünschte Nebenwirkungen, und so.


    Notably, these are not meant to be “no go” areas, but rather areas protected from resource extraction and land conversion. Sustainable uses would be permitted in all but the most sensitive areas. Communities around protected areas are generally better off than those farther away, recent research in 34 developing countries has found.
    To save Earth 30 percent of the planet must be protected, study says
    nein, es muss die GANZE Erde geschützt werden!

    Es wäre auch falsch zu denken "10% der Erde beuten wir aus und verdienen daran, die restlichen 90% schützen wir, daran verlieren wir Geld" - das Denken muss sein, dass JEDE Stelle der Erde wert ist, gepflegt und kultiviert zu werden (coluere: bebauen, erhalten, pflegen, verehren...). Dass "Schönheit" und "Gesundheit" und "Wirtschaftlichkeit" nicht Widersprüche sein müssen, sondern zusammen gedacht und gelebt gehören.

    und dass Giesskannenansätze (globale Durchschnitte) vielleicht als grobe Kennzahl eine gewisse, wenn auch sehr begrenzte, Aussagekraft haben, aber es darauf ankommt, was jeweils lokal geschieht!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Mokel Beitrag anzeigen
    Dabei kann ich es, als technisch interessierter Mensch, gar nicht verstehen, warum man beim Auto so am Verbrennungsmotor hängt, gerade wenn es um den Spaß geht. Weil Spaß macht ein drehmomentstarker Elektromotor... Aber das ist ein anderes Thema.
    Elektromotoren machen nicht diesen sehr befriedigenden Lärm, den ein starker Benzinmotor produziert.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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