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  1. Registriert seit
    24.03.2006
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Hallo Schloss,

    Gott, ich kann es gar nicht oft genug lesen, dass es Frauen gibt, die mit "fremden" Kindern nischt anfangen konnten und die eigenen dann doch vergöttern. Denn auch ich mag Kinder eigentlich erst, wenn man mit ihnen über Politik diskutieren kann :)

    Den Vergleich mit dem Tier fand ich gut, hat es mir als Tiernärrin doch verdeutlicht, dass diese Verantwortung und das sich-Kümmern doch auch immer dafür sorgen, dass man sich an jemanden bindet. Da hab ich ja dann doch noch Hoffnung, dass es mir mit einem Kind genauso gehen wird...

    Und dass Ihr Euch alle nicht als diese "Supermamis" anseht, tut so gut. Es gibt Euch also da draußen? Wenn ich also mal Kinder habe, dann hab ich auch die Chance, auf Mütter zu treffen, die vom Mutter-Charakter eher zu mir passen??? Oh, das klingt so beruhigend. Vielleicht sollte ich mir ja doch wünschen, schwanger zu sein:) Aber NUR, wenn es Euch auch wirklich da draußen gibt, denn in meinem Umfeld hab ich eher die Menschen um mich, die dann vor lauter Rührung nur noch in Tränen ausbrechen und am besten umgehend in das Babygesäusel verfallen, argh! Das würde mich umgehend in den Wahnsinn treiben...

    Liebe Grüße aus der Sonne,
    Bambuslemur

  2. Avatar von Swissgirl
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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Bambuslemur
    Gott, ich kann es gar nicht oft genug lesen, dass es Frauen gibt, die mit "fremden" Kindern nischt anfangen konnten und die eigenen dann doch vergöttern.
    Mir geht es genau so! Danke für eure offenen Berichte!

    Als ich meinen Mann vor 2 Jahren heiratete verspührte ich den Wunsch (im Taumel der Gefühle) "Ja, mit diesem Mann möchte ich Kinder haben". Komischerweise verspühre ich mittlerweile beim Gedanken an eine Schwangerschaft/Kinderhaben nur Angst. Wir führen eine sehr harmonische Beziehung, ich möchte eigentlich nur dass das so bleibt und nicht ein kleiner Störenfried unser so tolles Leben (Reisen, Beruf, Ausflüge, Freunde besuchen, Gespräche) durcheinanderbringt. Meinen Mann konnte ich aussuchen, aber ich weiss ja nicht was dann da für ein Charakter auf die Welt kommt...

    Ich dachte auch schon, dass ich wohl nicht ganz normal sei. Viele meiner Kolleginnen können es kaum erwarten Mami zu werden, stecken ihre Köpfe zwanghaft in jeden Kinderwagen und finden irgendwie den Draht zu jedem Kleinkind.

    Wenn ich z.B. im Supermarkt ein Baby schreien höre nervt mich das nur. Oder wenn Kinder dauernd mit irgendwelchen unwichtigen Sachen in das Erwachsenengespräch reinplatzen finde ich das nicht interessant sondern fühle mich nur gestört. Ich finde auch die teilweise nur schnell hingekritzelten Kinderzeichnungen nicht bejubelndswert (ausser man sieht dass es sich angestrengt hat)...

    Wir hatten das 4-jährige Patenkind meines Mannes zum ersten Mal bei uns in den Ferien. Es wollte immer nur das Gleiche spielen, und befahl uns genau wie wir spielen mussten. Ich fand es schnell einfach nur langweilig und konnte mir nicht vorstellen, meinen Job aufzugeben um danach meine Tage am Boden kriechend mit Kinderspielzeug zu verbringen....
    Auch finde ich die Offenheit der Kinder manchmal schlimm. Z.B. sagte mir das Patenkind, ich sehe mit der Brille total doof aus, ich könne die Flasche nicht richtig zubereiten (obwohl ich es genau nach Anleitung der Mutter gemacht habe). Ich wurde schon lange nicht mehr so viel beleidigt und angemotzt wie in diesen zwei Tagen da der Kleine da war.... und ich fühle mich von Kindern auch erpresst: wenn es mir nicht passt heule und schreie ich los dass dir die Ohren abfallen!
    (meine Mutter meinte zwar - in der Angst nie Grossmutter zu werden - dass dieser Junge wirklich sehr verzogen sei und ich als Kind so lieb und pflegeleicht gewesen sei und ich sicher auch wieder so liebe Kinder haben werde.... Aber wer garantiert mir das )

    Ich hoffe nun einfach, da ich noch jung bin, dass dieses Bedürfnis Mutter zu sein von selbst aufkommt und dass, wenn dann das Kind da ist, es mein ein und alles sein wird und alles anderst sein wird als bei fremden Kinder.

