Hallo @all
Im Zuge des Wahlkampfes wurde und wird darüber nachgedacht, die Rentenpunkte für *ältere* Mütter von einem auf 2 zu erhöhen. Das ändert aber nichts an der Ungerechtigkeit, denn *jüngere* Mütter würden weiterhin 3 Rentenpunkte für jedes Kind bekommen. Mit welcher Begründung?
Gerechter wäre es für alle die gleichen Rentenpunkte zu verteilen.
Mütter, die ihre Kinder nach 1992 geboren haben, erhalten für die Erziehungszeit eines Kindes drei Rentenpunkte anerkannt, „ältere" Mütter aber nur einen einzigen. Für diese Ungerechtigkeit gibt es kein einziges Argument. Im Gegenteil: Es muss die Frage gestellt werden, ob diese Ungleichbehandlung rechtlich auf Bundes- bzw. Europaebene überhaupt Bestand hat.
Auszug aus der Petition *klick*
Die Petition kann noch mitgezeichnet werden.
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Ergebnis 1 bis 10 von 47
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11.09.2013, 13:13
Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Grüßlis
mkr
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11.09.2013, 15:53
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Also ich gönne jeder Mutter so viele Rentenpunkte wie möglich. Meine Mutter ist davon ja auch betroffen.
Aber das ganze ist ja im Prinzip nur eine Frage der Finanzierbarkeit.
Wenn das eine Frage der Gerechtigkeit ist, dann müsste man ja auch fragen wie gerecht es ist, dass bald die Rente erst mit 67 beginnt. Und so könnte man ja viele Dinge aufzählen, die sich im Lauf der Zeit verändert haben.
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11.09.2013, 16:08
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
klar kann man das, und natürlich ist es eine Frage der Finanzierbarkeit.
Aber: die *jungen* Mütter bekommen 3 Punkte und die *alten* Mütter 1 Punkt. Darin liegt die Ungerechtigkeit. Warum wird da ungleich behandelt? Ist die *Mütterarbeit*(manchmal auch die *Väterarbeit*) der Generationen vor 1992 weniger wert? Die hatten, meistens jedenfalls, viel weniger Hilfen des Staates.
Ich will keinen Streit darüber, sondern Gleichheit für alle Mütter. Keine Mütterrente 1. Klasse und eine 2. Klasse.
Mit der Rente ab 67 ist das in meinen Augen etwas anderes. Die soll ja für alle zu gleichen Teilen gelten.Grüßlis
mkr
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11.09.2013, 16:24
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Na ja, die Rentenpunkte 3 sind deswegen vorgesehen, damit mehr Kinder geboren werden und Fehlzeiten bei der Renteneinzahlung besser ausgeglichen werden. Im Augenblick bzw. schon sehr lange wird ja getan was möglich ist damit sich mehr Menschen zu mehr Kindern entscheiden, denn ansonsten ADE Individualrente und Hallo gleiche Rente für alle ähnlich wie HartzIV.
Die Geburtsraten sind gelinde gesagt zu gering seid den 90ern....damit dieses Niveau beibehalten werden kann.
Und überhaupt keine Kinder keine Zusatzpunkte, für Menschen die durcharbeiten und somit auch durchzahlen.... Hätten ja auch etwas verdient....
Aber was ist schon wie gerecht?Das Leben macht was es will und ich auch!
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30.11.2013, 06:54
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
das setzt schon mal voraus, dass alle Frauen in ganz Deutschland Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren müssten -da fängt ja schon der Unterschied an.
Gleicher Lohn - oder in diesem Fall Rente für alle, heißt doch nicht, dass alle dasselbe bekommen - das mag im alten Regime-System so gewesen sein.
Gleiche und gerechte finanzielle Anerkennung heißt, dass die, die mehr leisten auch mehr für ihre Leistung bekommen. Es steht jedem frei, mehr oder weniger zu tun und damit zufrieden zu sein.ich kann nicht im Alter anfangen, die Vergangenheit zu korrigieren, damit ich die Vorteile der Zukunft für mich einstreichen kann....die einen kennen mich - die anderen können mich...
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30.11.2013, 07:40Inaktiver User
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
gut...
aber danach müssten also genau genommen ja die *älteren* Mütter, die wie ich zwei Kinder großgezogen haben, die noch nicht von Erziehungsgeld und auch noch nicht von flächendeckender Betreuung profitiert haben... die für das erste Kind noch 50 und für das zweite großzügige 70 DM(!) Kindergeld bekommen... und trotzdem fast durchgängig gearbeitet haben mehr Zusatzpunkte bekommen als die jüngeren Mütter...
ganz ehrlich... so langsam fängt dieses "sinkende Geburtenrate-Gerede" an mich zu nerven... die Geburtenrate/Frau ist nicht viel gesunken... sie liegt seit Jahren etwa bei 1,4 Kinder/Frau... gesunken ist meiner Meinung nach (u.a. durch die einführung der Pille - was sich logischerweise erst jetzt bemerkbar macht) die Zahl der Frauen im gebährfähigen Alter... es müsste also nicht heißen "die Geburtenrate sinkt"... sondern... "wir müssen es irgendwie hinkregen, dass die Geburtenrate merklich steigt"
hier noch mal genau genommen + meiner Meinung nach...ich kann nicht im Alter anfangen, die Vergangenheit zu korrigieren, damit ich die Vorteile der Zukunft für mich einstreichen kann.
... sind die ganzen "Anstrengungen", die jetzt unternommen werden um Familien dazu zu bewegen mehr Kinder zu bekommen nichts anderes als ein Versuch die Vergangenheit zu korrigieren...
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30.11.2013, 09:07
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Danke für die Verlinkung der Petition, mkr.

