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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    der eine sagt "wunderbar", der andere sagt "grauenhaft". was dem einen seine eule, ist dem anderen seine nachtigall. letztlich laeuft es wohl darauf hinaus, dass eltern ihre kinder mal "wunderbar" und mal "grauenhaft" finden.

    Grauenhaft? So eine Bezeichnung macht mir Sorgen.
    Wenn ich jemanden grauenhaft finde, ist das meistens ein..Erwachsener.

    ja und? ich waere als kind auch nie auf die idee gekommen, dass alle welt mich "wunderbar" finden muss.
    Sicher nicht??
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    nein. und es gibt auch keinen grund zu der annahme, dass nur erwachsene grauenhaft sein koennten. im gegenteil: bei grauenhaften kindern waechst sich das in vielen faellen noch heraus. da kann aus dem nervenden blag bisweilen ein richtig netter bursche oder ein nettes maedel werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    nein. und es gibt auch keinen grund zu der annahme, dass nur erwachsene grauenhaft sein koennten. im gegenteil: bei grauenhaften kindern waechst sich das in vielen faellen noch heraus. da kann aus dem nervenden blag bisweilen ein richtig netter bursche oder ein nettes maedel werden.
    Bei den meisten Kindern habe ich schon den Eindruck, dass es bereits ein fertiger kleiner Mensch ist (mit vollständig ausgefeiltem Charakter) - manchmal wird ein netter Mensch daraus, andere Menschen finde ich schon als Kinder ätzend.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Das stimmt alles nur zum Teil (was der Mensch schon ins Leben mitbringt). Der andere Teil ist die prägende Umgebung bzw. Erziehung. Oder wollt ihr ein Kind "abschreiben", weil es vielleicht etwas anstrengend ist?
    Einen "vollständig ausgefeilten" Charakter hat kein Kind.
    Zu dem Thema gibts aktuelle Studien etc.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bei den meisten Kindern habe ich schon den Eindruck, dass es bereits ein fertiger kleiner Mensch ist (mit vollständig ausgefeiltem Charakter) - manchmal wird ein netter Mensch daraus, andere Menschen finde ich schon als Kinder ätzend.
    der charakter mag schon festgelegt sein. aber es gibt eben auch bestimmte kindstypische verhaltensweisen, die sich ueber die jahre rauswachsen - oder in manchen faellen auch nicht.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Hallo,

    habe einiges hier gelesen bei Euch, wollte gerne etwas dazu schreiben:
    Ich persönlich bin bewußt und freiwillig kinderlos, bin verheiratet und mein Mann denkt gleich in diesem Thema. Ich habe viele Freunde, die Kinder haben und akzeptiere das gut und gerne, aber wir sind immer wieder Zielscheibe für Bemerkungen, dass wir mit diesem Empfinden als nicht normal gelten.
    Sobald ich sowas höre, juckt es mich nach einer Rechtfertigung und sobald ich das tue, werde ich leicht spöttisch angeschaut: "Na, bist Dir wohl doch nicht so sicher, sonst würdest Du Dich ja nicht so darüber aufregen". DAS ärgert mich dann umso mehr.

    Ich habe gestern von einer Frau gelesen, die schreibt:
    "Natürlich will ich Kinder, ich bin ein ganz normaler Mensch, der diesen Urinstinkt in sich trägt".

    An alle bewußt und freiwillig Kinderlosen, wie wirkt dieser Satz auf Euch?

    Bin sehr gespannt...

    Herzliche Grüße
    Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
    wird es sein, als lachten alle Sterne,
    weil ich auf einem von ihnen wohne,
    weil ich auf einem von ihnen lache.

    Du allein wirst Sterne haben,die lachen
    können.


    Antoine de Saint-Exupéry aus Der kleine Prinz

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Caterina40
    Ich habe gestern von einer Frau gelesen, die schreibt:
    "Natürlich will ich Kinder, ich bin ein ganz normaler Mensch, der diesen Urinstinkt in sich trägt".

