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  1. Avatar von marylin
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    AW: Volkskrankheit Adipositas

    Zitat Zitat von rotz_frech Beitrag anzeigen
    Ich finde schon, dass man Grenzen definieren könnte.

    Wenn jemand über längere Zeiträume beispielsweise trotz anderslautender Vorschläge und Konzepte an seiner "gewohnten" Ernährungs/Verhaltensweise fest hält und eben gar nicht bereit ist, diese zu verändern, dann kann er das selbstverständlich tun, aber nicht erwarten, dass er weiterhin vollumfänglich Unterstützung aus dem Solidartopf erhält.

    "Verschulden" würde ich gar nicht als determinierenden Faktor sehen, wohl aber die Verweigerung, neben Klinikaufenthalten und Medikamenten beispielsweise auch an der Lebensführung etwas zu ändern.

    Um noch einmal den Bogen zur Petition zu ziehen:

    Mir fehlt es diesbezüglich an einer Konkretisierung und klaren Richtlinien und Regelungen. Was soll KONRKET anders laufen als bisher? Mir ist bislang ja noch nicht einmal einsichtig, welche Behandlungen Adipösen angeblich verweigert werden!
    Es besteht bei keiner Erkrankung für einen Menschen, die Pflicht zur Behandlung. Das ist auch gut so. Trotzdem verliert kein Mensch den Anspruch auf ärztliche Hilfe, sofern er sie will und es notwendig ist. Auch das ist richtig so.
    Ich will kein System, was Patienten mit bestimmten Erkrankungen ausschließt. Und ich wiederhole es immer wieder hartnäckig: ärztliche Behandlungen sind keine Almosen - dafür zahlt man jeden Monat viel Geld.
    Ob ein Kranker nämlich auf Kosten der "Allgemeinheit" behandelt wird, oder ob die Behandlung sogar viel billiger ist, als seine monatlichen Beiträge bzw. die Summe daraus, ist auch so eine Frage. Wer 4x/Jahr seinen Bluthochdruck checken lässt, seine Rezepte nimmt und weiter nix, vielleicht 1x/Jahr zum Gyn... der verbraucht viel viel weniger, als er bezahlt.

    Ich selbst bin Raucherin und ein bissl zu dick... trotzdem liege ich der Allgemeinheit nicht auf der Tasche, ich bin nicht krank. Und wenn mal irgendwann - nunja, bis dahin habe ich + AG zigtausende Euro eingezahlt. Da werde ich ja wohl das Recht erworben haben, mich behandeln zu lassen - auch wenn "selber schuld"...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  2. Registriert seit
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    AW: Volkskrankheit Adipositas

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Es besteht bei keiner Erkrankung für einen Menschen, die Pflicht zur Behandlung. Das ist auch gut so. Trotzdem verliert kein Mensch den Anspruch auf ärztliche Hilfe, sofern er sie will und es notwendig ist. Auch das ist richtig so.
    Richtig. Der Mensch, der nicht behandelt werden möchte, geht nicht zum Arzt, verursacht also auch keine Kosten. ANSPRUCH auf Hilfe hat jeder Mensch, insbesondere in Akutsituationen. Jedoch kann und darf meines Erachtens die Kostenseite kritisch betrachtet werden, wenn jemand wider jedweder Intervention weiterhin auf einer für seine Gesundheit nachhaltig schädlichen Lebensführung besteht.

    Ich will kein System, was Patienten mit bestimmten Erkrankungen ausschließt. Und ich wiederhole es immer wieder hartnäckig: ärztliche Behandlungen sind keine Almosen - dafür zahlt man jeden Monat viel Geld.
    Es ist auch gar nicht die Rede von Ausschlüssen, sehr wohl aber von Kostenbeteiligungen.

    Das, was Familien für eine Familienversicherung einzahlen, ist oft angesichts dessen, was Behandlungen und Medikamente für drei oder mehr Personen tatsächlich kosten, sehr wenig. Ich wäre sehr dafür, dass Patienten der GKV regelmässig Kopien der Rechnungen bekämen, damit sie einmal ein Gefühl dafür bekommen, was das, was in Anspruch genommen wird, kostet.

    Ob ein Kranker nämlich auf Kosten der "Allgemeinheit" behandelt wird, oder ob die Behandlung sogar viel billiger ist, als seine monatlichen Beiträge bzw. die Summe daraus, ist auch so eine Frage. Wer 4x/Jahr seinen Bluthochdruck checken lässt, seine Rezepte nimmt und weiter nix, vielleicht 1x/Jahr zum Gyn... der verbraucht viel viel weniger, als er bezahlt.
    Ja, so ist das beim Solidarprinzip. Das geht aber nur solange gut, wie sich ALLE innerhalb eines gewissen Rahmens bewegen.

    Ich selbst bin Raucherin und ein bissl zu dick... trotzdem liege ich der Allgemeinheit nicht auf der Tasche, ich bin nicht krank. Und wenn mal irgendwann - nunja, bis dahin habe ich + AG zigtausende Euro eingezahlt. Da werde ich ja wohl das Recht erworben haben, mich behandeln zu lassen - auch wenn "selber schuld"...
    Hast Du Dir mal angeschaut, wie zügig Deine "zigtausend" Euro aufgebraucht sein können? Im übrigen ist das doch eine Milchmädchenrechnung, denn das, was Du und Dein AG einzahlen, landet ja nicht auf einem individuellen Konto, mit dem Du dann im Bedarfsfall wirtschaften könntest - das würde vermutlich auch niemand wollen.

  3. Avatar von marylin
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    AW: Volkskrankheit Adipositas

    Kostenbeteiligung gibt es doch schon, Zuzahlung bei Medikamenten z. B. Wobei die Kostenbeteiligung sowieso nur wieder die treffen würde, die gut einzahlen, weil guter Verdienst. Menschen mit wenig Einkommen kann man ja gar nicht an den Kosten beteiligen.
    Und außerdem - Wehret den Anfängen! Wenn wir einmal anfangen, Patienten an Kosten beteiligen zu wollen, weil sie sich nicht gebührend an die ärztlichen Anweisungen halten, wo kommen wir da hin?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  4. VIP Avatar von R-osa
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    AW: Volkskrankheit Adipositas

    Letzte Aufforderung das Thema Eigenverantwortung und Kosten in diesem Strang nicht weiter aufzugreifen.

    Alle weiteren Beiträge werden ab jetzt komplett als OT gelöscht.

    Wen das Thema so interessiert, der kann gern im Gesundheits Forum einen Strang dazu eröffnen.
    Oder sich einfach hier zurückhalten.

    R-osa
    VIP
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben


  5. Registriert seit
    03.07.2005
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    AW: Volkskrankheit Adipositas

    ups. ot.

    Also noch mal zur Petition: wenn es in erster Linie darum gehen sollte, den Zugang zu bariatrischen Operationen zu erleichtern - das ist ja wohl vor allem gemeint mit diesen, wie war das schon wieder formuliert, leitliniengerechten medizinischen Behandlungen? - hab ich noch einen weiteren Grund, gegen diese Petition zu sein.

    Menschen teure, komplizierte und komplikationsanfällig High Tech Medizin als (praktisch) einzigen Weg zu finanzieren oder ermöglichen - finde ich kritisch.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao
    Geändert von Bae (21.06.2018 um 18:12 Uhr)

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