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  1. Inaktiver User

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich würde auf den Umschlag schreiben "für Hans und Heide Müller. Vom Weihnachtsmann".

    Ob das denen einen Moment lang peinlich sein könnte... wäre mir egal.

    edit: ich hatte auch schon mal eine anonyme Spende im Briefkasten, als ich knapp war. Kein grosser Betrag, aber eine grosse Freude udn sehr willkommen. Das Empfinden von Reichtum und Geldfluss war sehr sehr cool :-)



    "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", empfiehlt die Bibel. deinen *Nächsten*. der dir räumlich nah ist. Nicht "alle auf der Welt" und schon gar nicht "besonders die, die weit weg sind".

    das ist doch in Ordnung so.

    gruss, barbara
    Genau!
    Schon allein in meinem Haus fiele mir eine Familie ein: der Mann ist schwer herzkrank und früh verrentet.
    Die Frau habe ich schon bei der Tafel gesehen, nicht weil ich auch da war sondern weil hier ein paar Straßen weiter an der Kirche so eine Ausgabestelle ist.

    Die würden sich freuen, da bin ich mir sicher.

    Ich persönlich finde auch immer so win-win-Situationen erstrebenswert.
    Und das heißt eben im Klartext dass es mir gefiele wenn meine Gabe eben nicht im grauen Nirwana verschwände.

    So geht man ja auch in anderen Bereichen vor.
    Ein Ehrenamt zum Beispiel sucht man sich auch nach Neigung aus.
    Und dem eventuellen Nutzen den man selbst daraus ziehen könnte.
    Jetzt nicht berühmt oder berüchtigt - sondern - den Horizont erweitern, neue nette Menschen kennen lernen etc...

    Und ich verstehe auch nicht wieso hier davon ausgegangen werden soll dass es Menschen beschämt wenn sie Hilfe erfahren.
    Im Sozialarbeiterjargon nennt man das : sie sind zu.
    Das sagt man von Menschen die schon zu lange auf der Straße leben, was so viel heißen soll wie nicht mehr erreichbar.

  2. gesperrt
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    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich verstehe auch nicht wieso hier davon ausgegangen werden soll dass es Menschen beschämt wenn sie Hilfe erfahren.
    Das kann passieren, aber nur dann, wenn man auf gönnerhafte, aufdringliche und herablassende Weise hilft. Damit Hilfe nicht falsch verstanden wird, braucht es viel Taktgefühl und Einfühlungsvermögen.

    Aber nicht jede Hilfe ist taktlos und herablassend. Zumal, wie bereits mehrfach gesagt, jeder Mensch in eine Situation geraten kann, in der er auf Unterstützung angewiesen ist.

    Ob andere hier Hasstiraden gegen jeden Menschen loslassen müssen, der sich mit Gleichgesinnten über Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung Notleidender austauschen möchte, und ihm von vornherein unlautere Motive sowie "Missionierungsversuche" unterstellen, juckt mich nicht. Wovon andere sich "getriggert" fühlen, wie es so schön auf Neudeutsch heißt, ist deren Sache. Wenn sie unbedingt lesen müssen, was sie "triggert", ist das ihre Entscheidung.

    Ich tue das, was ich für richtig halte. Und was meine Motive dafür sind, weiß ich selbst am besten.
    Geändert von Erzwespe (02.12.2017 um 23:00 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Erzwespe, du solltest nicht übersehen, dass du den Strang mit einer offenen Frage eröffnet hast.
    Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, das war zu erwarten.
    Hätte es Hasstiraden gegeben, wäre von Seiten der Moderation eingegriffen worden.

    Du wirst allerdings damit leben müssen, dass es Menschen gibt, die einen Geldumschlag in ihrem Briefkasten als gönnerhaft, aufdringlich und herablassend empfinden würden.
    Wenn du dann genau so eine Familie erwischt, musst du es halten wie Bae und dir sagen, dass dir die Gefühle des Zwangsbeschenkten egal sind.

  4. Avatar von linsemo
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    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Vielleicht hilft es, sich vorzustellen, daß man selber einen Briefumschlag mit Geld im Briefkasten findet. Wie würde es dir damit gehen?
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  5. Inaktiver User

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Also, ich hätte mich gewundert und dann gefreut, als ich "früher" immer knapp bei Kasse war.

    So ein bisschen ist dieser Einwand doch nichts anderes: Ihr nehmt euch heraus, darüber zu befinden, wie "arme" Leute auf eine Spende reagieren. Ist das nicht genau so herablassend?

    Zurück zum Thema: Ich habe mich entschieden, "im Kleinen" zu helfen, hier vor Ort, sowohl finanziell als auch mit Taten. Da kenne ich die Leute und sehe sofort die Ergebnisse meiner Hilfe. Außerdem liegt mir das Anliegen selbst auch sehr am Herzen, da passt das perfekt. (Bevor jetzt Einwände kommen: Niemand hilft völlig selbstlos, Helfende haben immer auch selbst etwas davon. Daher finde ich es seltsam, wenn hier manchen vorgeworfen wird, dass sie selbst sich beim Spenden gut fühlen.)

