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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Zitat Zitat von bazeba Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass der Partner einfach noch unter Schock steht und die Diagnose erstmal verdauen muss.
    Die Diagnose ist ja nicht neu.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Wissentlich dem Kind die Last eines chronisch kranken Elternteils umzuhängen, ist also ok?
    Ob das eine Last ist kann man doch gar nicht so pauschal wissen.

    Der Mann traut es sich in seinem akuten Zustand nicht zu, das ist die einzige gesicherte Information.
    Wer zuletzt lacht, denkt am langsamsten.

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Also nach meiner Erfahrung sind so chronisch Kranke immer speziell und ein wenig anders, beobachten sich selber mehr - und oft einfach pessimistischer.

    Heute kann ich gar nicht mehr nachvollziehen wie sorglos ich mit dem Augenleiden vom Vater meiner Kinder umgegangen bin. Ich will die Krankheit hier nicht näher beschreiben, ausser, er trägt Kontaktlinsen.

    Ich hatte einfach nie seine Ängste. Und - ich fürchte, ich habe ihn schon ein wenig umgekrempelt.
    Er meinte auch keine Sonne zu vertragen, wir waren zusammen am FKK-Strang.

    Es ist wirklich nur meine eigene spezielle Meinung: aber mir scheint, gerade so Menschen chronischen Krankheiten brauchen Partner die sie anders sehen.

    Ich hatte in meinem Mann immer die Stärke gesehen - die er eben auch hat.

    Es gibt so bestimmte Krankheiten MS zum Beispiel - die einfach ein Urteil sein können.
    Und dann gibt es widerum Menschen wie Malu Dreyer die damit in der Öffentlichkeit stehen.

    Muss ja jeder selber wissen, sich gegenseitig mit zu reissen ist ja nicht gleich böse Manipulation.
    Du schaffst das, wir schaffen das - als Mantra, warum nicht?
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    meine erfahrung mit einem chronisch kranken mann:

    er macht sehr viel mit sich selbst aus. - ich will dich nicht belasten-

    da ist sehr viel rückzug. gerade wenn es mit schmerzen und medikamenten verbunden ist.
    die eigene erkenntnis: du kannst mir nicht helfen. da muss ich alleine durch..

    es gibt tage da klappt es besser ihn aus seinem loch zu holen. es gibt tage da gibt es keine löcher.

    aber egal wie: das ist sehr viel in ihm selbst drinnen. man/frau kann auch sagen: er kreiselt um sich selbst. ja. das tut er.

    dauerschmerz, die erkenntnis es geht nie ganz weg- auch mit medikamenten- es wird mich bis zum letzten atemzug begleiten. es gibt bessere und schlechtere tage- das kann schon ziemlich demotivieren.

    jetzt beim schreiben kommt mir die erkenntnis: meine arthrose ist nicht besser oder anders.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Ja. Wenn vorher ein gemeinsamer Kinderwunsch abgesprochen war, würde ich diese einseitige Um-Entscheidung als Trennungsansage ansehen. Nicht, weil sich die Meinung nicht ändern darf, sondern weil einer im Alleingang die Meinung ändert und den anderen damit im Regen stehen lässt.
    So sehe ich das auch.

    Wenn er fair wäre, dann hätte er sogar gesagt:
    "Ich weiß, dass Du immer Kinder wolltest und dass ein Leben ohne Kinder für Dich ein großer Verzicht wäre.
    Das will ich Dir nicht zumuten. Da ich jetzt meine Meinung geändert habe, steht es Dir frei, Dir einen Partner zu suchen, mit dem Du Deinen Lebenstraum verwirklichen kannst.

    Wenn Du trotz allem bei mir bleibst, freue ich mich natürlich sehr, aber ich würde es niemals von Dir erwarten."

    Zumindest so etwas sollte man erwarten.

