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  1. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ich spreche nur für mich: Wäre es mir verwehrt gewesen, ein Kind zu bekommen, mich persönlich hätte das lange gequält.
    Mich auch, mich hätte das immer beschäftigt.

    Während mich die Frage, wie es wäre kein Kind zu haben, nicht umtreibt - diese Erfahrung hab ich ja jahrelang gemacht, das ist jetzt nicht was mir verwehrt geblieben wäre und von dem ich nicht wüsste wie es ist.

  2. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Das glaub ich Dir, Blue. Ich glaube einfach jede Lebenssituation ist anders. Wenn man schon ein Paar ist, und dann klappt das mit dem Kind nicht - das ist wieder eine ganz andere Situation als wie es bei mir war - Beziehung wo es mit Kind (für mich) gepasst hätte, zerbricht und dann stehste da und die Zeit rinnt.

    Das ist nicht einfach und war auch nicht einfach. Trotzdem kann man glaube ich mit vielen Dingen umgehen.
    Das etwas fehlt und auch immer mal wieder hochkommt, das will ich niemandem absprechen. Und kenne ich auch selbst. Aber letztlich glaube ich man kann mit jeder Situation seinen Frieden machen.

    Kinder können ja auch sehr krank sein oder viele Schwierigkeiten haben. Das kann glaub ich auch sehr aufreibend sein.

    Die Frage ist einfach aus meiner Sicht viel zu pauschal. Ich wollte eigentlich auch nur auf Hans Dampf' Aussage über seine Frau reagieren, wo ich mich halt drin wieder gesehen habe.

    Und ja - es ist immer eine Herausforderung die Weichen in seinem Leben anders stellen zu müssen als man wollte.
    Aber letztlich ist für mich genau das - das Leben.

  3. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    also, grad heute, anlässlich ominöser Strahlensätze und weiss der geier was noch, was mich nicht die Bohne interessiert, dämlichen Stundenplänen, angekündigter Hardcore Testphase im September um " zu sehen wo die Schüler stehen" (ja, nee is klar) Pubertät im Hoch würde ich mich dem Ausspruch "so glücklich wie Klo putzen" anschließen.
    Hat aber nichts mit dem Kind an sich zu tun, sondern dass man - vor allem in meinem Bundesland - in ein Korsett gepresst wird, in dem der hochpatriarchale Staat die willfährigen Bürger aka Eltern über die Zuweisung von begehrten Ressourcen (=Bildungsabschlüssen) auf Spur hält. An diesem Thema haben sich schon Menschen wie der olle Bourdieu abgearbeitet, das muss ich nicht ausführen.

    Das ist etwas, was komplett unter den Tisch fällt, wie nervtötend Schule an sich sein kann, und wie heftig man da fremdbestimmt ist, und wie sehr sich Vater Staat auf dem Ehrenamt der Eltern bzw. eines Elters (die er durch entsprechende Besteuerungen auch gut in ein entsprechendes Model bringt) ausruht.

    Mich macht das wahnsinnig unzufrieden. Und es wäre nicht der Fall, hätte ich a) kein Kind oder aber b) wäre einer der vielen Bildungflüchtlinge, die der Anwesenheitspflicht in deutschen Schulen durch Wohnortwechsel zu entgehen versuchen, was wiederum nur nötig ist, wenn man Kind(er) hat.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich habe mal irgendwo einen wissenschaftlichen Aufsatz dazu gelesen (leider habe ich die Quelle nicht mehr), der darlegte, dass Eltern mit kleinen Kindern sich eher als unglueckliche empfinden, d.h. also z.B. Menschen zwischen 30 und 45 im Schnitt ohne Kinder gluecklicher sind als mit. Es dreht sicher aber irgendwann um, d.h. je aelter man wird und je groesser die Kinder sind, desto gluecklicher sind die Eltern im Vergleich zu den Nicht-Eltern.
    Das fand ich schon einleuchtend.

    Fuer mich persoenlich kann ich ganz klar sagen, dass ich unglaublich dankbar und gluecklich bin als Mutter. Und ich versuche auch, das zu kommunizieren, d.h. wenn ich mal "klage" oder Frust rauslasse, dann versuche ich, nicht so zu tun, als sei ich ohne Kinder gluecklicher - sondern eben, dass es halt in dem Moment anstrengend ist und es natuerlich aus Aspekte gibt, die mich nerven oder die ich am Leben ohne Kinder vermisse.
    Muetter, die immer nur kommunizieren: "hach, es ist ja soooo anstrengend und sie gehen mir soooo auf die Nerven" wirken oft nicht so wirklich glaubwuerdig auf mich, ich empfinde es ein bisschen wie fishing for compliments.
    Umgekehrt rennt man natuerlich auch nicht die ganze Zeit durch die Gegend und ruft "meine Kinder machen mich sooooo gluecklich", v.a. im Gespraech mit kinderlosen Frauen.

