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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Sonnenlotte Beitrag anzeigen
    Ich habe das nicht so erlebt - oder genauer gesagt, vielleicht ein paar wenige Wochen, was vor allem an der schwierigen Geburt lag, von der ich mich erholen musste. Meine Glückskurve stieg schon zwei Monate nach der Geburt sehr an und ist auch jetzt noch konstant hoch mit meiner Tochter, die noch sehr klein ist.

    Tatsächlich gibt es Menschen, die Kinder gar nicht soooo anstrengend finden, in der Summe. Natürlich habe auch ich meine genervten, angestrengten Momente, wo ich alle auf den Mond schiessen möchte. Aber insgesamt finde ich es tatsächlich nicht so stressig mit Kind.

    Und ich nehm mir meine Freiheiten für mich einfach raus, ohne schlechtes Gewissen. Ich weiss meine Tochter gut betreut auch bei meinem Mann, bei einigen anderen Familienmitgliedern, und bei einer guten Freundin, wenn ich Zeit für mich brauche. Und sie profitiert von den verschiedenen sozialen Bindungen, die sie aufbauen konnte.
    Da ich noch keine Kinder habe, kann ich auch nur mit anderen Müttern sprechen (was ich immer sehr interessant finde).
    Meine Mutter sagt selbst "Ich weiß gar nicht warum alle so rumjammern. Man muss sich einfach gut organisieren und dann ist das auch nicht so schrecklich stressig."
    Sie war aber auch "Vollblutmutter" und hat uns viel Liebe gegeben und gern Zeit mit uns verbracht und auch mit uns Kindern gespielt. Selbst mein Vater ist immer erstmal ins Kinderzimmer abgebogen, wenn er von der Arbeit kam um mit uns zu spielen

  2. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Es will aber auch nicht jeder Bergsteigen und das erleben, was von oben angeblich so glücklich macht
    Natürlich nicht.
    Das Argument ist aber oft, daß Kinder so anstrengend sind, und den Zusammenhang seh ich nicht, daß Leute die Anstrengungen welcher Art auch immer aus dem Weg gehen deshalb zufriedener sind.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von BeachGirl2020 Beitrag anzeigen
    . Ich höre von Freundinnen und Kolleginnen, die Kinder haben, immer nur welchen Stress sie doch haben. "Der Partner kümmert sich nicht, das Kind hört nicht, es hat wieder nur geschrien, keine ruhige Minute, sie können ihren Hobbies nicht mehr nachgehen, sie wollen nur mal einen Tag Ruhe..." etc.
    Von Frauen ohne Kinder höre ich oft wie toll ihr Wochenende war usw.
    Es ist - denke ich - auch schlicht eine Frage, was als Inhalt erzählenswert erscheint.

    Frage ich mich nach den Highlights der letzten Woche, waren das Dinge wie "die Tochter hat Fahrradfahren gelernt, sie wagt es jetzt sich aufs Klo zu setzen und wir haben uns dabei Nasenküsschen gegeben umd wie Bolle über etwas Pipi im Klo gefreut und ich habe meinen Sohn beim Programmieren des Legoroboters betrachtet." (ebensoviele Nerverlebnisse dürft Ihr Euch jetzt dazudenken).

    Meinen kinderlosen Kollegen würde ich vermutlich nichts davon erzählen. Erstens, weil es nur mittelbar meine Erlebnisse sind, zweitens weil ich davon ausgehe, dass sie das nicht sehr spannend bis befremdlich fänden, drittens weil man bei der Arbeit alles vermeiden sollte, was den Mutti-Eindruck verstärkt, der einem eh anhaftet. Und ich will auch Kinderlosen nicht ständig erzählen wie erfüllend ich es finde mit meinem Kind Seifenblasen zu betrachten.

    Man erlebt insgesamt eher weniger Relevantes, v.a. für das Gegenüber. Für die wäre der Bericht über die neue hippe Rooftop-Bar vermutlich spannender (und ja, auch ich will da vielleicht irgendwann mal hin) als der Bericht, dass der Grieche xy zwar essenstechnisch mäßig ist, aber mit dem Spielplatz dabei einen schönen Biergartenabend mit Kindern ermöglicht.

    Was ich sonst noch an "Erwachsenensachen" erlebe, bezieht sich dann fast ausschließlich aufs Berufsleben, nur dass ich davon vieles nicht mehr mit den Kollegen teilen muss.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Jenufa Beitrag anzeigen
    Es ist - denke ich - auch schlicht eine Frage, was als Inhalt erzählenswert erscheint.

    Frage ich mich nach den Highlights der letzten Woche, waren das Dinge wie "die Tochter hat Fahrradfahren gelernt, sie wagt es jetzt sich aufs Klo zu setzen und wir haben uns dabei Nasenküsschen gegeben umd wie Bolle über etwas Pipi im Klo gefreut und ich habe meinen Sohn beim Programmieren des Legoroboters betrachtet." (ebensoviele Nerverlebnisse dürft Ihr Euch jetzt dazudenken).

