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    Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    hallo liebe community, ich bin fast 36 und in einer festen partnerschaft seit ca. 4,5 jahren.
    bevor ich jetzt meine erfahrungen der letzten 15 jahre niederschreibe (welche evtl. für mein problem von bedeutung sein könnten), erstmal ganz kurz und knapp meine eigentliche frage an euch: wie habt ihr gewusst/gefühlt, ob ihr einen/keinen kinderwunsch habt? ich befinde mich seit ca. 1-2 jahren in einem täglichen wechselbad der gefühle und komme irgendwie nicht weiter... ich weiß einfach nicht, was ich will, bzw. ob ich das morgen immernoch will. ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will.
    ich würde mich sehr über einen austausch mit euch freuen und hoffe irgendwie so, vielleicht mehr über mich und meine inneren bedürfnisse zu erfahren.
    ganz lieben dank schon mal!

    p.s.: ich bin komplett neu hier, habe mich gerade erst angemeldet. habe wirklich versucht, so ein thema zu finden, hab ich aber in der form so nicht. deswegen hoffe ich, es ist i.o., dass ich eins aufgemacht habe.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Willkommen in der BriCom.

    Solche Diskussionsthemen können ruhig öfter mal aufgemacht werden.

    Ich selbst habe schon einen Enkel und wusste "schon immer", dass ich viele Kinder haben möchte (was aber leider nicht geklappt hat).
    Von daher bin ich sicher keine wirklich passende Diskussionspartnerin für dich. Ich halte das auch überhaupt nicht für notwendig als Voraussetzung für Kinderwunsch.

    Denk' 'mal einige Jahre in die Zukunft? Wie siehst du dein Leben? Als Familie?

    Und hast du irgendwie/wo Kontakt mit Kindern - in der Verwandtschaft, oder als Babysitterin bei Freunden oder ... ?

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich hatte früher schon einen Kinderwunsch, hab aber immer die falschen Männer getroffen. Dann hatte ich eine sehr anstrengende Beziehung mit einem Witwer mit zwei kleinen Kindern. Das hat nicht funktioniert und so war ich plötzlich 40 und Single.
    Drei Jahre später habe ich eigentlich keinen Kinderwunsch mehr. Manchmal schmerzt es, nie Mutter geworden zu sein aber ich bin insgesamt sehr glücklich und in einer neuen Beziehung mit einem Mann der keinen Kinderwunsch hat.
    Vieles kommt ja auf die Beziehungsumstände an.
    Ich denke, Du müsstest mehr zu Deiner individuellen Situation schreiben.

  4. Inaktiver User

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Das ist wirklich sehr individuell.
    Ich für meinen Teil hatte nie einen Kinderwunsch. Kam auch nie (wie oft von aussen prophezeit "das kommt schon noch, jede Frau will das" - Äh, nein).

  5. Inaktiver User

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich hatte nie einen Kinderwunsch. Schon als Teenie habe ich gesagt, ich wolle keine Kinder; das nahm damals natürlich niemand ernst. Es hat sich aber tatsächlich nie geändert. Ich mag Kinder, das ist nicht der Punkt, ich bin die coolste Tante, die die Kinder meiner Freunde hatten und haben. Ich will und wollte einfach keine eigenen (und jetzt ist das Thema eh durch).

    Das mag sich jetzt komisch anhören (und dem Ernst des Themas nicht angemessen), aber wenn ich von einem Bein aufs andere hopse und nicht weiß was ich will, dann werfe ich eine Münze. Wenn ich enttäuscht bin vom Ergebnis weiß ich, was ich will.

    Ich finde solche ‘Kurz-Orakel’ für mich treffender als langes Pro und Contra-Listen schreiben - danach weiß ich, was Pro und Contra sind, aber immer noch nicht, was ich will. So ein kurzes Münzenwerfen bringt mich eher an meine Gefühle ran.

    Natürlich kann dir niemand versprechen, dass deine Entscheidung in einigen Jahren oder so noch genauso steht. Das ist aber ein Problem bei jeder Entscheidung.