    Evtl. traegt es aber auch zu meinem Glueck und meiner Zufriedenheit als Mutter bei, dass ich tatsaechlich ueberzeugt bin und war, dass ich auch ohne Kinder gluecklich sein koennte. Es ist dann anders gekommen, aber ich fuehlte mich da nie so "reingedrueckt", sondern es war eine freie Entscheidung, hinter der ich auch voll stehe.
    Wer zuletzt lacht, denkt am langsamsten.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Ich hab irgendwie in Erinnerung, dass die Forschung zeige, Eltern seien solange weniger glücklich als Kinderlose bis die Kinder erwachsen seien.

    Danach dann aber glücklicher.
    Ah, sorry, Minstrel, das hatte ich ueberlesen.
    Wer zuletzt lacht, denkt am langsamsten.

  6. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von honzina Beitrag anzeigen
    Muetter, die immer nur kommunizieren: "hach, es ist ja soooo anstrengend und sie gehen mir soooo auf die Nerven" wirken oft nicht so wirklich glaubwuerdig auf mich, ich empfinde es ein bisschen wie fishing for compliments.
    Sowas erstaunt mich auch immer. Kenne eine Frau, die das tut, aber ich glaube bei ihr ist es echt. Ich wundere mich da immer über die Ehrlichkeit, aber sie ist jetzt eben eine wo ich denke, nö, das Familienleben klingt jetzt auch nicht so wie ich es mir wünsche. Ich glaube aber auch die Elternbeziehung ist schwierig.

    Zitat Zitat von honzina Beitrag anzeigen
    Umgekehrt rennt man natuerlich auch nicht die ganze Zeit durch die Gegend und ruft "meine Kinder machen mich sooooo gluecklich", v.a. im Gespraech mit kinderlosen Frauen.
    Warum auch? Als mein Kinderwunsch noch sehr stark war, ich aber schon zweifelte, dass es noch was wird mangels Mann, haben mich aber tatsächlich am meisten die klagenden Eltern genervt, die einem dann sagten: "Och, Du hast es so gut, Du kannst jederzeit ins Kino gehen."
    Weil ich dann dachte, "hej, was ist schon Kino, wenn man ein Kind haben kann".
    Mich hat das richtig genervt, dass ich immer offen für meinen Lebensstatus beneidet wurde, den ich mir ja gar nicht ausgesucht hatte.
    Ich würde ja auch nicht hingehen und sagen "Oh toll, wenn ich nur jetzt auch Windeln wechseln dürfte" oder so.
    Wenn heute Eltern sehr kleiner Kinder das sagen, dann fühle ich mich überhaupt nicht mehr "angegriffen" oder ärgere mich, sondern sehe es einfach als Momentaufnahme und ehrlichen Wunsch.
    Denn ich bin so nah an einigen Familien dran, dass ich glaube ich die Schatten- und Sonnenseiten ganz gut mitbekommen kann.

  7. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Oh, jetzt geht es aber hoch her!
    Ich muss zugeben, dass mir die Formulierung vom kinderlosen "Leben ohne Sinn" auch unbehaglich war, aber ich weiß gar nicht, ob Hans Dampf das so aufgeladen verstanden wissen wollte. Ich denke jedenfalls auch: in unserer Gesellschaft, wo das Überlebensnotwendige gesichert ist, da ist es an jedem von uns, unser Leben mit Sinn zu (er)füllen. Manchmal hat man Glück und es klappt auf die Art, wie man es sich immer vorgestellt hat. Manchmal muss man, so wie vindpinad, die Weichen neu stellen. Oft sind das ungewollt Kinderlose, aber es kann genau so der Fall sein,wenn eine langjährige Partnerschaft zerbricht, oder ein erfüllender Beruf nicht ausgeübt werden kann.

    Und ich finde es ein bisschen, hmmmm, mutig, wenn Eltern meinen, sie wüssten alles, also sie hätten alle Erfahrungen der Kinderlosen und dann das Elternsein noch zusätzlich. Nein, haben wir nicht. Jemand schrieb es schon so ähnlich: wir wissen nicht 100%ig, wer und was wir ohne unsere Kinder wären, genauso wie Kinderlose nicht 100%ig wissen, wie ihr Leben mit Kindern wäre. Das ist immer ein Stück weit hypothetisch. Gerade jetzt mit Corona: ich habe meine Familie, ja die Herausforderungen, aber auch die Gesellschaft, den Körperkontakt usw. Ich kann nicht genau wissen, wie es mir als Kinderlose oder Single in dieser Zeit ginge, wie ich ggf meine Zeit füllen, über die Probleme und Herausforderungen reden und denken würde. Ist auch ein bissl müßig.