    Und auch wenn er es nicht gesagt hat, überlege Dir gut, nur und ausschließlich ihm zuliebe auf eigene Kinder zu verzichten. (Würde er denn Dir zuliebe auf einen Herzenswunsch und ein so existenziell wichtiges Lebensziel verzichten?)
    Du bist noch nicht einmal 30 und kannst problemlos noch einen Mann finden, mit dem Du dieses Lebensziel verwirklichen kannst!

    Ich persönlich sehe meine erwachsenen Kinder als das Kostbarste in meinem Leben an und ich finde, kein Mann der Welt wäre es wert gewesen, auf sie zu verzichten...

    Dass Du bei jeder Schwangeren weinen musst, spricht leider Bände. Wenn er sich auch mit einer Samenspende nicht anfreunden kann, dann bleibt Dir meines Erachtens nichts anders übrig als Dich zu trennen.

    Dasselbe hat eine Freundin meiner Tochter mit 29 auch gerade getan. Sie ist übrigens im Freundes- und Familienkreis auf viel Verständnis für ihre Entscheidung gestoßen.
    Geändert von Raratonga (09.06.2021 um 01:33 Uhr)

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Hallo!

    Mein Tipp wäre, sich erst mal konkret mit der Krankheit auseinanderzusetzen - ob sie vererbbar ist, wie die Prognose ist, wie sich die Medikamente mit Kinderwunsch vereinbaren lassen ... usw.

    Sein jetziges "NEIN" kann ja auch der jetzigen Verzweifelung zuzuschreiben sein - da muss er dir schon zugestehen, dass ihr beide euch mit dem Thema noch auseinandersetzt, unabhängig von seiner späteren Entscheidung.

    Du schreibst, dass die Diagnose noch nicht so alt ist. Ich erinnere mich mal - ich selbst habe Rheuma, seit 11 Jahren. Die ersten 2 Jahre waren wirklich fies - hätte ich da Kinder kriegen sollen, wäre das sicherlich das letzte gewesen, was ich mir hätte vorstellen können. Danach wurde es, dank guter Medikamente, immer besser und im Moment bin ich sogar seit ca. 1,5 Jahren in Remission, d.h. die Schmerzen halten sich in Grenzen, so dass ich noch nicht mal mehr Medikamente nehmen muss.

    Ich würde also keine vorschnellen Entscheidungen treffen.

    Sollte es bei ihm aber zu keiner Änderung in seinem Entschluss kommen, dann wird die Entscheidung für dich schwer - ich glaube, einen solchen tiefen Lebenswunsch wie nach einem Kind kann man nicht einfach wegdrücken. Ich glaube, das würde man dem Partner irgendwann sehr vorwerfen und es wäre eine große Belastung für die Beziehung.

    Alles Gute!
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Erstmal danke für die vielen Kommentare, Meinungen und Ideen.

    Ich glaube ich sollte nochmal ein paar Dinge klarstellen:
    - Natürlich setze ich nicht einfach die Verhütung ab!
    - Die Diagnose ist neu, aber er hatte davor schon etliche andere chronische Erkrankungen und erst jetzt ist die auslösende Ursache/ Diagnose gefunden worden. Er kommt aus dem medizinischen Bereich und kennt sich damit aus.
    - Er bekommt einiges an Medikamenten, hat chronische Schmerzen und muss sehr häufig/ ungplanbar auf die Toilette
    - Natürlich hat er mir im Gespräch frei gestellt zu gehen, er wolle mir garnicht abverlangen wegen ihm auf Kinder zu verzichten. Das hat er scjon oft getan, auch in Hinblick auf seine Erkrankung. Ich glaube ihm, dass er nur das Beste für mich will und im Zweifelsfall auch ohne ihn ... aber wer wäre ich denn, einen chronisch kranken Menschen zu verlassen, nur weil das Leben für ihn nicht so läuft wie gewünscht und er dadurch nachvollziehbare Entscheidungen trifft?
    - Es geht ihm nicht primär nur um den Vererbungsfaktor. Er wolle an sich sein Leben (aus aktueller Sicht, wie er immer betont) nicht mit Kindern legen. Da geht es um so viel mehr ... durch seine Krankheit hat er jobtschnisch immer wieder Probleme (aktuell arbeitslos), dadurch entstehen finanzielle Probleme, auch wenn ich relativ gut verdiene, er könne einem Kind nicht das bieten (finanziell, Zuwendung, Beweglichkeit), was er sich wünschen würde. Und an sich habe er auch keine positiven Assotiationen mit Kindern mehr, er FÜHLE nichts positives, wenn er an Kinder denkt. Er selber habe sich da wohl schon seit einem halben Jahr Gedanken gemacht und auch versucht sich gedanklich wieder "umzupolen", weil er eben weiß, dass ich diesen Wunsch hege - aber wohl erfolglos.