  3. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Swissgirl
    Viele meiner Kolleginnen können es kaum erwarten Mami zu werden, stecken ihre Köpfe zwanghaft in jeden Kinderwagen und finden irgendwie den Draht zu jedem Kleinkind.
    wobei ich zugeben muss, dass ich - während ich früher überhaupt nicht so war u. auch offen zugegeben habe, dass ich an den Fotos des Nachwuchses nicht interessiert sei - jetzt schon eher auch bei anderen Frauen/Paaren Interesse an deren Geburtsbericht, Baby- u. Kleinkind-Geschichten usw. habe; erstens weil ich gleich einen Konnex zu mir herstellen kann -- ich habe es ja selber erlebt u. weiss gleich wieder, wie es sich anfühlt. U. es ist für einen selber wirklich ein SEHR EINSCHNEIDENDES Erlebnis, ein Kind zu kriegen. Das ist nunmal so, auch wenn man - bevor die Wehen eingesetzt haben - wenig echtes Interesse gezeigt hat. Aber sobald die Wehen da sind muss man sich natürlich damit beschäftigen; die erfassen einen von innen u. aussen total u. komplett...;und nachher ist man - war zumindest ich - dann trozdem mitten drin u. im Glücksrausch; da kann man nicht entwischen..;
    ABER -- es gab trotzdem schon viele Momente, wo ich mich nach meiner Freiheit zurückgesehnt habe; und das - obwohl ich auch früher eher eine Stubenhockerin war.
    Also überlegt es Euch -- beides hat grosse Vor- u. Nachteile! Jede Entscheidung ist okay.

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Swissgirl
    Mir geht es genau so! Danke für eure offenen Berichte!

    Wir hatten das 4-jährige Patenkind meines Mannes zum ersten Mal bei uns in den Ferien. Es wollte immer nur das Gleiche spielen, und befahl uns genau wie wir spielen mussten. Ich fand es schnell einfach nur langweilig und konnte mir nicht vorstellen, meinen Job aufzugeben um danach meine Tage am Boden kriechend mit Kinderspielzeug zu verbringen....
    Auch finde ich die Offenheit der Kinder manchmal schlimm. Z.B. sagte mir das Patenkind, ich sehe mit der Brille total doof aus, ich könne die Flasche nicht richtig zubereiten (obwohl ich es genau nach Anleitung der Mutter gemacht habe). Ich wurde schon lange nicht mehr so viel beleidigt und angemotzt wie in diesen zwei Tagen da der Kleine da war.... und ich fühle mich von Kindern auch erpresst: wenn es mir nicht passt heule und schreie ich los dass dir die Ohren abfallen!
    (meine Mutter meinte zwar - in der Angst nie Grossmutter zu werden - dass dieser Junge wirklich sehr verzogen sei und ich als Kind so lieb und pflegeleicht gewesen sei und ich sicher auch wieder so liebe Kinder haben werde.... Aber wer garantiert mir das
    Hi Swissgirl!

    Im Rahmen garantierst Du, daß Dein Kind nicht so ein verwöhnter Kotzbrocken wird!!! Erziehung fängt am ersten Tag an und nicht erst mit 4! Wobei, am ersten Tag, na ja, das ist schon etwas übertrieben.

    Ich bin auch keine Supermami, nie gewesen. Schau Dir meine Posts oben an. Ich freue mich nach wie vor über jede freie Minute, die mir meine Hexen lassen. Und über jeden Schritt in die Selbstständigkeit der beiden. Allerdings freue ich mich auch grundsätzlich an den beiden, weil ich sie schlicht lieb habe. Im ersten Fall habe ich das auch nicht anders erwartet, aber im zweiten Fall hat es micht komplett überrascht.

