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  1. Inaktiver User

    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Asphaltblume Beitrag anzeigen
    "Mieze Schindler" ist ein Traum!
    Ja, die ist mir auch begegnet in der Raritätengärtnerei. Ich erinnere mich, dass mir die Erdbeeren meiner Kindheit so wunderbar aromatisch und süß vorkamen und hielt das schon für eine rückblickende Verklärung bis ich irgenwo las, dass bei Erdbeeren Haltbarkeit und Aroma/Süße umgekehrt proportional sein sollen. Dass also die kommerziell angebauten Erdbeeren notgedrungen weniger lecker seien, wenn sie appetitlich aussehend beim Verbraucher ankommen sollen.
    Den Plan, mich mal auf die Suche nach alten Sorten zu machen, hatte ich früher schon einmal.

    Jetzt ist die Zeit dafür

    Ich habe eine "Dresdner Duftbeere", eine "Dr. Morère" eine "Direktor Paul Walbaum", sowie eine Hängeerdbeere bestellt, die bis zum Frost Früchte tragen soll.
    Ich meine gelesen zu haben, dass irgendeine dieser Sorten mit "Mieze Schindler" verwandt sein soll.

    Was ich ja in dem Zusammenhang verblüffend fand ist, dass es da "Selbstbestäuber", also Sorten mit gemischt männlichen und weiblichen Blüten gibt, als auch solche, die nur weibliche Blüten bilden und darum in der Nähe von anderen Erdbeersorten gepflanzt werden sollen.


    Weiss jemand zufällig, ob die Bestäubung durch den Wind erfolgt, oder ob da Bienen bzw. andere Insekten gebraucht werden?

    Asphaltblume, kannst du mir sagen, ob die Töpfchenpflanzen, die ich demnächst bekomme, dieses Jahr noch blühen und tragen werden? Die Frage kam mir erst nach der Bestellung
    Bitte bitte sag "ja"

    Schöne Grüße,
    Ika

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    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Urban Gardening ist ziemlich alt. Die Schrebergärten fallen nämlich ebenso darunter wie die Kartoffeläcker für die Armen. Beginn ab 1820, um die Not der Armen zu lindern, den Kindern in den Großstädten mehr Grün zu ermöglichen und um die Nahrungsmittelkette zu entlasten.

    Dann sind meine drei Paprikatöpfe auf dem Balkon auch Urban Gardening.
    Nein, sind sie nicht. Urban Gardening bedeutet, dass öffentliche (ungenutzte, meist heruntergekommene) Plätze der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, um dort jedem der Lust hat zu ermöglichen Pflanzen aller Art (zumeist Gemüse und Salat) anzupflanzen. Ernten darf auch jeder auf was er gerade Lust hat. Das stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern solche Plätze werden auch entmüllt, und "aufgepäppelt" - sprich "farbenfroh begrünt" - was die Lebensqualität in der Stadt erhöht.

    Urban Gardening hat aber noch einen viel ernsteren Hintergrund: es ist ein Weg das sich Städte (hauptsächlich in Entwicklungsländern) autark mit Lebensmitteln versorgen können, um so etwas gegen den weltweiten Hunger zu unternehmen. In Japan und anderswo gibt es auch Städte in denen leerstehende Hochhäuser komplett für Urban Gardening zur Verfügung gestellt werden - angesichts von nicht ausreichendem Ackerland und Monokulturen, eine sehr sinnvolle Initiative.

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    Der Tomatenfisch

    Auch eine ganz tolle Initiative:

    https://www.youtube.com/watch?v=8NRFmpTGX4E

  4. gesperrt

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    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Honkidonk Beitrag anzeigen
    Urban Gardening bedeutet, dass öffentliche (ungenutzte, meist heruntergekommene) Plätze der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, um dort jedem, der Lust hat, zu ermöglichen Pflanzen aller Art (zumeist Gemüse und Salat) anzupflanzen.
    Eine reine Begrünung von Flächen ist kein Urban Gardening, sondern eine Begrünung. Da geht es um die Optik: Grün bzw. bunt sieht besser aus als reines Baumaterial. Und es geht um Luftverbesserung: Pflanzen reinigen die Luft effektiver als irgendwelche Filter.
    Ein Gemeinschaftsgarten wird von einer Gemeinschaft betrieben. Da gibt es dann Regeln, damit das Gärtnern klappt. Wenn sich gar keiner für den Garten zuständig fühlt und es auch ist, versandet die gute Idee.