Ich schließe mich Max an, gerade für "ältere" Mütter wäre ein Ausgleich für ihre Erziehungsleistung fair. Wenn man denn schon je nach Geburtsjahrgang der Kinder Unterschiede machen will, dann wäre es logischer, man würde die älteren Mütter (oder Väter, wenn diese Hauptbezugspersonen für ihre Kinder waren) günstiger stellen.
@Wattwanderin, ich bin mir nicht sicher, ob du verstanden hast, worum es hier geht
.. wir reden nicht von Arbeitsrente, "gleiche Rente für alle" war nicht die Forderung. Es geht um den Rentenanspruch, den Eltern aufgrund ihrer Kindererziehungszeiten erwerben, und zwar unabhängig davon, ob sie zusätzlich berufstätig waren oder nicht. Dieser Anspruch wurde 1986 gesetzlich festgelegt und bevorzugt, wie hier schon dargestellt wurde, Mütter/Väter, deren Kinder ab 1992 geboren wurden.
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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01.12.2013, 07:27
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
...was gibt es da viel zu verstehen, mit welchen Themen diskutiert wird, wer mehr oder weniger fair oder unfair kriegen müsste - wenn der Topf leer wird und immer mehr davon gespeist werden, ist Fairness auf dem Ponyhof Schnee von gestern. Hätte wäre könnte müsste sind Krücken der Vergangenheit - die jungen Frauen von heute haben noch so viel Vorsorge zu bewältigen in der Zeit, wo sie Familie gründen wollen - und rationell beruflich und biologisch abwägen müssen, spontan zu leben oder mit Zukunftsangst beruflich drin zu bleiben in der Hoffnung, nicht in die Altersarmut zu fallen - die haben zwar keinen Krieg erlebt, dafür haben sie ganz schön viele Altlasten und neue globale auflagen in ihrem Leben mit einzubauen - jede Generation hat wat, wat so is wie dat is...
...die einen kennen mich - die anderen können mich...
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01.12.2013, 08:32Inaktiver User
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Hallo Wattwanderin,
eigentlich hast du ja recht mit dem, was du schreibst... aber...
die Gefahr der Altersarmut droht ja nicht nur den Frauen, die jetzt in dem Alter wären eine Familie zu gründen...
die jungen Frauen von heute wissen wenigstens schon bevor sie sich auf das "Abenteuer Familie+Kinder" einlassen, das die Renten immer weiter zusammengestrichen werden, sie möglichst viel selber vorsorgen... und möglichst auf Fehlzeiten durch Kinder verzichten sollten... ich sehe dieses genaue Wissen durchaus als einen Vorteil an!
Und die leeren Kassen... nun ja... dann kann man sich natürlich auch mal fragen, warum die Erhöhung von 1 auf 3 Rentenpunkte nicht einfach wieder gestrichen wird...
es gibt doch inzwischen Studien, dass keiner der finanziellen Anreize zu dem gewünschten Ergebnis "mehr Kinder braucht das Land" geführt hat...
also... wenn kein weiteres Geld da ist um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.... dann eben weg mit den ganzen zusätzlichen (aber unwirksamen) finanziellen goodies...
das wäre ja auch irgendwie gerecht...
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01.12.2013, 09:52Inaktiver User
AW: Gleiche Rentenansprüche für alle Mütter
Darum geht es doch gar nicht. Es geht um den Anreiz, Kinder zu bekommen. Und der Anreiz nutzt nichts, wenn die Frau sowieso schon zu alt ist. Es geht ja nicht um Geschenke.

Um einen Rentenpunkt zu bekommen, muß das Einkommen im Jahr dem Durchschnittseinkommen entsprechen. Das erreicht so manche Frau vielleicht gar nicht. Und maximal kann man zwei bekommen, egal wie hoch das Einkommen ist (und egal wieviel Steuern gezahlt wurden). Eine ältere Frau, die vor 1992 geboren hat, steht sich also möglicherweise in vielen Fällen dennoch besser. Und eine jüngere Frau steht sich, was die Rentenpunkte angeht, mit Kinderkriegen sogar sehr viel besser als jeder Arbeitnehmer. Das ist der Anreiz. Vor allem für diejenigen interessant (nämlich drei Rentenpunkte), die im gebärfähigen Alter sind.
Also frohes Gebären.
Man könnte auch sagen, es ist ungerecht aus dem Grund, weil Gebären allein ja noch gar nichts bringt (der Gesellschaft). Das Kind muß ja auch bekümmert und erzogen werden. Was ist, wenn es jemand daran mangeln läßt, und die Gesellschaft möglicherweise sogar deshalb nur belastet? Im Erwerbsleben ist ein Rentenerwerb erfolgsabhängig, wer seine Aufgabe nicht ausführt, wird gekündigt und erwirbt entsprechend auch keine Rentenpunkte. So könnte man ja auch argumentieren.
Bekommen die Väter diese Rente eigentlich auch? Und gibt es sie eigentlich zusätzlich zur Rente aus Erwerbstätigkeit, wenn jemand gleichzeitig erwerbstätig ist?
Meine Quelle hierzu, die ich hoffentlich richtig verstanden habe:
http://www.seniorenbedarf.info/volle...herung-sammelnGeändert von Inaktiver User (01.12.2013 um 09:58 Uhr)


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