    Und eins darf man auch nicht vergessen: So wenig, wie es den Menschen an sich gibt, gibt es Kinder an sich. Bei Kindern ist es genau wie bei Erwachsenen: die einen mag man und die anderen findet man unsympathisch. Wobei das bei den eigenen Kindern recht ungewöhlich ist und in aller Regel auch erst nach/während der Pubertät einsetzt. Denn vorher kann/muß man durch Erziehung und Vorleben ungewolltes Verhalten korrigieren.

    Laßt Euch alle nicht von den Supermamis unter Druck setzen!! Bloß weil Ihr Nachdenken vor Gefühle stellt, seid Ihr nicht kaltherzig! Erfharungsgemäß haben auch Supermamis ihre schwarzen Stunden. Man kommuniziert es nur ncht so....Bin schon oft dadurch aufgefallen, daß ich sehr ehrlich war.. . Trage ich aber mittlerweile wie einen Orden. Und es trennt im Bekanntenkreis auch so schön die Spreu vom Weizen!

    Also: weiter nachdenken!

    Liebe Grüße


  5. Registriert seit
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    Stirnrunzeln Schwanger mit 40 - und auch Panik!

    Hallo Ihr alle,
    es ist sehr tröstlich zu lesen, dass es etliche Frauen gibt, die genau das selbe Problem haben.
    Ich bin vierzig und kinderlos und man hat mir im März einen Eierstock entfernt. Der Arzt meinte, dass ich auf natürlichem Weg höchstwahrscheinlich nicht schwanger werden könne und empfahl mir künstliche Befruchtung. Das wollte ich nicht, da ich bezüglich eines Kinderwunsches mein ganzes Leben lang unentschlossen und ambivalent war.
    In mein Leben "paßt" einfach kein Kind und das war schon immer so. Ich bin eine der "typischen" kinderlosen Akademikerinnen: beruflich sehr engagiert und von meinem Job begeistert - und mir ist meine persönliche Freiheit sehr sehr wichtig. Pflichten, Regelmäßigkeiten, Zwänge sind für mich schon immer ein Gräul gewesen.

    Nachdem ich nun also den Eierstock eingebüßt habe und die WAhrscheinlichkeit einer Befruchtung total gering eingestuft wurde, bekam ich aber eine Art "Torschlusspanik". Will ich wirklich für immer kinderlos bleiben? Wenn ich es nicht jetzt probiere, dann nie! Mein Freund (wir sind seit zwei Jahren zusammen) und ich haben dann auf Verhütung verzichtet, aber halbherzig "aufgepasst", nach dem Motto: "wenn was passiert, ist es vom Schicksal gewollt, wenn nichts passiert, dann hat es eben nicht sein sollen, aber wir können uns nicht vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben". Naja, was soll ich sagen: ich bin nun schwanger, vorgestern kam das positive Testergebnis. Ich bin sozusagen in der dritten Woche, also alles ist noch sehr früh. Die Gynäkologin konnte per Ultraschall noch nichts sehen, aber der Test aus der Apotheke war eindeutig - und meine körperlichen Zeichen sind es auch.

    Und ich habe eine unbeschreibliche Panik vor den "Geistern, die ich rief". Theoretisch über eine Schwangerschaft nachzudenken und den positiven Test in der Hand zu halten, sind wirklich zweierlei. Ich bin nun absurderweise sicher, kein Kind zu wollen. Mein Kinderwunsch war nie so wirklich da und allein die Torschlusspanik ist kein guter Grund, um schwanger zu werden. Mein Körper verändert sich in rasendem Tempo, meine Brüste sind so empfindlich, dass ich kaum noch ein T-Shirt auf der Haut ertragen kann, mir ist schlecht und ich bin total erschöpft. Trotzdem wache ich nachts schweißgebadet auf und mache mir Sorgen, die Panik ist nachts am allerstärksten.

