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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Bei uns war es so (Kurzfassung), dass wir beide uns Kinder vorstellen konnten, aber nicht unbedingt. Das war der Ausgangspunkt, als wir zusammen kamen (da war ich 26). Wichtig war mir immer, vorher eine gewisse Sicherheit erarbeitet zu haben, jobtechnisch, finanziell gesettelt zu sein.
    Mit Anfang 30 haben wir es dann drauf ankommen lassen. Hat aber nicht geklappt. Erst dann wurde uns beiden klar, dass das ziemlich sch- ist - klar weiß man, dass es bei vielen auch nicht klappt, aber man verbindet das nicht unbedingt mit sich selbst....
    Wir haben dadurch gemerkt, dass wir beide eindeutig einen Kinderwunsch haben. Wir haben dann eine lange Behandlung durchgemacht und haben jetzt, nach vielen Versuchen eine Tochter.

    Also ja, wir wollten bewusst ein Kind und waren völlig aus dem Häuschen, als es endlich geklappt hat. Wir wären aber ziemlich sicher auch ohne Kind glücklich geworden, das sage ich auch mal dazu. Nach einer Trauerphase, klar, aber ich bin recht sicher, dass wir auch kinderlos einen guten Weg gefunden hätten.
    Ich ganz persönlich wollte einfach gerne auch diese Erfahrung machen. Das gehört zum Leben; man lebt nur einmal, ich war einfach neugierig - wie fühlt sich das an, Schwangerschaft, Geburt, Elternschaft, Liebe zum Kind. Pralles Leben, sozusagen. Klingt vielleicht merkwürdig, aber so ist es. Und ja, es ist was Besonderes, finde ich. Bin also sehr froh, dass wir mir Wissenschaft und Glück ein Kind bekommen konnten.

    Trotzdem fand ich v. A. das erste Jahr heftig. Kind galt als Schreikind lt Definition (wobei ich das nie so empfunden habe), findet schlafen nach wie vor blöd (2 Jahre, 3 Monate alt, ich habe noch keine Nacht mehr als 3h am Stück geschlafen). Ich gebe zu, ich habe es zwischendrin bereut, aber das waren immer nur kurze Anwandlungen, meist bedingt durch Schlafentzug. In Summe finde ich es toll mit Kind, gerade die Kleinkind-Phase, es ist so goldig und schön zu beobachten, wie sie sich die Welt erobert.

    Was ich nicht teile ist der Gedanke, dass man "nie wieder" machen kann was man will. Das ist jetzt die Familienzeit, da ist ein kleines niedliches und vertrauensvolles Familienmitglied dazu gekommen und klar steckt man in der Zeit in einigen Punkten zurück, man macht halt anderes und kann sich ja was suchen, was einem auch Spaß macht. Basteln ist jetzt auch nicht so meins, macht sie in der Kita, wir gehen dafür Kaulquappen im Park gucken. So als Beispiel (natürlich nicht aktuell). Ich denke, eh wir uns versehen, haben wir eh Zutrittsverbot ins Kinderzimmer und das Kind ist froh, wenn wir abends ausgehen und sie ihre Ruhe hat, ich gedenke also, die Zeit so nah mit ihr zu genießen, so lange sie währt. Das geht schnell vorbei (zu schnell).

    Weiterhin verabschieden würde ich mich von dem Gedanken, alles planen zu können, wie es mit Kind aussieht. Haben wir auch gemacht, aber hat nicht geklappt (Realität sieht einfach anders aus als gedacht), Improvisation ist alles. Ist schon gut, drüber nachzudenken, aber sich zu viel zu sorgen macht keinen Sinn.

    In Summe - für uns war es so richtig, wie es ist. Ich bin sehr dankbar, dass wir auf den letzten Drücker noch Glück hatten. Glaube aber, dass diese Entscheidung so persönlich ist, dass man nur auf das eigene Bauchgefühl hören kann. Wenn du mit 80 im Lehnstuhl sitzt, bedauert du, kein Kind zu haben? Oder nicht? In Ordnung ist beides, das ist sowieso klar.
    Geändert von Convallaria (23.01.2021 um 21:02 Uhr)

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich denke, es ist eine gute Idee, es im Zweifel einfach mal drauf ankommen zu lassen. Dann merkst Du, wie Du reagierst. Vielleicht ein wenig neugierige Vorfreude? Vielleicht ein ungutes Gefühl? Erleichterung, wenn die Tage einsetzen? Eher der Gedanke: "Ach, schade, es hätte ja auch eigentlich klappen können ... !"

