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  1. Avatar von bonneya
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Bei mir war es der Arzt. So ein Schwein. Ich war als Deutsche im Ausland, lag bereits mehrere Tage in der Klinik, meine Bettnachbarin von von dem entbindenden Arzt sehr aufmerksam betreut , von daher weiß ich, wie er auch anders sein konnte. Meine Bettnachbarin war Jüdin, der Arzt auch.

    Nun, im Kreissaal, las er meine Akte, ach, sie sind Deutsche, na, da wollen wir mal ein wenig Spaß haben....
    Der Mann hat die Hölle veranstaltet, wir machen ihnen jetzt mal eine tolle Zangengeburt.... Oh ja....

    Und dann ließ er noch Studenten holen, denen er genau zeigte, nämlich mindestens 10 mal, wie man nun so eine Zange einführt. Und wieder rausholt. Hölle....

    Dann hat er einen Schnitt gemacht. Und mich nach der Geburt zugenäht. Ich mußte später noch einmal in eine Klinik, wo man durch eine Längsschnittquervernähung das Ganze wieder "gangbar" machte.

  2. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kein Wunder, dass niemand mehr Geburtshilfe leisten will. Jetzt steht man schon im Verdacht, gewalttätig zu sein.
    Das hat denke ich ganz andere Gründe. Es ist auch kein Generalverdacht. Es geht hier um eine Tatsache.

  3. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Bei meiner ersten Geburt wurde massive Gewalt angewendet, ich gehe allerdings davon aus, dass es die einzige Möglichkeit war, mich und das Kind lebend durch die Situation zu bekommen und hadere nicht damit.

    Ich halte die Zahl von 40 bis 50 Prozent für weit überzogen und nur haltbar, wenn man das Bauchaufschneiden des Kaiserschnitts dazu zählt.
    Und wenn es „nur“ 20% wären, wäre das auch zu viel.
    Die Dauer- oder Langzeitfolgen sind ja( wie im Bericht geschildert) dann auch nicht ohne.

    Erschreckend fand ich auch das Statement des Arztes, dass ein Nein unter der Geburt kein Nein ist. Man ist quasi entmündigt.

  4. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich habe die Geburt meiner Tochter auch als brutal empfunden. Aber einen Grund dafür gab es nicht.

    Ich war zu schwach noch Jahre danach, um den Willen aufzubringen, mich zu wehren. Ich wollte soooo gerne die Hebamme anzeigen. Also den Willen hatte ich, konnte nur nicht handeln.


    Bei mir sollte es eine sogenannte Vatergburt werden. Aber meinen Mann ließen sie nicht zu mir! Ich habe mir geschworen: Nie wieder ein Kind gebähren!

    2 Jahre lang war ich danach völlig kraftlos.

    Die Geburtsunterlagen habe ich kurz vor Entsorgungsfristende noch angefordert. Wollte den Namen der damals diensthabenden Hebamme noch mal sehen.
    Das liest sich schrecklich und ist ja eigentlich noch mal schlimm. Diese Ohnmacht sich auch im Nachhinein nicht wehren zu können.

  5. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, gottlob, ich hab da dreimal entbunden, alle zwei Jahre.

    Ich bilde mir ein, beweisen kann ich es natürlich nicht, dass das viel dazu beigetragen hat dass ich drei extrem leichte und schnelle Geburten hatte, und entspannte Säuglinge.

    Die Erfahrungen und Schwerpunkte der jeweiligen KHer wurden aber ausgiebigst diskutiert, also ich hätte das von meiner (Groß)Stadt alles gewusst, was wo gut war und was nicht. ...
    Das freut mich für dich. Und sicher mit größer Auswahl hat man da Vorteile. Auf dem Land ist das ja oftmals nicht so.


  6. Registriert seit
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Der Arzt meinte folgendes: Er muss ein Nein der Mutter missachten, wenn Leben und Gesundheit des Kindes bedroht sind. Und im Podcast gab es in allen geschilderten Fällen lange Geburten mit abfallenden Herztönen beim Kind. Oder verengter Rhythmen.

    Viele Frauen wissen auch nicht, dass eine PDA das Risiko für Geburtskomplikationen immens erhöht. Im Aufklärungsbogen ist das auch nicht so klar ersichtlich.
    Die Kette PDA-Wehentropf- stockender Geburtsverlauf- mehr Wehenmittel- Schmerzmittelzugabe wegen Wehensturm... kann sich da extrem schnell drehen....

  7. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Viele Frauen wissen auch nicht, dass eine PDA das Risiko für Geburtskomplikationen immens erhöht. Im Aufklärungsbogen ist das auch nicht so klar ersichtlich.
    Die Kette PDA-Wehentropf- stockender Geburtsverlauf- mehr Wehenmittel- Schmerzmittelzugabe wegen Wehensturm... kann sich da extrem schnell drehen....
    Ja, das hab ich auch so verstanden. Eine Aufklärung ist aber Aufgabe von Ärzten. Und jede Kette hat einen Anfang , der nicht immer zwingend sein muss.

    Und in den geschilderten Fall mit dem 7cm Dammschnitt wäre ein Nein schon ein Nein gewesen.

  8. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Mir geht es ja vor allem um das

    WIE

    man Gewalt verhindern kann.

    Eine bessere Aufklärung ist ja schon mal ein Punkt.

  9. Avatar von guerteltier
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    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Der Arzt meinte folgendes: Er muss ein Nein der Mutter missachten, wenn Leben und Gesundheit des Kindes bedroht sind. Und im Podcast gab es in allen geschilderten Fällen lange Geburten mit abfallenden Herztönen beim Kind. Oder verengter Rhythmen.
    Ich finde es auch irreführend, solche Interventionen mit "Gewalt" zu betiteln, das impliziert für mich vorsätzlich evtl. sogar sadistisch motivierte seelische oder körperliche Verletzungen (ja, so etwas gibt es sicherlich auch, aber das ist doch hoffentlich in Deutschland selten).

    Man kann vermutlich immer darüber streiten, ob eine Maßnahme nun wirklich zwingend war, aber das liegt doch in der Natur der Sache, Medizin ist halt nicht binär. Und wenn ein Arzt gegen eine Maßnahme entscheidet und das Kind nimmt Schaden trägt er die Verantwortung.

    Wichtig ist natürlich, dass das Personal aus dem neuesten medizinischen Stand bleibt. Habe z.B. mal einen Artikel darüber gelesen, dass aufgrund der hohen Komplikationsraten von Zangengeburten wenn möglich zugunsten anderer Methoden abgesehen werden sollte, in vielen Kliniken diese aber immer noch zu häufig angewendet werden.

    Dass Thema Geburtskomplikationen durch PDA finde ich interessant, das habe ich jetzt schon öfter gehört, und ich habe mich immer gefragt, ob meine relativ lange Geburt auch durch die PDA verursacht war.

  10. Inaktiver User

    AW: Gewalt unter der Geburt

    Zitat Zitat von bonneya Beitrag anzeigen
    Nun, im Kreissaal, las er meine Akte, ach, sie sind Deutsche, na, da wollen wir mal ein wenig Spaß haben....
    Der Mann hat die Hölle veranstaltet
    Das ist in deinem Fall so rassistisch wie sadistisch von dem Arzt, so wie du es schilderst bzgl. seiner Motive.

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