    Ich bin noch immer nicht glücklich mit dieser Situation und werde es wohl nie sein, aber zum aktuellen Zeitpunkt steht für mich außer Frage, dass ich an dieser Beziehung fest halten werde, auch wenn ich mich wissentlich für den steinigeren Weg entscheide

  8. Moderation

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Entscheidung, die man mit guter Abwägung und Überzeugung trifft, die richtige Entscheidung ist. Alles Gute, Falidea!
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Den Optimismus teile ich nicht.
    Für mich klingt es danach, dass Du festhalten und weiter auf die Möglichkeit hoffen willst, dass er seine Meinung noch ändert.
    Die wirkliche Entscheidung, auf eigene Kinder zu verzichten, ist das bei Dir nicht.
    Kannst Du natürlich machen, aber pass auf, dass Du ihm nicht irgendwann, wenn auch unterschwellig, diesen von Dir gewählten (!) "steinigen Weg" zum Vorwurf machst.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Einseitiger Kinderwunsch bei chronischer Krankheit des Partners

    Hallo Falidea!

    Schön, dass du dich zurück meldest!

    Mir fallen zwei Dinge dazu ein.

    1. Mir scheint, dass er seinen Kummer bzgl.der Erkrankung sehr auf das Kinderthema projiziert. Vielleicht, weil Kinder ihm am meisten vor Augen führen, wo seine Grenzen sind. Das mache ich daran fest, wie heftig er allein schon bei dem Wort "Kind" reagiert. Er scheint einen immense Druck zu spüren. Druck, zu funktionieren. Druck, dir gerecht zu werden. Druck, in die Welt zu passen.

    Ich würde hier tatsächlich eine Psychotherapie empfehlen. Nicht, damit er am Ende Kinder möchte. Aber wenn er seine Diagnose schafft zu verarbeiten, zu akzeptieren, anzunehmen und die positiven Aspekte, seine Wertigkeit mit, trotz und auch gerade wegen dieser Diagnose zu erkennen, dann könnte es am Ende tatsächlich sein, dass er wieder offen ist.
    Das sollte er aber für sich tun. Nicht, mit dem Ziel seine Entscheidung zu ändern.
    Aber ich sehe seine Entscheidung als Symptom eines großen Schmerzes, seelischen Schmerzes, an.

    2. Deine Entscheidung verstehe ich. Ich vergleiche das damit, dass man in der Regel den Partner auch nicht verlässt, wenn sich nach Jahren des Kinderwunsches eine Unfruchtbarkeit herausstellt. Da würden auch die meisten sage: ok, das ist jetzt unser Los als Paar. Das meistern, betrauern und verarbeiten wir gemeinsam.
    Nichts desto trotz kann ein lebenslanger Schmerz bleiben.
    Und zu dem darfst du offen stehen. Rede ihn nicht klein, verdränge ihn nicht und sieh hin. Und vergiss nie: dass du, genauso wie die Partner der unfruchtbaren Person, jederzeit deine Meinung ändern darfst. Du darfst jederzeit gehen und eine "egoistische" Entscheidung treffen. Du hast nur dieses eine Leben.

    Viel Glück!

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