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  1. Registriert seit
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    Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Hallo

    ich bin 32 Jahre, mein Mann ist 41 Jahre und wir führen ein glückliches Leben. Wir lieben unsere Tiere und haben immer eine schöne Zeit in unserer Zweisamkeit. Nun bin ich schwanger und diese Schwangerschaft war geplant. Den ersten Test habe ich viel zu früh gemacht und der verlief mit einem negativen Ergebnis. Aber wie habe ich mich fürchterlich gefühlt. Ich hatte ganz weiche Knie und: ich war erleichtert, dass ich nicht schwanger bin!!!! Verrückt!! Ich bin mir so unsicher, ob es wirklich das ist, was ich möchte. Und dann fühle ich mich auch noch so dämlich, denn hätte ich mir nicht vorher überlegen sollen, ob ein Kind zu mir passt?? Es ist so, dass ich nicht eine derjenigen Frauen bin, die schon immer Kinder wollten und immer ganz entzückt beim Anblick eines Babys sind. Ich bin eigentlich immer zurückhaltend mit Kindern gewesen und bei Hunden ging mir eher das Herz auf. Die Entscheidung, nicht mehr zu verhüten war meine und wie ich glaubte auch gut überlegt. Ich habe sogar Bücher über das Für und Wider gelesen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wenn ich mich gegen ein Kind entscheide, ich diese Entscheidung bereuen werde. Aber zur Zeit habe ich tagsüber eher positive Gedanken zum Kind, in den Abendstunden werden sie aber düster. Ich empfinde die Schwangerschaft so befremdend und ich will meinen Körper nicht teilen. Ich will meinen Mann für mich behalten und ihn nicht teilen. Ich habe Angst, meine Privatsphäre aufgeben zu müssen. Dann versuche ich immer, mich darauf zu konzentrieren, dass es sich bei diesen Gedanken nur um die Furcht vor dem Ungewissen und vor der großen Verantwortung handelt. Ähnliche Gedanken in etwas abgeschwächter Form hatte ich auch bei der Anschaffung unseres 1. Hundes. Ein Nottier, das viel Erziehung, Bindungsaufbau und Vertrauen benötigte. Das haben wir gemeinsam ganz toll hinbekommen. Er ist ein super Hund geworden und meine Sorgen haben sich schnell in Luft aufgelöst.
    Aber auch wenn ich weiß, warum ich diese Gedanken habe, sind sie doch kaum zu ertragen und ich genieße diese ( wenn auch noch sehr junge) Schwangerschaft gar nicht.

    Kennt jemand solche Ängste? Es würde mir bestimmt helfen mich austauschen zu können.

  2. Avatar von mohnpluhme
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Liebe Solbina,

    ja, ich kenne diese Ängste. Dein Posting könnte von mir sein, wirklich. Vor allem das mit den Hunden. Ich hatte zu denen auch immer einen besseren Zugang als zu Kindern. Kenne auch niemanden in meinem Umfeld, der Kinder hat oder bekommt, und babygesittet hab ich auch nie.

    Ich war im Winter schwanger - so halb gewollt. Wir haben schon 'aufgepasst', aber vielleicht doch nicht so ernsthaft wie's nötig gewesen wäre. Wir haben gesagt, wenn's kommt, dann kommt's, aber ich hab ehrlich gesagt nicht wirklich damit gerechnet. Und dann isses doch passiert, offenbar sofort.

    Ganz kurz hab ich mich gefreut, doch dann fand ich's nur noch schlimm. Ich hatte richtige Panik. Vor dem, was da in mir passiert, dass ich dem ausgeliefert bin und es irgendwann zu spät ist einzugreifen. Angst davor, was alles schiefgehen kann. Auch Angst davor, was später sein wird, ob ich überhaupt dazu geeignet bin, Mutter zu sein. Dazu kamen noch äußere Faktoren, die zu dem Zeitpunkt nicht günstig waren. Aber das Schlimmste war halt diese undefinierbare Panik. Und dazu der Druck, schnell entscheiden zu müssen. Meine FA hatte mir zwar angeboten, mir auch nach der 12. SSW eine Bescheinigung auszustellen, damit ich abbrechen kann, aber das wollte ich nicht. Dann ist das Baby ja schon richtig groß.