  6. Moderation

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    frage an euch: wie habt ihr gewusst/gefühlt, ob ihr einen/keinen kinderwunsch habt?
    Wie bemerkt man etwas, das nicht da ist?

    Indem jemand gefragt hat, tatsächlich. Ich habe kurz kariert geguckt, weil mir der Gedanke, daß *ich* Kinder wollen könnte so noch nicht gekommen war, und dann gesagt, "Nö, warum?"

    OK, als kleines Kind hab ich mir das vorgestellt, so wie man sich vorstellt, Zirkusdirektor oder Feuerwehrmann zu werden, aber das verschwand alles während der Grundschulzeit ganz unbemerkt auf der Phantasiewelt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. VIP

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich habe Kinder auf mich zukommen lassen. Kein drängender Kinderwunsch, aber auch kein absolutes dagegen sein.

    Mein Mann wollte Kinder und dann haben wir es darauf ankommen lassen, als es hieß ich könne nicht auf natürlichem Wege Kinder bekommen. Damals entschieden wir, dass es "kommt wie es kommt" und 2 Kinder kamen.

    Ich denke der zeitliche Aspekt setzt Frauen häufig unter Druck, sich entscheiden zu müssen. Zusätzlich zu dem, dass man ja auch einen "willigen" Partner braucht.
    Leben ist kein Wettrennen.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    erstmal ganz lieben dank für eure antworten und die liebe begrüßung :)
    wo ich mich in der zukunft sehe, ist für mich irgendwie ganz schwierig zu beantworten - ich kann mir eigentlich beide szenarien vorstellen. das ist wohl auch das problem.
    gern schildere ich mehr zu meiner situation - das könnte aber länger werden...

    mit anfang 20 bin ich mit meinem ex-freund zusammengekommen. mit ihm war ich 9 jahre zusammen. einen kinderwunsch hatte ich in dieser zeit nicht. wir haben zwar darüber gesprochen, sind aber beide zu dem entschluss gekommen, dass wir eigentlich unser leben wie es ist, nicht ändern möchten - auch in der zukunft nicht. er meinte immer, er hat grundsätzliches keinen kinderwunsch, würde aber, wenn ich einen verspüre, auch dafür sein. ich habe damals schon immer gesagt, dass ich es auf der einen seite zwar schön finde, zu wissen, dass er mitziehen würde, fand aber die abgabe der entscheidung auf mich allein irgendwie unfair. beeinflusst hat das in unserem beziehungsleben allerdings eher nicht. auch wenn um uns rum freunde kinder bekamen, haben wir uns für sie gefreut, aber es hat in keinster weise etwas mit MIR gemacht. nach 9 jahren trennte er sich, die beziehung war dann schon eine weile im argen, mich hat immer mehr an ihm gestört, ich hab nur noch genörgelt, war unzufrieden usw.
    dann habe ich relativ schnell meinen jetzigen partner kennengelernt. wir führen eine schöne beziehung, auch wenn es dieses jahr (wie für viele sicherlich) ab und zu ein paar schwierigkeiten gab (coronabedingt, also jobmäßig, aufeinander gehockt, wenig soziale kontakte usw.).
    wir hatten dann nach 2 jahren intensiv über kinder nachgedacht und wussten beide nicht, was wir wollen, tendierten aber eher zum "nein". wir haben das thema dann bewusst eine zeit ruhen gelassen und uns gesagt, dass wir, wenn wir in den urlaub fahren, nochmal darüber sprechen. bis dahin soll jeder mal in sich gehen. auch da sind wir zu dem entschluss gekommen, dass wir keine wollen.
    in meinem umfeld war es dann so, dass die mehrheit meiner freunde kinder bekamen, häuser bauten, heirateten oder zumindest wussten, was sie wollten. in meinem alter ist es leider so, dass seit jahren von allen seiten immer wieder auf diese kinderfrage gedrängt wird. ich bekam immer mehr das gefühl, dass ich mich rechtfertigen müsse, wenn ich das für mich ausschließe.
    mein ex-freund und ich haben seit 3 jahren wieder ein gutes, freundschaftliches verhältnis. er hat auch eine partnerin seit 3 jahren und wir kennen uns auch alle gegenseitig.
    nun wird mein ex-freund vater. ich weiß nicht warum, aber es macht etwas mit mir. ich bin nicht eifersüchtig oder trauere da irgendwas nach - es ist eher so ein gefühl von "alle kommen weiter, ich stagniere". ich habe, nachdem ich davon erfuhr, wieder in mich reingehorcht und plötzlich bekam ich da fast schon panik, dass ich mich schnleunigst entscheiden müsse. wenn ich mich nochmal umentscheide, dann jetzt. mit meinem freund bin ich immer so verblieben, dass keine gesagte entscheidung für immer gelten muss. wenn sich in einem von uns zu dem thema etwas ändert, reden wir darüber.
    ich denke, ich bin schon neidisch... neidisch auf alle irgendwie, weil sie einfach wissen, wo sie hin wollen (ohne dabei jetzt tiefe missgunst zu empfinden). ich bin neidisch auf die, die genau wissen, dass sie (k)ein kind wollen und dadurch eben zufrieden sind in ihrem leben und mit ihren entscheidungen. man kann zwar nicht in die köpfe anderer schauen, aber geht ja irgendwie immer erstmal davon aus, dass menschen i.d.r. bewusste entscheidungen für sich treffen.
    ich habe irgendwie eine riesen angst, mich "falsch" zu entscheiden und zu bedauern und zu bereuen - und zwar in beide richtungen. ich habe angst, irgendwann eine leere zu spüren, wenn ich im nachhinein feststellen sollte, dass der kinderwunsch da war, ich ihn aber nicht "gehört" habe. ich habe angst, ein kind in die welt zu setzen und in der rolle der mutterschaft unglücklich zu werden. wie gesagt, ich kann mir beides vorstellen.