    Kann natürlich auch sein, dass es gleich beim ersten Mal klappt, - aber mit diesem Gedanken kann man sich ja auch auseinander setzen und mal in sich rein spüren.

    Ich habe mich weitgehend bewusst für ein Singleleben ohne Kinder entschieden, obwohl ich in der luxuriösen Position bin, als Frau auch alleine ein Kind großziehen und finanzieren zu können. Eine Zeitlang hatte ich das sogar mal überlegt.
    Ich bin ein Typ, der sich nicht gerne festlegt und einengt, gerne etwas Neues ausprobiert oder auch mal umzieht. Außerdem bin ich sehr empfindlich.

    Auschlaggebend für mich war allerdings letztendlich, dass ich in Anbetracht der gegenwärtigen Umstände einfach kein Kind in die Welt setzen wollte. Ich finde viele Dinge, die so stattfinden, ziemlich unsinnig und ich bin wohl zu "realistisch", was Zukunftsaussichten anbelangt.

    Was mich hin und wieder stört ist, dass es "alle anderen" aber anders machen. Also die Mehrheit der Menschen bekommt Kinder und/oder lebt in Partnerschaft. Das finde ich stellenweise schwierig, weil da viel unbewusst erwartet wird, z.B. Smalltalk "Gehen Ihre Kinder auch zur Schule?", "Was arbeitet ihr Mann?" ... und man sich doch recht häufig mit seiner "Andersartigkeit" konfrontiert sieht.
    Da kann es hilfreich sein, sich ein tolerantes Umfeld aus ähnlich denkenden Menschen zuzulegen.

    Kinderkriegen hat sehr viel mit kultureller Prägung zu tun. Dazu ein Buchtipp: "Die Uhr, die nicht tickt ..."

    Wenn man anfängt, darüber nachzudenken und sich selbst zu reflektieren, stellt man irgendwann fest: Es ist dann eine Charaktersache.

    Und ja, man findet immer auch Gleichgesinnte, egal, wie man sich entscheidet, sogar, wenn man die Entscheidung (warum auch immer) später bedauert. Was, so hoffe ich, nur selten zutrifft und möglicherweise ganz andere Ursachen hat als das Thema "Kind". ... Letztendlich wird unser Leben vor allem von Beziehungen geprägt. Sind diese erfüllend, fühlen wir uns wohl. Insofern: Gleichgesinnte suchen oder produzieren.
    Geändert von Susisa (25.01.2021 um 18:51 Uhr)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich hatte als kleines Kind diese Kinderphantasie, dass ich später auch eine Familie und Kinder habe. Als Jugendliche war das noch so halbtheoretisch da und wurde dann mit jedem Jahr weniger. Und jetzt bin ich soweit, dass ich gar keine Kinder will und auch davon ausgehe, dass ich diese Entscheidung nie bereuen werde.

    Es sind mehrere Umstände. Das eine ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Veranlagung zu einer schweren Krankheit vererben würde, sehr groß ist. Das möchte ich dem Kind gerne ersparen. Dann habe ich auch nie einen Partner gefunden, mit dem ich mir das vorstellen könnte.

    Und dann ist es eher das Umfeld. Ich habe aus persönlicher Erfahrung das Gefühl, dass man als Frau immer die Arschkarte hat und es ganz wenige Männer gibt, die sich für die Kinder wirklich zuständig fühlen. In meiner Umgebung sind nur Paare mit "klassischer" Verteilung: Mann verdient das Geld und arbeitet auf keinen Fall Teilzeit und die Frau ist zu Hause oder arbeitet maximal Teilzeit.

    Und ich fühle mich nicht für diese Rolle bestimmt.

