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  1. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Du hast jetzt schon die Mögllchkeit, dein Einkaufsverhalten so zu gestalten, dass es möglichst wenig schadet. Nach dem, was du hier erzählst, nagst du ja nicht am Hungertuch und kannst dir auch Eier leisten, die 60 Cent kosten und nicht 6 Cent pro Stück. Tu es einfach!





    All dies nicht zu tun bringt auf alle Fälle unter dem Strich eine noch grössere Verschlechterung der Situation.








    Wenn man erst mal warten will, bis die ganze Welt sich einig wird... geht so viel Zeit ins Land, in der gar nichts passiert, anstatt das immerhin hie und da was Konstruktives passiert.

    und eben: eine Oase zu schaffen, in der es Vielfalt an Pflanzen und Tieren gibt, und Wasser... nur schon das könnte eines Tages dafür sorgen, dass die Menschheit überlebt und nicht ausstirbt. Einfach Oasen hie und da. Die sich, hoffentlich, mit der Zeit vergrössern und miteinander verbinden. Mikroklima ist auch wichtig, nicht nur globales Klima.

    gruss, barbara
    Zur kleinen selbstgeschaffenen Oase ein Filmtipp:

    Die Wiese.


  2. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn man erst mal warten will, bis die ganze Welt sich einig wird... geht so viel Zeit ins Land, in der gar nichts passiert,
    Mein ursprünglicher Beitrag hat sich an die Aussage einiger User gerichtet, die Schüler sollten Umweltschutz erst mal selbst vorleben, bevor sie demonstrieren gehen.

    Und deshalb JA, ich bleibe dabei, dass die Schüler-Demonstrationen sehr viel mehr bewirken können, als sich auf dieses Ich-lebe-Bio-korrekt zu beschränken und darauf hoffen, dass es mir der Rest der Welt nachmacht.

  3. Avatar von drafty
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    leider nein, aber im deutschen politischen System scheint mir das auch gar nicht gewollt zu sein...
    Ja, man hat gerne alles unter Kontrolle. Siehe auch Strang "Meinungsfreiheit in Deutschland", hier in diesem Theater.
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  4. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn es ein Problem gibt, dann eher, dass die Nachfrage grösser ist als das Angebot. und so viel teurer ist Bio in den meisten Fällen nun auch nicht.
    Du hast jetzt schon die Mögllchkeit, dein Einkaufsverhalten so zu gestalten, dass es möglichst wenig schadet. Nach dem, was du hier erzählst, nagst du ja nicht am Hungertuch und kannst dir auch Eier leisten, die 60 Cent kosten und nicht 6 Cent pro Stück. Tu es einfach!
    [...]
    Wenn alle für sauberes Wasser im Kochtopf sorgen, in der Tat, dann sind die Weltmeere gerettet.
    Ganz so einfach ist es eben nicht: Bio kann (z.B. weil dort keine bzw. weniger Biozide eingesetzt werden) ökologisch und evt. gesundheitlich sinnvoll sein. In Bezug auf den Klimawandel sind aber andere Faktoren entscheidend. Insbesondere die Transportwege. Weil nunmal jeder kommerzielle Transport CO2 emittiert.

    Auf den Biozug springen so viele auf, weil sie denken, dass sie sich selbst gesundheitlich und qualitativ etwas Gutes damit tun. Ob das tatsächlich stimmt darüber kann man streiten. Ist aber hier jetzt nicht das Thema.

    Für das Klima ist der konventionell, aber regional angebaute Apfel, den man mit dem Rad aus dem benachbarten Supermarkt holt, weniger schädlich als ein durch halb Europa gekarrter Bio-Apfel, für den man extra mit dem PKW in den weiter entfernten Biomarkt fährt.

    Der entscheidende Faktor in Bezug auf den Klimawandel ist der Verbrauch von aus fossilen Brennstoffen erzeugter Energie. Also Strom, Heizung, Kühlung, Dämmung. Nicht nur im individuellen Haushalt, sondern auch bei der Produktion von Konsumgütern. Und das Mobilitätsverhalten. Also Kfz, Flüge, Gütertransporte.