    Meinen kinderlosen Kollegen würde ich vermutlich nichts davon erzählen. Erstens, weil es nur mittelbar meine Erlebnisse sind, zweitens weil ich davon ausgehe, dass sie das nicht sehr spannend bis befremdlich fänden, drittens weil man bei der Arbeit alles vermeiden sollte, was den Mutti-Eindruck verstärkt, der einem eh anhaftet. Und ich will auch Kinderlosen nicht ständig erzählen wie erfüllend ich es finde mit meinem Kind Seifenblasen zu betrachten.

    Man erlebt insgesamt eher weniger Relevantes, v.a. für das Gegenüber. Für die wäre der Bericht über die neue hippe Rooftop-Bar vermutlich spannender (und ja, auch ich will da vielleicht irgendwann mal hin) als der Bericht, dass der Grieche xy zwar essenstechnisch mäßig ist, aber mit dem Spielplatz dabei einen schönen Biergartenabend mit Kindern ermöglicht.

    Was ich sonst noch an "Erwachsenensachen" erlebe, bezieht sich dann fast ausschließlich aufs Berufsleben, nur dass ich davon vieles nicht mehr mit den Kollegen teilen muss.
    Da geht es mir anders - ich erlebe auch als Mutter noch andere "Erwachsenensachen", ich gehe alleine mit Freunden aus, ich war vor Corona noch ein Wochenende auf einem Städtetrip mit einer Freundin. Mein Mann kann doch auch zwei Tage aufs Kind schauen? Dieses Wochenende gehe ich in eine Kunstausstellung und bin dafür vier Stunden weg, mit anschliessendem Drink mit Freundin. Die Tochter ist in der Zeit auch mit meinem Mann. Er geht dafür anschliessend zum Sport und ist dafür ein paar Stündchen weg.

    Das ist doch "no big deal". Ich versteh ja immer irgendwie nicht, wieso gesagt wird, dass solche Dinge mit Kindern nicht mehr möglich seien. Es müssen doch nicht ständig beide Elternteile gleichzeitig vor Ort sein?

    Tatsächlich finde ich, dass sich mein Leben nicht so einschneidend geändert hat. Ich mache meine Erwachsenensachen noch. Klar mache ich sie weniger häufig, aber ich mache sie alle noch, und auch regelmässig. Und ich erzähle von diesen Dingen dann auch in Gesprächen mit anderen Erwachsenen.

    Was aber natürlich nichts daran ändert, dass zu meinen Glücksmomenten auch das Seifenblasenbetrachten mit meiner Tochter gehört.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Sonnenlotte Beitrag anzeigen
    Da geht es mir anders - ich erlebe auch als Mutter noch andere "Erwachsenensachen", ich gehe alleine mit Freunden aus, ich war vor Corona noch ein Wochenende auf einem Städtetrip mit einer Freundin. Mein Mann kann doch auch zwei Tage aufs Kind schauen? Dieses Wochenende gehe ich in eine Kunstausstellung und bin dafür vier Stunden weg, mit anschliessendem Drink mit Freundin. Die Tochter ist in der Zeit auch mit meinem Mann. Er geht dafür anschliessend zum Sport und ist dafür ein paar Stündchen weg.

    Das ist doch "no big deal". Ich versteh ja immer irgendwie nicht, wieso gesagt wird, dass solche Dinge mit Kindern nicht mehr möglich seien. (...)
    Habe ich nicht gesagt, dass man zwangsläufig kein eigenes Freizeitleben mehr hat, wollte ich nicht sagen, will ich anderen auch nich vorschreiben. Ist bei mir aber halt so. Und bei vielen (nicht allen), die ich kenne.

    Bei mir ergibt es sich aus der Zeit, die bei Vollzeitarbeit und Kindern noch übrig bleibt und meinen selbstgewählten Prioritäten, die mich dazu bringen einen Sonntag im Park mit meinen Kindern einem Wochenendtrip in eine Stadt in der Regel vorzuziehen. Keinerlei Vorwurf an alle Eltern, die ihre Prioriäten anders setzen und/oder mit Kindern so viele Wochenendtrips unternehmen wie ohne.

  6. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Das ist doch eine ganz individuelle Sache. Ich bin geprägt durch mein Elternhaus, meine Eltern kamen vom Land. Mein Abi habe ich mir erkämpft, mein Vater war gegen ein Studium, ich wäre nicht intelligent und fleißig genug dafür.
    Davon habe ich mich beeinflussen lassen.

    Da bei uns immer nur Leistung zählte und Geld verdienen, war ich vorher unzufrieden, mit Kindern war das noch schwerer zu erreichen, daher war ich auch dann nicht zufrieden.

    Mein Fazit ist, berufliche Wünsche für sich klar definieren und versuche zu erreichen, das persönliche findet sich.

    Kinder gibt es genug auf der Welt, wenn man das verinnerlichen kann und dann frei und selbstbestimmt (möglichst ohne familiären Einfluss) entscheidet wohin der Wind mich trägt, kann das sehr zur persönlichen Zufriedenheit beitragen.