    Und ich bin nicht mal sicher, dass es hierher gehört. Ich bin nicht die, die nach 24 Stunden über mangelnde Beteiligung der TE motzt, aber in dem Fall kommt es mir ein bisschen bezeichnend vor. Im Zusammenhang mit dem "Missgünstige Frauen"- Stramg erscheint es mir so, dass es eigentlich weniger um Eltern(un)glück geht, als allgemein um die Bewertung und den Umgang mit anderen Lebensweisen und -inhalten. Vielleicht kommt die TE ja nochmal rein und klärt das.

  8. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Und ich finde es ein bisschen, hmmmm, mutig, wenn Eltern meinen, sie wüssten alles, also sie hätten alle Erfahrungen der Kinderlosen und dann das Elternsein noch zusätzlich. Nein, haben wir nicht. Jemand schrieb es schon so ähnlich: wir wissen nicht 100%ig, wer und was wir ohne unsere Kinder wären, genauso wie Kinderlose nicht 100%ig wissen, wie ihr Leben mit Kindern wäre. Das ist immer ein Stück weit hypothetisch.
    Wie meinst du das?
    Jeder hat ja vorher auch ohne Kind gelebt (Teeniemütter ausgenommen) und sein Leben gestaltet, also natürlich weiß ich nicht, wie ich mich entwickelt hätte - aber wie sich das Leben gestaltet wenn man keine Kinder hat, das hat man doch schon konkret erfahren?

    Ich wäre eine andere, natürlich, aber wie mein Leben mit mir allein versus dem mit meinen Kindern wäre, sprich ohne Betreuungsfragen, Kosten, Kinderzimmer, Lebensorganisation, das kann ich mir schon gut vorstellen.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Und ich finde es ein bisschen, hmmmm, mutig, wenn Eltern meinen, sie wüssten alles, also sie hätten alle Erfahrungen der Kinderlosen und dann das Elternsein noch zusätzlich. Nein, haben wir nicht.
    Hm. Für mich fühlt sich die Erfahrung, ein Kind zu haben, schon nach etwas "Zusätzlichem" an. Weil einfach eine riesige Erfahrung. Dafür fehlt mir die Erfahrung, wie es ist, zwei oder drei Kinder zu haben - oder gar wie Hans Dampf und seine Frau fünf Kinder!! Da mein Mann eben auch einen sehr starken Kinderwunsch hatte, wäre das für unsere Ehe vermutlich eine Zeitlang sehr hart geworden, kinderlos zu bleiben.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht die, die nach 24 Stunden über mangelnde Beteiligung der TE motzt, aber in dem Fall kommt es mir ein bisschen bezeichnend vor. Im Zusammenhang mit dem "Missgünstige Frauen"- Stramg erscheint es mir so, dass es eigentlich weniger um Eltern(un)glück geht, als allgemein um die Bewertung und den Umgang mit anderen Lebensweisen und -inhalten. Vielleicht kommt die TE ja nochmal rein und klärt das.
    Da sagst du was Wahres!
    Be a voice not an echo.

  10. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das?
    Jeder hat ja vorher auch ohne Kind gelebt (Teeniemütter ausgenommen) und sein Leben gestaltet, also natürlich weiß ich nicht, wie ich mich entwickelt hätte - aber wie sich das Leben gestaltet wenn man keine Kinder hat, das hat man doch schon konkret erfahren?

    Ich wäre eine andere, natürlich, aber wie mein Leben mit mir allein versus dem mit meinen Kindern wäre, sprich ohne Betreuungsfragen, Kosten, Kinderzimmer, Lebensorganisation, das kann ich mir schon gut vorstellen.
    Da stimme ich tatsächlich eher Flau zu, schönes Post im Übrigen.
    Nein, ich hätte mir mein Leben nie so ausgemalt wie es jetzt ist. Man wird ja auch ohne Kinder ein reiferer Mensch, erlebt Dinge, Beziehungen, macht Erfahrungen, die man vorher nicht hatte. Und geht Wege die man so nicht erwartet hätte. Und man geht ja eben durch das Alter auch mit anderen Familien Lebenswege mit - zumindest wenn man sich darauf einlässt.

    Aber ist doch gut, wenn hier vor allem Frauen schreiben, die mit ihren Lebenswegen zufrieden sind.

    Trotzdem glaube ich die Ausgangsfrage ist einfach so pauschal nicht zu beantworten.

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Da mein Mann eben auch einen sehr starken Kinderwunsch hatte, wäre das für unsere Ehe vermutlich eine Zeitlang sehr hart geworden, kinderlos zu bleiben.
    Der Prozess ist glaub ich auch schwierig - eben etwas anders leben zu müssen als (sehr stark) gewünscht. Und es gibt auch Menschen, die daran zerbrechen oder verbittern.

    Wenn jemand ungewollt schwanger wird ist es ja auch eine nicht einfache Situation, wer sich dann für das Kind entscheidet hat vielleicht weniger Zeit nachzudenken, als jemand der eben umgekehrt ein Kind wünscht und es nicht bekommt.

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