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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von bliblablupp84 Beitrag anzeigen
    Also bei mir war das so, dass ich so mit Ende 20 mit meinem damaligen Partner einen losen KiWu verspürt habe. Vermutlich auch ein bisschen die biologische Uhr. Dann waren wir im Urlaub und haben dort Freunde von ihm mit Kind (zu dem Zeitpunkt ca 3) getroffen und ich habe festgestellt, wie sehr das Leben dadurch eingeschränkt ist. Mehr oder weniger schlagartig war der KiWu weg.
    Dann bröckelte auch die Beziehung, da war das dann eh hinfällig und als ich 31 war, haben wir uns getrennt. Dann war ich ca. 4 Jahre Single. In der Zeit habe ich für mich gespürt, dass ich mir Kinder zwar sehr gut vorstellen kann, aber nicht um jeden Preis, also auf jeden Fall nur mit dem passenden Partner, der auch voll dahintersteht und wo man sich gegenseitig unterstützt. Es gibt ja Frauen, die einen so dringenden Wunsch verspüren, dass sie ggf. auch eine künstliche Befruchtung in Betracht ziehen oder eben auch machen, auch wenn sie vllt. alleinerziehend sind. Das war für mich nah an einer Horrorvorstellung, also bewusst alleinerziehend zu sein.
    Mit 35 (2019) habe ich dann meinen jetzigen Partner kennengelernt und relativ schnell war klar, dass er auch einen absoluten KiWu hat. Wir haben viel darüber gesprochen und ich weiß, dass er sich absolut gleichberechtigt mit um das Kind kümmern würde, sowohl was Versorgung als auch Bespaßung angeht. Auch Haushalt / Karriere und Co. ist bei uns sehr gleichberechtigt und wir leben in keinster Weise das "klassische" Rollenmodell. Wir haben uns dann relativ schnell entschieden, dass wir den Weg einschlagen. Wir haben da schon ein klares Bild vor Augen, in dem wir und beide mit Kind sehen.
    Aufgrund eines Myoms stand bei mir noch eine OP an, die wir dann letztes Jahr geplant haben um dann flexibel zu sein (6 Monate Schwangerschafts-Verbot nach OP). Durch Corona wurde die OP von März auf August verschoben, so dass jetzt in ca.4 Wochen die "Sperrfrist" abläuft.
    In der Zwischenzeit letztes Jahr ist meine Schwägerin schwanger geworden (haben wir im Mai erfahren) und das hat den KiWU dann noch mal extrem bestätigt. Ich habe mich mega für meinen Bruder und sie gefreut, aber es tat auch weh, dass wir noch nicht können, weil eben die OP und Wartezeit vorher noch anstanden.
    Inzwischen sind wir uns sicher, dass wir loslegen, sobald wir dürfen, ich habe auch schon mal die Pille abgesetzt- siehe auch Hibbelstrang.

    Mein KiWu ist also sehr deutlich da, aber eben auch stark abhängig von meinem Partner und den Voraussetzungen, wie wir das dann leben - er wird z.B. auch mind. die Hälfte der Elternzeit übernehmen.
    Ich vermute, wenn ich keinen Partner gefunden hätte (bzw. erst, wenn es für Kinder zu spät wäre) hätte ich da irgendwie auch mit leben können. Wie es wäre, wenn ich einen unentschlossenen Partner hätte, weiß ich nicht. Ich würde mich vermutlich auch schwer tun, wenn ich nicht wüsste, ob ich mich dann darauf verlassen kann, dass man bei der Kinderbetreuung im weitesten Sinne gemeinsam agiert.