    Kurz und gut, ich hab das Baby nicht bekommen.

    Ich glaube immer noch, dass es zu dem Zeitpunkt die richtige Entscheidung war, aber mittlerweile bereue ich es total. Der Schwangerschaftsabbruch war ganz, ganz schrecklich. Auch davor hatte ich unglaubliche Angst. Mein Freund hat unter allem sehr gelitten, er wollte das Baby gerne haben.

    Zwischenzeitlich hat sich vieles geändert, jetzt möchte ich gern ein Baby. Wenn es jetzt aus irgendwelchen Gründen nicht mehr klappt, werd ich mir das nie verzeihen können, glaub ich.

    Ich kenne jemanden, der hatte genau die gleichen Ängste und Sorgen und wusste keinen Ausweg. Sie hat das Baby bekommen und sagt, keine ihrer Befürchtungen hätte sich bewahrheitet und sie ist froh, dass sie's bekommen hat.

    Raten kann ich Dir natürlich nichts. Aber Du siehst, Du bist nicht alleine.

  3. Avatar von Vivi23
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    wahrscheinlich haben die meisten Frauen solche Ängste. Ich halte das für total normal. Es gibt sicher auch eine biologische Begründung - Hormonveränderung, was auch immer. Laß Dich davon nicht ins Bockshorn jagen. Konzentriere Dich auf die positiven Gefühle (ja, ich weiß, sagt sich leicht...).

  4. Avatar von mohnpluhme
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Dass viele Frauen Ängste haben, hört und liest man immer wieder. Wobei es auch einige geben soll, die sich wirklich und nur freuen.

    Aber ich glaube, dass es da doch noch mal 'nen Unterschied gibt, ob man etwas unsicher und besorgt ist, weil man nicht weiß, was auf einen zukommt, oder ob man wirklich panikartige Ängste hat. Und sowas sollte man auch nicht abtun, find ich. Wie gesagt, ich spreche aus Erfahrung. Das war weitaus mehr als "normale Ängste".

    Die Ursache dafür kenn ich leider immer noch nicht und hab mir darum auch 'nen Termin in einer Beratungsstelle geben lassen, um noch mal darüber zu reden. Damit mir das nicht noch mal passiert...

    Ach so, @solbina: Das kannst Du aber echt auch mal machen: zum sozialmedizinischen Dienst oder in ein Geburtshaus zur Beratung gehen. Die Leute kennen sich damit aus und sind oft auch wirklich hilfreich, hab ich mir sagen lassen (auf die, bei der ich wegen des Abbruchs war, traf das leider nicht zu; sie war mir nicht so recht sympathisch, aber ich wollte ja auch nur die Bescheinigung und gar nicht mehr viel reden).

  5. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Liebe Solbina,

    mir ging es auch nicht gut in meiner ersten Schwangerschaft, vieles von dem, was Du empfindest, habe ich so auch erlebt, vor allem den Schrecken, als es dann wirklich so weit war.

    Theoretisch darüber reden und es dann tatsächlich tun bzw. sein sind eben immer zwei verschiedene Dinge.

    Vor allem die Tatsache, meinen Körper "teilen" zu müssen, hat mir bis zum Schluss schwer zu schaffen gemacht, denn irgenwann spürt man das Kind in sich ja auch und ich hatte das Gefühl, es könnte meine Gedanken lesen, ziemlich paranoid von mir. Hat so ein bisschen was von Aliens

    Mir hat es sehr geholfen, mich auf andere Dinge zu konzentrieren, die nicht mit der Schwangerschaft zu tun haben, z.B. Job (bin selbständig), noch einen Umzug organisieren usw. Ansonsten kreist man nur noch um sich selbst und das tut nicht gut.

    Und noch was: geh nicht zu diesen Schwangerschafts-Gymnastik-kursen oder zur Geburtsvorbereitung, wenn Du das nicht möchtest. So viele glückliche werdende Mamis (oder solche, die es vorgeben zu sein ) auf einem Haufen hält kein Mensch auf Dauer aus.

