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  1. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Swissgirl

    Gestern hatte ich aber ein sehr gutes Gespräch mit einer guten Freundin. Sie sagt, dass bei den eigenen Kinder das gaaanz anderst sein wird als mit diesen "Geliehenen", dass man da von Anfang an mit Erziehung viel machen kann damit man nach vier Jahren keinen Terroristen zu Hause hat.
    Naja, ein Kind bleibt dennoch ein "Ueberraschungspaket"- ich halte es fuer ueberhaupt nicht verkehrt, sich mal "probeweise" um andere Kinder zu kuemmern, einfach, um mal zu sehen, dass es eben nicht rosarot ist (noch bleibt) mit Kind- ob es nun ein kleiner "Terrorist" ist oder einer, der in der Kueche mithilft.
    Zu welchen auch ambivalenten Gefuehlen man faehig ist, dass man eben seine Kinder durchaus auch mal auf den Mond schiessen koennte, nur, um sie ein paar Minuten/Stunden spaeter auch wieder gaaaanz lieb und hoechst entzueckend zu finden, gehoert fuer mich durchaus zum Kinderhaben dazu (etwas, das ich mir vor unsren dreien, 4, 2 und 1 Jahr alt, nicht vorstellen konnte.) Auch, dass das gleiche Kind phasenweise ein "Terrorist" ist und dann wieder, ebenso phasenweise, vorbildlich und gern in der Kueche mithilft (so taeglich/woechentlich erlebbar bei unsrem Aeltesten, bei dem wir uns immer fragen, wann die "Trotzphase" denn nun inoffiziell endlich vorbeiist.)
    Ich meine also, dass Du das, was Du bei Eurem "geliehenen" Kind erlebt hast, das Anstrengende, das Verzweifeln usw., durchaus etwas ist, das man -aller Erziehung zum Trotz, die natuerlich auch sehr anstrengend ist- auch bei den eigenen Kindern erleben kann und das zum normalen, nicht idealisierten Alltag mit Kindern dazugehoert. Moeglich ist natuerlich, dass man sich bei den eigenen Kindern mehr Muehe gibt, die Verzweiflung zu ueberwinden .

    LG und viel Glueck,
    dampfmaschine

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von amray
    Ich finde eigentlich, dasss Unzufriedenheit im Job kein Grund sein sollte für Familie.
    Hi amray, nun ja, ich kenne viele Frauen, die aus deutlich schlechteren Gründen schwanger wurden... Und ich würde ja nicht WEGEN Unzufriedenheit im Job schwanger werden, sondern ich bin halt unzufrieden - und ich denke in Kombi mit meinem Alter und ner festen Bindung sind das ne Menge guter Gründe darüber zu grübeln. Schwierig ist es aber in der Tat zu unterscheiden: denke ich über ein Kind nach WEIL ich unzufrieden bin oder würde ich es auch mit Zufriedenheit im Beruf? Darauf hab ich keine Antwort

    Zitat Zitat von amray
    Leih" Dir von Freunden doch mal ein Kind und unternimm etwas mit Mann+Kind.
    Ähm - ich bin ja nicht von hinterm Mond. Um mich rum wuselt (bzw. wuselte es bis zu unserem Umzug) es vor Kindern, ich hab wie im ersten Eintrag von mir gesagt, sehr gebärfreudige Kinder. Ich hatte viel mit ihren Kids zu tun, manche mag ich mehr, manche weniger, alle sind sehr unterschiedlich - wie ja auch die nachfolge Beiträge von swissgirl und dampfmaschine zeigen und wie wir alle wissen. DAS löst meine inneren Fragezeichen und Ängste nicht. Ich bin auch nicht so der Spaßvogel und für mich ist es schwer, immer Blödsinn mit den Kindern zu machen. Ich red immer lieber mit ihnen oder lese vor. Bisher fanden sie das an sich immer ok - aber wahrscheinlich nur, weil ich ja immer nur stundenweise aufgeschlagen bin (und der Spaß mit jmd. anderem dann ja weiterging ) Mein Mann wäre der genialste Vater (das weiss ich!) - aber er hat auch Ängste und liebt unser angenehmes 2er-Leben.. Wie also einer Antwort näher kommen?