    Mit oder ohne Kind.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Oh, jetzt geht es aber hoch her!
    Ich muss zugeben, dass mir die Formulierung vom kinderlosen "Leben ohne Sinn" auch unbehaglich war, aber ich weiß gar nicht, ob Hans Dampf das so aufgeladen verstanden wissen wollte. Ich denke jedenfalls auch: in unserer Gesellschaft, wo das Überlebensnotwendige gesichert ist, da ist es an jedem von uns, unser Leben mit Sinn zu (er)füllen. Manchmal hat man Glück und es klappt auf die Art, wie man es sich immer vorgestellt hat. Manchmal muss man, so wie vindpinad, die Weichen neu stellen. Oft sind das ungewollt Kinderlose, aber es kann genau so der Fall sein,wenn eine langjährige Partnerschaft zerbricht, oder ein erfüllender Beruf nicht ausgeübt werden kann.
    Das wäre eine Fehlinterpretation meines Posts.
    Kinder bingen zusätzliche Erfahrungen positiver und negativer Art, und verhindern zusätzlich andere Erfahrungen (positiver und negativer Art). Eltern und Kinderlose haben vieles gemeinsam, aber einiges eben auch nicht.

    Natürlich geben meine Kinder meinem Leben einen Sinn (um nicht zu sagen, sie lassen kaum Platz für etwas anderes :-). Was aber nicht heißt, ohne meine Kinder wäre mein Leben sinnlos. Dann gäbe es andere Quellen dafür.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Zumindest muss ich hier mal fragen, ob Du davon ausgehst, dass 80 % der Deutschen sich bewusst/gewollt/geplant für Kind(er) entscheiden.

    Ich denke, ein (Groß-) Teil der Mütter und Väter, wo die Verhütung versagt hat , nehmen die Kinder so an, wie sie kommen und sind soweit glücklich.

    Und die, die überfordert, unfähig und somit unglücklich sind, schreiben nicht in der Bri.
    Einschränkung: Bis auf die, die mit ihren Müttern als Töchter heute noch Schwierigkeiten und den Absprung nicht geschafft haben.

    Selbst kann ich sagen (als Mutter einer Tochter): Ja, phasenweise hätte ich sie sogar verschenkt. Aber was zählen (Unglücks-)Gefühle von annodunnemal. Das heute zählt!
    In seinem Buch "Die Entscheidung zur Elternschaft" zeigt der Soziologe Günter Burkart, daß empirisch die Mehrheit der (Erst)Kinder nicht nach einer "rational-choice" Entscheidung gezeugt werden, sondern durch ein Laufenlassen, schlampige Verhütung...

    Was nicht bedeutet, daß diese Mehrheit keinen Kinderwunsch hat, sondern daß die Entscheidung für Kinder keinen klaren rational-choice Charakter hat.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Komische Frage.

    Ich bin seit kurzem Mutter. Mit meinem Partner bin ich seit fast 17 Jahren zusammen. Wir haben uns dieses Kind sehr gewünscht und lange darauf warten müssen. Trotzdem würde ich behaupten, auch kinderlos glücklich gewesen zu sein. Die Frage ist doch, wie man Glück definiert. Bevor ich Mutter wurde, war ich glücklich, weil

    -ich eine tolle Familie habe, die mir immer Rückhalt gegeben hat
    -ich seit meiner Jugend regelmäßig und gerne reise, und das trotz anfänglich sehr spärlichem Budget
    -ich einen tollen Partner an meiner Seite habe
    -ich tolle Freunde habe
    -ich gesund bin
    -ich finanziell gut aufgestellt bin und mir einige schöne Dinge ermöglichen kann
    usw. usf.

    Jetzt bin ich wie gesagt Mutter. Und all die Dinge, die mich bisher glücklich machten, habe ich ja immer noch. Warum sollte ich als Mutter dann also unglücklicher sein als ohne Kind? Mein Leben ist aktuell genauso, wie ich es mir immer gewünscht habe.
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von BeachGirl2020 Beitrag anzeigen
    Mal eine provokante Frage. Ich höre von Freundinnen und Kolleginnen, die Kinder haben, immer nur welchen Stress sie doch haben.
    ...
    Von Frauen ohne Kinder höre ich oft wie toll ihr Wochenende war usw.
    Jetzt mal ehrlich, wir sind ja anonym im Internet, waren die Mütter hier ohne Kinder glücklicher?
    Ich finde schon die Frage falsch - denn sie enthält die Annahme, dass ein stressfreies Leben mit tollen Wochenenden voller Freizeitaktivitäten glücklich macht, und Stress unglücklich.

    Ein Leben ohne Stress und Anstrengung würde mich unzufrieden zurücklassen.

    Natürlich kann man ohne Kinder genauso glücklich sein wie mit Kindern - aber ich habe Kinder und mein sehnlichster Wunsch war (solange das irgend realistisch war): Mehr davon

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