    Allerdings würde ich im Umkehrschluss sagen: wenn man sich nicht sicher ist, dass man definitiv keinen Kinderwunsch hat, dann könnte und sollte man es drauf ankommen lassen. Dann ist vielleicht das Risiko hoch, dass man später bereut, keine Kinder bekommen zu haben.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    ich denke, ich bin schon neidisch... neidisch auf alle irgendwie, weil sie einfach wissen, wo sie hin wollen (ohne dabei jetzt tiefe missgunst zu empfinden). ich bin neidisch auf die, die genau wissen, dass sie (k)ein kind wollen und dadurch eben zufrieden sind in ihrem leben und mit ihren entscheidungen. man kann zwar nicht in die köpfe anderer schauen, aber geht ja irgendwie immer erstmal davon aus, dass menschen i.d.r. bewusste entscheidungen für sich treffen.
    ich habe irgendwie eine riesen angst, mich "falsch" zu entscheiden und zu bedauern und zu bereuen - und zwar in beide richtungen. ich habe angst, irgendwann eine leere zu spüren, wenn ich im nachhinein feststellen sollte, dass der kinderwunsch da war, ich ihn aber nicht "gehört" habe. ich habe angst, ein kind in die welt zu setzen und in der rolle der mutterschaft unglücklich zu werden. wie gesagt, ich kann mir beides vorstellen.
    Dein Thread spiegelt so wie es mir geht sehr ähnlich wieder

    Ich hab auch diese innere Unruhe zu einer Entscheidung und fühle mich mit dem Problem ziemlich alleine weil gefühlt jeder ganz genau weiß was er möchte oder stärkere Tendenzen hat ob kein Kinderwunsch besteht oder doch einer besteht ....oder mit beidem zufrieden ist, je nachdem wies kommt ....

    Mich macht dieser Entscheidungsdruck aber auch ziemlich kirre

    Mal hab ich Tendenzen zu Ja, mal zu Nein ...der Münzwurf klappt bei mir auch nicht ....und bei meiner Periode hab ich auch schon beide Gedanken gehabt....einerseits ein „schade, dass nichts passiert ist“ und andererseits ein „erleichtert dass es doch nicht geklappt hat“ ..... und ich mach mich selber damit kirre dass ich einfach keine klare Tendenz hab

    Daher hab ich auch dieses beneiden derer, die genau wissen was sie möchten ....das würde ich auch gerne für mich wissen wollen .... und als Frau hat man nun nicht mal ewig Zeit für eine Entscheidung ....

    Mein Freund tickt übrigens ebenfalls so dass ihm „beides recht ist“ weil er sich halt auch beides vorstellen kann .....

    Wir haben’s jetzt einfach mal damit verknüpft dass nun Ende Februar seine Probezeit beim neuen Job ausläuft und je nachdem wie es da aussieht wir das dann angehen oder (noch?) nicht .....bin mal gespannt ob mir das Erleuchtung bringt, da es ja dann an was konkretem haftet ...(fiktive Gedankenspiele helfen mir persönlich leider nicht...)

    Daher wäre ich natürlich auch sehr interessiert wie es bei dir weitergeht, gerade weil deine Situation meiner sehr ähnelt und wenn ihr es ggf. nun auch „drauf ankommen“ lässt .... ich wünsche Dir auf jeden Fall schon mal alles gute für jeglichen Weg der eingeschlagen wird
    Aski & Ami ... Unsere Miezen


    Es war einmal... ....ein kleiner Traum...
    Wer ihn träumte, weiß man nicht... ...so klein war der Traum.
    Der kleine Traum dachte: "Ich möchte nicht einfach so verschwinden... ...wie schaff ich es nur dass die Leute mich ansehen?"
    Der kleine Traum... ...dachte und dachte... ...und hatte schließlich eine Idee...
    "Ich könnte Leute in mich locken, und sie... ...ihre eigene Welt erschaffen lassen...."

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    ... wie habt ihr gewusst/gefühlt, ob ihr einen/keinen kinderwunsch habt?
    Mit neunzehn hatte ich mal eine Phase, da habe ich mehrmals nachts geträumt, ich hätte einen Sohn.

    In der Zeit würde ich sagen, hatte ich auch so etwas wie einen Kinderwunsch.