    noch zu der frage zu kindern in meinem umfeld:
    ich habe eine nichte, die ich sehr sehr liebe. leider ist das verhältnis zu meiner schwester schwierig, sodass ich sie nicht so sehr oft sehe. sie ist jetzt fast 4.
    die kinder meiner freunde sehe ich ebenfalls selten, weil sich da auch einfach der kontakt insgesamt verflüssigt hat über die zeit, was ich sehr schade finde. vielleicht spielt das auch noch mit rein. man bekommt oft unterschwellig suggeriert, dass man eben nicht dazugehört.
    wenn ich kontakt zu kindern habe, dann kann ich eigentlich sehr gut mit ihnen und freue mich auch zeit mit ihnen zu verbringen. mit kindern, die ich mag/liebe natürlich umso mehr. bei mir (noch) fremden kindern bin ich da natürlich etwas weniger emotional :)

  9. User Info Menu

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    @resource: Das habe ich tatsächlich schon gemacht. Leider war ich weder enttäuscht noch erleichtert, als ich sie geworfen und nachgesehen hatte.

  10. User Info Menu

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich hatte selber keinen wirklichen Kinderwunsch, auch wenn ich doch manchmal so drüber nachdachte, wie das halt so wäre mit Kind und manchmal auch eine Sehnsucht nach eigener Familie spürte, so Bilderbuchvorstellungen halt. Ich hatte auch immer so ein bisschen Bedenken dass ich keine Kinder mal bereuen werde, wenn es dann nicht mehr möglich ist.
    Mein Partner wollte ganz klar Kinder, mit ihm wiederum konnt ich mir ein Kind vorstellen, und es sprach einfach auch nichts dagegen. Er hätte sich auch über lang getrennt, um eigene Kinder zu verwirklichen.

    Jetzt ist unsere Tochter fast ein Jahr. Ich bin glücklich über die Erfahrungen die wir machen und die Entscheidung fühlte sich schon seit der Schwangerschaft richtig an. Irgendwie ändert sich viel, aber irgendwie auch nicht, man bleibt wer man ist 😉 Jetzt denk ich manchmal wie schön war das nur rumzulümmeln 😁 Aber das stimmt ja so auch nicht, letztlich "verherrlicht" man wahrscheinlich die Situation die man gerade nicht hat. Im Zweifel sag ich heute: Klares ja fürs Kind.

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