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    Stirnrunzeln Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Hallo zusammen,

    ich wende mich mit einem sehr persönlichen und für mich massiv emotionalen Thema an euch.
    Aktuell weiß ich überhaupt nicht, wo mir der Kopf steht.

    Ich versuche das Thema mal etwas herunterzubrechen.
    Ich (29) lebe seit über 5 Jahren in einer Beziehung, die bereits einiges durchgemacht hat.
    Mein Partner ist chronisch krank, muss etliche Medikamente nehmen, kann sich nicht schmerzfrei bewegen oder nur tagesabhängig. Dennoch war uns immer klar: wir möchten eine Familie, wenn es nach ihm gegangen wäre, dann lieber gestern als morgen ...

    Nun eröffnete er mir (völlig überraschend für mich), dass es für sich alleine die Entscheidung getroffen habe, keine Kinder zu zeugen. Er wolle seine Krankheiten nicht weitergeben, habe Sorge Kindern überhaupt gerecht werden zu können und außerdem gebe ihm der Gedanke an Kinder nichts, er sehe sich nicht als Vater.

    Und da stehe ich nun und weiß nicht weiter. Ich weiß, dass ich den Mann, den ich liebe, nicht verlieren will. Ich weiß aber auch, wie sehr es mir jetzt schon weh tut über eine kinderlose Zukunft nachzudenken. Ich klammere mich an der (idiotischen?) Hoffnung fest, er könne seine Meinung ja nochmal ändern ... wenn er wieder einen Job gefunden hat... wenn es ihm vielleicht mit den richtigen Medikamenten (eigentliche Diagnose steht noch nicht lange) besser geht ... er sagt selber, er wisse ja nicht, was in 2 Jahren ist, oder in 5. Daran klammert sich gerade alles an mir, aber ich habe auch unglaublich Angst, dass diese Hoffnung ins leere ausgeht.

    Gibt es hier Frauen, die aus Liebe zu ihrem Partner den Kinderwunsch aufgegeben haben?
    Habt ihr mir irgend einen Rat, wie ich mit dem Chaos und dem Loch in meinem Inneren nun umgehen kann?
    Ich habe mich Entschieden für die Liebe zu kämpfen, aber sobald ich auch nur eine schwangere Frau sehe, kommen mir die Tränen
    Könnt ihr mir irgendwie weiter helfen?

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Es wird dir akut nicht helfen - aber ich würde eher die Beziehung infrage stellen.

    Liebe allein genügt nicht.

    Hier gab es durchaus Threads, in denen Frauen sich wegen divergierendem Kinderwunsch getrennt haben.


    Und da finde ich völlig egal, ob seine Gründe "nachvollziehbar" sind bzw. "ob er etwas dafür kann" oder nicht.

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Zitat Zitat von Falidea Beitrag anzeigen
    ?
    Ich habe mich Entschieden für die Liebe zu kämpfen, aber sobald ich auch nur eine schwangere Frau sehe, kommen mir die Tränen
    Könnt ihr mir irgendwie weiter helfen?
    Hallo,

    Das ist natürlich eine sehr schwierige Situation.

    Ich finde es aber von deinem Partner gut, das er sich solche Gedanken macht.

    Wenn er seine Krankheit wirklich an die möglichen Kinder vererbt, das ist etwas sehr schwerwiegendes.

    Wie geht es dir bei dem Gedanken das euer Kind womöglich krank ist? Du also Partner und Kind "krank" daheim hast?

    ......

    Deinen kinderwunsch verdrängen ist nicht gut. Wenn du aus Liebe auf Kinder verzichten willst sollte das eine bewusste klare Entscheidung sein.

    Aber wenn du weinst, wenn du eine schwangere siehst, dann ist das schon hart.

    Vielleicht gibt es eine Alternative? Sperma Spende? Wie stehst du und dein Partner dazu?

    Es gibt doch Alternativen.

    An die Hoffnung klammern, das er irgendwann seine Meinung ändert würde ich nicht machen.

    Sei ehrlich.... Zu dir selbst und auch zu ihm.

    Du möchtest kinder

    Redet offen darüber. Und wenn er vage für die Zukunft bleibt, dann musst du bewusst entscheiden ob das für dich ok ist (vielleicht ist es in 5 Jahren für dich zu spät und es klappt nicht mehr?)
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    An Alternativen habe ich auch oft gedacht, darüber haben wir früher auch viel gesprochen.
    Ich verstehe und respektiere seinen Wunsch seine Gene nicht weitergeben zu wollen.
    Aber bisher sagte er immer selber, er seih offen für Alternativen wie z.B. eine Samenspende.
    Aktuell ist es so, dass er diese Alternativen nicht mehr sieht, weil er sich garnicht als Vater sehen kann, also auch nicht in der Rolle eines (nichtbiologischen) Vaters.
    Wir haben viel darüber gesprochen und ihn berühre wohl mein Schmerz, aber er könne mir aktuell nichts anderes sagen. Er sehe die Chancen gering, dass sich seine Meinung nochmal ändert.

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    ich finde es gut von ihm dass er es dir jetzt sagt.

    und dich nicht noch heiratet und 10 jahre wartet.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Ok, er ist ehrlich und du weißt woran du bist.

    Nur die Sache mit Krankheit vererben.
    Steht es denn fest das er die Krankheit weitergibt ? Oder glaubt er das nur?

    Wenn ihr das jetzt vielleicht ausräumen könnt sagt er er will kein Vater sein.
    Dann bist du auch nicht weiter.
    Schwierig. Tut mir leid für dich.
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Er wird ja wissen das du einen kinderwunsch hast.

    Hast du ihn mal gefragt was er von dir erwartet?
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    mein mann ist chroniker. er hat keine kinder. wir haben uns erst getroffen als wir beide schon über 50 waren. das er dadurch dass er keine kinder gezeugt hat- diese linie durchbrochen hat- hat ihn damit ausgesöhnt.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    in den meisten unikliniken wird eine gen-beratung angeboten/durchgeführt.

    vielleicht hilft das bei der entscheidungsfindung? wie hoch ist das risiko?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    in den meisten unikliniken wird eine gen-beratung angeboten/durchgeführt.

    vielleicht hilft das bei der entscheidungsfindung? wie hoch ist das risiko?
    Er hat seine Entscheidung doch schon getroffen.
    Er will nicht.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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