    Habt ihr über solche Faktoren mal gesprochen? Was wäre wenn, wie stellt ihr euch das dann vor?
    ist ja in etwa die frage, die marga-agata gestellt hatte, deshalb kopier ich meine antwort hier nochmal rein:

    grundsätzlich käme für mich erstmal, wenn, dann nur 1 kind in frage. elternzeit würde ich nehmen, weil ich am leichtesten wieder in meinen beruf einsteigen könnte. großeltern hätte unser kind auch von beiden seiten und auch freunde haben wir, die uns unterstützen würden und denen wir unser kind auch anvertrauen würden. ich würde aber schon versuchen, einen kitaplatz nach der elternzeit zu finden und dann irgendwann wieder vollzeit zu arbeiten. und wir wären uns auch einig, dass die zuständigkeit bei beiden liegt und man sich eben in alles mögliche reinteilt (er hat das auto, er könnte das kind in die kita fahren und abholen, ich mache homeoffice oder nehme frei, bei krankheit und co., haushalt eher ich, besorgungen eher er usw.). das würde schon klappen denke ich von der organisatorischen seite her. ich weiß eben nur nicht, ob ich dieses leben will

  2. Inaktiver User

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    Nichts gegen Verhütung - aber meine Sicht der Dinge ist, dass man da aktiv wird, eben etwas verhindert.
    Wenn man nichts (ok, das meint jetzt nicht "gar nichts" ) macht, bekommt man Kinder.
    Die Logik, finde ich, hinkt.

    Denn wir haben nun mal Verhütung und das auch schon seit einiger Zeit. Wenn ich da ansetze zu sagen, es sei naturgegeben dass man, wenn man nichts dagegen tut, eben Kinder bekommt, dann muss ich im Umkehrschluß auch jede Kinderwunschbehandlung ausschließen.

    Und, dann müsste ich, ganz konsequent gedacht, auch Blindarm-OPs, Herzinfarktbehandlungen und so weiter ablehnen.

    Wir haben die Möglichkeit zu entscheiden, wann, mit wem und ob. Und damit ist die Entscheidung das default.
    Geändert von Inaktiver User (14.01.2021 um 11:35 Uhr)

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ganz wichtiger Aspekt....

    Was passiert bei Trennung. Welche Einstellung hat man selbst und welche der Partner.

    Ich bin von Beginn der Schwangerschaft schon davon ausgegangen, daß ich möglicherweise AE werde.

    Und dementsprechend war alles durchdacht.
    ich denke/hoffe, dass wir uns schon dem kind zu liebe und aus vernunftsgründen einig werden würden. ich habe ein gutes verhältnis zu meinem ex-freund, der mich ja quasi nach 9 jahren verlassen hat, dann zu dem vater meines kindes (hoffentlich) erst recht. und für mich würde das dann (hoffentlich) keine alleinerziehung sein, sondern das kind würde immernoch von mama und papa großgezogen werden - nur eben nicht in einer gemeinsamen haushalt. aber das ist alles spekulativ und käme sicher auch auf die umstände einer trennung an. wäre da ein betrug/vertrauensbruch oder sowas, ist das sicher nicht so leicht, als wenn es einfach nicht mehr funktioniert und die liebe geht. grundsätzlich geh ich aber nicht von einer trennung aus, wenn ich mir überlege, mit meinem partner eventuell ein kind zu bekommen. das wäre ja eine bewusste entscheidung.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Logik, finde ich, hinkt.

    Denn wir haben nun mal Verhütung und das auch schon seit einiger Zeit. Wenn ich da ansetze zu sagen, es sei eben naturgegeben dass man, wenn man nichts dagegen tut, eben Kinder bekommt, dann muss ich im Umkehrschluß auch jede Kinderwunschbehandlung ausschließen.

    Und, dann müsste ich, ganz konsequent gedacht, auch Blindarm-OPs, Herzinfarktbehandlungen und so weiter ablehnen.
    Ich habe weder etwas gegen Verhütung noch gegen OPs oder Kinderwunschbehandlung.

    Ich finde nur seltsam, dass mittlerweile "sicher verhüten und kein Kind bekommen" als Referenz oder Grundzustand angesehen wird, und ein Kind zu bekommen als das, wofür man sich bewusst entscheiden muss (und was man dann im Zweifel lässt, weil einem das Mega-Projekt zu groß vorkommt).