    Ich bin mir sicher, dass Du da gut durchkommst (und irgendwann gehört Dein Körper auf wieder Dir allein ) und ich wünsche Dir von Herzen alles Gute

    Alles Liebe
    Biggi

    P.S. Das Gefühl, wenn Du es mit Deinem Partner zusammen geschafft hast und das Baby in Eurem Arm liegt, ist mit nicht, aber auch gar nichts auf der Welt vergleichbar.

  6. Avatar von bellybee
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Solbina,

    in welcher SS-Woche bist Du denn gerade?
    Ich frage deshalb, weil ich in den ersten Wochen (v.a. im 2. und 3. Monat) auch des öfteren Zweifel und Ängste hatte, wie es mit dem (gewünschten!) Kind werden soll.
    Dazu gehörten auch gemischte Gefühle beim SS-Test, also nicht nur ein freudiges "Hurra", sondern wie bei Dir auch ein "Ist das jetzt wirklich das, was Du willst?"

    Mir geht es ähnlich wie Dir, ich (33) und mein Mann (40) sind schon lange zusammen und haben ein sehr schönes Leben miteinander, sind gut aufeinander "eingespielt", so dass man sich manchmal gar nicht vorstellen kann, wie da noch jemand Drittes dazu gehen soll?
    Auch über die Rollenverteilung macht man sich so seine Gedanken - wie werden wir uns verändern, wenn wir erst mal Eltern sind?

    Diese Angst vor einschneidenden Veränderungen im Leben und der Partnerschaft, verbunden mit schlechtem Gewissen gegenüber dem Kind und der Außenwelt (die ja meist auf absolute Freude eingestellt ist) hat mich in der Anfangsphase der Schwangerschaft schon sehr beschäftigt.

    Auch wenn man sich theoretisch natürlich schon davor mit diesen Gedanken beschäftigt hat, ist es eben doch etwas ganz anderes, wenn es dann tatsächlich soweit ist!

    Zu den Grübeleien kamen dann die ersten Symptome wie bleierne Müdigkeit, Anfälligkeit für Infekte und das Gefühl, nun nicht mehr frei tun und lassen zu können, was einem grade in den Sinn kommt... ich habe mich also einige Wochen ziemlich mies gefühlt!

    Das Schlimme ist, man neigt in so einer Situation meist noch zur Selbstbestrafung, indem man sich selbst für diese Gefühle und Ängste kritisiert (schließlich sollte man ja eigentlich glücklich sein, man will das Kind ja auch haben und erschrickt daher vor den eigenen Gefühlen...).
    Gleichzeitig bekommt man aufgrund der "falschen" Reaktion automatisch aber noch mehr Zweifel, überhaupt eine gute Mutter sein zu können, so dass sich das Ganze dann irgendwann im Kreis dreht!

    Aber:
    Ein nicht unerheblicher Teil dieser Emotionen wird sicher durch die enorme Hormon-Umstellung kommen, die man gerade am Anfang der Schwangerschaft durchmacht. Und daran gewöhnen sich Körper und Geist nach einiger Zeit!

    Zumindest bei mir war es so, dass sich die Sorgen und Zweifel nach und nach verflüchtigt haben und sich im Lauf der Schwangerschaft ein immer stärkeres zuversichtliches und freudiges Gefühl eingestellt hat (inzwischen bin ich übrigens mitten im 8. Monat)!
    Ein weiterer "Meilenstein" war es auch noch, als ich das Kind endlich regelmäßig gespürt habe - der Zustand in den 20 Wochen davor hatte eben immer noch etwas Unwirkliches, Fremdes.
    Jetzt genieße ich es, auf der Couch zu liegen, mir über den Bauch zu streicheln und zuzuschauen, wie sich der Zwerg hin und her bewegt .

    Klar, es gibt immer noch Momente, wo man sich fragt, wie das alles werden wird - aber das wird wohl jede Schwangere hin und wieder haben!



    Ich finde es übrigens sehr interessant, was Du bzgl. Eures ersten Hundes schreibst. Es klingt so, als hättest Du auch in dieser Situation Bedenken gehabt, ein neues Wesen in Eure eingeschworene Gemeinschaft hinein zu lassen, ohne die damit verbundenen Veränderungen (evtl. auch Einschränkungen) abschätzen zu können.

    Aber ihr habt es geschafft, und der Hund ist heute Teil Eurer Familie und sicher nicht mehr weg zu denken, oder?