    Die schlimmsten Punkte sind für mich:

    - die Tatsache, durch das potentielle Kind absolut fremdbestimmt zu sein. Ich bin ein Mensch, dem das sehr schwer fällt. Dieses immer-für-das-Kind-da-sein-müssen - ich glaube, dass ich dazu nicht in der Lage bin. Es geht noch weiter: ich habe das Gefühl, das Kind wird mein Leben zerstören. Alles, was mir bislang wichtig war, geht dann nicht mehr: Berufstätigkeit (ich arbeite in einem Medienjob, bei dem man viel unterwegs ist und stark gefordert wird und außerdem unkalkulierbare und unregelmäßige Arbeitszeiten hat), Spontanität, Reisen, Tauchen, Städtetrips mit meinem Freund, lange Gespräche, Unabhängigkeit.
    - überhaupt: die Beziehung mit meinem Freund. Wir haben eine sehr enge, innige, anregende und phantastische Beziehung, führen lange, intensive Gespräche, machen Ausflüge, haben eine lebendige und abwechslungsreiche Erotik. Wir lieben Essengehen mit gutem Wein, sind gern unterwegs. All das würde nicht mehr gehen. Denn selbst wenn man natürlich auch mit Kleinkind Ausflüge machen kann - alles dreht sich dann um das Kind. Man kann sich in Gegenwart des Kindes schlecht über philosophische Themen, Umweltpolitik oder gar über Erotik unterhalten - aber das sind Dinge, die uns beschäftigen, die uns zusammenhalten, die uns glücklich machen. Das kind aber fordert, dass man sich ununterbrochen auf seiner geistigen Ebene bewegt. "Da ist ein Schwan!", "Hast du aua gemacht?" oder "Nein, du bekommst nicht schon wieder ein Eis."

    Wir beide haben große Angst, dass ein Kind unsere Zweisamkeit und damit unsere Liebe zerstören würde. Manche Paare freuen sich über die Abwechslung, die das Kind in ihr Leben bringt - wir HABEN schon jetzt Abwechslung, unser Leben ist alles andere als langweilig. Es fehlt uns an nichts. Zudem ist es auch bei mir so, dass ich bei Kindern eher das Weite suche - mich nervt Kindergeschrei, mich nervt es, wenn Kinder die ständige Aufmerksamkeit der Erwachsenen wollen, ich fühle mich total angestrengt, mich längere Zeit mit Kindern zu beschäftigen. Dass das bei einem eigenen Kind anders sein soll, kann ich kaum glauben.

    Und mit dann 41 bin ich auch nicht mehr die Jüngste. Ob ich der Situation eines schreienden Kindes, das auch nachts gefüttert werden will, gewachsen bin, wenn schon 25jährige dadurch an den Rand der Erschöpfung getrieben werden?

    Ich bin eigentlich entschlossen, die Schwangerschaft abzubrechen und zwar möglichst bald, um möglichst wenig "Kind" in mir entstehen zu lassen. Ich will die Situation baldmöglichst lösen, denn diese Panik ist wirklich sehr schwer zu ertragen. Dass hier alle, die ihr Kind trotz Panik ausgetragen haben, sagen, dass es gut war, nicht abgetrieben zu haben, irritiert mich zwar. Aber ich frage mich, ob eine Frau jemals zugeben könnte, dass es ein Fehler war, das Kind AUSZUTRAGEN. Das wäre ja eine wirklich fatale Erkenntnis, ob man sich das so eingestehen kann....?

    Ich kenne in meinem Bekanntenkreis etliche Paare, deren Beziehung nach der Geburt des Kindes zerbrochen ist.

    Letztlich ist die Frage, ob man ein Kind will oder nicht, wenn man bislang kein Kind hat, vergleichbar mit folgender Situation: jemand schiebt einem ein Paket mit einem Fragezeichen hin und verrät nicht, was drin ist. Man soll "unbesehen" sagen: will ich das oder will ich es nicht? Etwas zu entscheiden, was man schlicht nicht beurteilen kann - wie soll das gehen?

    Jemand schrieb hier "Wenn ich alles aufzählen soll, was sich verändert, würde das Panik auslösen." Bitte: schreibt auf, was sich alles verändert! Denn nur wenn ich weiß, was sich in der Kiste "Kind kriegen" alles verbirgt, kann ich eine Entscheidung fällen.

    Liebe und verzweifelte Grüße
    Sommergewitter

  6. Inaktiver User

    AW: Schwanger mit 40 - und auch Panik!

