Gewalt in der Geburtshilfe - Dok 5 - Sendungen - WDR 5 - Radio - WDR
Eben bin ich über diese Doku gestoßen und bin entsetzt.
Muss das erst einmal verdauen.
Was kann man da machen?
Warum wird das nirgends thematisiert?
Woher kommt das?
Wenn ich an meine erste Geburt denke, fallen mir auch ein paar grenzwertige Momente ein. Schon lange her. Aber die negativen Gefühle während und noch auch nach der Geburt sind allgegenwärtig.
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Ergebnis 1 bis 10 von 193
Thema: Gewalt unter der Geburt
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20.11.2017, 00:05Inaktiver User
Gewalt unter der Geburt
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20.11.2017, 00:21Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
Ich finde schon, dass das thematisiert wird.
Für mich war das schon in den 90ern, als meine Kinder auf die Welt gekommen sind, Anlass mir meine Entbindungsklinik sehr sorgfältig auszuwählen.
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20.11.2017, 00:24Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
Danke für dein Feedback.
Medial sicher.
In meinem Umfeld merke ich leider wenig. Und ich kenne viele Mütter. Sicher sehr schambehaftet.
War deine Auswahl schlussendlich gut?
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20.11.2017, 07:07Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
In den 80ern zu DDR Zeiten nichts außergewöhnliches auf der Geburtenstation. Je nach Größe der Klinik kamen da schon 20-30 Babys täglich zur Welt, da blieb nicht viel Zeit.
Ich selbst habe 5 Stunden alleine in den Wehen gelegen, ohne das in dieser Zeit jemand nach mir geschaut hat.
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20.11.2017, 07:32Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
Kein Wunder, dass niemand mehr Geburtshilfe leisten will. Jetzt steht man schon im Verdacht, gewalttätig zu sein.
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20.11.2017, 07:37Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
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20.11.2017, 07:44
AW: Gewalt unter der Geburt
Bei meiner ersten Geburt wurde massive Gewalt angewendet, ich gehe allerdings davon aus, dass es die einzige Möglichkeit war, mich und das Kind lebend durch die Situation zu bekommen und hadere nicht damit.
Ich halte die Zahl von 40 bis 50 Prozent für weit überzogen und nur haltbar, wenn man das Bauchaufschneiden des Kaiserschnitts dazu zählt.
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20.11.2017, 08:22
AW: Gewalt unter der Geburt
Ich habe die Geburt meiner Tochter auch als brutal empfunden. Aber einen Grund dafür gab es nicht.
Ich war zu schwach noch Jahre danach, um den Willen aufzubringen, mich zu wehren. Ich wollte soooo gerne die Hebamme anzeigen. Also den Willen hatte ich, konnte nur nicht handeln.
Bei mir sollte es eine sogenannte Vatergburt werden. Aber meinen Mann ließen sie nicht zu mir! Ich habe mir geschworen: Nie wieder ein Kind gebähren!
2 Jahre lang war ich danach völlig kraftlos.
Die Geburtsunterlagen habe ich kurz vor Entsorgungsfristende noch angefordert. Wollte den Namen der damals diensthabenden Hebamme noch mal sehen.
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20.11.2017, 08:27
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20.11.2017, 09:47Inaktiver User
AW: Gewalt unter der Geburt
Ja, gottlob, ich hab da dreimal entbunden, alle zwei Jahre.

Es ist wie immer Geschmackssache: ich hätte brutal gefunden, mir unter Narkose mein Kind herausoperieren zu lassen, ich hab daher Wert gelegt auf ein KH, das sehr hebammenorientiert war (was ja heute leider nicht mehr so gegeben ist...) , so Richtung natürliche Geburt, mit möglichst wenig medizinischer Intervention, außer im Notfall natürlich.
Ich bilde mir ein, beweisen kann ich es natürlich nicht, dass das viel dazu beigetragen hat dass ich drei extrem leichte und schnelle Geburten hatte, und entspannte Säuglinge.
Die Erfahrungen und Schwerpunkte der jeweiligen KHer wurden aber ausgiebigst diskutiert, also ich hätte das von meiner (Groß)Stadt alles gewusst, was wo gut war und was nicht. In einem KH hab ich am Info-Abend zu meinem Mann gesagt, wenn ich da entbinden soll spring ich vorher aus dem Fenster - da waren die Frauen alle in einem Saal, nur durch Vorhänge getrennt. Und auch da haben sich Leute angemeldet...


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