    Ich bin mir sicher, Ihr werdet es auch mit Eurem Kind "gemeinsam ganz toll hinbekommen!"
    Eure gute Partnerschaft ist doch die beste Voraussetzung dafür!

    Wie steht Dein Mann eigentlich zu Deinen Gefühlen, könnt Ihr sie miteinander besprechen, oder hast Du Angst, ihn damit zu irritieren?


    Versuch in nächster Zeit, so gut es geht Dir die "doppelte Bestrafung" zu ersparen - gesteh Dir Deine Zweifel zu und lass Dir nicht einreden, Du müsstest die Schwangerschaft ausschließlich nur super finden!
    Es mag solche Mütter geben - wie Biggi vorhin schon schrieb, gibt es aber auch viele, die nur nach aussen "strahlen"!


    LG, bellybee

  7. Avatar von garance
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Liebe Solbina,

    ich weiß nicht, inwiefern solche Ängste "normal" sind, mir sind sie aber in jedem Fall vertraut. Obgleich ich bewusst schwanger geworden bin, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie irritiert ich war, als der Schwangerschaftstest positiv war. Plötzlich dachte ich solche Dinge wie "Du wirst niemals wieder allein sein"! - "Deine Freiheit ist hin!" Die Ultraschalluntersuchungen kamen mir vor wie Fernsehen. Der Gedanke, "bewohnt" zu werden, war faszinierend und befremdlich zugleich. Wie Du bin ich eigentlich niemand, der spontan Zugang zu Kindern findet und stehe zu meiner Meinung, dass die meisten Säuglinge hässlich in jedem Fall aber langweilig sind und man einen Zweijährigen genauso unsymphatisch finden kann wie einen Erwachsenen.

    Ich denke du solltest dir nicht zu viele Gedanken machen und auf jeden Fall aufhören Selbsthilfebücher zu lesen. Ständig die Fürs und Widers abzuwägen hilft dir nicht weiter. Hör auf deinen Bauch und sprich mit deinem Mann. Wie steht er eigentlich zu der Schwangerschaft?

    Biggis Rat, sich auf jeden Fall von Ansammlungen anderer Schwangerer fernzuhalten, kann ich nur bekräftigen. Mein Mann hat auf einen Geburtsvorbereitungskurs bestanden und mich dann auch begleitet. Man darf sich fragen, wer wem mehr auf die Nerven gefallen ist, die Supermamis mir oder ich den Supermamis. Es gehört offenbar zum guten Ton, dass Schwangere nach außen so tun, als ob es das Schönste der Welt wäre, mit Wasseransammlungen in den Knöcheln darauf zu warten, eine Melone durch ein Nadelöhr zu pressen.

    Heute ist die Entscheidung, meinen Sohn zu bekommen, die einzige die ich noch nie bereut habe, trotz großer Ängste, die ich hatte und habe.

    Liebe Grüße
    garance
    „Der andere könnte recht haben!“ (Hans-Georg Gadamer)