    Urban Gardening hat aber noch einen viel ernsteren Hintergrund: Es ist ein Weg, dass sich Städte (hauptsächlich in Entwicklungsländern) autark mit Lebensmitteln versorgen können, um so etwas gegen den weltweiten Hunger zu unternehmen.
    Das steht aber im krassen Widerspruch zu den täglich produzierten und weggeworfenen Lebensmitteln. Allein an Brot fliegt mehr in den Müll als zu den Tafeln. Gemüse, was nicht den Vorgaben entspricht, wird vernichtet. Nur ein Bruchteil kommt zur Tafel oder wird für spezielle Restaurants gerettet.
    Auf der Welt wird genug produziert, dass 10 Milliarden Menschen satt werden könnten. Aber die Verteilung von Lebensmitteln gelingt bisher nicht.
    Zudem konsumieren die Menschen nicht bewusst. Sie wissen nicht oder verdrängen, dass Lebensmittel zum Wachsen und Reifen Zeit benötigen. Sie kaufen zu viel ein. Sie denken, eine Gärtnerei produziert Blumen, nicht Gemüse oder Obst. Der Platz der Gärtnerei wäre in ihren Augen besser für Häuser genutzt als für Blumenanbau.
    Ob Urban Gardening die Lebensmittelversorgung einer Stadt löst, bezweifle ich.

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    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, die ist mir auch begegnet in der Raritätengärtnerei. Ich erinnere mich, dass mir die Erdbeeren meiner Kindheit so wunderbar aromatisch und süß vorkamen und hielt das schon für eine rückblickende Verklärung bis ich irgenwo las, dass bei Erdbeeren Haltbarkeit und Aroma/Süße umgekehrt proportional sein sollen. Dass also die kommerziell angebauten Erdbeeren notgedrungen weniger lecker seien, wenn sie appetitlich aussehend beim Verbraucher ankommen sollen.
    Den Plan, mich mal auf die Suche nach alten Sorten zu machen, hatte ich früher schon einmal.

    Jetzt ist die Zeit dafür

    Ich habe eine "Dresdner Duftbeere", eine "Dr. Morère" eine "Direktor Paul Walbaum", sowie eine Hängeerdbeere bestellt, die bis zum Frost Früchte tragen soll.
    Ich meine gelesen zu haben, dass irgendeine dieser Sorten mit "Mieze Schindler" verwandt sein soll.

    Was ich ja in dem Zusammenhang verblüffend fand ist, dass es da "Selbstbestäuber", also Sorten mit gemischt männlichen und weiblichen Blüten gibt, als auch solche, die nur weibliche Blüten bilden und darum in der Nähe von anderen Erdbeersorten gepflanzt werden sollen.


    Weiss jemand zufällig, ob die Bestäubung durch den Wind erfolgt, oder ob da Bienen bzw. andere Insekten gebraucht werden?

    Asphaltblume, kannst du mir sagen, ob die Töpfchenpflanzen, die ich demnächst bekomme, dieses Jahr noch blühen und tragen werden? Die Frage kam mir erst nach der Bestellung
    Bitte bitte sag "ja"

    Schöne Grüße,
    Ika
    Ja, sie werden dieses Jahr blühen und fruchten.
    Direktor Paul Wallbaum ist mit Mieze Schindler verwandt.
    Die meisten alten Erdbeersorten brauchen zur Befruchtung eine andere Sorte (ich denke, das liegt daran, dass alle Pflanzen einer Sorte Klone sind, also genetisch identisch). Die verschiedenen Sorten können sich in der Regel gegenseitig befruchten, sofern sie gleichzeitig blühen. Oft ist Selbstbefruchtung möglich, aber bei Fremdbefruchtung sind die Erträge besser. Die Bestäubung erfolgt über Bienen oder andere Insekten.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  6. Inaktiver User

    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ps
    Eben eine Seite mit historischen Erdbeersorten gefunden und zugeschlagen...
    Mal eben reinhüpfe und für solche Fälle die Seite dreschflegel mit www davor und de dahinter empfehle. Ich habe mich mal auf einem der beteiligten Bio-Höfe durch dessen Tomatenvielfalt probieren dürfen. Sensationell!