    Was bisher zu wenig verbreitet ist ist das (analog zum Bio-Lebensmittel-Konsum durchaus mögliche) Bewusstsein, dass man sich auch mit Klimaschutz individuell etwas Gutes tun kann.

    Wer z. B. mit dem Rad statt dem PKW fährt schont nicht nur die Umwelt. Sondern tut auch etwas für die eigene Gesundheit.

    Wer Strom aus regenerativen Energien bezieht hat nicht nur ein besseres Gewissen. Sondern auch bessere Luft, weil z.B. das benachbarte Kohlekraftwerk endlich abgeschaltet werden kann.

    Wer in einem gedämmten Haus mit modernen Fenstern weniger heizen muss schont nicht nur das Klima. Sondern auch den eigenen Geldbeutel (sinnvolle Planung und Bauausführung setzte ich jetzt mal voraus - ja, ich weiss, dass in dem Bereich leider auch sehr viel Schindluder getrieben wird).

    Wer weniger energieintensiv erzeugte und transportierte Produkte mit kurzer Lebenszeit konsumiert schont nicht nur das Klima. Sondern auch den eigenen Geldbeutel. Und wird weniger von unendlich angesammelten Mengen an Kram erschlagen, Stichworte Decluttering und Minimalismus.

    Wer sich für den überfälligen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, des ÖPNV und der Bahn für Mobilität und Transporte einsetzt schont nicht nur das Klima. Sondern hat auch weniger Lärm und weniger Kfz-Abgase vor der eigenen Haustür.

  5. Avatar von drafty
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Was die Langlebigkeit von Produkten angeht, steht dem, je nach Produktgattung, ein wenig der rasante technische Fortschritt entgegen und leider auch die Marotte so mancher Zeitgenossen, auch wirklich jeweils das neueste Teil z.B. Smartphone besitzen zu müssen, auch wenn das Letzte noch keine 6 Monate alt ist und man dafür 800€ hingeblättert hat.
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  6. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen

    Wer in einem gedämmten Haus mit modernen Fenstern weniger heizen muss schont nicht nur das Klima. Sondern auch den eigenen Geldbeutel (sinnvolle Planung und Bauausführung setzte ich jetzt mal voraus - ja, ich weiss, dass in dem Bereich leider auch sehr viel Schindluder getrieben wird).
    Den Punkt würde ich heftig hinterfragen und Informationen aus kritischen Quellen suchen.

    Bestandteile der Dämmmaterialien und was diese für die Unwelt bedeuten, Kunststofffenster, Raumklima, Verträglichkeit der verbauten Materialien untereinander, Gebäudeschäden.
    Ein riesiger geförderter Wirtschaftszweig, aber tatsächlich so sinnvoll wie es verkauft wird?


  7. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Was die Langlebigkeit von Produkten angeht, steht dem, je nach Produktgattung, ein wenig der rasante technische Fortschritt entgegen und leider auch die Marotte so mancher Zeitgenossen, auch wirklich jeweils das neueste Teil z.B. Smartphone besitzen zu müssen, auch wenn das Letzte noch keine 6 Monate alt ist und man dafür 800€ hingeblättert hat.
    In der ZDF-Mediathek findet man einen informativen Beitrag zur (verhinderten) Langlebigkeit:

    Die Reparatur-Revolution.

    Es gibt auch da Vorreiter, die für rechtliche Verbesserungen kämpfen.

  8. Avatar von drafty
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    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    In der ZDF-Mediathek findet man einen informativen Beitrag zur (verhinderten) Langlebigkeit:

    Die Reparatur-Revolution.