  6. Avatar von linsemo
    Registriert seit
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    5.395

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zurück zum Thema: Ich habe mich entschieden, "im Kleinen" zu helfen, hier vor Ort, sowohl finanziell als auch mit Taten. Da kenne ich die Leute und sehe sofort die Ergebnisse meiner Hilfe. Außerdem liegt mir das Anliegen selbst auch sehr am Herzen, da passt das perfekt. (Bevor jetzt Einwände kommen: Niemand hilft völlig selbstlos, Helfende haben immer auch selbst etwas davon. Daher finde ich es seltsam, wenn hier manchen vorgeworfen wird, dass sie selbst sich beim Spenden gut fühlen.)
    Ich gehe einmal in der Woche in einen Kindergarten zum Vorlesen. Was ich davon habe? Da habe ich mir keine Gedanken drüber gemacht. Ich liebe Bücher und ich freue mich darüber, wenn ich das Interesse weitergeben kann.

    Ich bin jetzt zu Hause und wollte einfach etwas mit Kindern machen. Mit älteren Menschen etwas zu machen hatte ich kein Interesse, den 100. Lebenslauf anhören, da habe ich keine Nerven für. Auf meiner Arbeitsstelle war ich sehr isoliert, das wollte ich nicht mehr. Ich habe keine Familie, keine Kinder und nur einige Bekannte.

    Seit ca. April mache ich das und ich habe ganz viel davon. Viele zwischenmenschliche Seiten die mir sehr hilfreich sind. Hätte ich nie gedacht, daß so etwas passieren könnte.

    Dazu mache ich bei meiner Bank Gewinn-Sparen. Ein Teil des Geldes wird gespart und ein Teil geht an gemeinnützige Zwecke, z. B. Musikunterricht für Kinder. Jedes Jahr habe ich mindestens 450,00 € gespart und ich kann noch Geld oder andere Sachen gewinnen.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Geändert von linsemo (03.12.2017 um 11:53 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Ja, und daran ist ja auch nichts Verwerfliches, im Gegenteil, das ist wohl normal. Ich glaube kaum, dass jemand Zeit und Geld aufwenden würde, um zu helfen, wenn er so gar keinen Bock darauf hätte.

  8. Inaktiver User

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Ob der andere Bock darauf hat, ist aber nun ein Aspekt zu dieser Frage.


    Ich pers komme jedenfalls auf die Idee, dass ich selbst nun nicht von jedem gerne Geld an nehmen wollte und mich nicht von jedem beschenken lassen möchte ... und hätte als erwachsener Mensch ein Problem damit, wenn ich das gar nicht beurteilen könnte, da mir ein Fremder nur irgendeine Weihnachtsfloskel bemüht und ich deswegen die Spende nicht zuordnen kann.

    Jemanden Geld derart aufs Auge zu drücken gehört sich nicht ... der andere muss selbst entscheiden können ob er das annehmen oder zurückweisen möchte, sich z.B auch bedanken können usw.


    Armut hin oder her... sie bedeutet nicht, dass jeder alles für sich akzeptieren und annehmen muss.. und wer anonym vorgeht und den anderen die Entscheidungsfreiheit und seine Optionen nimmt... der macht schlicht etwas falsch!


    Der andere ist zu respektieren... der sollte also auch Nein, danke sagen können, dieses Geschenk möchte ich so nicht annehmen.
    Geändert von Inaktiver User (03.12.2017 um 14:44 Uhr)


  9. Registriert seit
    23.11.2012
    Beiträge
    1.146

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Ich vermute mal, dass du noch nie in finanzieller Not warst und wünsche dir das auch nicht, liebe FischohneFahrrad. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn man wirklich in Not ist, man sich über so eine anonyme Wohltat nicht freut.

    Auch mir ging es finanziell vor ein paar Jahren mal sehr schlecht, nach Trennung und Krankheit. Wenn da ein anonymer Wohltäter Geld in meinen Briefkasten getan hätte, wäre das für mich eine große Freude gewesen. Ein Bruder von mir hat mir damals (natürlich nicht anonym) 300 Euro zukommen lassen, einfach so. Und ich war nicht beschämt, denn ich wusste, er hat ein mehr als gutes Einkommen und es kam von Herzen.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  10. Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.088

    AW: Besser "im Kleinen" Gutes tun oder an Hilfsorganisationen spenden?

    Ich erinnere mich an einen Strang hier vor nicht allzu langer Zeit, als jemand große Probleme damit hatte, dass auf einem Konto Geld auftauchte, das anonym eingezahlt worden war. Tatsächlich konnte es dann irgendwie einer übelwollenden Ex zugeordnet werden.

    Soll heißen: Wenn der Empfänger so arm ist, dass er Sozialleistungen bezieht, ist er verpflichtet, diese anonyme Schenkung dem Sozialamt anzuzeigen. Tut er das, wird möglicherweise die Sozialleistung gekürzt und er hat gar nichts von der Schenkung. Tut er es nicht, hat er immer das ungute Gefühl, dass da jemand existiert, der ihn wegen Sozialbetrugs anzeigen könnte und vielleicht sogar genau das plant.

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich es auch extrem beschämend finde, auf diese Weise zu erfahren, dass ein Unbekannter mich für so arm hält, dass ich auf sein Almosen angewiesen bin. Woher weiß er das? Wird in der Nachbarschaft über meine Finanzen getratscht? Ist meine Kleidung so ärmlich?

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