    Und wieder raushüpfe.

  7. Inaktiver User

    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Asphaltblume Beitrag anzeigen
    Die Bestäubung erfolgt über Bienen oder andere Insekten.
    Soweit ich weiß, werden die Früchte schöner und größer, wenn sie durch Insekten bestäubt sind. Fehlen die Insekten, kommt es häufiger zu verkrüppelten Beeren.

    poca

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    AW: Urban Gardening

    Ja, weil Insektenbestäubung meistens die Bedingung für Fremdbestäubung ist. Bei Windbestäubung kommt der Pollen in der Regel nur von derselben oder der Nachbarblüte, also derselben Pflanze.

    Wenn es keine passenden Insekten gibt (z. B. im Gewächshaus), kann auch der Mensch mit einem Pinselchen bestäubend nachhelfen.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, Andernach fand ich ehrlich gesagt etwas enttäuschend, als ich da war.
    Was fandest Du in Andernach enttäuschend?
    Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten.....

    „Denn keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.“ (Abschiedsrede von Helmut Schmidt im Bundestag am 10. September 1986)

  10. Inaktiver User

    AW: Urban Gardening

    Zitat Zitat von Asphaltblume Beitrag anzeigen
    Ja, sie werden dieses Jahr blühen und fruchten.
    Direktor Paul Wallbaum ist mit Mieze Schindler verwandt.
    Die meisten alten Erdbeersorten brauchen zur Befruchtung eine andere Sorte (ich denke, das liegt daran, dass alle Pflanzen einer Sorte Klone sind, also genetisch identisch). Die verschiedenen Sorten können sich in der Regel gegenseitig befruchten, sofern sie gleichzeitig blühen. Oft ist Selbstbefruchtung möglich, aber bei Fremdbefruchtung sind die Erträge besser. Die Bestäubung erfolgt über Bienen oder andere Insekten.
    Hallo Blume,

    danke, ja, inzwischen sind sie angekommen und damit hatte sich das mit den Blüten auch geklärt
    Bingo auch mit der Direktor Paul Walbaum: Das ist die, die nur weibliche Blüten hat, wie die Maman, die Mieze Schindler. Ich hoffe, die Insekten finden die Blüten auch alle. Oder sollte ich mit einem Pinselchen ...?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mal eben reinhüpfe und für solche Fälle die Seite dreschflegel mit www davor und de dahinter empfehle. Ich habe mich mal auf einem der beteiligten Bio-Höfe durch dessen Tomatenvielfalt probieren dürfen. Sensationell!

    Und wieder raushüpfe.
    Danke für deine Empfehlung
    Meine Erdbeeren kamen von Manfred Hans (hp einfach Name am Stück punkt de e) bestens verpackt und in sehr guter Qualität, die Tomaten habe ich bei "Irinas Tomaten" bestellt, einfach weil diese Frau so eine Passion für ihre Tomaten hat. Da gibt es zu den Sorten kleine Filmchen, einfach Zucker. Mein Gärtchen, respektive meine Wände sind jetzt voll, aber trotzdem lieben Dank für deinen Hnweis.

    Von der Wand habe ich gestern den ersten Pfücksalat geerntet. Die Pfänzli sind erst seit zwei Wochen bei mir, und ich finde den Ertrag wirklich ergiebig. Geschmacklich natürlich der Hammer.
    Es gab einen Tomaten-Asiasalatblättchen-Salat zu Brezel-Brennesselknödeln (wie Semmelknödel, nur aus Brezeln, und wie Spinatknödel, nur mit frischen Brennessespitzen statt Spinat).

    Also wenn der Garten die Wände hoch geht, geht echt eine Menge!

    Liebe Grüße,
    Ika

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