    Ist dann aber wieder vorbei gegangen und hat sich nicht wiederholt.
    "Ten years ago I bought you some cuff links, You brought me something."
    (Joan Baez, Diamonds & Rust)

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    So was finde ich ja faszinierend, wenn jemand das genau so für sich entscheidet.
    Ich persönlich habe nie direkt über Kinder nachgedacht, ich habe sie einfach bekommen. War wahrscheinlich auch der Zeit damals geschuldet, heute würde ich das sicher besser durchdenken.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    wie habt ihr gewusst/gefühlt, ob ihr einen/keinen kinderwunsch habt?
    Wenn man keinen Kinderwunsch hat, dann fühlt man natürlich auch keinen Kinderwunsch.

    Und wenn man keinen Kinderwunsch fühlt, dann hat man normalerweise auch keinen Kinderwunsch.

    Oder ist gemeint, wie man gewusst/gefühlt hat, dass man sich Kinder nicht wünscht?
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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich hatte schon als Kind den Wunsch später mit Kindern zu leben. Ob selbst ausgetragene, adoptierte oder im Beruf war mir nie so wichtig.
    Nur stabil sollte es sein. Familiengründung frühestens nach zehn Jahren Beziehung und nicht vor 30.

    Als Teenager und Twen habe ich ehrenamtlich mit Kindern aus schwierigen Verhältnissen gearbeitet, aber dann einen völlig anderen Beruf ergriffen.

    Mein Plan B war, sofern ich mit 35 keine eigene Familie gegründet hätte, mich sterilisieren zu lassen und SOS-Kinderdorfmutter zu werden.

    Plan A hat geklappt, aber ich wäre auch -nach einer Phase der Trauer und Neuorientierung - glücklich geworden, wenn es Plan B oder C geworden wäre.

    Einen Mann ohne Familienwunsch hätte ich verlassen, hätte es ungewollte Kinderlosigkeit gegeben, hätte ich keine Behandlung gemacht.
    .

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    wie habt ihr gewusst/gefühlt, ob ihr einen/keinen kinderwunsch habt?
    Und ist mit Kinderwunsch genau genommen Wunsch nach selber Kinder kriegen gemeint oder beinhaltet Kinderwunsch auch Wunsch nach Familie mit Kindern allgemein?
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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    nun wird mein ex-freund vater. ich weiß nicht warum, aber es macht etwas mit mir. ich bin nicht eifersüchtig oder trauere da irgendwas nach - es ist eher so ein gefühl von "alle kommen weiter, ich stagniere".
    Geht es dir generell so, also auch wenn du von Schwangerschaften im Freundeskreis etc erfährst?
    Wenn es beim Ex-Partner "passiert", beschäftigt einen das sicher nochmal ganz anders, weil man ja irgendwie auch denkt "das hätte auch ICH an seiner Seite sein können".

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    ich habe, nachdem ich davon erfuhr, wieder in mich reingehorcht und plötzlich bekam ich da fast schon panik, dass ich mich schnleunigst entscheiden müsse. wenn ich mich nochmal umentscheide, dann jetzt. mit meinem freund bin ich immer so verblieben, dass keine gesagte entscheidung für immer gelten muss. wenn sich in einem von uns zu dem thema etwas ändert, reden wir darüber.
    Ich empfinde es für die "Tendenziell Kinderwunschfreien" auch manchmal schwieriger, denn wird ein Kinderwunsch erstmal umgesetzt, dann kann man sich ja nicht mehr umentscheiden (ich klammere jetzt Schwangerschaftsabbrüche etc. mal aus).
    Ist das Kind erstmal da, dann werden die meisten das wohl nicht mehr wirklich oder nachhaltig hinterfragen, obwohl hier die Entwicklung auch dynamisch ist (Stichwort "regretting motherhood").