    Hä? 3. Woche und auf dem US ist nichts zu sehen? Merkwürdig!


  7. Registriert seit
    08.08.2007
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    165

    @maddin7

    @maddin7: wie meinst Du das?
    Meine Ärztin meinte, es sähe alles völlig normal aus, die Gebärmutter ist nicht vergrößert und man erkennt nichts drin. Sie hat einen vaginalen Ultraschall gemacht.
    Meine Regel hätte Sonntag kommen sollen, heute ist Mittwoch, ich bin drei Tage überfällig. Ich müsste so um den 22. Juli herum schwanger geworden sein, wäre also in der dritten Woche. Die Ärztin meinte, das sei normal.

    Ist das nicht normal?

    Wenn ich nun doch nicht schwanger wäre, das wäre natürlich das Beste. Aber: wieso dann der positive Test? Die Ärztin hat einen Bluttest gemacht, das Ergebnis kriege ich morgen.

  8. Inaktiver User

    AW: @maddin7

    In der 3. Woche sollte man trotzdem was erkennen können. Ist eventuell noch im Eileiter unterwegs.

    So, wegen Deiner Bedenken: Ganz kurz: Ich habe mich auch auf eine SS eingelassen, obwohl ich nie Kinder wollte. Ja, ich hatte und habe große Bedenken, wie das alles werden wird. Bin mit 38 ja auch nicht der Jüngste (Kind kommt im September).
    Aber ich denke, es kann eine Bereicherung sein. Es ist ein Wagnis, aber das gehe ich meiner Frau zuliebe gerne ein.

    Nur mal ein Punkt: Die Zweisamkeit muß überhaupt nicht zwangsläufig gestört werden. Wichtig ist, daß das vor der Geburt durch gesprochen wird. Daß Freiräume auch weiterhin möglich sind.

    Klar ist aber, ein Kind bringt viel Verantwortung mit sich, das Leben wird niemals so sein, wie zuvor. Aber anders heißt nicht zwangsläufig schlechter.

  9. Inaktiver User

    AW: Schwanger mit 40 - und auch Panik!

    Zitat Zitat von Sommergewitter
    Jemand schrieb hier "Wenn ich alles aufzählen soll, was sich verändert, würde das Panik auslösen." Bitte: schreibt auf, was sich alles verändert! Denn nur wenn ich weiß, was sich in der Kiste "Kind kriegen" alles verbirgt, kann ich eine Entscheidung fällen.
    Sommergewitter
    Liebes Sommergewitter,

    also erstens, es tut mir leid, dass Du jetzt in so einer Lage bist. Was ich nicht ganz rausgelesen habe, warum kann Dir der Arzt keine Schwangerschaft bestätigen? Wenn am US noch nichts zu sehen ist, dann hat der doch andere Methoden. Die Wahrscheinlichkeit mit über 40 mit nur einem Eierstock gleich SS zu werden ist nämlich sicher nicht allzu gross.

    Also in so einer Lage wie Du war ich nicht, obwohl ich nach dem ich von der gewünschten (!!) SS erfahren habe, ziemlich schockiert war u. sehr ambivalente Gefühle hatte.

    Aber ich hatte schon immer so eine Lebenseinstellung dass nichts von Dauer ist u. wir im Leben eben automatisch Veränderungen durchmachen; wir selber können daran wachsen u. uns so "kennen lernen"....; das ist für mich eine "Lebens-Tatsache" u. die ist nicht so erschreckend oder neu;