  5. Inaktiver User

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich finde das nicht seltsam, sondern selbstbestimmt. Das kommt meines Erachtens auch den Kindern zugute.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Muellerine, bist du denn ein Mensch, der im nachhinein seine Entscheidungen nochmal hinterfragt und dann eventuell auch hadert?

    Du wirst in deinem Leben ja schön öfter mal eine weichenstellende Entscheidung haben treffen müssen, z. B. bei der Berufswahl.

    Ging da aus deiner jetzigen Sicht alles gut, oder bereust du da?

    Ich finde, es hängt halt auch sehr stark davon ab, wie man sich arrangieren kann mit Situationen, die man nicht ändern kann.

  7. Inaktiver User

    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    Ich finde nur seltsam, dass mittlerweile "sicher verhüten und kein Kind bekommen" als Referenz oder Grundzustand angesehen wird, und ein Kind zu bekommen als das, wofür man sich bewusst entscheiden muss (und was man dann im Zweifel lässt, weil einem das Mega-Projekt zu groß vorkommt).
    Du reißt mich ein wenig aus dem Zusammenhang. Mein Argument ist, dass ‘Kinder kriegen’ ebenso wenig default ist wie ‘Kinder nicht kriegen’. Sondern sich eben für Möglichkeit a oder b zu entscheiden.

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Ich für mich kann sagen, dass es keineswegs eine bewusste Entscheidung gegen Kinder war. Ich hatte einfach nie einen Kinderwunsch. Man kann tun, was man will, aber nicht wollen, was man will.

    Ein großer Kinderwunsch, verbunden mit der tiefen Sehnsucht danach (kenne ich ja nur vom Lesen) ist für mich nicht vorstellbar. Da ist einfach nichts, war noch nie und kam auch nie (obwohl mir das auch jeder einreden wollte).

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Fritzi64 Beitrag anzeigen
    Muellerine, bist du denn ein Mensch, der im nachhinein seine Entscheidungen nochmal hinterfragt und dann eventuell auch hadert?

    Du wirst in deinem Leben ja schön öfter mal eine weichenstellende Entscheidung haben treffen müssen, z. B. bei der Berufswahl.

    Ging da aus deiner jetzigen Sicht alles gut, oder bereust du da?

    Ich finde, es hängt halt auch sehr stark davon ab, wie man sich arrangieren kann mit Situationen, die man nicht ändern kann.
    ich denke schon im nachgang mal darüber nach, ob dies oder das die richtige entscheidung war. habe aber bisher noch nichts bereut und mir auch eigentlich immer sagen können "es hatte schon alles irgendwie seinen grund, dass es so gekommen ist, sonst wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin." und das zeigt mir eigentlich, dass ich wohl eher nicht der typ bin, der nachträgliche reue emfpindet. aber ich bin wohl (leider) der typ, der gern kontrolle hat und versucht, immer vorbereitet zu sein. wenn xy nicht klappt, dann mach ich yz usw. ich brauche für mich irgendwie immer plan b, um mehr oder weniger "beruhigt" eine entscheidung zu treffen. im moment hadere ich so mit der ungewissen situation, weil ich sie eigentlich ja noch ändern kann. wenn ich mich entscheide: kein kind und werde glücklich, ist alles super, wenn ich unglücklich werden sollte, hätte ich gern plan b. da es bei diesem thema so einfach aber nicht ist, fühle ich mich wohl so zerrissen :(

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    AW: Habt ihr (k)einen Kinderwunsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du reißt mich ein wenig aus dem Zusammenhang. Mein Argument ist, dass ‘Kinder kriegen’ ebenso wenig default ist wie ‘Kinder nicht kriegen’. Sondern sich eben für Möglichkeit a oder b zu entscheiden.
    Wenn man da klar ist in der Entscheidung, ist es gut - und gut, dass wir entscheiden können.

    Aber hier geht es ja um eine Situation, in der sie sich nicht entscheiden können.
    Man kann natürlich nicht "nicht entscheiden" - aber es ist doch nicht klar, dass dann "kein Kind" das ist, was passieren sollte.

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