    Es gibt auch da Vorreiter, die für rechtliche Verbesserungen kämpfen.
    Dazu hatte ich auch mal ein kleines Schlüsselerlebnis, das mich stutzig gemacht hat. Ist etwa 10 Jahre her: Zwei Flachbildmonitore im Discounter gekauft (war damals finanziell etwas knapp ), die hielten einwandfrei ihre 2 Jahre Gewährleistung durch, aber danach gingen beide(!) Monitore (unterschiedliche Typen, aber gleiches Fabrikat) wenige Wochen danach und in geringem Abstand hops. Da ich hier allerdings fachlich versiert bin, habe ich die Dinger zerlegen und reparieren können. Ursache war in beiden Fällen ein billiges Bauteil (Elektrolytkondensator) das man bequem hätte besser dimensionieren können. Daß die Ausfälle zeitlich so haargenau ins Schema gepaßt haben, dürfte Zufall gewesen sein, aber ich kenne die Theorien dazu. Bei Prozessorsteuerungen könnte man den Ausfall im wahrsten Wortsinne exakt programmieren. Aber es wird nicht leicht sein, so was nachzuweisen.
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  9. Avatar von drafty
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Ich höre grade in den Nachrichten, daß Greta für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Naja, warum nicht. Obama hat einen, ich als Europäerin ja irgendwie auch. Warum soll Greta nicht zwei haben.
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  10. Registriert seit
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    AW: Schüler-Freitagsdemos

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Den Punkt [Dämmung] würde ich heftig hinterfragen
    Tue ich durchaus. Siehe den Zusatz "ja, ich weiß dass in dem Bereich leider auch sehr viel Schindluder getrieben wird" in meinem vorherigen Beitrag.

    Es gibt aber inzwischen hervorragend konstruierte Niedrigenergiehäuser. Es gibt inzwischen ökologisch unbedenkliche Dämmmatrialien (Stroh, Hanf, Steinwolle z. B.). Es gibt eine Renaissance der konstruktiven Dämmung (Doppelschalenmauerwerk z.B.). Und und und. Gerade im Baubereich gab es in den letzten 10-20 Jahren beeindruckend viele ökologische Innovationen. Deren weitere Verbreitung ganz nebenbei auch die heimische Wirtschaft (Handwerk und Produktion) fördern würde. Ein bisserl Subventionierung finde ich da gar nicht so unangebracht.

    Nein, die allfällig aufgeklatschte Styrodurplatte gehört sicher nicht zu den ökologisch langfristig sinnvollen Innovationen. Und sie ist sicher nicht unproblematisch (Brandschutz, Entsorgung). Da sind wir uns völlig einig. Bei Mietwohnungen im vorhandenen Bestand ist sie aber bisher die einzige ebenso schnell verbaubare wie auch halbwegs sozialverträgliche, weil kostengünstige, Option. Leider.

    Ich habe persönlich Erfahrung damit, wie es sich in einem per Styro-Platte im Schnellverfahren verpfuscht gedämmten Altbau lebt. Ich bin unter anderem deshalb dort ausgezogen. In eine andere Altbauwohnung, die nach hinten heraus gedämmt ist (definitiv nicht verpfuscht, sondern sinnvoll geplant und ausgeführt, aber leider halt auch Styrodur). Nach vorne heraus (aus Denkmalschutzgründen) bisher leider nicht. Der Unterschied gedämmt / hinten und ungedämmt / vorne ist in meiner Heizkostenabrechnung sehr deutlich ablesbar. Das Raumklima und das Gebäudeschaden-Risiko ist im un(!)gedämmten Bereich vorne deutlich problematischer. Weil es dort eine (denkmalgeschützte) Außen-Ecke mit einer konstruktiv bedingten Kältebrücke gibt. Ich würde es sehr begrüßen, wenn meine Genossenschaft an der denkmalgeschützten Vorderfassade eine Innendämmung durchführen würde. Mit ökologisch sinnvollen und gleichzeitig denkmalschutzgerechten Steinwolle-Platten von innen (die Option gab es, als die rückwärtige Dämmung angebracht wurde, noch nicht). In einem anderen Bestandsgebäude haben sie das bereits. Professionell geplant und ausgeführt, bisher keine Probleme bekannt. Das würde hier ganz nebenbei auch meine problematische Ecke entschärfen.

    Neubau / Niedrigenergie kann ich mir in meiner Stadt leider absolut nicht leisten. Meine Handlungsmöglichkeiten beschränken sich in dem Bereich daher bisher auf möglichst bewußtes Heizen und Lüften, sprich: Der sprichwörtliche Pullover und die lange Unnerbux im Winter, Quer- und Stoßlüftung, bei Dunkelheit und Abwesenheit wärmedämmende Vorhänge zu.

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