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    ich denke, ich bin schon neidisch... neidisch auf alle irgendwie, weil sie einfach wissen, wo sie hin wollen
    Ja, weil einem ein Kinderwunsch und dann ein Kind (oder mehrere) erstmal die nächsten Schritte vorgibt. Ohne Kind ist man eher gefordert, sich zu fragen, was denn als nächstes kommt (geht mir übrigens genauso)

    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    die vorstellung von einem leben mit kind hat für mich irgendwie 2 seiten. ich sehe mich liebend, lachend und sorgend. ich sehe mich glücklich und auch ein bisschen stolz.
    ich sehe aber auch, dass sich das gefühl einstellen könnte, dass ich nur noch funktioniere, müde bin, gereizt und frustriert bin. das geht sicherlich einher mit der vorstellung, eben alles auf einen anderen menschen auszurichten, immer angst um ihn zu haben (das etwas passiert, das es krank ist, dass es falsche entscheidungen trifft usw.).
    Ich glaube, so ähnlich geht es ganz vielen Frauen, auch denen mit einem klaren Kinderwunsch.
    Die Frage ist ja, WILLST du es?
    Wenn ja, nimmt man den Rest in Kauf, auch wenn man keinen blassen Schimmer hat, wie sich alles entwickelt.


    Zitat Zitat von muellerine Beitrag anzeigen
    ich würde aber schon versuchen, einen kitaplatz nach der elternzeit zu finden und dann irgendwann wieder vollzeit zu arbeiten. und wir wären uns auch einig, dass die zuständigkeit bei beiden liegt und man sich eben in alles mögliche reinteilt (er hat das auto, er könnte das kind in die kita fahren und abholen, ich mache homeoffice oder nehme frei, bei krankheit und co., haushalt eher ich, besorgungen eher er usw.). das würde schon klappen denke ich von der organisatorischen seite her. ich weiß eben nur nicht, ob ich dieses leben will
    Auch hier sind wir uns ähnlich. Ich zweifle nicht daran, eine gute Mutter sein zu können oder das organisatorisch nicht auf die Reihe zu kriegen.
    Das heißt aber noch lange nicht, dass man das auch will.




    Als Frau, die äußert, (noch) keinen Kinderwunsch zu verspüren, muss man sich ja häufig rechtfertigen, zumindest geht es mir selbst so.
    Man bekommt alles mögliche zugeschrieben - Karrierebesessenheit, Unfruchtbarkeit, Egoismus, etc., - einfach weil manche Menschen das schlichtweg nicht nachvollziehen können.

    Da muss man sehr stark sein, um das irgendwie auszuhalten.

    Ich denke mir auch oft "Mensch, wenn du jetzt einfach ein Kind kriegst, sind viele Fragen erstmal beantwortet". Aber klar, das ist zu kurz gedacht und einfach eine Momentaufnahme. Denn es werden sich neue Fragen stellen. Wie will man das Kind großziehen, wie den Alltag gestalten etc.

    Daher geht es für mich in erster Linie darum, herauszufinden, welchen Fragen ich mich stellen WILL:

    - Denen nach einem erfüllten Leben (ohne Kinder)
    - oder denen, die erstmal fokussiert sind auf Kinder (was die Sinnfrage natürlich nicht ausschließt, aber in meinen Augen liegt der Schwerpunkt dann einfach auf der Fürsorge für die Kinder)


    Und diese 2 Richtungen sind weder gut und schlecht, noch richtig und falsch. Es sind einfach 2 unterschiedliche Wege.



    Was mir manchmal auffällt, und das möchte ich gerne mal zur Diskussion stellen:
    Ich höre häufiger mal von meinen Freunden oder Kollegen mit Kind(ern): "oh du hast es ja so gut, hast so viel Zeit" oder auch "na deinen Luxus möchte ich auch mal haben".

    Bei manchen kommt das einfach aus dem Moment heraus und ich finde das auch gar nicht schlimm, bzw. verstehe auch gut, dass Kinder einfach auch mal anstrengend sind und man sich da vermutlich gerne mal "ausklammern" würde.

    Bei einigen wenigen aber kommt das so rüber, als würden sie wirklich so denken. Als fänden sie mein Leben (oder einfach ein Leben ohne Kinder) viel toller und einfacher, als hätte man sie gezwungen, welche zu bekommen.
    Da frage ich mich: Wäre ich vielleicht auch so, würde ich jetzt ein Kind bekommen, ohne klaren Wunsch?

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