    was sich verändert... also an den positiven Dingen kann ich immer nur eines aufzählen - da ist ein neuer Mensch, der ist ein Teil von Dir u. gehört ganz zu Dir; das Verhältnis, das Du zu diesem Menschen haben wirst ist ganz einzigartig u. anders, als Du es je mit anderen Menschen haben könntest. Freunde, Arbeitskollgen, Partner sind alle austauschbar. Dein Kind nicht. Du bist für diesen Menschen anfangs die wichtigste Person. Das ist sehr schön. Du hast dadurch viel Macht.
    Ein Kind ist wie wenn man selber eine Reise zurückmacht; man wird gewissermassen selber nochmal zum Kind. Man lebt total mit dem Kind mit. Wenn man es verwöhnt tut einem das selber so gut ; dem eigenen Kind das da noch immer in einem selber drinnensitzt u. oft verletzt ist. Es werden einem viele Dinge über das eigene Leben, den eigenen Ursprung, die eigene Kindheit usw.. bewusst. Es gibt eine irre Rückkoppelung.
    Und es bedeutet viel Mühen; angefangen mit der stundenlangen, qualvollen Geburt, die ersten Wochen, schlaflos, fertig...; da beneidet man jeden, der draussen auf der STrasse vorbeigeht...;
    Aber - die Mühen sind nicht vergeblich. Kennst Du den Effekt des Glückes der getanen Arbeit. Wenn man fleissig war u. sein Werk beobachtet, dann gibt es kaum ein Gefühl, das besser sein könnte. Dank des Kindes hat man dieses Gefühl quasi immer; die Mühen haben sich gelohnt....; man hat die Mühen u. die eigene Leistung immer vor Augen.

    Man merkt, wie die Zeit vergeht bzw. was sich alles tun kann in nur ein, zwei Wochen. Man betrachtet Zeit anders. Es wird einem vieles ganz anders bewusst.

    Während man grade mitten drinnen steckt, in einer mühevollen Phase, ist es oft schlimm, das stimmt. Aber - es geht so schnell vorbei. Im Nachhinein denkt man, aber, das war doch nur ein kurzer Abschnitt....

    Ich würde Dir nur raten, unterhalte Dich mit Amray; sie hat - so glaube ich - den Weg der Abtreibung gewählt; ich nehme an, vorwiegend wegen der Panik. Wie denkt sie jetzt darüber?

    Klar, es kann der richtige Weg für Dich sein, aber es gibt auch viele Frauen, die kommen danach überraschend drauf, dass das Kind nicht einfach weggeht. Der (oft quälende) Gedanke dran bleibt.....; es muss aber bei Dir nicht so sein.


  10. Registriert seit
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    Kindhaben

    @ Schloss:
    danke für die anschauliche Schilderung des Kinderhabens. Wobei das, was Du schreibst, wahrlich nicht nach Albtraum und Panik klingt, sondern eher nach etwas sehr Tollem.

    Diese Macht über das Kind, die Du beschreibst, wissen allzu viele Eltern leider nicht verantwortungsvoll zu nutzen. Manchmal wird es mir übel, wenn ich sehe, wie unbeherrscht Eltern ihre Kinder ankeifen und schlecht behandeln...

    Du schreibst auch, dass man als Mutter die eigene Kindheit nochmal erlebt. Vielleicht hängt meine Panik auch damit zusammen: ich bin adoptiert und meine wechselvolle und entbehrungsreiche Kindheit empfand ich als ziemlichen Albtraum. Das noch einmal erleben, möchte ich nicht. Natürlich denke ich manchmal, dass es toll wäre, wenn ich einem Kind das geben könnte, was ich in meiner Kindheit nicht erhalten habe. Ich bin auch sicher, dass ich mein Kind lieben würde.
    Aber: ich finde das ganze Muttersein so albtraumhaft, dass ich mir nicht vorstellen kann, damit GLÜCKLICH zu sein. Und wenn dann noch meine wunderbare Partnerschaft leidet, bin ich nicht sicher, ob ich nicht unbewußt den Wunsch hätte, meinem Kind das "heimzuzahlen", dass mein persönliches Glück der Preis dafür ist, dass mein Kind leben kann. Und dann würde ich genau das produzieren, was ich selbst als Kind erleben musste - ein unglückliches Kind.

    Stichwort: Schwangerschaftswahrscheinlichkeit mit 40 und nur einem Eierstock: ja, dass ich so schnell schwanger geworden bin, verstehe ich auch nicht. Es ist wirklich unglaublich. Meinst Du, es kann sein, dass ich gar nicht schwanger BIN?
    Aber wie lässt sich der positive Schwangerschaftstest erklären?
    Und mein irres Spannungsgefühl in den Brüsten, meine Erschöpfung, meine latente Übelkeit (bislang gottseidank ohne Übergeben), das Ziehen in der Gebärmutter, das Ausbleiben (3 Tage) der sonst überpünktlichen Regel?

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