    ambivalentia

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    ooh man dampfmaschine... jetzt hatte ich doch eben einen kleinen silberstreifen am horizont gesehen

    nein, ich weiss. JEDES kind hat die fähigkeit, seine eltern zur weissglut zu treiben, auch das eigentlich wohl erzogene...

    aber dieses eine kind hatte den ganzen tag nichts anderes zu tun als uns zu ägern, zu reklamieren... und ich hoffe halt irgendwie schon dass dies nicht der alltag ist mit kindern (d.h. von morgens bis abends und viertelstündlich die ganze nacht durch - NICHT übertrieben, war wirklich so!).

    ich bin mir dem anstrengenden, nervenden, stressigen das ein kind mit sich bringt sehr bewusst - LEIDER viel zu sehr bewusst. ich bin halt ein vernünftig denkender mensch.
    aber meine taktik ist nun, mit leuten zu sprechen, bei denen ich das gefühl habe die haben die erziehung im griff und haben tolle kinder. so wird dieses thema für mich doch mal noch "machbar".... vielleicht...

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Swissgirl
    ooh man dampfmaschine... jetzt hatte ich doch eben einen kleinen silberstreifen am horizont gesehen
    [...] so wird dieses thema für mich doch mal noch "machbar".... vielleicht...
    Du solltest Dich von mir auch nicht entmutigt fuehlen! Natuerlich ist es- auch fuer Dich, falls der biologische Teil klappt )- "machbar", Kinder zu haben, mit allem, was dazugehoert.
    Es ist nur mit weniger (Selbst-)Zweifeln und Enttaeuschungen verbunden, denke ich zumindest, wenn man von vorneherein nicht an die Familien aus Weichspueler- oder Fruehstuecksmargarinenwerbung- die's zu meiner Zeit noch gab- glaubt. Wenn man die eigenen Kinder nicht von vorneherein mit Erwartungen- "so und so MUSS es mit Kind werden"- befrachtet und sich selbst letztlich damit auch ueberfordert. Was Dir wahrscheinlich alle Muetter bestaetigen werden, ist: Der Zweifel gehoert zum Elternsein dazu, angefangen von Kleinigkeiten (Schnuller/Daumen etc.) ueber Grundlinien "machen wir's richtig?" bishin zu rentenentscheidendem "arbeiten beide Eltern weiter/wie organisieren wir Betreuung" und und und. Man erzieht ja immer ins "Unbekannte" hinein, erhaelt natuerlich "Zwischenbestaetigungen", aber eben auch Rueckschlaege oder Daempfer und wie das Kind letztlich mal "wird", ob es seinen Weg einmal gut macht, sozusagen "im Leben gut ankommt", daraufhin kann man nur hoffend erziehen und begleiten- in 18 Jahren (oder 14...) sprechen wir uns wieder .
    Und manchmal sind die Tage auch mit eigenen Kindern genauso, wie Du es beschreibst und erfahren hast: Von morgens bis abends ist man selbst am Entzerren von Konflikten oder Erfinden von Ablenkmanoevern wegen der Aergerattacken des Nachwuches und ja, das geht unter Umstaenden auch bis in die Nacht. Und ja, das kann die partnerschaftliche "Harmonie" auch belasten- Kinder sollte man meiner Meinung nach deshalb auf keinen Fall bekommen, um eine Beziehung zu "retten".
    Aber das sind eben nicht die einzigen Erfahrungen, die man so sammelt. Garniert, gespickt und abgewechselt werden diese einen an den Rand (des eigenen muetterlichen Selbstverstaendnisses oder Verstandes, z.B.) bringenden Erfahrungen ja durch andere, schoene Erlebnisse, die einen hinterruecks ueberfallen, ueberraschen, ruehren oder noch inniger an die Kinder binden. Nur: Herausforderungen hat man von nun an jeden Tag, 18 Jahre lang oder noch laenger, wenn man mehrere Kinder hat.

    Also: Ruhig wieder alle silbernen Streifen am Horizont zum Leuchten bringen! Einfach Augen auf und durch .