    An alle bewußt und freiwillig Kinderlosen, wie wirkt dieser Satz auf Euch?
    Ich wollte mal ein Kind. Mit einem ganz bestimmten Mann. Aber einen "Urinstinkt" (also ein unbedingtes und grundsätzliches Bedürfnis danach, ein Kind zu haben) habe ich nie gehabt. Eher im Gegenteil.
    "Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
    Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Caterina40
    Hallo,

    habe einiges hier gelesen bei Euch, wollte gerne etwas dazu schreiben:
    Ich persönlich bin bewußt und freiwillig kinderlos, bin verheiratet und mein Mann denkt gleich in diesem Thema. Ich habe viele Freunde, die Kinder haben und akzeptiere das gut und gerne, aber wir sind immer wieder Zielscheibe für Bemerkungen, dass wir mit diesem Empfinden als nicht normal gelten.
    Sobald ich sowas höre, juckt es mich nach einer Rechtfertigung und sobald ich das tue, werde ich leicht spöttisch angeschaut: "Na, bist Dir wohl doch nicht so sicher, sonst würdest Du Dich ja nicht so darüber aufregen". DAS ärgert mich dann umso mehr.
    warum? verbitte dir dumme kommentare und gut ist's. du kommentierst das leben deiner freunde ja wohl auch nicht in irgendeiner respektlosen art, oder?

    ich muss allerdings gestehen, dass mich bei solcherlei ausführungen die signatur etwas verwundert.
    jedem tierchen sein plaisierchen.... dem ein' sein kind ist dem andern sein hund.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kann Dir nicht oft zustimmen , aber hierin schon.

    Meine Beobachtung und Erfahrung:

    Die Idealisierung von Kindern faellt mir alten Skeptikerin einfach schwer, so sehr mir alle meine drei ans Herz gewachsen und selbstverstaendlicher Teil meines/unsres Lebens geworden sind (und so sehr ich mich auch auf das vierte freue, das aktuell in meinem Bauch boxen uebt- muss es koennen, bei der Mutter und den Geschwistern , nur fuer den sanften Vater kann es die Handschuhe getrost abstreifen).

    Auch das Bezeugen dieser Idealisierung faellt mir schwer- angefangen von Menschen, die wenig mit Kindern zutun haben oder schon lange nicht mehr mit Kindern zutun hatten, wie z.B. mein Vater, z.B., der seine Enkel vor allem auf den Photos bewunderns- und liebenswert findet; klar, da entfallen schon mal Laerm und Muehe; aber eben auch Kuesse und echtes Erleben-

    ueber die Menschen, die zwar viel mit Kindern zutun haben, z.B. als Lehrer, Erzieher usw. , deren Einsatz und deren Rolle zwar sehr wichtig, aber eben grundverschieden und von staerkerer Distanz gepraegt ist als das, was man als Eltern mit den eigenen Kindern erlebt (s. Theorie vs. Praxis und eigene Verstrickung in dieser Praxis). Ich musste diesen Unterschied selbst erst akzeptieren, den ich als (ehemalige) Lehrerin am eigenen Leib und dem meiner Kinder erfahren habe; musste vieles modifizieren, dazulernen, Weisheitssaetze aus dem Fenster werfen usw.

    bishin zu Menschen, die zuwenig Distanz zum eigenen Kind haben, sich mit ihm (meist ist es eines, selten mehrere) sehr stark identifizieren und sich ueber dieses (idealisierte) Kind selbst erst wahrnehmen/definieren-

    auch faellt mir auf, dass je weniger Kinder "eine Gesellschaft hat", je aussergewoehnlicher und "unnormaler" Kinder(reichtum) ist, umso staerker ist gleichzeitig deren Idealisierung/Erhoehung ("Kinder an die Macht" usw.) sowie deren Abwertung ("laermen nur, stoeren nur usw.), gekoppelt an die Abwertung ihrer Eltern (wieder aus zwei gegensaetzlichen Richtungen: arme Kinder- schreckliche, schlecht erziehende Eltern oder schreckliche Kinder- schreckliche, schlecht erziehende Eltern).
    Aber das Rad der Zeit laesst sich nicht mehr zurueckdrehen, zumal ich womoeglich gerade dabei bin, selbst in die Idealisierungsfalle (der besseren, alten Zeit) zu tappen- zwischen dem Schweigegebot bei Tisch (das gar nicht so schlecht war , *seufz*, als Eltern lernt man Ruhe zu schaetzen ) und dem heutigen Kreiseln ums Kind muss es doch einen Mittelweg geben, zumindest fuer die, welche die Threadfrage mit einem "Ja" beantwortet haben.

    Auf der Suche nach dem (verlorenen?) Mittelweg,
    dampfmaschine
    Danke für diese Worte, besonder die hervorgehobenen.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Kinder - Ja oder Nein

    Ich habe das Gefühl, in diesem Forum bin ich falsch bzw. einsam. Bin ich denn die einzige, die Kinder für liebenswerte, erstaunliche Wesen hält? Wenn es so sein sollte, wende ich mich mit
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

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