  8. Registriert seit
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Hallo Solbina,

    ich bin letztes Jahr nach laengerem Ueben schwanger geworden (wir sehen uns nur am Wochenende, da mein Freund in einer anderen Stadt arbeitet). Zuerst war ich gluecklich, dass es endlich geklappt hatte (bin schon 38), dann kamen die Aengste.
    Meine Frauenaerztin meinte, solche Aengste seien am Anfang der Schwangerschaft voellig normal.
    Ich hatte mich vor der Schwangerschaft mit einigen Muettern unterhalten, die -wohl um sich wichtig zu machen oder um mir bewusst Angst einzujagen- mir nur Horrorstories ueber Schangerschaft, Geburt, Wochenbett und das erste Jahr erzaehlt haben. Es gibt auch entsprechende Zeitungsartikel und in den Wartezimmern von Fraunaerzten/innen kriegt frau das auch zu hoeren. Das hat mich voellig fertig gemacht. Ich habe es dann bewusst vermieden, mich mit Muettern zu unterhalten oder zu zuhoeren, und habe einigen meiner Muetter-Freundinnen meine Schwangerschaft verheimlicht, weil ich es nicht mehr ertragen konnte.
    Dann langsam ging es mir besser und irgendwann im 2. Trimester ueberwog dann die Freude.
    Ich hatte besonders Angst, weil ich nach 6 Wochen Mutterschutz wieder arbeiten gehen musste (wir leben in dden USA, haengt mit meinem Visum bzw. Aufenthaltserlaubnis zusammen) und ich dann waehrend der Woche mit dem Baby allein sein wuerde.
    Nun ist mein Kind schon 9 Monate alt, mein Freund bekam 10 Wochen frei mit paternity leave und Jahresurlaub, ab dann hatten wir tagsueber eine Nanny.
    und siehe da: es ist alles sooooooo einfach. Nichts von dem, was ich befuerchtet hatte, ist eingetreten. Mein Sohn wacht seit dem 4. Monat einmal nachts auf und hat Hunger, er schreit nicht besonders viel, aber hat ein sonniges Gemuet. Er liebt mich, meinen Freund/seinen Vater und die Nanny gleichermassen.
    Wir sind sehr gluecklich und wollen jetzt sogar noch ein zweites Kind, wobei wir dann jedoch endlich in einer Stadt leben und arbeiten wollen.

    Kopf hoch, Gruss, Nosmo


  9. Registriert seit
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    294

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Hallo,
    ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich NUR freuen, auch wenn das Kind noch so geplant und gewünscht war. Wie sollte das denn möglich sein? Dein Leben wird sich durch dieses Kind verändern, Du wirst von einigen Dingen/Gewohnheiten Abschied nehmen müssen, Neues dazugewinnen.
    Eine Schwangerschaft ist anstrengend, eine Geburt schmerzhaft, die erste Zeit mit Baby kann einen in die Knie zwingen. Aber es ist auch die ergreifenste, erfüllenste Erfahrung, die ich machen durfte, sie hat mich gestärkt, mich verändert, mich erwachsen werden lassen.
    Wer absolut keine Angst vor so großen Entscheidungen und Wendepunkten hat, ist wohl ein Naivling oder größenwahnsinnig ;-)
    Denke an all das, was Du in Deinem Leben schon geschafft hast. An andere Situationen, die Dir zuerst Angst gemacht haben. Du wirst in die Mutterschaft hineinwachsen. Laß Dich nicht von anderen unter Druck setzen, die immer nur die strahlende Schwangere sehen wollen, setze auf ehrlich Freundinnen, die eigene Schwächen zugeben können. (Mit meiner liebsten Freundin kann ich schon mal Sätze austauschen wie "Heute könnte ich sie wieder an die Wand klatschen!!!" Ohne dass sie gleich das Jugendamt verständigt )
    Tu Dir selbst viel Gutes und hab Geduld mit Dir, höre auf Deine Bedürfnisse.
    Zu Beginn meiner Schangerschaft war ich ständig zwischen heulen und lachen. Mit dem Bauch wuchs auch meine Zuversicht, dass ich das alles bewältigen werde.
    Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir genauso ergehen wird.
    Alles Liebe, Tini

  10. Avatar von Trina75
    Registriert seit
    17.07.2006
    Beiträge
    42

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Hallo!

    Ich kann zwar aus eigener Erfahrung nichts berichten, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Du dich jetzt fühlst.
    Gesellschaftlich betrachtet ist es ja fast schon Zwang sich zu freuen, wenn Nachwuchs unterwegs ist, erst Recht, wenn das Kind geplant / gewünscht / ersehnt ist.
    Aber wie hier alle anderen schon geschrieben haben, mach das, was für Dich gut ist und akzeptiere Deine Zweifel und Ängste. Ich denke, das legt sich auch wieder. Ist ja nicht so, als ging's um ein neues Auto, das in 9 Monaten geliefert wird. Mich würd auch mal interessieren, wie Dein Partner gerade empfindet. Sei froh, dass ihr (wie ich aus Deinen Schilderungen schließe) ein gutes Team seid!!!

    Ich wünsche Dir alles Gute!!!
    Viele Grüße von der Trina :-)

    P.S. Find alle Eure Beiträge in diesem Thread von höchster Qualität - ist ja nicht immer der Fall hier...
    "Wer nicht liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben." (Johann Wolfgang von Goethe)

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