    Viel Glueck,
    dampfmaschine

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von ambivalentia
    Um mich rum wuselt (bzw. wuselte es bis zu unserem Umzug) es vor Kindern, ich hab wie im ersten Eintrag von mir gesagt, sehr gebärfreudige Kinder.
    Blödsinn - ich meinte natürlich gebährfreudige FREUNDINNEN

    Sag mal, Dampfmaschine: wie war das bevor Du Deine Kinder bekommen hast? Hast Du Dir ähnlich viel Gedanken gemacht oder wusstest Du "einfach", dass Du auf jeden Fall Kinder willst?

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von ambivalentia

    Sag mal, Dampfmaschine: wie war das bevor Du Deine Kinder bekommen hast? Hast Du Dir ähnlich viel Gedanken gemacht oder wusstest Du "einfach", dass Du auf jeden Fall Kinder willst?
    Natuerlich habe ich mir aehnlich viele- nur ganz andere -Gedanken vor dem ersten Kind gemacht; deshalb gefaellt mir auch Dein nick, der mein zweiter Vorname sein koennte, so gut; ambivalent war ich auch vorher, allerdings mit mehr Gewicht auf dem "Pro".
    Und wenn man dann ein Kind/Kinder hat, wird wieder alles anders als man das in seinen Ahnungen, aber auch Aengsten, vorhergesehen hat, das stellt erstmal wirklich die bisherige Welt, gerade auch die der Partnerschaft oder die des, ich sag mal vorsichtig, "ergebnisorientierten" Berufslebens, auf den Kopf. Nach dem ersten Kind konnte ich mir erstmal keine weiteren Kinder mehr vorstellen- ich fuehlte mich dauernd ueberfordert, isoliert und war (postnatal) depressiv. Langsam und mit Hilfe von aussen spielte sich aber mein neuer Alltag wieder ein, ich verliebte mich total in unser Kind, pflegte meine Freundschaften wieder mehr (soweit das mit Kind(ern) und deren Unberechenbarkeiten geht), war sogar froh, einem ungeliebten Beruf den Ruecken kehren zu koennen und fasste einen neuen Beruf und noch mehr Kinder ins Auge...Und inzwischen moechte ich gern noch ein bis zwei Kinder mehr fuer unsere Familie- aber das heisst eben NICHT, dass ich von morgens bis abends "nur" noch Mutter bin oder im Muttersein restlos aufginge oder meine Ambivalenzen komplett ausschalten koennte. Ich kann nur mit einer (wachsenden?) Familie so gut leben, weil ich Hilfe bei der Erziehung der Kinder (drei unter 4 sind schon eine Handvoll) und meinen morgendlichen Freiraum habe, in dem ich konzentriert und ausser Haus arbeite.
    Das wuerde ich auch jeder ambivalenten, also prinzipiell: denkenden, Frau raten: Moeglichst viel vom "alten" Leben weiterzufuehren, und damit meine ich nicht: weiterhin jede Nacht Cocktail schluerfend um die Haeuser zu ziehen, sondern sich sehr bewusst sein, dass man auch wenn man Mutter ist, noch Quellen der Selbstbestaetigung und Taetigkeiten und Interessen braucht, die in erster Linie nichts mit dem Neuankoemmling zutun haben-man gibt den ganzen Tag, man muss sich auch irgendwoher wieder etwas "nehmen". Das ist etwas, was ich mir von einer erfahrenen Mutter zu hoeren gewuenscht haette nach meiner ersten Geburt- und mehr gleichgesinnte, ehrliche Muetter.
    Dann aber gibt es wirklich die Frauen, die in der Mutterschaft komplett aufgehen und diese Rolle zu ihrem Beruf erklaeren, die quasi ihre "Nische" gefunden haben und es zufrieden sind- tja, ok. Bei mir ist/war das halt nie so. Ich wollte/will Kinder und noch einen erfuellenden Beruf- und ich bin gerade dabei, zweiteres noch entschiedener voranzutreiben.
    Aber ohne Ambivalenzen leben? Kann ich mir ausser beim Tanzen, Singen, Mozzarella mit Tomaten Essen, Rotwein Trinken, in der Badewann liegen und Musikhoeren nicht vorstellen.

    Ambivalentia: Noch Fragen?

    Liebe Gruesse und: nur Mut!,
    dampfmaschine

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Einfach Augen auf und durch .
    Ich nehme das als mein zukünftiges Kinderkrieg-Motto

    Wahrscheinlich muss man einfach mal den Sprung ins kalte Wasser wagen - anscheinend sind ja ganz viele andere Mütter (und Väter) auch am schwimmen und müssen auch schauen dass sie nicht untergehen.
    Wenn ich zum Teil Familien mit verwahrlosten Kindern sehe (arbeite teils im sozialen Bereich) denke ich mir, wir hätten eigentlich alle Vorraussetzungen, einem Kind ein schönes Zuhause zu bereiten: Intakte Ehe, ein unterstützendes Umfeld von möglichen Onkeln und Grosseltern, das Zimmer wäre auch vorhanden, eine kinderfreundliche Wohngegend mit grossen Wiesen und mehreren Spielplätzen, und die Finanzen sind auch i.o. Und das Wichtigste: Wir haben beide selber eine Erziehung genossen, wissen was gut und schlecht ist, haben Umgangsformen gelernt, wissen wie man sich im Leben "bewegt" etc. (das können ja leider nicht mehr alle behaupten).

    Bis wir den Sprung ins kalte Wasser wagen arbeite ich noch an der Bekämpfung meines Perfektionismus. Ich denke, diesen wird man beim Kindererziehen nie befriedigen können. Aber mit meiner Kinesiologin habe ich schon einige Erfolge erzielt, ich kann heute sehr gut mal fünf gerade sein lassen (z.B. darf es auch mal unordentlich sein, oder erlaube mir auch mal Fehler zu machen) - das ist später mit Kindern sicher sehr Vorteilhaft.

    Danke für deine ehrlichen Texte, dampfmaschine

  8. Inaktiver User

    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Danke auch fuer die Blumen , alles sehr gern.


    Zitat Zitat von Swissgirl
    [...] ich kann heute sehr gut mal fünf gerade sein lassen (z.B. darf es auch mal unordentlich sein, oder erlaube mir auch mal Fehler zu machen) - das ist später mit Kindern sicher sehr Vorteilhaft.
    Oh ja, das stimmt 100%. Den Perfektionismus mit Kindern wirklich ueber Bord werfen, sogut das geht, den der engt einen selbst ein, frustriert, ueberfordert und die Kinder gleich mit.

    Ich kenne das von mir auch und gepaart mit den bestimmten Vorstellungen, die ich vom Elternsein hatte, auch ein zu engmaschiges Mutterbild/-ideal, sind das die viel groesseren Hindernisse als die urspruenglichen Aengste, die ich mal hatte...
    Es fuehren viele Wege nach Rom, Du musst nur Deinen darunter finden.

    LG und weiter viel Glueck,
    dampfmaschine

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    Liebe Dampfmaschine,
    ich möchte mich swissgirl anschließen: danke für Deine ehrlichen Worte! Sie helfen mir wirklich weiter und berühren mich, weil Du mir soviel sagst, was ich auf diese Weise noch nicht gehört hab !
    Darf ich noch fragen, was Du mit "Hilfe von aussen" meinst? Wie hast Du alles gestemmt, was oder wer hat Dich aus der Isolation herausgeführt? Wir sind ja umgezogen und das mit "Hilfe von aussen" ist/wäre bei mir eben etwas schwierig... und neben "ich hab keine Geduld, bin durchaus mal jährzornig und hab scheussliche Angst vor der Verantwortung, ist das derzeit das Haupt-"ko"-Kriterium. Wenn ich wüsste, ich kann öfters mal abgeben, durchatmen - FREI SEIN - dann wäre es ein Stückchen leichter (vielleicht ). Durch das Arbeitspensum und die Dienstreisen meines Mannes wäre ich eine "Fast-Alleinerziehende", zumindest wochentags.

    Dennoch: manchmal denke ich wirklich "wenn ich erstmal mit einem anfange..." geht es mir womöglich wie Dir?!? Da braucht man die Frage wirklich nicht stellen, wie ich zu meinem Nick komme, oder?

    Du machst mir Mut, schreib weiter
    ambivalentia

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    AW: Ich bin gewollt schwanger, habe aber große Zweifel und Ängste!

    @maddin.7: hat sich schon was getan und wie geht es Dir?

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